Wie aufhören, wenn plötzlich nichts mehr funktioniert?

Diskutiere Wie aufhören, wenn plötzlich nichts mehr funktioniert? im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; Hallo Als ich gestern mit Bohème auf dem Platz an der Doppellonge gearbeitet hat, ist es zu einer Situation gekommen, die ich so nicht besonders...
iesca

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Hallo

Als ich gestern mit Bohème auf dem Platz an der Doppellonge gearbeitet hat, ist es zu einer Situation gekommen, die ich so nicht besonders mag. Sie hat ziemliche Probleme mit den Seitengängen auf der rechten Hand, da sie noch nicht wirklich hinten Gewicht aufnimmt.
Daher mache ich das immer zum Abschluss. Gestern hat es nun zunächst auf linker Hand sehr gut geklappt und auch auf der rechten Hand hat sie sich Mühe gegeben und und eigentlich wollte ich da gerade loben und aufhören, als der Bauer auf der Weide neben dem Platz angefangen hat, seine Kühe zusammenzutreiben.
Kurz bevor ich die Lektion beenden konnte, hat Bohème eben wegen der Kühe einen Riesensatz gemacht und danach ging nichts mehr. Allerdings kann ich so ja auch schlecht aufhören. Schliesslich sollte ich ja die Lektion beenden und nicht sie.
Was macht ihr in einer solchen Situation? Vor allem, wenn eigentlich von Anfang an klar ist, dass ihr euer Pferd nicht mehr dazu bekommen werdet, konzentriert mitzuarbeiten und es sich nur weiter aufschaukelt.
Darauf bestehen, dass die Lektion noch einmal wiederholt wird, obwohl das heisst, sich mit dem Pferd anzulegen? Eine andere Lektion zum Abschluss, damit der doch noch gut ist oder einfach so aufhören, weil die Lektion an sich ja gelungen war?
Was macht ihr in einem solchen Fall?
 
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03.10.2010
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may087

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ich glaube, ich würde erstmal mit ein paar leichten Lektionen wieder ihre Aufmerksamkeit fordern und dann nochmal die eine Lektion.
 
Katjana

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Ich würde die Lektion für diesen Tag abhaken und mit einer Lektion enden,die sie wirklich gut beherrscht , loben und gut sein lassen. Es bringt nichts, sich an dieser einen Lektion festzubeissen unter diesen Umständen ( Pferd abgelenkt durch Kühe )...beim nächsten Mal schauts dann bestimmt anders aus;)
Lg Katjana
 
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Phantom der Oper

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Ich würde dann auch immer wieder zu einer Lektion zurück gehen, die sie/er gut beherrscht, und wenn es nur locker vorwärts/abwärts ist.
Oder dann auch einfach mal eine kurze Schrittpause mit einlegen. Zügel weg und einfach kurz die Seele baumeln lassen.

Meinen bekommt man z.B. sehr gut mit Schulterherein und Travers runter.
 
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Schnucki1

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Wenn die Konzentration mal hin ist dann würd ich da auch nicht nach würgen, ich würd vieleicht auch nur noch mal was leichtes machen was sicher funktioniert damit ich einen positiven Abschluss habe aber mehr auch nicht, sie auf biegen und brechen erneut konzentrieren wollen so sie doch vorher genug gemacht hat und das Konzentrationsvermögen vieleicht aufgebraucht ist könnte womöglich mehr schaden.
 
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Bino

Bino

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Super Thema! :interessant:

Ich verlange an der Doppellonge keine Seitengänge, aber ich denke es ist in so einem Fall egal bei welcher Lektion "die Kuh vom Nachbarn dazwischen kommt".

Bei Funny habe ich die Erfahrung gemacht: je weiter ich von ihr weg bin, desto unkontrollierter wird die Trainingseinheit. Würde ich in so einem Fall also weiter longieren, hätte ich keinerlei Konzentrationsaufbau mehr von ihrer Seite.

Ich gehe dann also auf jeden Fall zu ihr an den Kopf und mache quasi Bodenarbeit. Gehe zwei drei Runden mit ihr am Zügel, baue halten und losgehen sowie rückwärts treten mit ein.

Wenn man sein Pferd kennt, merkt man auch wenn die Konzentration auch nur einen Müh zurück kommt. Dann wird gelobt und aufgehört.

Das miteinander anlegen habe ich übrigens nach 2 erfolglosen Jahren an den Nagel gehängt :lach:
 
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Mirage

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Kommt eigentlich immer auf die jeweilige Situation an.

Wenn gar nichts mehr geht, d. h. die Aufmerksamkeit vollkommen flöten gegangen ist und nicht leicht wiederherstellbar ist, würde ich diese mit anderen Dingen mir wieder holen, noch was simples inkl. Aufmerksamkeit fordern und gut sein lassen.

Dies allerdings auch situationsbedingt. Gibt ja auch Kandidaten, die zwar mal kurz erschrecken, aber dann nicht aufgeregt sind, sondern die Situation einfach ausnutzen, d. h. ruhig, aber unaufmerksam. Dann hole und fordere ich schon noch mehr. Wenngleich ich immer auf Lektionen zurückgreife, die sicher sitzen in solchen Situationen.
 
