Longieren: Wenn das Pferd nicht durchpariert

Diskutiere Longieren: Wenn das Pferd nicht durchpariert im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; Hallo, Ich longiere unseren Großen mittlerweile häufiger als früher, so etwa einmal die Woche und muss dazu sagen, dass er bei den Vorbesitzern...
Kicki

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Hallo,
Ich longiere unseren Großen mittlerweile häufiger als früher, so etwa einmal die Woche und muss dazu sagen, dass er bei den Vorbesitzern eigentlich gar nicht und bei uns auch erst seit 3 Monaten regelmäßig longiert wird.
Er wird mit Halfter longiert, zudem hab ich eine Peitsche in der Hand, obwohl er ziemlich sensibel ist. Anfänglich ist er angetrabt, sobald ich die Peitsche in der hand hatte aber nun hat er sich daran gewöhnt und reagiert darauf angemessen.
Vor einiger Zeit hatte er Flausen im Kopf, dass er, wenn ich kurz nicht aufgepasst habe, seine HH nach außen gedreht und mich angeguckt hat. Das hat er immer versucht, wenn er keine Lust mehr hatte. Mittlerweile bin ich aufmerksamer und seine Versuche frühzeitig unterbinden, indem ich ihn etwas mehr antreibe.
Für gewöhlich war er immer fleißig und hat gut auf meine Stimme gehört, ist also fleißig angetrabt und angemessen durchpariert. Einmal wollte ich viele Schritt-Trab-Übergänge nacheinander machen und seitdem reagiert er mal besser, mal schlechter auf das "Scheerittt, Brrrr" und schlurft dann im Trab nurnoch vor sich hin. Ich lass ihn erstmal und versuche ihn weiter durch Stimme durchzuparieren und wenn nach 2 Runden nichts passiert, treibe ich ihn wieder einige Runden in einen ernergischen Trab und versuche es erneut. Meine Körperhaltung ändert sich dabei insofern, als dass die Peitsche sinkt und etwas mehr nach hinten geht und meine sonst große, gestreckte Körperhaltung kleiner wird, meine Atmung ruhig, ich atme beim durchparieren tief aus... Meist pariert er dann durch, selten muss ich das ganze wiederholen.
Nun bin ich ein bisschen ratlos :gruebel: Ich vermute, dass er mich einfach an der Nase herumführen und seine Unlust zeigen will, obwohl er sonst wirklich entspannt und freudig mitmacht. :confused: Hab ihr das auch schon erlebt oder habt ihr Ideen, wie ich das unterbinden kann?
 
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Also wenn´s Pferdl nicht sofort auf die Stimme reagiert, reagiere ich grundsätzlich immer gleich, nämlich sofort dann kräftig vorwärts treiben für einige Runden bei strammen Tempo, nix schlurfen, dann wieder Stimmkommando, wird dann nicht gehört, gleiches Spiel, sofort wieder kräftig vorwärts treiben für einige Runden, dann wieder Stimmkommando, solange das Spielchen treiben bis sofort auf das erste Stimmkommando korrekt reagiert wird, dann loben und Schritt gehen lassen. Ich mache mich dabei nicht kleiner oder sonstwas sondern bleibe genauso aufrecht stehen wie vorher auch. Die Gerte senke ich schon kurz vor dem Bremsstimmkommando (erstes Zeichen für´s Pferdl zum durchparieren).

Ich persönlich wiederhole mein Stimmgesuch nicht, kommt nicht die erwünschte Reaktion vom Pferd wird sofort reagiert. Dadurch habe ich zu 99 % ein Pferd, was immer prompt auf mein Stimmkommando reagiert. Ist auch notwendig eben um viele Übergänge mit einzubauen, das klappt sonst nämlich leider nicht. :D

Was ich manchmal noch hinzunehme ist, dass ich körperlich vor die Schulter trete, dies bedeutet Bremsen, hinter der Schulter bleibe ich zum treiben. ;)
 
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Skydancer

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Mirage, bei nem eher "heißeren" Pferdetyp würde ich vorsichtig sein mit "Wegjagen" (bzw. wenn dann eher sachte) wenn nicht auf Stimme reagiert wird, denn es gibt Pferde die können sich dann richtig reinstressen. Bei den "Gemütlicheren" ist das natürlich das Mittel der ersten Wahl... Nichts tut einem faulen Pferd so "weh" wie ne flotte Extra-Runde. ;)

Meine Schwarze wäre bei sowas aber so lang gerannt bis es sie auf die Fresse gepackt hätte, verschnürt wie ein Paket. :rolleyes: Die ist einfach nicht der Typ Pferd gewesen, den man so "tadeln" konnte.

