Schreckhaft ohne Ende

Diskutiere Schreckhaft ohne Ende im Haltung und Pflege Forum im Bereich Hamster; Hallo Ihr Lieben, ich habe meinen kleinen Janosch jetzt seit 2-3 Wochen. Er ist ungefähr Anfang April geboren und ich habe ihn von der...
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tschuli80

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Hallo Ihr Lieben,

ich habe meinen kleinen Janosch jetzt seit 2-3 Wochen. Er ist ungefähr Anfang April geboren und ich habe ihn von der Hamsterhilfe geholt.
Ich habe die ersten ein, zwei Wochen nicht viel an seinem Käfig gemacht und saß höchstens davor und habe geguckt. Jetzt hab ich angefangen mit Leckerlis von der Hand, das klappt manchmal auch ganz gut.
Das Problem ist nur, daß er extremst schreckhaft ist. Manchmal springt er sogar auf, wenn es nur das kleinste Geräusch gibt und er erschrickt sich sogar vor sich selbst und flüchtet dann immer postwendend in sein Laufrad... Ich habe noch nie einen so ängstlichen Hamster gehabt.
Hat jemand von Euch schon Erfahrung damit? Habt Ihr vielleicht ein paar nützliche Tipps für mich?

Vielen Dank und viele Grüße von Juli
 
Steffi3

Steffi3

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Also ich kann dir nur raten, ihm noch etwas Zeit zu geben - er ist ja auch noch nicht soo alt, Und hat vllt. auch schon einiges mitgemacht, wenn er von der Hamsterhilfe kommt. Weiß ich nicht.

Lass ihm einfach noch weng Zeit, und mach bei der Zähmung zu Anfang nur sehr sehr kleine Schritte. Mit viel Geduld und guter Pfleger wird das bestimmt was. :)

Wünsch dir aufjedenfall noch viel Glück und mach dir nich sonen Kopf, dass wird schon!
 
I

Isa1

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Huhu,
ich würde ihm auch noch etwas Zeit lassen. Ist auch gut möglich, dass er später ein ganz lieber und unängstlicher Hamster sein wird. Probier einfach weiter ihm Leckerlies aus der Hand zu geben.
Vielleicht klappts ja.;)
 
O

olli

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Hi,

meine Hamsterdame war am Anfang auch so. Habe sie im März aus einem Zooladen gekauft. Hab sie viel in Ruhe gelassen und mit Leckerlies an mich gewöhnt. Heute kommt sie schon freiwillig und möchte sogar manchmal kuscheln.

LG
Olli
 
Philaria

Philaria

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Hallo,

bei meinem Hamster war es gar nicht so... er war vom ersten Moment an zutraulich...

Was ich an deiner Stelle tun würde ist, dem Kleinen einfach so viel Zeit zu geben wie er eben braucht... wie schon gesagt wurde,du weißt nicht was er schon alles mitmachen musste bzw. was er mit den verschiedensten Geräuschen verbindet wenn er sie hört...

Ich wette, dein Kleiner wird mit ein wenig Geduld irgendwann sehr zutrulich werden.

Ein Hamster gleich auch nicht unbedingt einem anderen, er bracuht halt einfach länger denke ich...

Ich wünsche dir viel Geduld und Erfolg!
 
S

Sarah91

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Hallo,
ich finde es wichtig, auch viel mit ihm zu reden.
Er muss sich ja irgendwie an deine Stimme und die Geräuche gewöhnen.
Das geht nicht, wenn man es immer vermeidet, im Gegenteil.
Er muss merken, dass es nichts schlimmes ist und das resultiert nur aus der Erfahrung damit ;)
Sprich viel mit ihm, lass ihm Zeit und hab Geduld, dann wird das schon :)

LG Sarah
 
C

caterina

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Hallo!
Das hört man ganz oft von jungen Goldhamstern. Die sind einfach in dieser Lebensphase nicht sehr selbstbewusst und erschrecken schnell. Das Problem wird sich wahrscheinlich bald von selbst legen.
Caterina
 
P

Pippi Lotta

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Lass den Kopf nicht hängen.
Versuche es weiter mit Geduld.
Bei uns ist bislang jeder hamster zahm geworden. einige brauchen etwas länger um vertrauen zu Fassen.
Vielleicht hilft es euch wenn du dir einmal vorstellst du wärst der Kleine Hamster,mit allem was er mitgemacht hat und die Umstellung jetzt in sein neues Heim.
Die Gerüche und Geräusche....alles ist neu.

