Verletzungen/Krankheiten während der Fohlenaufzucht

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Skydancer

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Die Aufzucht eines Fohlens birgt natürlich immer gewisse Risiken. Ich wollte das Thema hier mal aufmachen, weil es mich interessiert, mit welchen Verletzungen und Krankheiten ihr mit euren Youngsters so konfrontiert seit bzw. wart.

Als Saugfohlen hatte mein Kleiner nicht viel muss ich sagen. Der durch die Lage im Bauch der Mutter "verbogene" sprich leicht verstellte Vorderfuß und und das gequetschte Ohr haben sich von selbst und durch leichte Korrekturen des Hufschmieds von selbst gegeben. Durchfall hielt sich sehr in Grenzen und verging von selbst, einmal ein tränendes Auge, das behandelt wurde, wobei er sehr brav war, 1 oder zwei mal etwas Fieber und das wars eigentlich... Jetzt als Jährling hat er nun ein Hufgeschwür gehabt, welches 2 Tage behandelt wurde und jetzt auf ist. Die Genesung schreitet voran und der Kleine ist wieder mit den Kumpels draußen. Ich hoffe natürlich, dass es bei solchen Kleinigkeiten bleibt und klopfe fleißig auf Holz *klopf-klopf*

So... Dann erzählt mal wie ists mit euren Jungen?
 
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Eigentlich ein sehr interessantes Thema. Ich habe zu den Glücklichen gehört, deren Fohlen, bzw. Jungpferde während der Aufzucht nicht einmal krank waren. Wirklich krank ist Bohème erstmals 3-jährig geworden, als sie den Hufabzess hatte.
Allerdings hat ein Fohlen aus der gleichen Gruppe recht lange gefiebert und gehustet.
 
Kicki

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Skydancer: Wie war das eigentlich bei deinem Fohlen? Er war doch noch Saugfohlen als seine Mutter eingeschläfert werden musste oder irre ich mich? Gabs dann für ihn eine Amme/Flasche?
 
Schnucki1

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Wenn ich so überlege war an meinen Fohlen eigentlich kaum was dran, das erste hatte mal längere Zeit mit Durchfall zu tun und das zweite hatte mal eine Lahmheit wo der TA aufs Sprunggelenk behandelt hatte und es letzendlich kein Erfolg brachte und er nach langem Suchen und wieder röntgen entdeckte das sich ein kleines Steinchen ganz tief in die Eckstrebe fest gesetzt hatte und nach dem Entfernen war das dann ok (allerdings hat der ganze Salat mit allem Drum und Dran und Sucherei damals gut 1000,- DM verschlungen das war schon heftig) und einer hatte mal Probleme mit Schweif und Mähnescheuern im Sommer was aber wohl eine erbliche Kiste gewesen sein musste und mit drei Jahren wieder von selber aufhörte, das hatten wohl schon mehrere Fohlen von diesem Vater gehabt.
Ein Fohlen hatte auch mal Warzen gehabt, das war total eckelig, da hatten das aber mehrere im Stall und das war wohl ansteckend, da war nix mehr mit Küsschen auf die Nase, die sah total schrecklich aus, überall am Maul so blumenkohlartige dicke fette Warzen und die Behandlung war schon aufwendig aber die sind zum Glück alle samt wieder verschwunden.
 
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Skydancer

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Skydancer: Wie war das eigentlich bei deinem Fohlen? Er war doch noch Saugfohlen als seine Mutter eingeschläfert werden musste oder irre ich mich? Gabs dann für ihn eine Amme/Flasche?
Er war ca. 2,5 Monate alt. Zwar noch recht klein aber aus dem Gröbsten raus. Es gab auch zu keinem Zeitpunkt Zweifel, dass wir ihn nicht durchbringen, denn er hat bei der Stute schon sehr selbstständig Kraftfutter und Heu mitgefressen. Was aber aber nicht gemacht hat und was auch etwas das Problem war: er hat kein WASSER getrunken. Das musste er erst lernen.
Für eine Amme und für die Flasche war er definitiv zu groß. Wenn Fohlen schon an der Mutter getrunken haben, wirds mit der Flasche schwierig.
Er hat PAVO Fohlenmilch (die einzige Marke die runterging!) aus einer Schüssel getrunken. Die ersten Tage mit Gewalt, dann freiwillig und mit Begeisterung. 14 Tage war er insgesamt alleine in der Box, nach ein Paar Tagen ist der dann unter Beobachtung mit unserem Ponywallach rausgegangen (er hat ja immer noch nach dem Euter gesucht, und das kann schnell gefährlich werden). Nach ca. 2 Wochen wurde er in eine Gruppe mit anderen, schon absetzfähigen Fohlen integriert. Das ging problemlos und in der Gruppe steht er heute noch.

