Diskussion über Zuchttiere und deren Hintergrund

Diskutiere Diskussion über Zuchttiere und deren Hintergrund im Zucht und Genetik Forum im Bereich Hamsterzucht; [abgetrennt von 66*** 4 Goldhamster-Überraschungsbabies , da Diskussion über Zuchttiere] So, hab hier was für euch.. war am Samstag mit ner...
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Schattenmond

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[abgetrennt von 66*** 4 Goldhamster-Überraschungsbabies , da Diskussion über Zuchttiere]

So, hab hier was für euch.. war am Samstag mit ner Freundin dort und konnte ein paar zuckersüße Fotos machen. Wenn man sich jetzt noch nicht in die Mini-Kühe verliebt, weiss ich auch nicht.....

Hier mit Mama, die übrigens wunderhübsch und super zahm und lieb ist!


Hier die Mädels.. (die 3 linken in der Reihe)


Und der rechte ist ein Männlein, ebenso wie diese beiden hübschen hier:


Das hier ist glaube ich eins der Mädels nochmal..


Und das ist auf jeden Fall nochmal das Männchen, das auf dem oberen Foto noch bei den 3 Mädels sitzt *mich total in den verliebt habe*


Hat denn niemand ein Plätzchen frei? :-(
 
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Mary2

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Ich hatte ganz ganz viele Anfragen für Hamster, allerdings alle Raum Münster und mit Augenmerk auf Zuchttier :traurigrosa:
 
S

Schattenmond

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Schade.. als Zuchttiere taugen die wohl nicht, da Zooladenschwangerschaft.. Zuchttier geht ja nur mit Stammbaum, oder? *von Hamsterzucht keine Ahnung hat*

Raum Münster wäre das kleinere Problem, per MFG geht ja fast alles ;)
 
M

Mary2

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Es geht wohl nicht darum, die Tiere als Zuchttiere einzusetzen, sondern die Gefahr von (Erb-)Krankheiten zu minimieren.
War echt schlimm, mir haben auch andere Leute gesagt, dass sie in den Zooladen gehen würden, wenn sie von mir keinen kriegen würden, da es in der Nähe nichts gäbe - ich hatte aber nun nur die 7 und keine 17 :staun
 
Fellnase

Fellnase

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Zuchttier kann jedes gesunde Tier sein, das entsprechende Eigenschaften aufweist. Meine Tiere haben ja auch nur einen sehr kurzen Stammbaum. Aber es reicht um zu sagen können, was für Farben fallen werden.

Die sind echt so putzig... Ich bin ja doch am überlegen, nachdem wir wieder Platz haben.... Ab wann wären sie denn Abgabebereit?

Edit: PS, ich mache die Anzeige auch mal noch in 2 andere Hamsterforen.
 
H

Hallifaxi

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Huhu,

ich halte es für etwas "unvorsichtig" mit Hamstern zu züchten, deren genetischer Hintergund nur unzureichend bekannt ist. :(

Es geht doch nicht darum, sagen zu können, welche Farben fallen könnten... . Ich finde, so zäumt man das Pferd von hinten auf.

Naja, da es hier AUSSCHLIEßLICH um die VERMITTLUNG gehen sollte, wird der Thread geteilt und alle unpassenden Postings in die Genetikecke verschoben.

LG Anne
 
Y

Yoshi

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Huhu,

man sollte vielleicht auch darauf achten, dass ab und zu mal ein Wurf, nicht wirklich als züchten zu bezeichnen ist. Ein Züchter ist eigentlich jemand, der regelmäßig Nachwuchs hat und dabei sollte auch noch darauf geachtet werden, dass derjenige nicht wahrlos mit irgenwelchen Tieren "vermehrt", denn dann ist es ein Vermehrer und kein Züchter.

Grundsätzlich dürften ganz viele sich nicht wirklich als "Züchter" bezeichnen, wenn man es so genau nimmt. Da eben Stammbäume nicht bekannt sind usw. Aber wie nennt man das dann "Ab und zu mal einen Liebhaber Wurf Haber" :D
 
M

Mary2

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Ja, das stimmt :)
Mit "privaten" Mitteln ist eine richtige Zucht auch nicht zu betreiben, da man eigentlich Wildfänge einkreuzen müsste oder eine Inzuchtlinie aufbauen müsste - beides kostet Platz, Geld und die Nerven Tiere "auszusortieren", die "nichts sind".
 