Generell bin ich aber, nachdem ich das Kommando einmal schärfer wiederholt habe, sofort konsequent und fordere das Durchparieren immer ein und lasse mich nicht dazu verleiten wiederholt das Stimmkommando zu geben.

Man kann Pferde auch gut mit Körpersprache "ausbremsen", mit der Longiergerte vor dem Pferd begrenzen oder auch mal einen "Ruck" an der Longe. Zirkel verkleinern kann anfangs auch helfen...
Drauf achten generell immer die gleichen Stimmkommandos zu geben!
 
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Lore

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Was ich manchmal noch hinzunehme ist, dass ich körperlich vor die Schulter trete, dies bedeutet Bremsen, hinter der Schulter bleibe ich zum treiben. ;)
Genau so mache ich das auch.
Stimmlich bin ich relativ zurückhaltend, nur selten unterstütze ich meine Kommandos mit Stimme, niemals untermale ich den Takt mit Schnalzen. Bei meinem Pferd komme ich mit Körpersprache am weitesten, da ich so am meisten Ruhe und Konzentration drin habe.
Normalerweise hält mein Pferd prompt aus jeder Lebenslage an, wenn ich die Peitsche aufrecht neben mich stelle. Für die Paraden zu einer anderen Gangart habe ich eine differenziertere Körpersprache, das läßt sich aber schwer beschreiben :gruebel:

Wenn eine Parade nicht durchkommt, nehme ich zunächst die Stimme zur Hilfe, um wieder Ruhe reinzubringen. Dann setze ich erneut zur Parade an, vorzugsweise zur geschlossenen Zirkelseite hin. Kommt die Parade wieder nicht durch, lenke ich mein Pferd gegen die Bande, da muss sie ja anhalten. Im Halten lasse ich sie dann erstmal "runterkommen", normalerweise passieren solche Aussetzer nämlich dann, wenn sie extrem aufgekratzt ist.
Bremst man das Pferd gegen die Bande, sollte man sich selbst dabei absolut im Griff haben und keine zusätzliche Hektik in die Situation bringen. Das Pferd muss noch insofern ansprechbar sein, dass man es mit einem Schritt Richtung Schulter nach aussen lenken kann.
Steht das Pferd, lobe ich (aber nicht zu überschwenglich, um die Stimmung nicht gleich wieder anzustacheln) und lasse mein Pferd erstmal "runterkommen". An solchen Tagen vermeide ich dann flotte Übergänge, sondern lasse mein Pferd allenfalls noch locker-flockig ein paar Runden traben.

Sicherlich ist diese Methode nicht für jedes Pferd und jede Situation anwendbar. Ich persönlich habe damit gute Erfahrungen gemacht, würde sie aber nicht uneingeschränkt weiterempfehlen. Wer bei Mißerfolgen nicht mehr emotionslos korrigieren kann, sondern schnell zornig oder ungeduldig wird, sollte davon die Finger lassen.
 
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urmeli

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Es können auch viele Kleinigkeiten zu mißverständnissen führen.

Pferd hört die Stimme : Scheerritt...... sieht aber gleichzeitig den Menschen mit beiden Schultern zum Kopf stehend und den Augenkontakt. Schon kann es passieren, dass das Pferd nicht mehr weiß was es jetzt tun soll und ändert lieber mal nichts.
Genauso kann es sein, dass man unbewusst bei Kommandogabe einen Schritt auf das Pferd zu macht, das bedeutet aber Druck für das Tier.
Hört sich alles nach Haarspalterei an, aber es ist was dran.

Ich bin gegen Extrarunden, da ich möchte, dass mein Pferd das Kommando mit nichts anderem in Verbindung bringt und immer zum Erfolg kommen soll. Lieber gehe ich einen Schritt zurück, drehe mich ein wenig zum Pferdegesäß oder schüttel mal an der Longe.
Das hilft immer und dann wird kurz gelobt.

Vielleicht hilft es auch die Longierpeitsche vor dem Kommando in die äußere Hand zu nehmen und sie so vor dem Pferd zu positionieren.
 
