Stallwechsel ja oder nein

Diskutiere Stallwechsel ja oder nein im Haltung und Pflege Forum im Bereich Pferde; Hallo Jetzt kommt so langsam der Winter, die Tage werden kürzer und damit wird es für mich auch schwieriger, Bohème ordentlich zu bewegen. Also...
iesca

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Hallo

Jetzt kommt so langsam der Winter, die Tage werden kürzer und damit wird es für mich auch schwieriger, Bohème ordentlich zu bewegen. Also befasse ich mich im Moment wieder intensiver damit, doch den Stall zu wechseln.
Durch die Uni und meinen Job komme ich nur frühmorgens oder spätabends in den Stall. Der Platz ist quasi nicht mehr bereitbar, da er zu tief ist. Die einzige Alternative ist für mich ins Gelände zu gehen oder auf die Reitanlage, die aber nicht beleuchtet ist.
Wenn also abends im Stall bin, fällt die weg.
Das alles erschwert es natürlich sehr, vernünftig mit Bohème zu arbeiten oder auch nur einen Termin zu finden, an dem ich meine Reitstunde stattfinden lassen kann.
Also bin ich mal wieder am Überlegen, den Stall zu wechseln. Wenn ich in Frankreich oder Deutschland suche, also gleich auf der anderen Seite der Grenze, gibt es Ställe, die eine Halle haben und gleichzeitig weniger kosten als der jetztige. Zudem sind sie höchstens ca. 2 km weiter entfernt, was aber mit dem Velo zu schaffen ist.
Gegen einen Stalllwechsel würde sprechen, dass ich weiss, dass sich im jetztigen Stall gut um Bohème gekümmert wird, sie fast täglich rauskommt (wobei ich nicht weiss, wie sich das entwickelt, wenn es jetzt vermehrt regnet, da die Pferde nicht mehr auf den Platz sollen) und vor allem, kann ich überhaupt nicht einschätzen, wie es sich bei mir nach dem Uniabschluss im April weiterentwickelt. Es könnte also gut sein, dass da ein grösserer Umzug ansteht und sie wieder wechseln müsste.
Nur den ganzen Winter wieder nicht richtig reiten können und vor allem zusätzlich zu den Wochenenden zwei, drei Tage die Woche nicht wirklich was mit dem Pferd machen zu können, ist vor allem jetzt, wo sie langsam anfängt, ihre Grenzen auszutesten, auch keine Lösung.
Was würdet ihr tun? Sich nach einem anderen Stall umsehen, dort bleiben und das Pferd evtl. den Winter einfach auf die Weide stellen oder halt versuchen, so gut wie es geht weiterzuarbeiten?
Grundsätzlich ist Bohème was Stallwechsel betrifft, aber recht unkompliziert.
Ich wäre über zusätzliche Meinungen sehr froh, da ich im Moment so gar keine Ahnung habe, was ich machen soll und vielleicht fällt ja noch jemanden eine weitere Möglichkeit ein, auf die ich so noch gar nicht gekommen bin.
 
Kicki

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Hey,
Du schreibst, dass die Reitmoglichkeiten im Winter begrenzt sind und sie als junges Pferd so langsam versucht, dich auszutesten. Ich denke, da ist es besonders wichtig, dass du auch auf Konfrontation gehen kannst. Das geht aber nicht, wenn die Reitmöglichkeiten fehlen und es im Gelände auszutesten ist zu gefährlich...
Wenn noch dazu die Dienstleistungen in D/F bei gleichem Preis höher sind als am jetzigen Stall und ihr Umzüge nichts ausmachen, würde ich mich dort nach einem Stall umsehen, der neben einer schönen Box, einer Halleetc. auch noch außreichend Weidegang mit such bringt.
Du wirst ihr einen Gefallen tun, wenn ihr Reitmöglichkeiten und Weidegang geboten bekommt, denn weder unangemessene Reitmöglichkeiten noch eingeschränkter/fehlender Weidegang machen ein Pferd glücklich. Noch dazu, wenn es so jung ist. Die muss ja such raus mit ihrer Energie und da wird ihr ein möglicher zweiter Stallwechsel in nächster Zeit vermutlich weniger ausmachen, als das sie sich im Winter die Beine in den Bauch stehen muss ;)
 
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Mirage

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Käme für mich drauf an wie spruchreif ein großerer Umzug im April den ist, ich meine sind ja nur noch 6 Monate. Wenn die Wahrscheinlichkeit eines Umzuges ziemlich hoch ist, würde ich es lassen und dem Pferd noch einen gemütlichen Winter gönnen.

