Was darf ein Hamster fressen und was nicht? | Ausführliche Liste

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Ernährung

Das Trockenfutter sollte keimfähiges Getreide enthalten. Ob es keimt, kann man testen indem man einen bestimmten Test durchführt: Dafür einfach etwas Futter auf die Fensterbank oder auf den Balkon in Erde setzen und mit Sonne bestrahlen lassen. Wenn dann nach einigen Tagen Keime entstanden sind, ist es gutes Korn. Übrigens die Keime dürfen dem Hamster gefüttert werden.

Futterarten
Trockenfutter:

Getreide
* Buchweizen,
* Emmerweizen
* Erbsen, Erbsenflocken,
* Gerste,
* Grünfutterpreßlinge,
* Haferflocken, Haferkörner und Haferrispen, grüner Hafer,
* Hirse, Kolbenhirse
* Johannisbrot,
* Kürbiskerne,
* Leinsaamen,
* Mais
* Reisflocken,
* Roggen,
* Trockengemüse (wie Karotten, Erbsen, Sellerie, Süßkartoffel, Kohlrabi, Rote Beete usw.)
* verschiedene Gras- und Kräutersamen,
* Weizenkörner, Weizenflocken,

Kräuter

* Bärlauch und Bärenklau sind giftig!
* Basilikum,
* Brennnesselkraut (getrocknet),
* Brombeerblätter (nur getrocknet),
* Dill,
* Echinacea (stärkt Immunsystem)
* Gänseblümchen,
* Haselnussblätter,
* Johannisbeerblätter,
* Kamille,
* Melisse,
* Pfefferminzblätter,
* Ringelblumenblüten,
* Salbei,
* Sauerampferkraut,
* Spitzwegerich,
* Schafgarbe
* wilde Malve,
* Zitronenmelisse,

Kleinsämereien

* Amaranth
* Buchweizen
* Dari Weiß
* Grassamen (Knaulgras, Wiesenschwingel, Rohrschwingel. Lieschengras. deutsches Kammgras, Weidlgras, Wiesenrispe, Welsches Weidlgras, Horstschrotschwingel)
* Hefekene
* Hirsearten (La Plata Hirse rot, Japanhirse, Senegalhirse gelb, Hirse Weiß, Hirse Rot, Hirse Gelb, Mannahirse rot)
* Kardisaat
* Kräutersamen (Spitz-, Mittel- und Breitwegerich, Löwenzahnsaat)
* Leinsaat (Flachs)
* Milo
* Negersaat
* Spitzglanz (Kanariensaat)
* Paddy-Rohrreis
* Perilla
* Quinoja
* Salatsamen (Catalognasaat, Feldsalat, Romasalat, Alfalfasaat)
* Sesam
* Taubenweizen

Nüsse

* Erdnüsse,
* Haselnüsse,
* Walnüsse,
* Macademia,
* Peacannüsse,
* Pinienkerne,
* Kürbiskerne,
* Sonnenblumenkerne

Mandeln enthalten Blausäure!

Bucheckern sind giftig!



Saftfutter:

Grünfutter:

* Breit- und Spitzwegerich,
* Gänseblümchen,
* Hirtentäschel,
* Löwenzahn (Blüte, Stängel, Blatt und sogar die Wurzel dürfen gefüttert werden),
* Luzerne,
* Salbei,
* Sauerampfer und süße Gräser,
* Schafgarbe;
* Vogelmiere,
* Weißer und Roter Wiesenklee (mit Klee sparsam umgehen, wg. dem hohen Gehalt an Eiweiß),
* wilde Malve,
* Zitronenmelisse,

Obst

* Äpfel (keine Kerne mit verfüttern: enthalten Blausäure)
* Bananen (selten, da Verstopfungsgefahr)
* Birnen, Brombeeren, Himbeeren, (selten geben: in Verbindung mit Wasser = Durchfallgefahr)
* Ebereschenbeeren (sind getrocknete Vogelbeeren); Vogelbeeren in ungetrocknetem Zustand sind hochgiftig- auch für Menschen!
* Erd- und Waldbeeren,
* Melone
* Weintrauben (ohne Kern, wegen der Gerbsäure);

ungeeignetes Obst:

* Exotische Früchte (Guaven, Mango, Papaya, Granatapfel, Kumquat, Avokados, Litschi, Physalis, Curuba usw)
* Steinfrüchte (Kirschen, Pfirsich, Pflaume, Quitte, Nektarine, Mirabelle usw.)
* Südfrüchte (Orangen, Mandarinen, Kiwi)

Diese Obstsorten führen zu Verdauungsproblemen!