Lasst euch Zeit #umarmen
versuche dich dem Hamster anzupassen, vielleicht ist er nicht so weit wie du.
Es wird mit der Zeit schon klappen.

LG Bine
 
Meggie

Meggie

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Huhu,
habe selbst so einen kleinen Schisshasen hier, aber er ist nicht mehr so jung wie dein Kleiner. Leo ist genauso, er erschreckt sich dermaßen vor allen möglichen Dingen, dass er einen halben Salto dabei macht und auch ständig "vibriert" wenn ich ihn mal rausnehmen muss zum Wiegen (er ist unterentwickelt) obwohl er in einem Hamstertaxi sitzt, dass er mittlerweile kennt.

Ich kann dir nur sagen Geduld, Geduld, Geduld und jeder noch so winzige Schritt für deinen Kleinen ist enorm! Mein Leo ist heute immernoch so, aber er macht immer mal kleine mutige Schritte, auf die ich dann sehr stolz bin! :herz

LG Meike
 
K

katha.rina

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hallo,


ich kenn mich zwar bei hamstern nicht aus aber greifen sollte man nie ein fluchttier.. so gewinnt man kein vertrauen eines tieres..

man sollte futter auf der handlegen so das er einfach über die handlaufen muss um ans futtr zu kommen dann merkt er auch an der hand ist nichts schlimmes drann..
 
B

Billy

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Hallo,

ein Pferd ist so ein klassisches Fluchttier, da würde ich es mit Greifen auch nicht versuchen.

Bei einen Hamster besteht das Greifen aus einem kurzen Umfassen und sanften Anheben. Nachdem sich der erste Schreck beim Öffnen des Käfigs und nach dem Hineingreifen gelegt hat, geht das durchaus. Dann läßt man den Hamster eben über die Hände laufen lassen und mit einem Leckerli bleibt er dann bald auch mal auf der Hand und putzt sich.

Wenn man es falsch macht - und das Vertrauen bekommt man so in der Tat nicht -, dann versucht man ihn zu grabschen und festzuhalten. Das mag der Hamster gar nicht.

LG
 
J

Jessyy

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Original von Billy
Bei einen Hamster besteht das Greifen aus einem kurzen Umfassen und sanften Anheben. Nachdem sich der erste Schreck beim Öffnen des Käfigs und nach dem Hineingreifen gelegt hat, geht das durchaus. Dann läßt man den Hamster eben über die Hände laufen lassen und mit einem Leckerli bleibt er dann bald auch mal auf der Hand und putzt sich.
So pauschalisieren würde ich das nicht. Schliesslich gewöhnt sich nicht jeder Hamster an die Hand des Menschen bzw. braucht wirklich lange. So ein eigenbrötlerisches Exemplar habe ich bei mir Zuhause. Über die Hand laufen kein Problem, aber drauf sitzen bleiben kommt nicht in die Tüte.
Gerade die Hamsterneulinge vergessen dabei oftmals, dass Hamster nicht prädestiniert dazu sind, handzahm zu werden, manche wollen das einfach nicht.

LG
 
C

caterina

Gast
Also ich sehe keinerlei Sinn darin, ein schreckhaftes Tier gegen seinen Willen zu greifen. Das ist nicht die Art, wie ich mit meinen Tieren umgehen will, denn die sollen alles auf freiwilliger Basis tun und zu nichts gedrängt werden. Mit Fiderallala hatte ich jetzt einen sehr schreckhaften Hamster und habe auch die ohne jeden Zwang zähmen können, indem ich mit ihr ruhig im Auslauf gesessen habe und ihr einfach Zeit gegeben habe, sich an alles zu gewöhnen. Anfangs hat sie sich panisch verzogen, wenn ich mich vor dem Aqua unerwartet bewegt habe, aber nach ca. 3 Wochen war das Thema gegessen. In die Hand nehmen wäre für sie absoluter Stress gewesen und ich weiß nicht, wozu es gut sein sollte, wenn es doch eine so viel sanftere und meiner Meinung nach auch verlässlichere Methode gibt.
Caterina
 