Y

Yoshi

Gast
Huhu,

hätte ich jetzt nicht gedacht, dass du das auch so siehst, da du ja selbst ab und an Würfe hast. ;) Aber es stimmt, wenn man das mal aufrechnet, wenn man das wirklich "richtig" machen will, bei wievielen Hamstern man da dann wäre. Wenn man z.B. nicht gleich alle vermittelt, welche, die man eigentlich zur Zucht einsetzen wollte, dann doch nicht nehmen kann (weil z.B. bestimmte Eigenschaften nicht erfüllt werden). Ich glaube aber, es ist nicht unebdingt notwendig eine Inzuchtlinie aufzubauen. Ja, dann kommt noch das Alter der Zuchttiere dazu und die Anzahl der Würfe, die ein Hamsterweibchen höchstens haben sollte. Ganz schnell hat man da ja auch Tiere, die man nicht mehr zur Zucht einsetzen kann und die dann trotzdem noch da sind und leben. Für mich wäre das definitiv nichts, so sehr ich es auch wichtig finde, dass es Leute gibt, die so etwas tatsächlich "gesund" handhaben. Aber ich könnte nicht einfach so meine Hamster, die ich schon einige Monate habe, weggeben, weil sie nicht mehr zur Zucht einsetzbar sind oder weil sie nach längerer Beobachtung doch nicht für die Zucht geeignet sind. Ich könnte es einfach nicht, weil ich denke, ich würde zu sehr an den Tieren hängen. Da muss man sich auch etwas distanzieren können. Das hat dann nicht mehr nur was mit der Liebe zum Tier zu tun, sondern auch noch mit Geldverdienen.
Deshalb sind die Liebhaber-Züchter eigentlich auch wichtig, wobei ich auch dort denke, dass man zumindest einige Generationen der Verwandschaft kennen sollte.

Edit: Wie sehen das die anderen? Sehen die das mit den Farben auch so eng? Manchmal habe ich mich auch schon gefragt, ob es wirklich sooooo extrem wichtig ist, dass man die ganzen Farben kennt. Dass ese ein paar bestimmte Farben gibt, die man nicht verpaaren darf, ist ja klar, z.B. das mit dem Weisbauchgen, aber wie sehen das die anderen?
 
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Mary2

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Doch, ich sehe das auch so - es ist ja auch nur logisch.
Eine richtige "Zucht" kann man mit tiergerechter Haltung auch nicht gewinnbringend betreiben, da man dann sehr hohe Preise für die Nachzuchten nehmen müsste, die niemand (zumindest nicht genug Leute) zahlt, weil sie die Zooladenpreise übersteigen würden. Die Schutzgebühr, die ich erhebe, deckt bei mir auch mehr schlecht als Recht Futterkosten, etc. Ich zahle sogar eher noch drauf :pfeifen
Für mich ist es einfach ein schönes Hobby und darf damit auch ein bisschen kosten :)
Natürlich muss man auch bei Liebhaberwürfen auf die Gesundheit der Tiere achten. Viele Generationen zu kennen ist dagegen leider oft nicht möglich, da sich die Spur sehr schnell verliert und einem auch (fast?) nirgends ein längerer Stammbaum zu seinen Tieren ausgestellt wird.
Ich kenne von meinen Nachzuchten die Großeltern (teils Urgroßeltern) und weiß, dass keine Inzucht in den letzten Generationen steckt, die die Züchter der Elterntiere überblicken konnten und dass alle bekannten Vorfahren nicht an Erbkrankheiten litten. Ebenso stehen die Elterntiere bei mir natürlich unter Beobachtung und zeigen weder charakterlich noch gesundheitlich Defizite. Eine absolute Sicherheit gibt es sowieso nicht, ich denke aber, dass das das Maximale ist, was man in einer Liebhaberzucht tun kann. :)
 
Fellnase

Fellnase

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@ Yoshi... Das, was du gerade beschrieben hst ist das, was ich als Vermehrer bezeichnen würde... Hamster töten, die nichts taugen (was ja leider oft passiert),... Ein Wurf nach dem anderen haben... Also da bin ich froh, dass ich ne Menge Leute kenne, die unter Zucht was anderes verstehen. Und eine Zucht um Geld zu machen? Davon halte ich eh nichts... Denn meistens leiden darunter die Tiere.
 