Wenn die Wahrscheinlichkeit eher gering ist, dass ein größerer Umzug bevorsteht, würde ich jetzt umstellen bzw. einen passenden Stall mit Halle suchen.

Das alles mit dem Hintergedanken, dass ein Umzug zwar auch bei unproblematischen Pferden doch eine starke Stresssituation ist, die sich halt viele Pferde einfach nicht anmerken lassen. Wissenschaftlich geht man von einem ganzen Jahr aus, bis sich ein Pferd komplett in die neue Herde, Umgebung etc. eingewöhnt hat. ;)
 
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iesca

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Wie wahrscheinlich der Umzug im April ist, kann ich absolut nicht sagen. Dann ist einfach mein Studium zu Ende und danach hängt es davon ab, wie schnell und wo ich einen Job finde, was ich überhaupt nicht einschätzen kann.
 
Phantom der Oper

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Wie alt ist dein Pferd?

Wie du selbst schon erkannt hast, hast du nur zwei Möglichkeiten, entweder du bleibst und reitest halt im Winter nicht, bzw. dann halt vermehrt am Wochenende.
Oder du wechselst in einen anderen Stall mit besseren Reitbedingungen.

Ein zugfähiges Auto und einen Anhänger hast du nicht, oder? Bzw. einer deiner Stallkollegen. Evtl. könnte man sich im Winter zusammen tun und gemeinsam in eine Halle in der Umgebung fahren.

Ich für mich, würde wahrscheinlich mein Pferd nehmen und umziehen. So wie du schreibst, ist ja evtl. auch regelmäßiger Koppelgang nicht mehr möglich.
Das kann ich woanders auch haben, bzw. hab ich da dann zumindest eine Halle mit dabei.
Vor allem bei einem jungen Pferd möchte ich nicht, dass es den ganzen Winter über "steht" bzw. nicht gearbeitet werden kann.
 
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Bino

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Du warst doch vor kurzem auch mit ihr im Urlaub. Das hat sie doch gut weggesteckt, oder? :)

Ich habe schon von ein paar Leuten gehört, dass sie über die Wintermonate in Ställe mit Halle ziehen. Und ab Frühling dann wieder raus "in die Natur".

Beim Thema Halle solltest du aber Bedenken, dass sich im Winter ALLE anderen auch in der Halle tummeln werden. Besonders zu den Stoßzeiten nach der Arbeit - also abends gegen 7 und 8 Uhr. Da hätte ich ja meine Sorge, dass die Kleine das nicht so ganz mitmachen würde... :zuck:
 
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iesca

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@ Phantom: Auto und Hänger habe ich nicht, ich darf auch nicht mit Hänger fahren. Wenn ich also in die Halle fahren wollte, müsste ich jemand fahren und ich müsste noch eine Halle finden, wo das möglich ist. Der jetztige Stall ist winzig, nur der SB hat überhaupt einen Hänger und der hat definitiv besseres zu tun, als abends um halb acht meinen Chauffeur zu spielen. Bohème ist jetzt fünf.

@ Bino: Abends bin ich entweder gegen halb fünf im Stall oder sonst erst nach Viertel nach sieben, da ich erst um Viertel vor sieben überhaupt Feierabend habe. Ausreiten geht ja auch im Dunkeln, aber ich denke mal, dass ich die Stosszeiten in der Halle doch zumindest anfangs einigermassen umgehen könnte und so wie ich die Kleine einschätze, hat sie damit wohl nach einer gewissen Gewöhnungsphase keine so grossen Probleme. Andere Pferde interessieren sie meistens nicht sonderlich, wenn ich im Sattel sitze. Den Stallwechsel jetzt bei den Ferien hat sie gut vertragen, ich habe eher den Eindruck, dass sie seitdem nochmal selbstbewusster geworden ist.
 
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Skydancer

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Ich würde auf jeden Fall den Stall wechseln... Ich würde mir die Fortschritte die ihr gemacht habt nicht kaputt machen, außerdem kann ich mir vorstellen, dass sie im Winter ohne ausreichende Arbeit gut kernig wird.
Du schreibst ja, sie kommt fast jeden Tag raus... Fast ist aber nicht jeden Tag... Also kanns auch passieren, dass sie mal 2-3 Tage nicht raus kommt und du vielleicht witterungsbedingt nicht reiten kannst, dann steht sie komplett und wird wohl dementsprechend fröhlich werden...
Für mich gäbs keine Frage. Viel Glück bei der Entscheidung! :)
 
littleloni09

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@ iesca..