P

Pontus

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Hallo,

einem Hamster sollte man nicht den eigenen Willen aufzwingen wollen - schließlich ist ein Hamster in erster Linie ein Beobachtungs- und kein Kuscheltier, das man mit Katze oder Hund vergleichen kann.

Wenn ein Hamster trotz diverser und vorsichtiger Versuche nicht "will" - dann dränge ich ihn nicht.

Ein Hamster muss nicht auf Biegen und Brechen zahm sein - wenn man das als Halter möchte, hat man schlicht die eigene Verantwortung dem Tier gegenüber verkannt.

BG
Jule
 
B

Billy

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Hallo,

meine Motivation Hamster zu halten, liegt ganz klar, auch darin, über sie in guten Grenzen zu verfügen. Dabei habe ich keinerlei Bedenken das Tier in weitgehend stressfreien Situationen zu greifen und mich damit in den Händen zu beschäftigen und daran zu erfreuen. Dies ist ein wichter Punkt, der Freude bereitet. Dazu kann ohne das Tier zu schaden einen scheuen Hamster unter Zähmungsdruck setzen. Niemand sollte dann aber ein nicht zähmbares Tier dann quälen, sondern in Ruhe lassen. Ich habe so einen Hamster von zig Hamstern aber noch nicht erlebt. Jeder sollte für sich abschätzen können, wie sensibel man mit seinem Tier umgehen kann. Dann wird sich das Tier immer wohlfühlen.

In letzter Konsequenz halte ich den Ansatz, den Hamster ein möglichst naturnahes Leben und freien Willen zu verschaffen, als Heimtier für fehl am Platze. Wer daran Freude hat, dürfte m.E. sehr betrübt auf sein 0,5qm Domizil und den paar qm Auslauf schauen. Denn einem Tier wie dem Hamster mit großer Revierbildung kann man das nicht annähernd bieten. Dazu kommen noch frei ausgeübte Revierkämpfe und der ganze Überlebenskampf, der dem Tier erst seine ganze Vitalität gibt.

Artgerecht ist eben nicht nur naturnah und unter diesem Gesichtspunkt darf man als Mensch und und Hamsterhalter auch über ein Tier in seiner Obhut verfügen, auch wenn es dazu keinen ausdrücklichen Willen hat.

Ich bin auch der Meinung, dass man den Hamster sonst in seinen Fähigkeiten deutlich unterschätzen würde.

LG
 
J

Jessyy

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Original von Billy
Dabei habe ich keinerlei Bedenken das Tier in weitgehend stressfreien Situationen zu greifen und mich damit in den Händen zu beschäftigen und daran zu erfreuen. Dies ist ein wichter Punkt, der Freude bereitet.

Entschuldige bitte, aber auch wenn Hamster zahm werden, heisst das noch lange nicht, dass sie es mögen, wenn man sie einfach so mal hochhebt.
Und wenn sich Jemand einen Hamster anschaffen will, um seine Hände zu beschäftigen, würde ich ihm eher zu einem Stressball raten, da Hamster absolut unkuschelige Tiere sind, deshalb wird bei Kindern ja auch oft von der Hamsterhaltung abgeraten.


Original von Billy
Dazu kann ohne das Tier zu schaden einen scheuen Hamster unter Zähmungsdruck setzen.
Ich weiss ja nicht, wie du Zähmungsdruck interpretierst, aber ich verbinde mit diesem Wort vorwiegend negative Gedankengänge.
ZähmungsDRUCK bedeutet, sich dem Tier aufzuzwingen, selbst wenn es allein sein will. Die Grundidee am Zähmen ist doch eigentlich, dass das Tier von sich aus entscheidet, ob es zu seinem Halter gehen möchte oder lieber ein bisschen zurückgezogen lebt. Aber auch wenn Hamster zahm werden, heisst das noch lange nicht, dass sie es mögen, wenn man sie einfach so mal hochhebt.