Y

Yoshi

Gast
Huhu,

ne, also das habe ich damit definitiv nicht gemeint und auch nicht geschrieben. Ich habe nichts von Hamster töten oder dergleichen gesagt. Sorry, aber wo steht dass denn? ?(

Edit: das was du da gerade beschrieben hast, habe ich mit Vermehrern gemeint und nicht mit Züchtern. :hmm:
 
Fellnase

Fellnase

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Du hast nichts von töten geschrieben, aber das kam so rüber.

Ein Züchter ist eigentlich jemand, der regelmäßig Nachwuchs hat
Das definiert für mich eigentlich eher einen Vermehrer. Wobei man da noch das "regelmäßig" definieren sollte. Ist da regelmäßig in einem Abstand von x- Monaten gemeint oder regelmäßig im sinne von ständig? Falls ersteres, ok, dann habe ich es falsch verstanden. Falls zweiteres, dann hat das in meinen Augen nichts mit einer Zucht mehr zu tun.


Edit: Wie sehen das die anderen? Sehen die das mit den Farben auch so eng? Manchmal habe ich mich auch schon gefragt, ob es wirklich sooooo extrem wichtig ist, dass man die ganzen Farben kennt. Dass ese ein paar bestimmte Farben gibt, die man nicht verpaaren darf, ist ja klar, z.B. das mit dem Weisbauchgen, aber wie sehen das die anderen?
Ich persönlich finde eine Farbenzucht auch nicht so wichtig. Klar, es ist schön wenn man wissen kann was fällt, aber sich nur auf bestimmte Farben festzulegen... Wäre auch nicht mein fall. So ist das aber meines wissens nach in den niederlanden, oder? Dass man dort nur züchten darf, wenn man auf bestimmte farben züchtet?
 
Y

Yoshi

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Huhu,

nein, so habe ich das nicht gemeint. Ich meinte nur, dass ein Züchter eben jemand ist, der regelmäßig Nachwuchs hat, weil er eben auch selbst wieder Nachwuchs braucht um weitere Zuchtlinien aufzubauen usw. und um Zuchttiere zur Abgabe zu haben. Ich habe von verantwortungsvollem Züchten gesprochen und daher extra noch den Vermehrer erwähnt, jemand der natürlich ebenfalls regelmäßig Nachwuchs hat, aber einfach Tiere schlecht hält, wahrlos zusammensetzt, dem die Tiere an sich egal sind, der nur ans Geldverdienen denkt und mit das "regelmäßig" heißt ja nicht, dass man gleich fünf Würfe auf einmal hat und jede Woche ein neuer dazu kommt, das wäre dann ebenfalls wieder vermehren. :wink

Edit: regelmäßig = gesunde Abstände. Es kommt ja auch noch dazu, dass man die Tiere noch versorgen können muss und dass, das Hamsterweibchen nur eine bestimmte Anzahl von Würfen hat.

Aber ich kann mir vorstellen, dass man, wenn man es wirklich "groß" Handhabt schnel in "vermehren" abrutschen kann, wenn man nicht aufpasst.
 
Fellnase

Fellnase

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Wobei ich mich frage, ist das abrutschen dann wirklich ein versehen oder eher größenwahnsinn oder geldgeilheit? Ich denke, es passiert nicht durch zufall, dass jemand zu einem vermehrer wird.
 
M

Mathilda

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Hi,

also ich sehe das mit der Zucht sehr eng!

Ein Züchter muß einwandfreie Tiere haben, die auch dichte Wildfangnachzuchten-Vorfahren haben, er muß mit Farben und Genetik 200% fest im Sattel sitzen und keine Eventualitäten offen lassen.
Er muß in der Lage sein zu selektieren, auszusuchen und zu beobachten, welche Tiere für seine Zucht "brauchbar" sind und welches eher Liebhabertiere.

Alles andere ist in meinen Augen Kinderkram und Vermehereie im übelsten Sinne!
Und ein wahrer Züchter wird mit deiner Zucht niemals "reich", ansonsten ist es ein Vermehrer, der nicht die richtige Einstellung zum Tier hat!
 
R

Raupi

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Eigentlich wurde hier schon viel gesagt, aber nun woltich meine Gedanken auch nochmal vortragen ;)
Kann es sein, dass hier nicht mehr so viele Züchter aktiv sind? Hier hat leider kaum einer mal seine Meinung zu dem Thema gesagt, welches ich eigentlich sehr wichtig finde, denn bei der Herkunft der Zuchttier fängt die Zucht quasi an.