Mit der Halle würd ich mir mal keine großen Sorgen machen, auch wir reiten im Winter alle in der Halle und wir sind immer nur zu dritt, viert. Das ist soo selten das wir mit 6 oder 7 in der Halle sind.

Ich würde da gar nicht lange drüber nachdenken, schließlich zahle ich auch sehr viel Geld für mein Hobby das ich auch gerne in Anspruch nehmen würde. Und im Winter ein Pferd zu halten was ich sowieso nicht bewegen kann.. hmm. ich halte es ja auch für meinen Spaß und nicht nur damit das Pferd gut versorgt ist.. weist wie ich das meine??

Für mich würde ein Stall ohne Halle und vernünftige Winterpaddocks nicht in Frage kommen. Bei uns gehen die Pferde im Winter noch zusätzlich morgens in die Führanlage.. damit sie Ihre Bewegung bekommen.

Und in anderen Ställen wird sich auch super um Dein Pferd gekümmert ;) Und wenn Du in einem halben Jahr umziehst.. ja mein. ist sicherlich nicht so schön aber in 6 Monaten kann viel passieren. Da würde ich jetzt mal gar nicht so drüber nachdenken.

Denk auch mal an Dich.. nur um Dein Pferd anzugucken im Winter brauchst Du es nicht wirklich.. :D

Lg

Sandra
 
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Bino

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Ich würde auf jeden Fall den Stall wechseln... Ich würde mir die Fortschritte die ihr gemacht habt nicht kaputt machen, außerdem kann ich mir vorstellen, dass sie im Winter ohne ausreichende Arbeit gut kernig wird.
Du schreibst ja, sie kommt fast jeden Tag raus... Fast ist aber nicht jeden Tag... Also kanns auch passieren, dass sie mal 2-3 Tage nicht raus kommt und du vielleicht witterungsbedingt nicht reiten kannst, dann steht sie komplett und wird wohl dementsprechend fröhlich werden...
Für mich gäbs keine Frage. Viel Glück bei der Entscheidung! :)
Das unterschreibe ich so. Bedenke auch mit deinen Sturz letztens auf der Rennbahn, da war sie doch auch so explosiv und da ist sie doch auch ein paar Tage gestanden zuvor!
 
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Skydancer

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Das unterschreibe ich so. Bedenke auch mit deinen Sturz letztens auf der Rennbahn, da war sie doch auch so explosiv und da ist sie doch auch ein paar Tage gestanden zuvor!
Ich stimme da zu. Ist auch einfach eine Sicherheitsfrage. Es geht nicht nur drum, dass es dein Pferd gut hat, sondern auch drum, dass du sicher reiten kannst und nebenbei noch Spass hast.
 
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Nachdem ich heute Bodenarbeit auf dem Parkplatz machen musste, weil das Licht am Platz nicht funktioniert und ich um acht Uhr abends nicht alleine ausreiten wollte, nachdem ich gestern nicht im Stall war, habe ich beschlossen, den Stall zu wechseln.
Jetzt muss ich nur noch einen Stall finden, der mir zusagt und wo ein Plätzchen für uns frei ist. Leider nicht ganz einfach, da ich kaum Ställe in der Region kenne.
 
iesca

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Ich habe einen Stall gefunden. Ein paar Kompromisse muss ich eingehen, aber da wir nächstes Jahr wohl wieder umziehen müssen, kann ich damit leben.
Die wichtigsten Punkte: Weide, Halle, nicht zu kleine, helle Box und schönes Ausreitgebiet sind jedenfalls erfüllt.
Ende November ziehen wir um. Jetzt steht mir 'nur' noch das Gespräch mit dem jetztigen SB bevor. :schreck: Mag ich ja gar nicht.
 