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Hallo,
auch auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt macht. Bei mir fängt das longieren schon bei der korrekten Ausrüstung an und am Halfter zu longiert, das geht garnicht.
Wenn ich das Maul meines Pferdes schonen möchte und gegen eine Trense beim beim Longieren, dann nehme ich einen Kappzaum.
Ich longiere sehr viel und gebe auch Lehrgänge darin ich hatte bei eine guten vorbereitung und dazu gehören bei mir die halben Paraden usw. (ähnlich des reitens) noch nie Probleme beim Gehorsam meiner Pferde (und von Korrekturpferden) bei Übergängen oder ähnlichem.
Für mich ist das korrekte einrahmen des Pferdes mit Longe,Peitsche und Stimme die Grundvorraussetzungen für korrektes Longieren. Ich würde den Übergang auch immer einfordern, wenn ich ihn einmal angeordnet habe. Dazu kann ich mit Paraden arbeiten (und mal energischer) mit der Stimme mit der Peitsche (mit der Großen Longenhilfe nach vorne) oder dadurch, dass ich Zirkel zügig verkleinere und vor das Pferd trete. Wenn ich das einmal geklärt habe und konsequent und sicher longiere habe ich die Erfahrung gemacht lernen das die Pferde bei mir sehr schnell und gehorchen auch.
Ich arbeite mit der Einfachlonge oder der Doppellonge und dem Langzügel und mir macht longieren unheimlich Spaß.
Jolly
 
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Mirage, bei nem eher "heißeren" Pferdetyp würde ich vorsichtig sein mit "Wegjagen" (bzw. wenn dann eher sachte) wenn nicht auf Stimme reagiert wird, denn es gibt Pferde die können sich dann richtig reinstressen. Bei den "Gemütlicheren" ist das natürlich das Mittel der ersten Wahl... Nichts tut einem faulen Pferd so "weh" wie ne flotte Extra-Runde. ;)

Generell bin ich aber, nachdem ich das Kommando einmal schärfer wiederholt habe, sofort konsequent und fordere das Durchparieren immer ein und lasse mich nicht dazu verleiten wiederholt das Stimmkommando zu geben.
Sky, es kommt mit Sicherheit auf das jeweilige Pferd an, keine Frage. Ich persönlich habe halt so die besten Erfahrungen gemacht. Und Du hast Recht, dass sich heißblütige da gerne extra reinsteigern, ist mir in der Situation aber egal, den Vorwärtsimpuls gebe ich nur einmal, dann läufts und läuft und läuft. Nearly rannte früher dann auch gerne rundenlang, war mir egal. ich lies sie anfangs laufen und blieb einfach ruhig in der Mitte stehen, bis die Luft raus war und sie wieder zu denken anfing. In dem Moment wo sie zu denken beginnt, wird sie ansprechbar. Und irgendwann beginnen alle zu denken, man muss es nur aussitzen.

Grad bei Vollblöd Nearly wäre es tödlich gewesen, sie notfalls mit Gewalt auszubremsen (weil wenns Hotti nimma zuhört, ist es volkommen egal wie nett ich um Bremsen bete), sie immer enger kreiseln zu lassen etc. Dann wäre die Situation definitiv eskaliert und Nearly hätte es ausgebunden geschmissen. ;)

Ich lasse die Herrschaften lieber rennen bis der Atem wegbleibt, allerdings ohne Runde um Runde Renndruck zu machen, ich verhalte mich ganz still und halte einfach gelassen die Leine. So habe ich bisher noch alle "geknackt". ;)
 