Original von Mathilda
also ich sehe das mit der Zucht sehr eng!
Ein Züchter muß einwandfreie Tiere haben, die auch dichte Wildfangnachzuchten-Vorfahren haben, er muß mit Farben und Genetik 200% fest im Sattel sitzen und keine Eventualitäten offen lassen.
Er muß in der Lage sein zu selektieren, auszusuchen und zu beobachten, welche Tiere für seine Zucht "brauchbar" sind und welches eher Liebhabertiere.
Alles andere ist in meinen Augen Kinderkram und Vermehereie im übelsten Sinne!
Und ein wahrer Züchter wird mit deiner Zucht niemals "reich", ansonsten ist es ein Vermehrer, der nicht die richtige Einstellung zum Tier hat!

Ich sehe, dass eigentlich ähnlich wie Mathilda.
Ausser mit den Wildfangnachzuchten bie Goldis. Da wird man wohl schwer was finden und unbedingt nötig ist es meiner Meinung nach auchnicht.

Speziell nochmal zur Herkunft der Zuchttier.
Zooläden:
Da würde ich nicht mal auch nur den kleinsten Gedanken dran verschwenden mir dort ein Tier für die Zucht zu holen. Über die Herklunft dieser Tiere ist rein gar nichts bekannt - Massenzucht? Planloser Vermehrer etc- ganz sicher nichts Seriöses.Davon ab dass man sowas nicht unterstützen sollte, könnt ich das auch nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Ich weiß rein gar nichts über das Tier, aus dem was ich sehe und das ist wohl nur ein Bruchteil. Da rein gar nichts über irgendwelche Vorfahren bekannt ist, kann sich so ein Tier zum echten Ü-Ei entpuppen udn meistens steckt da nicht viel brauchbares/gutes drin.

Privat, also aus Unfallwürdfen, weil schwangeres Tier gekauft oder aus Unwissenheit gar nen Päarchen zusammen gehalten: Ist quasi das gleich wie beim Zooladen, also auch nichts, wo man sich nach einem Zuchttier umsieht.

Ja und Züchter sind leider icht gleioch Züchter...
Klar sollte ein Zuchttier von einem (seriösem) Züchter kommen, aber den muss man erst einmal finden. Wobei es sie aber schon gibt denke ich, hab ja schließlich auch meine Tiere, wenn nicht aus eigener Zucht, von anderen Züchtern im In- und Ausland.
Ein Stammbaum alleine macht noch kein ordenltiches Zuchttier.
 
Y

Yoshi

Gast
Huhu,

in einem anderen Forum gab es auch mal eine Diskussion, wo ein Mitglied es sehr schön erklärt hatte, wie ich fand. Ich hab von ihm die Erlaubnis den Text hier zu Zitieren. Ich habe den Text noch etwas abgeändert, damit er auch hierher passt.

Die Mail:
Ich hätte nichts dagegen, wenn du den Post in meinem Namen oder unter deinem Namen veröffentlichst!

Original von 8Bowl
Nur mal zum besseren Verständnis.
Die Hamster sollen also gesund, kräftig, ausgeglichen, nicht aggressiv und nicht schreckhaft sein.

Das waren auch bei mir die Hauptaugenmerke für meine Zucht. Ich hatte *ausschließlich* Golden ++ in Reinzucht.
(Ich hoffe, die Bezeichnung ist korrekt, es hat sich in 30 Jahren doch einiges verändert)

Ich werde mal aufschreiben wie *ich* Zucht definiere!

Die zur Zucht eingesetzten Hamster sollten die wesentlichen Merkmale meiner Zuchtziele aufweisen und nicht Verwandte ersten oder zweiten Grades sein.
In diesem Fall gesund, kräftig, ausgeglichen, nicht aggressiv und nicht schreckhaft.
Da man sich umfassend informiert hast, weißt man ja dass bestimmte Eigenschaften dominant bzw. rezessiv vererbt werden.
Für eine positive Zuchtprognose ist es demnach wichtig, negative Merkmale auszuschließen. Das geht aber nur wenn man auch Infos über die Vorfahren der zur Zucht eingesetzten Hamster hat. Gendefekte treten nicht nur auf Farbgenen auf und überspringen auch nicht selten mehrere Generationen!
Das Weibchen sollte mindestens 4 Monate alt sein, erst ab diesem Alter erkennt man alle Wesenszüge eines Hamsters, und die sind dir ja gerade wichtig, oder? Farben erkennt man sehr viel früher.
Also sollte auch das Männchen nicht unter 4 Monaten sein.