Original von Billy
In letzter Konsequenz halte ich den Ansatz, den Hamster ein möglichst naturnahes Leben und freien Willen zu verschaffen, als Heimtier für fehl am Platze.
Wieso denn genau? Ich finde es richtig, dass man sich die Mühe macht, seinem Hamster ein schönes Gehege einzurichten das zumindest den Mindestmassen entspricht. Dass ein Tier bei uns Zuhause wohnt bedeutet ja nicht, dass es deshalb weniger Platz braucht. Es kommt ja nicht von irgendwo her, dass viele Leute ihre Hamster noch immer in Miniknästen halten. Nämlich genau deshalb, weil sie denken: Hamster sind so klein, die brauchen nicht viel Platz. Und diejenigen Uneinsichtigen, die vielleicht von den Platzbedürfnissen eines Hamsters gehört haben sagen sich einfach: der gewöhnt sich sicher daran. Was vielleicht auch stimmt, weil sie es nicht anders kennen. Trotzdem finde ich es falsch, das Bedürfnis, seinem Hamster ein möglichst artgerechtes Leben zu ermöglichen, als fehl am Platz zu bezeichnen.


Original von Billy
Artgerecht ist eben nicht nur naturnah und unter diesem Gesichtspunkt darf man als Mensch und und Hamsterhalter auch über ein Tier in seiner Obhut verfügen, auch wenn es dazu keinen ausdrücklichen Willen hat.
Verfügen würde ich dazu nicht sagen. Ich würde es eher als grosse Verantwortung bezeichnen...?

LG
 
Mijou

Mijou

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Huhu,

Original von Billy
Nur vom Reden und Leckerli Hinhalten wird meiner Erfahrung nach kein Hamster handzahm.
also das kann ich so gar nicht bestätigen. Wahrscheinlich hattest du schon mehr Hamster als ich, aber meinen letzten Hamster habe ich genau so zahm bekommen und der Hamster war auch von der Hamsterhilfe.
Am Anfang war sie sehr schreckhaft und ich habe nur mit ihr gesprochen und Leckerlies hingehalten welche sie sich nehmen konnte wenn sie wollte.. aber ich habe sie nicht bedrängt. Es hat natürlich eine Weile gedauert aber bald ist sie auch alleine zu meiner Hand gelaufen und ist mittlerweile schon ziemlich anhänglich wenn man das so sagen kann. ;)


Original von Billy
In letzter Konsequenz halte ich den Ansatz, den Hamster ein möglichst naturnahes Leben und freien Willen zu verschaffen, als Heimtier für fehl am Platze.
Ich kann nachvollziehen worauf du hinauswillst, allerdings denke ich, dass man trotzdem versuchen sollte dem Hamster das Bestmöglichste zu bieten. Nur weil man es vielleicht letztendlich nie schaffen wird einen Hamster wie in der Natur zu halten finde ich sollte man doch versuchen sich an diese Idealvorstellung anzunähern. Dabei denke ich momentan in erster Linie an gewisse Gehegegrößen, Plastikspielzeug etc.
Aber back to topic. :)


LG Katharina
 
S

SweetGoodnight

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Hallöle!

Meine Dame war am Anfang auch "handzahm" was das Futter anging, aber war sofort im WW verschwunden wenn ich nur ein bisschen lauter gesprochen habe :).

Ich habe ihr in den ersten 1,5 Wochen jeden Abend ein Leckerli / Salatstück/ etc. gegeben - und zwar an derselben Stelle.
Mittlerweile lässt sie sich unbeirrt streicheln. :herz

Und was Miss Marple noch macht:

hab mein WZ hamstersicher gemacht und wenn ich rufe: "Wo bist du?" kommt sie zumindest in meine Nähe.... :liebe1:


Ich glaube was anderes außer sich gedulden kann man nicht. Habe hier im Forum auch mal gelesen, dass es Hamster gibt, die niemals "handzahm" werden...dann ist das so.