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iesca

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Ich bin leider nicht vorher zum Antworten gekommen.

@ May: Das hatte ich versucht, aber die Aufmerksamkeit zurückzubekommen, war in dem Moment irgendwie unmöglich. Die auf der Weider herumgaloppierenden Kühe waren dann doch zuviel. Geendet hat es damit, dass ich mich mit ihr angelegt habe, was ich eigentlich gerade bei solchen Sachen vermeiden möchte.

Fürs nächste Mal bin ich schlauer, gehe zu einer einfachen Lektion zurück und höre dann auf. Das ist sicher sinnvoller.

@ Mirage: Bei ihr war es eindeutig so, dass die Aufmerksamkeit komplett weg war. Normalerweise lässt sie sich, wenn wir konzentriert auf dem Platz arbeiten, nicht so leicht ablenken. Sie ist nicht der Typ, der einmal vor etwas erschrecken ausnutzt, um nicht mehr weiter zu arbeiten. Bei sowas ist die Aufmerksamkeit eigentlich recht schnell wieder da. Die Kühe waren nur einfach zuviel des Guten.

@Bino: Seitengänge mache ich eigentlich ganz gerne an der Longe, weil sie damit unter dem Sattel ziemlich Mühe hat. So kann sie ihre Beine sortieren, ohne dass ich ihr auch noch von oben dazwischen funke.
 
nanja1

nanja1

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Ich versuche da dann "diplomatisch" vorzugehen,
anlegen hat mit meinem Büffel keinen Wert.
Also erstmal eine andere Lektion einbauen,
gerne was ganz anderes.... Wenn z.B. die Seitengänge wertlos sind,
Traben, Volte, 8er Volte, Zirkel, Gangwechsel dazwischen.
Meinen Bekomme ich so erstmal "aufs Wesentliche" zurück.
Dann lässt er sich daraus super verstärken ( das liebt er)
und daraus entwickel ich dann in einem zurückgenommenen moment aus ner Volte wieder n Seitwärts....
So kriege ich ihn dazu das er das tut was er soll ohne zu stressen.

Ich bekomme meine Lektion, nicht da wo ich will aber er tuts! :D

Das mal die Konzentration voll in die Tonne geht passiert.
Dann such ich mir einen ruhigen moment ( wenn die Kühe ausgeflippt haben)
und baue noch ein 2 kleinere Lektionen ein, die er nicht als die "doofe" erkennt. Um dann beim nächsten mal wieder ohne Kuh arbeiten zu können.
 
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filou2

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Also, wenn die Konzentration so flöten geht, lass ich meinen auch in Ruhe, verlange halt noch irgendwas, wo nahezu garantiert ist, dass er das auch in höchster Aufregung macht, lobe dafür als hätte er es zum ersten Mal getan und hake den kompletten Tag ab. Oft passiert mir das nicht, aber ein bisschen ein Angsthase ist meiner schon und ich hatte schonmal sowas ähnliches. Ist doch egal, morgen sind die Kühe oder was auch immer es war, vielleicht nicht in dem Moment in Bewegung, da geht's dann weiter.
Ich beobachte an Stallkollegen, die dann weiterarbeiten wollen, egal ob an der Hand oder unterm Sattel oft, dass beide, Pferd und Mensch, sich immer mehr festmachen und am Ende geht dann nicht mal mehr in mehr oder weniger aufgeregtem Schritt ein paar Meter gehen. Das finde ich dann immer schade, wenn die verschwitzt und aufgebraucht so aufhören müssen.
 
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monsterpony

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Also ich würde auch sagen, dass es das Beste wäre noch etwas einfaches zu verlangen, was dein Pferdchen sicher kann und dann vielleicht auch wieder etwas beruhigt (wegen den Kühen ;) ) weil die Übung durchzudrücken bringt dann eh nichts, vor allem wenn sie damit Schwierigkeiten hat. :)
 
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Wunschtraum

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Ich mache es so ähnlich wie Nanja.
Einfach nur noch was leichtes und dann aufhören gibts nicht! Das würde meine Hexe zu schnell durchschauen und das dann zur Methode machen sich der Arbeit zu entziehen...:rolleyes:
Klar passiert es immer mal, das sie etwas extrem ablenkt, sie sich daran hoch zieht und dann gar nix mehr geht. Aber, und da lege ich bei jedem Pferd viel Wert drauf, sie müssen dann bereit sein wieder mit zu arbeiten. Das hat für mich was mit Arbeitseinstellung der Pferde zu tun.

Ich fahre immer ganz gut damit, wenn ich mir erst wieder die Losgelassenheit erarbeite. Also ruhig zum Schritt durchparieren und wieder neu aufbauen. Damit meine ich wieder auf die Hinterhand setzen und die Anlehnung neu erarbeiten. Geht das wieder im lockeren v/a ein paar Runden traben und galoppieren. Danach sind die Pferde in der Regel wieder "unten" und die Lektion kann neu erarbeitet werden.
 
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Wie aufhören, wenn plötzlich nichts mehr funktioniert?