Wie häufig treten Mutationen der Farbe auf?

Diskutiere Wie häufig treten Mutationen der Farbe auf? im Zucht und Genetik Forum im Bereich Hamsterzucht; Hallo, ich wollte mal fragen, wie häufig Mutationen in der Farbe auftreten. In jedem Wurf, alle 10 Würfe, alle 1000? Ich meine hier auch nur...
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mersch

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Hallo,

ich wollte mal fragen, wie häufig Mutationen in der Farbe auftreten. In jedem Wurf, alle 10 Würfe, alle 1000? Ich meine hier auch nur "theoretisch reine normalfarben Tiere", Wildfänge oder so, keine Tiere die sich schon seit Generationen in menschlicher Zucht befinden. Hat jemand dazu Zahlen?


Gruß
mersch
 
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Nanolino

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Hi!
Zahlen wirst Du dazu wohl nicht so leicht finden. Ich habe auch keine.
Aber ich kann Dir zumindest über eine Tierart etwas sagen: bei Wildfangnachzuchten der Dsungaren (also völlig artein) treten Mutationen praktisch gar nicht auf, auch nicht nach Jahrzehnten.
Die Tiere, von denen ich das weiß, sind allerdings nicht bewusst per massiver Inzucht ganz gezielt dort hin getrieben worden, aber Inzucht gab es schon. Dsungaren neigen also absolut nicht zu Mutationen.
 
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mersch

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also könnte man davon ausgehen, dass vll alle RE Argent (z.B.) auf den selben Ursprung zurück gehen? Oder zumindest ist die Wahrscheinlichkeit groß?

Gruß
mersch
 
N

Nanolino

Gast
Die Frage verstehe ich nicht - bei Dsungaren gibt es kein RE. :confused: (RE ist eine typische Campbellmutation, die man ab und zu auch bei Campbell-lastigen Hybriden sieht)

Zumindest bei den Dsungaren liegt die Vermutung sehr nahe, dass die meisten heutigen Farben auf eine Kreuzung mit Campbells zurück gehen, wenn nicht sogar alle. Auch wenn das meistens vehement bestritten wird. Campbells sind offenbar erheblich mutationsfreudiger.
Wobei ich nicht ausschließe, dass z.B. saphir tatsächlich eine echte Dsungarenfarbe ist - die wird dann aber durch erhebliche Inzucht entstanden sein, was erklären würde, warum alle Saphirhamster gewisse Probleme haben.
 
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mersch

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sorry, hatte im ersten Beitrag vergessen zu schreiben, dass ich Campbellaner bin.
Da ergibt sich aber gleich die 2. Frage: Dschungis und Campells sind recht ähnlich, warum mutieren die einen mehr, die anderen weniger?

Gruß
mersch
 
Sitzune

Sitzune

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Das liegt wohl einfach daran, dass es doch verschiedene Arten oder wenigstens Unterarten sind ;)
Hunde mutieren auch häufiger als Wölfe, um es mal ganz einfach zu formulieren.
 
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mersch

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Hunde sind doch vom Menschen domestizierte Wölfe, oder? ;)
 
Sitzune

Sitzune

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Ja, einfach gesagt schon.

Aber so genau kenn ich mich da nicht aus. :rolleyes:
 
M

mersch

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Mich beschäftigt halt eine Frage und so richtig komme ich nicht weiter.
Gibt es genetisch reine Campbells/Dschungaren als Farbmorphen überhaupt?
Was ich so im Netz finde, lässt mich darauf schliessen, dass solchen Mutationen äusserst selten auftreten.
Meistens finde ich was nach dem Motto: "ist erstmals in ... aufgetreten, sind von dort nach Holland gekommen und von da in der Massenmarkt". So oder so ähnlich.
Ich finde es recht unwahrscheinlich, dass in solch einer Verbreitungsweise nicht auch Tiere mit in die Linie kommen, die da Gene der anderen Art tragen. Vor allem wenn man bedenkt, dass diese beiden Arten lange als eine angesehen wurden, weshalb bei der Zucht vll auch nicht darauf geachtet wurde.
Und bei der Aussage "einmal Hybrid, immer Hybrid, egal wieviele Generationen", wären für mich alle Farbmorphe als potentielle Hybriden einzustufen.
Wie seht ihr das?


Gruß
mersch
 
N

Nanolino

Gast
Ich finde es sehr interessant, dass Du das so schreibst. Im Prinzip sehe ich das genauso. Wobei ich eher Dsungaren-Mensch bin und mich mit Wildcampbells leider gar nicht auskenne. Ich weiß nur, dass die Wilddsungaren so gut wie gar nicht mutieren; jedenfalls ist es, soweit ich weiß, bei reinen Linien in Forschungseinrichtungen nie vorgekommen - und bei denen sind die Linien teilweise Jahrzehnte alt. Wie das bei deren Campbells ist, weiß ich nicht.
Die Überlegung, dass womöglich alle Farben auf Hybrid-Kreuzungen zurückzuführen sind, ist sicherlich brisant und wird nicht viele Freunde finden. Aber mir ist der Gedanke auch schon öfter gekommen - und er war auch einer der Gründe, dass ich meine Zucht beendet habe.
Verpaart man z.B. einen "artreinen" Dsungaren einer bestimmten Farbe mit einem Wildfang, bekommen einige oder alle Jungen auffallend hybridige Ohren. Das ist doch sehr ungewöhnlich - wie kommt das, wenn doch angeblich gar keine Campbellgene enthalten sind?

Ich stimme Dir da zu - selbst, wenn man "artreine" Tiere mit langem Stammbaum bekommt - irgendwo endet der. Und was war davor? Niemand kann das mehr belegen. Ich persönlich neige da zu Misstrauen; man könnte auch sagen, der Mensch tut, was möglich ist - und wenn Campbell x Dsungare schöne Farben hervorgebracht hat, werden diese Verpaarungen auch durchgeführt worden sein.

Schade, dass da keiner mehr über Campbells selber weiß. Die gelten ja als sehr vielfältig.
 
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