Hundewelpen brauchen ja auch unterschiedlich lange um zu merken, dass nächtliches Heulen keinem was bringt und sie für Pfützen auf dem Fußboden keinen Ehrenpreis bekommen :D

LG Sweety
 
B

Billy

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Hallo Ihr Lieben,

es ist doch so, dass die Threaderöffnerin ein Wildheitsproblem mit dem Hamster hat.

Wie mir scheint, hat ihr die Geduldheitsmasche nicht viel weitergeholfen zu haben. Nun kenne ich die TOin nicht. Aber warum soll man nicht sowieso in einen einfachen schnellen Weg gehen dürfen, wenn damit die Zufriedenheit bei einem Halter steigt. Damit ist auch dem Tier gedient, denn m. E. spürt ein Tier immer auch die Verfassung seines Halters.

Dass meine Tiere es jemals einen Deut schlechter gehabt haben, als wenn ich sie mit der reinen Geduldsmasche behandelt hätte, liegt im Bereich unbegründeter Spekulationen oder willkürlichen Hineindenkens in den Hamster.

Ich behaupte sogar, dass die ständig größte Fürsorge für den Hamster unter dem Strich eine schlechtere Lebensqualität bedeutet. Er wird dadurch letztlich nur in einer Vitrine ohne Lebenshighlight aufbewahrt.
Nehme ich z.B. meine trächtige Crezi aus dem Zooladen. Sie durfte in jedem Fall wenn auch unter ungünstigen Bedingen soetwas Zentrales wie die Aufzucht durchmachen. Sie hat den Wechsel zwischen ständigen Beißereien mit leichten Verletzungen zu dem jetzigen Einzelhaltung mit baldiger Normunterbringung mitgemacht. Dies stellt eine Farbenfroheit im
Leben dar, wie es Hamster in optimalen Bedingungen nie erfahren wird. ich könnte da noch Geschichten von vor 30 Jahren erzählen. Die Hamster haben aus einer anderen Sichtweise ware Prachtleben gehabt, obwohl sie teilweise nur einen kleinen Käfig hatten. Ich plädiere da doch für die Schaffung von Lebenshöhepunken anstatt immer nur Rücksichtnahme.

Dazu kommt noch, dass bei meiner Behandlungsmethode es ebenso ist, dass der Hamster beobachtet wird oder aus freien Stücken zu mir kommt aber eben nicht ausschließlich.

Aber zurück zur Zähmung: Vielleicht kann mal jemand etwas dazu ausführen wie sich so schreckhafte und wilde Hamster entwickeln.

LG
 
J

Jessyy

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Original von Billy
es ist doch so, dass die Threaderöffnerin ein Wildheitsproblem mit dem Hamster hat.
Das ist absolut kein Wildheitsproblem.
Das kann sowohl bei Zooladenhamstern (wie bei meiner MiHa-Dame Muffin) passieren, als auch bei Notfallhamstern aus Hamsterhilfen wie bei Janosch, bei denen die Vorgeschichte unter Umständen nicht klar ist.
Man kann doch nicht voraussetzen, dass der Hamster zahm wird. Das steht in jedem Zooladenbuch über die Hamsterhaltung, dass kein Garant dafür besteht, dass der Hamster handzahm wird.


Original von Billy
Wie mir scheint, hat ihr die Geduldheitsmasche nicht viel weitergeholfen zu haben. Nun kenne ich die TOin nicht. Aber warum soll man nicht sowieso in einen einfachen schnellen Weg gehen dürfen, wenn damit die Zufriedenheit bei einem Halter steigt. Damit ist auch dem Tier gedient, denn m. E. spürt ein Tier immer auch die Verfassung seines Halters.
Aus meiner Sicht steigt hierbei nur die Zufriedenheit beim Halter. Allgemein habe ich den Eindruck, dass du deine eigene Zufriedenheit vor die deines Hamsters stellst...