Trockenfrüchte

* Bananen
* Datteln,
* Feigen,
* Hagebutten
* Korinthen,
* Pflaumen,
* Rosinen,
* Vogelbeeren

(nur ungeschwefeltes Trockenobst verwenden!)

Gemüse

* Blattspinat, Mangold, Rote Beete, (hoher Oxalsäureanteil, nur in geringen Mengen füttern),
* Fenchelknollen (Knollen und Grün dürfen verfüttert werden)
* Kohlrabi (nur in geringen Mengen)
* Kürbis (alle außer Zierkürbisse)
* Salate: Feldsalat, Eisbergsalat, Kopfsalat, Endivien, Chicorée (Salate nur in kleinen Mengen füttern, können wegen des Nitratanteils zu Durchfall und Blähungen führen)
* Paprika (Strunk entfernen, da solaninhaltig)
* Stangen- und Knollensellerie (beides verfütterbar komplett mit Blättern, Knollensellerie geschält verfüttern)
* Tomaten (kein Grün von der Tomate, das ist giftig)
* Topinambur (gesamte Pflanze verfütterbar)
* Zuckermais (Blätter und Maiskolben gesund und lecker)

des weiteren verfütterbar:

* Broccoli,
* Gurken,
* Möhren
* Pastinaken
* Petersilienwurzel,
* Steckrübe/Kohlrübe,
* Stielmus,


ungeeignetes Gemüse:

* Auberginen (solaninhaltig)
* Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen usw.)
* Kartoffeln im Rohzustand (schlecht verdauliche Stärke, Triebe und grüne Stellen raus schneiden, die sind giftig!)
* Kohlgemüse (Weißkohl, Blumenkohl, Rosenkohl usw.)
* Rettich, Rhabarber sind giftig!
* Zwiebelgewächse (Zwiebeln, Schnittlauch, Poree usw.)


Eiweißfutter: 2 - 3 mal pro Woche erforderlich!

* Bachflohkrebse (getrocknet),
* Eier (hartgekocht) und davon nur das Weisse, das Eigelb enthält sehr viel Cholesterin!
* Fischfutter
* Gammarus (für Zwerghamster sehr gesund),
* Garnelen,
* Grille,
* getrocknete Larven,
* Heimchen
* Hüttenkäse
* Hundekuchen (zuckerfrei: 22% Rohprotein und 4-5% Rohfett),
* Insekten
* Katzenleckerchen (dürfen kein Taurin enthalten),
* Rinderhack,
* Quark (nur Magerquark) oder Naturjoghurt,



Lebendfutter:

Ist nicht lebensnotwendig, jedoch für jeden Hamster eine absolute Delikatesse: Grillen, Heuschrecken, Heimchen und Wanderheuschrecken, am beliebtesten sind die Mehlwürmer.
Lebendfutter ist sehr fett- und proteinhaltig, daher sollte es nicht mehr als 2x die Woche gegeben werden!

So hält man Mehlwürmer am Besten:

Unterkunft:
Gurkengläser und alle hohen Behälter sind ungeeignet, denn dann müssen sich die Mehlwümer stapeln. Am besten ist ein Behälter der 30x20cm groß ist, z. B. eine Dose aus Hartplastik. Einen Deckel braucht man nicht, an glatten Wänden können sie nicht rauskrabbeln!

Einstreu:
* nur Haferflocken
* Kleintierstreu
* Hanfstreu
* Torf

Dazu kommt immer Heu.
Am besten eignet sich Torf und Hanfstreu!