Ein Fohlen hatte auch mal Warzen gehabt, das war total eckelig, da hatten das aber mehrere im Stall und das war wohl ansteckend, da war nix mehr mit Küsschen auf die Nase, die sah total schrecklich aus, überall am Maul so blumenkohlartige dicke fette Warzen und die Behandlung war schon aufwendig aber die sind zum Glück alle samt wieder verschwunden.
Das Fohlen hatte dann wohl DAS:

Equines Papillom (Fohlenwarzen)
Das equine Papillomvirus (EPV) - Pferdewarzenvirus verursacht beim Pferd kleine, grau bis rosa erscheinende, blumenkohlartige, meist gestielte Warzen an der Haut. Betroffen sind überwiegend das Maul, die Augenlider und die Ohren, selten Gliedmaßen und Körper. Es erkranken bevorzugt junge Pferde im Alter zwischen 6 Monaten und 3 Jahren. Gutartiger Verlauf, in der Regel nach 2-3 Monaten Spontanheilung! Nach überstandener Erkrankung haben Tiere lebenslange Immunität Papillome sind ansteckend, die Übertragung erfolgt durch Kontakt vorgeschädigter Haut mit kontaminiertem Putzzeug oder tierärztlichen Instrumenten. Auch stechende Insekten können den Papillomvirus übertragen.

Quelle: Pferdewiki
 
SkorpionMel

SkorpionMel

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Mein Fohlen hat sich damals einen tiefen Riss an der Backe zugezogen und war noch nicht Tet. geimpft :(. Hatte auch den Tierarzt da, denn mit Globuli allein wollte ich nicht rummachen eben wegen Tet. Ist zum Glück alles gut verheilt und man merkt nur noch eine leichte Narbe, nachdem er ein Tigerschecke ist, sieht man eh nix. Die Behandlung war ziemlich anstrengend, weil er das nicht wollte, dass man die Wunde sauber hält, tut ja weh. Ab und an hat er, mittlerweile 3-jährig, kleinere Verletzungen vom Rumtoben, ansonsten nichts weltbewegendes.

Meine Kleine Stute, die ich jetzt als Absetzer geholt habe, hat eine leichte Schwellung hinten rechts. Hat sich wohl beim Transport bzw. Einladen am Samstag verletzt/ gezerrt (mit ihr wurde bis dato nichts gemacht, kein Führtraining, etc. Verladen mit Mami ging nicht, da sich die Stute gar nicht verladen lässt. Wir üben das dann mal, wenn sie größer ist, jetzt muss sie erst mal den Trennungsschmerz verkraften, was von Tag zu Tag besser wird.) Mit Ruhe geht das weg, nur wenn sie auf der Koppel tobt, ist es wieder schlechter. Ich schmier das Bein ein und gebe Globulis.

Mein Hafi hatte damals gar nichts, den hab ich ebenfalls als Absetzer gekauft. Der hat sich beim Raufen mit den Kalten auch nichts getan. Und bis heute, er ist nun 6-jährig, verletzt er sich eher selten. Vorletztes Jahr einen Nageltritt, aber da kann er ja nix dafür. Da ist mein Appiwallach schlimmer.
 
Armani1

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aufTrab Sommer-QuizQueen (aufTrab Mitglied)
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Wir haben auf der Arbeit immer sehr viele Fohlen. jetzt zum Absetzen sind ca. 50 Stück letztes jahr waren es ganze 85 Fohlen. Naja unsere Fohlen werden in Gruppen gehalten ca, 14 Stück in einer großen box im Sommer auf wiesen in ner Herde. bis auf mal einen Schnupfen/hüsterchen zum einstallen, oder bissl angelaufene Beine / Mauke haben unsere Fohlen bislang *toitoitoi* noch nichts weiter gehabt.

auch so privat kenne ich kaum einen der große Probleme mit krankheiten bei der aufzucht seiner fohlen hat. Denke viele machen sich einfach zuviele Gedanken drüber.
 
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