Kicki

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Na das hört sich doch gut an :) schön
Und das Gespräch wirst du schon meistern ;)

Dann gibt's ja bald Bilder *g*
 
iesca

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Aus ganz aktuellem Anlass schiebe ich das Thema wieder hoch. Nächste Woche ist es soweit und wir ziehen um und inzwischen freue ich mich richtig darauf.
Auf der einen Seite ist da natürlich die Aussicht auf die Halle und auch wieder richtig mit Bohème arbeiten zu können, aber, was noch fast elementarer ist und was mich spätestens jetzt dazu gebracht hätte, über einen Stallwechsel nachzudenken, ist, dass die Pferde die letzten zwei, drei Wochen kaum noch rausgekommen sind. Mit etwas Glück während des Mistens für vielleicht 45 Minuten auf den Platz oder ein abgesperrtes Stück Weg. Ungefähr jeden zweiten Tag kommen sie gar nicht raus.
Natürlich ist das Wetter momentan mehr als bescheiden und alles extrem nass und schlammig, aber trotzdem.
Ich habe Bohème heute nach dem Reiten noch 20 Minuten auf den Platz gelassen, damit sie sich wenigstens noch ein wenig die Beine vertreten konnte und die anderen Pferde haben die ganze Zeit gewiehert. Für mehr hatte ich leider keine Zeit. Ausserdem bemerke ich doch, wie sie sich verändert hat und auf einmal extrem anhänglich und verschmust geworden ist. Nicht, dass ich mich darüber beschwere, aber so kenne ich sie gar nicht.
Ich hoffe ja sehr, dass das im neuen Stall wirklich besser wird. Und ich wundere mich noch, warum mein Pferd kaum mehr still stehen kann.... :eek:
 
Bino

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Hey iesca,

über deinen Umzug habe ich mich ja schon in deinem Blog informiert, aber wie sieht es denn nun nach den paar Tagen aus im neuen Stall? :)

Seid ihr schon in der Halle gewesen?
Wieviele Pferden stehen da eigentlich insgesamt in dem neuen Stall?
 
iesca

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Bis jetzt sieht es gut aus. Bohème ist brav, wie mehrfach mir gegenüber lobend erwähnt wurde und hat auch schon die ersten Freundschaften geschlossen. In der Nacht auf Freitag hat sie definitiv schon gelegen, evtl. sogar schon in der ersten Nacht.
In der Halle waren wir gestern das erste Mal mit zwei anderen Pferden. Ich habe sie nur geführt und ein wenig Bodenarbeit gemacht. An Reiten ist im Moment nicht zu denken, da die Sattellage auf der linken Seite völlig zerstochen (?) und geschwollen ist. Es kommt definitiv nicht vom Sattel. Der passt nämlich, aber was es ist. Keine Ahnung. Am Freitag wollte ich in die Halle, aber wir sind nicht reingekommen, da es vor dem Eingang gefroren war und sie zu sehr gerutscht ist. Da wollte ich nicht riskieren, dass sie fliegt.
Fotos gibt es, wenn es nicht mehr so kalt ist, dass der Akku vom Fotoapparat allein durch die Fahrt zum Stall den Geist aufgibt.
Die Leute sind, soweit ich sie bis jetzt kennen gelernt habe, nett.
 
Boo

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Ich häng mich jetzt hier einfach mal dran, weil ich auch gern eure Meinung wissen würde bzgl. eventuellem Stallwechsel.

Mein Pferd ist jetzt 20 Jahre alt, soweit noch gut reitbar, allerdings macht ihm die Hitze im Sommer jedes Jahr mehr zu schaffen, so dass ich jeden Sommer denke, dass ich ihn in Rente schicken muss. Zum Herbst hin geht es ihm aber immer wieder besser und im Winter ist er oft richtig gut drauf.
Er hat wahrscheinlich leichte Arthrose in den Beinen, was aber so nicht weiter auffällt und ich reite immer mindestens 20 Min Schritt, bevor ich lostrabe.

Das Pferd steht seit über 10 Jahren in dieser Box (12 m²) mit schönem großen Paddock davor. Im Sommer gibt es stundenweise Weide (3-5 Stunden) und im Winter müssen sich 15 Pferde über den tag verteilt zu zweit oder zu dritt den Paddock teilen, so dass jeder ca 1.5 h mit anderen draußen ist. Wenn die Gruppen davor im Verzug sind, dann kommt mein Pferd auch oft gar nicht auf den großen Paddock. Das stört mich echt! Er hat zwar nicht mehr so den Bewegungsdrang, aber trotzdem. Zudem werden die Paddocks "über Nacht" im Winter zugemacht. Oft werden sie erst gegen 11 auf und um halb 5 oder 5 zugemacht. Toll und dafür zahle ich so viel Geld!

Außerdem wird teilweise sehr wenig Heu gefüttert. Silage dafür gerne und viel. Ich muss eigentlich das Heu nassmachen, aber das geht gar nicht, weil das Heu jetzt total weggesperrt ist. Außerdem verträgt mein Pferd keine Silage (das war schon immer so) und das will ich nicht jeden Tag mit dem Bauern ausdiskutieren.