Aus dem Wurf dieser Verpaarung werden nach ca. 4 Monaten die Jungen zur Zucht selektiert, welche die gewünschten Merkmale haben.
Also hast man im günstigsten Fall bis dahin schon mal mindestens 3 ausgewachsene Hamster zu Hause, Weibchen A (Mutter), Männchen A (Vater), und Junges B. In diesem Fall würde *ich* mit keinem dieser Hamster weiterzüchten. Bei nur einem Jungen im Wurf, egal ob A-Wurf oder XYZ-Wurf, ist was faul! Wenn nicht mindestens 6 gesunde Welpen hervorkommen, sind die Elterntiere für die Zucht absolut ungeeignet!
Okay, also es waren doch mindestens 6 Welpen, sonst wär’s ja schon vorbei.
Aber wir konnten 5 Welpen vermitteln, die *nicht* sehr viel versprechend waren.

Und nun?
Nächste Verpaarung. Wer mit wem?
Noch mal Weibchen A mit Männchen A?
Oder Weibchen B (aus dem A-Wurf)? Aber mit wem? Mit Männchen A (dem Vater)?
Oder Männchen X, welches eingekreuzt werden soll? Hat "X" die gewünschten Merkmale? Oups, dann sind es schon 4!

Versteht man, wo das hingehen soll?
Wenn man nicht ein Männchen A *und* ein Weibchen A hat, welche schon die gewünschten Zuchtmerkmale haben, wird man nur mit denen dein Zuchtziel nie erreichen und das hat dann mit Zucht oder Hobbyzucht nix zu tun.
Und selbst wenn beide "A" die gewünschten Zuchtmerkmale haben, sollte man dem Weibchen A nicht mehr als 2 Würfe zumuten. Ja, ich finde 3 Würfe sind schon zu viel!
Weibchen A scheidet also irgendwann aus der Zucht aus, sie wird *nicht* als Gebährmaschine missbraucht.
Spätestens jetzt *muss* entweder ein Männchen X oder ein Weibchen X in die Linie eingekreuzt werden. Natürlich mit den von mir gewünschten Zuchtmerkmalen.
Habe ich mich für ein Weibchen X entschieden, *muss* in nächster Generation ein Männchen X eingekreuzt werden sonst wird es eine Sackgasse.
Weil "A" nicht verpaart wird mit "B" oder "B2" und auch alle Nachkommen von Weibchen X mit "A" oder "B"/"B2" verwandt sind.
Nur 4 Würfe und 2 Generationen aber schon jede Menge Hamster.
Da *wir* von Zucht reden und nicht von vermehren, landet der "Ausschuss" nicht im Zooladen oder einer Schlangenfarm, nein wir suchen nach Abnehmern, die den Hamstern ein Artgerechtes Zuhause bieten.
Gratulation! Wenn jeder Wurf nur 6-8 Welpen hatte und wir nur 3 Tiere zum weiteren züchten behalten, haben wir mehr als 20 Hamster in gute Hände abgegeben.
Aus Erfahrung kann ich dir versichern, wenn man *züchtet* hat man schnell mal um die 10-12 Ausgewachsene Hamster im Haus und auch Würfe mit nur 6 Welpen sind eher die Ausnahme.

Wenn man unbedingt vermehren will, bitteschön. Dann sollte man es aber auch so nennen und nicht den Ausdruck "Zucht" dafür nicht missbrauchen.
Dank solcher Vermehrer haben seriöse Züchter und Hobbyzüchter einen schlechten Ruf.
 
Fellnase

Fellnase

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Original von 8Bowl
Ich werde mal aufschreiben wie *ich* Zucht definiere!
Und da haben wir meiner Meinung nach schon das Problem. Jeder definiert Zucht anders und solange es in Deutschland nicht auch Richtlinien gibt, an denen ja glücklicherweise schon gearbeitet wird, wird man nie auf einen Nenner kommen und jeder kann für sich auch andere Gründe zum züchten haben. Und das ist leider nicht nur bei Hamster so. Ich kenne eine, die will Lemminge züchten, weil sie sie bekannt machen will (hurra, noch ne Rasse in Tierheimen) und gerne Nachwuchs / Jungtiere hat (Uups, die werden ja mal groß).
 
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