Original von Billy
Dass meine Tiere es jemals einen Deut schlechter gehabt haben, als wenn ich sie mit der reinen Geduldsmasche behandelt hätte, liegt im Bereich unbegründeter Spekulationen oder willkürlichen Hineindenkens in den Hamster.
Klar sind es reine Spekulationen, wie will man das auch wissen, wenn jeder Hamster unterschiedlich ist. Aber im untenstehenden Abschnitt scheint du ja offenbar genau wissen zu wollen, dass es dem Hamster schlechter geht, wenn wir ihn in deinen Augen -sagen wir betüddeln:

Original von Billy
Ich behaupte sogar, dass die ständig größte Fürsorge für den Hamster unter dem Strich eine schlechtere Lebensqualität bedeutet. Er wird dadurch letztlich nur in einer Vitrine ohne Lebenshighlight aufbewahrt.
Nehme ich z.B. meine trächtige Crezi aus dem Zooladen. Sie durfte in jedem Fall wenn auch unter ungünstigen Bedingen soetwas Zentrales wie die Aufzucht durchmachen. Sie hat den Wechsel zwischen ständigen Beißereien mit leichten Verletzungen zu dem jetzigen Einzelhaltung mit baldiger Normunterbringung mitgemacht. Dies stellt eine Farbenfroheit im
Leben dar, wie es Hamster in optimalen Bedingungen nie erfahren wird. ich könnte da noch Geschichten von vor 30 Jahren erzählen. Die Hamster haben aus einer anderen Sichtweise ware Prachtleben gehabt, obwohl sie teilweise nur einen kleinen Käfig hatten. Ich plädiere da doch für die Schaffung von Lebenshöhepunken anstatt immer nur Rücksichtnahme.
Ich sehe nicht ein, warum das Leben eines Hamsters lebenswerter wird, wenn er nur genügend Erfahrungen (sogar negative, wie du sie oben beschreibst) sammelt.
Im Leben eines Hamsters geschehen doch auch so interessante Dinge: Durch ein schön gestaltetes Hamsterheim, in dem sich der Hamster bewegen kann, durch einen abwechslungsreichen und abenteuerlichen Auslauf...
In wiefern haben die Hamster damals ein Prachtleben gehabt? Mein Freund hat mir letztens mal Fotos von seinem Mittelhamster gezeigt, den er mir 5 oder 6 bei sich wohnen hatte. Es ist nicht derselbe Zeitraum aber was ich darauf sah, hat mir doch zu denken gegeben: 35x35 Plastikknast, kein Laufrad, allgemein nur Plastikeinrichtung, ein viel zu kleines Haus, ungeeignetes Futter, KEIN Frischfutter.
Der Hamster durfte zwar ab und an im Zimmer rumlaufen, aber schon nur beim Essen sehe ich die "Farbenfroheit im Leben", das der Hamster Karies bekommt. Und das macht das Hamsterleben auf keinen Fall lebenswerter, wenn der Hamster mit unnötigen Schmerzen konfrontiert wird.


Original von Billy
Aber zurück zur Zähmung: Vielleicht kann mal jemand etwas dazu ausführen wie sich so schreckhafte und wilde Hamster entwickeln.
Na dann will ich mal: wie ich obenstehend schon angedeutet habe, ist Muffin ein sehr eigenwilliges Exemplar. Ein echtes Randaleweib, das auch schon mal zubeisst, wenn ihr etwas nicht passt.
Jedenfalls war sie seeeeehr lange schreckhaft, obwohl ich oft bei ihr im Auslauf gesessen habe. Einmal habe ich sie zu greifen versucht und sie ist total erschrocken, was mich erschrocken hat und das hat wiederum sie noch mehr erschrocken.
Mittlerweile ist sie bald ein Jahr alt und hat sich ganz gut daran gewöhnt. Sie wird auch allmählich neugieriger auf die Hand und krabbelt schon mal auf mir rum, wenn ich bei ihr im Auslauf sitze. Aber so richtig handzahm ist sie immer noch nicht. Für mich ist das allerdings kein Problem, da ich es nicht von ihr erwarte und sie nicht dazu zwingen will.

LG
 
Thema:

Schreckhaft ohne Ende