Jetzt gucke ich mir heute einen Stall an, die haben sowohl Fensterboxen als auch 3er-Paddockboxen als auch einen Offenstall. Und eben grade der Offenstall interessiert mich sehr, weil ich denke, dass diese Haltung grade für ein älteres Pferd doch viel besser sein muss. Wenn ich an die beginnende Arthrose denke... Dann soll dort angeblich superviel Heu gefüttert werden, das Heu ist wohl frei zugänglich. Der Stall ist auch nicht unerheblich preiswerter, trotzdem gibt es dort auch eine Halle und einen Reitplatz und tolles Ausreitgelände.
Wenn, dann würde ich mein Pferd erst zum 1.4. oder 1.5. umstellen, weil ich denke, dass bei diesen Temperaturen eine Veränderung der Haltung doch echt auf die Gesundheit gehen kann.

Andererseits bin ich nun schon 10 Jahre am alten Stall, habe mich da immer sehr wohl gefühlt. Aber es hat sich an den Bedingungen auch einiges geändert. Meine RB könnte ich zum anderen Stall mitnehmen, was der Vorbesitzer dazu sagt weiß ich jetzt nicht. Er hat mir das Pferd quasi vererbt und betüddelt ihn immer noch - und er ist vom Schlag " ein Pferd gehört in eine Box, da steht es am Sichersten und es passiert ihm nichts". Naja.... So nach und nach habe ich das ja erheblich geändert, aber das wäre ja ein krasser Schritt.
Was sagt ihr?
 
Finchen2

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Boo, da kann ich dich ganz gut verstehen. Man muss natürlich immer ans Pferd denken und berücksichtigen, was für ihn das Beste ist. Für dich ist das ganze absolut klar und du weisst, was du für dein Pferd möchtest. Allerdings sind 10 Jahre natürlich eine lange Zeit. Dein Pferd hat sich eingewöhnt und ist sicherlich im Umgang mit den anderen Pferden auch routiniert.
Es wird wahrscheinlich in den ersten Wochen die anderen Pferde vermissen und verwirrt sein, aber vllt. wird es ihm auf Dauer besser gehen, wenn er "immer" draussen sein kann. Und ich finde, ein Pferd gehört einfach nach draussen!
Wir (Voltigierer) haben im letzten Jahr ein Privatpferd zur Verfügung gestellt bekommen. Da der Stall, in dem es stand zu weit weg war, um das Pferd immer es zur Halle zu führen, ist die Stute kurzerhand umgezogen in den Stall, der direkt bei uns an der Halle steht. Die Stute ist 26 Jahre alt und auch seit einer Erwigkeit in der gewohnten Umgebung. Dann haben die Besitzer ein Grundstück gekauft, auf dem Sie den Kuhstall komplett zum Pferdestall umgebaut haben. Erst ging der Umzug dahin, später dann zu uns. Und zu Anfang fühlte sie sich gar nicht wohl. Hat viel gewiehert etc. Die Besitzerin bot uns dann damals an, sie immer mit dem Hänger zu bringen, wenn wir Training machen wollten. Das wäre natürlich viel Aufwand gewesen. Wir haben hin und her überlegt aber mit jedem Tag gefiel es ihr bei uns besser. Sie gewöhnte sich an die anderen Pferde, schloss "Freundschaften" mit ihnen und somit war das Thema dann für uns erledigt. Wir hatten allerdigns auch immer im Hinterkopf, dass wir sie immernoch zurück bringen konnten, wenn es gar nicht klappt. Das wird bei dir wahrscheinlich schwer sein.
Aber wenn dein Bauer so eingefahren und scheinbar auf eine liebe Art uneinsichtig ist und findet, dass ein Pferd in die Box gehört, weil es da sicher steht, dann kannst du nichts machen. Letzendlich sind es immernoch "Wildpferde" die nicht in eine Box geboren wurden.
Aber ich finde, dass du recht hast wenn du sagst, dass es besser für dein Pferd ist, wenn es draussen stehen kann. Und wenn es sich erstmal eingewöhnt hat, dann kann es ja vllt. klappen. Es sollte auf keinen Fall unter dem Umzug leiden (ich weiss ja nicht, wie sehr er in sienen Gewohnheiten lebt) aber wenn er im jetzigen Stall für deine Verhältnisse nicht "gesund" (zu wenig Weidegang, Futter, das ihm nicht bekommt) untergestellt ist, dann wäre es sicherlich einen Versuch wert.
 
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