Anzahl:
Bitte nicht zu viele auf einmal in einem Gefäß halten. Sonst müssen sie sich stapeln.

Wo lagern?
Man kann Mehlwürmer auch im Kühlschrank halten, da bewegen sie sich wenig und verpuppen sich so gut wie nie. Bei Raumtemperatur verpuppen sie sich schneller.

Futter:
Jeden, bis jeden 3. Tag müssen sie Frischfutter bekommen: Gurke und Salat fressen sie am liebsten, aber nur Sachen füttern, die man auch seinem Hamster geben würde, denn der Hamster wird den Wurm ja fressen. Alle 2 Tage neue Haferflocken in den Behälter geben. Außerdem kann Mehl oder Haferflockenmatsch (Haferflocken mit etwas Wasser) gefüttert werden.

Allgemeines:
Die Haut der Mehlwürmer (wie bei Schlangen) und tote Tiere immer entfernen. Je besser sie gefüttert und gehalten werden, desto gesünder sind sie für den Hamster!!!



Raufutter:

frisches Heu (wird auch zum Nestbau benutzt),

Bitte auf Stroh verzichten, da Stroh sehr grob strukturiert ist und sich die Fasern unter die Haut des Hamsters schaffen können.



Mengenangaben:
Die Angaben beziehen sich auf einen Mittelhamster, Zwerghamster erhalten ungefähr die Hälfte.

Bei Zwerghamster muss drauf geachtet werden, dass sie einen höheren Eiweißbedarf haben als Mittelhamster!


(Trockenfutter) ca. 1 EL Alleinfuttermittel,

1 x tägl ein paar Gräser/Kräuter,

1x tägl (Saftfutter): Obst und Gemüse, zum sofort Verzehr

(Lebendfutter) 1 Mehlwurm, 2-3 x die Woche

(Raufutter) etwas Heu

tierisches Eiweißfutter, 2-3 x die Woche
 
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Zur Übersicht zu den als schädlich angegebenen Inhaltstoffen

Salzlecksteine, Nagerdrinks:
Ein Salzleckstein ist nicht notwendig. Er ist kann sogar lebensgefährlich werden. Durch zu viel Salz kann es zu einer Nitratvergiftung kommen. Den Salzhaushalt regelt man mit Trockenkräutern und gelegentlichen Gaben von Hundetrockenfutter.

Nagerdrinks gehören ebenfalls zu den Dingen, die ein Hamster nicht braucht. Bei einer abwechslungreichen und ausgewogenen Ernährung, bekommt der Hamster alles was er braucht. Ein zusätzliche Gabe von Vitaminen, Mineralien usw. würde eine Überdosierung zur Folge haben.


Fertigtrockenfutter:
Leider gibt es auf dem Markt nur wenige geeignete Fertigfuttermischungen, man sollte sich immer die Zusammensetzung des Futters durchlesen, um zu entscheiden, ob es für den Hamster gut ist oder nicht (in unserem Downloadbereich steht eine Tabelle zum Vergleichen, zum Runterladen als PDF Datei zur Verfügung)

Ein empfehlenswertes Futter ist das Witte Molen Hamsterfutter, allerdings auch nur bedingt zu empfehlen, da es recht fetthaltig ist und zu wenig Rohfasern enthält. Daher ist es notwenig, das Futter noch zu "strecken":

* für Mittelhamster könnte eine Mischung so aussehen:
- 2 Teile WM
- 1 Teil Luzernewürfel
- 1 Teil Kräutermix

* für Zwerghamster könnte diese Mischung verwendet werden:
- 1 Teil WM (einige Sonnenblumenkerne herausgesucht) (17,7% Rohprotein)
- 1 Teil Wellensittichfutter/Kräutersamen 1:1
- 1 Teil Kräutermix (nur Luzerne, 16% Rohprotein)
+ 3 Teile Gammarus (6,5% Rohprotein)



Ich habe dazu eine Liste erstellt, worauf man bei einem guten Futter achten muss:

1) die genaue Auflistung der Inhaltstoffe:

* Getreide (welche Arten sind enthalten?)
* pflanzliche Nebenerzugnisse (bedeutet: Reste anderer Produktionen sind enthalten = Biomüll)
* Saaten (welche Sorten?)
* pflanzliche Eiweißextrakte (bestehen diese aus Luzerne?: können wehenfördernd bei schwangeren Weibchen sein)
* Gemüse (welche Sorten?)
* Bäckereierzeugnisse (können Zucker und änliches, sowie Eigelb enthalten)
* tierische Nebenerzeugnisse (ist der letzte Dreck der Fleischproduktion: Hufe, Knorpel, Innerein, Knochenmehl. Es sollte stattdessen immer Fleischmehl auf der Packung stehen!!!!
* Extrudat mit Fleisch (Fleischmüll)
* Öle und Fette (sollten nicht enthalten sein und wenn doch, dann sollten sie am Ende der Auflistung aufgeführt sein, das bedeutet, dass es ein geringer Anteil ist)
* Mineralien (Welche?)
* Hefe (Welche Arten? Mindestens 4% - sind gut für glänzendes Fell)
* Haferkörner, Maisflocken (in großen Mengen enthalten sie zuviel Stärke)
* Nagerringe (woraus bestehen sie?)
* Gerstenkörner (gesund und besser als Hafer)
* Sonnenblumenkörner (in Mengen zuviel Fett)
* Weizenkörner (in kleinen Mengen gut)
* getrocknete Erbsen (gut)

2) die Rohwertanalyse:

* Rohprotein: für Mittelhamster mind. 16-20%, für Zwerghamster mind. 30-35 %
* Rohfett: maximal 5%
* Rohfaser: mind. 20-25%, besser 30-40%
* Rohasche (gibt Anhalt über den Mineralstoffgehalt): mind. 6%, besser 8%
* Feuchtigkeit: ca. 10%
* Kalzium und Phosphor: das Kalzium-Phosphor-Verhältnis muss mind. 2:1, besser 3:1 betragen (z.B. 2% Kalzium und 1% Phosphor)
* Hefe: mind. 4 %
* Vitamin A (10000-12000 IE/kg): entspricht 100-120% des benötigten Tagesbedarf (ca. 1EL)
* Vitamin D3 (1200 IE/kg): entspricht 120% des benötigten Tagesbedarf (ca. 1EL)
* Vitamin E (50 IE/kg): entspricht 100% des benötigten Tagesbedarf (ca. 1 EL)



Leckerbissen:
Gibt es in verschiedenen Varianten: als Knabberstangen, Kekse und verschiedene Snacks. Um diese Produkte sollten die Hamsterbesitzer einen großen Bogen machen. Sie sind gesundheitsschädlich, da sie sehr viel Fett und Zucker enthalten. Wenn Snacks in großen Mengen gefüttert werden, kommt es zu Verdauungskomplikationen. Der Darm wird aufgegast, Verstopfungen oder Durchfall sind die Folge. (siehe Quelle)

Deshalb empfehle ich hier: die teuren Dinger im Regal stehen lassen und draußen vom Wald oder gar aus dem eigenen Garten ein paar leckere frische Knabberzweige von diversen Bäumen wie Apfel, Birken, Kirsche, Buche, Erlen, Pappeln, Linden, Weiden, Eschen, Birnen usw. zu verfüttern. Sie sollten natürlich ungespritzt sein.

Ein anderer Leckerbissen ist die Kolbenhirse. Die kann man hin und wieder mal in den Käfig hängen. Oftmals wird sie aber schon innerhalb von einem Abend völlig abgemäht und im Haus gebunkert. Dann darf man ihm für einige Zeit keine neue Hirse in den Käfig hängen, damit er erstmal das gebunkerte verzehrt.


Dieser Text ist von http://www.hamster-wissen.de genommen worden. Vielen Lieben Dank.

Der Text ist teilweise ergänzt oder verbessert worden vom Hamsterboard.
 
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