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Hallo,
manchmal bin ich schon einwenig erstaunt wir leichtsinnig man an Dinge herangehen kann. Nein !!! ich bin nicht nur erstaunt ich bin verärgert.
Es ist bekannt !!!!! dass Bewegung auf gebogenen Wegen für die Pferdebeine - und hier Bänder, Gelenke und Sehnen - eine große Belastung darstellen. Je enger die Bewegung um so kontrollierter soll sie sein. Ein Longierzirkel sollte ca. 16m mindestens im Durchmesser haben. (und diesen Durchmesser haben die wenigsten) und eine solche gebogene Bewegung von einem Zirkel stellt eine große Belastung da. Wenn ich nun höre, dass man hier Pferde unkontrolliert (und entschuldigung das ist unkontrolliert) rennen lässt, dann ist das unverantwortlich !!! Es mag ja sein, dass es nicht sofort zu einer Verletzung oder Unfall führt, aber die Belastung die dadurch da ist verschleißt das Pferd unnötig. Warum werden manche Pferd trotz großer Belastung 25 und ander werden nicht mal 10 Jahre alt ? Das liegt nicht selten an der Unwissenheit und der lernresistenz der Besitzer !!!!
Wenn ich mein Pferd an der Longe nicht im Griff habe dann reite ich es vorher oder lasse es _ wenn es schon seinmuss _ in der großen Halle oder dem großen Platz vorher laufen bevor ich es longiere. Und wenn dies nicht möglich ist, dann longiere ich nicht oder kaufe mir einen Ausbilder ein, der es mir und meinem Pferd beibringt.
Ganz sicher arbeite und handle ich nicht geben alles Wissen der Anatomie und Medizin und entschuldige dies noch mit Ausreden.
So nun werden sich so manche über diesen Beiträg ärgern. Mir ist es egal. Solche Diskussionen führe ich mehrmal jährlich. Ich werde mich auch nicht mehr dazu äußern !!! Ausgenommen kostrutive Beiträge.
Jolly
 
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Danke Jolly! :D

Du hast es auf den Punkt gebracht!

Ich kann nur jedem ans Herz legen, einen guten (!) Longierlehrgang zu besuchen (mit Theroie und Praxis) und evtl. auch dabei (als Ansporn) das Longierabzeichen zu machen.

LG
 
iesca

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Das Vorwärtsschicken mag bei gewissen Pferden funktionieren, aber ich lasse da auch die Finger davon. Wenn ich das bei Bohème mache, dann wird sie heiss, fängt an zu rennen und früher oder später reisst es ihr die Beine weg, egal, wie gross der Zirkel ist.
Genauso wenig funktioniert der 'Tipp' von einer Stallkollegin mit ihrem Freiberger. Wenn der sehr fit ist, dann lässt sie ihn eine Weile galoppieren und gut ist. Ich habe das einmal versucht und Bohème dazu freigelassen, damit sie sich eben nicht an der Longe hinlegt. Irgendwann ist sie dann zwar nicht mehr galoppiert, war aber so aufgeregt, dass an normalen Trab an der Longe nicht mehr zu denken war.
Wenn sie nicht sofort auf das Stimmkommando reagiert, dann lasse ich den Zirkel enger werden, bis sie reagieren muss. Anschliessend gibt es dann viele Übergänge, häufig nur über wenige Tritte, Handwechsel und was mir sonst noch alles einfällt, um sie dazu zu bringen, sich zu konzentrieren. Meistens funktioniert das ganz gut und wenn sie wirklich einen Tag hat, an dem gar nichts klappt, höre ich nach einer gelungenen Sache auf, auch wenn ich sie dann halt nur 10 Minuten wirklich longiert habe.
 
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Wenn Luna mal einen Tag haben sollte, an dem sie an der Longe nur rennt, weil sie gerade mal ihre "5Minuten" hat, dann denk ich mir "OK, dann lauf, aber nach MEINEN Konditionen!"
---> Sie darf laufen, aber so lange wie ICH das möchte und nicht wie sie gerade Lust hat, d.h. sobald sie Anstalten zum Durchparieren macht, wird weitergetrieben und ICH bestimme, wann durchpariert wird...
Das kann dann auch mal etwas länger dauern und ein bisschen verschwitztes Pferd zur Folge haben, aber es hilft, denn letztendlich hab doch ich mich "durchgesetzt" :p
Man muss nur wissen wie :D
Danach ist Luna zumindest immer ein Lamm und sieht ein, dass ich Chef bin und bleibe *lach*

Körpersprache ist natürlich das A und O, bei uns geht daher auch alles ohne Longierpeitsche und ohne Longierleine longieren können wir auch, alles Körpersprache und Stimme ;)

PS: Das hat bei mir bis jetzt bei jedem Pferd funktioniert, wenns wirklich schlimm war mit Rennen, auch wenns mal länger dauert, da muss man halt Durchhaltevermögen und Geduld haben ;)

Ansonsten ist iescas "Methode" mit Zirkel verkleinern nicht schlecht, aber wenn ein Pferd wirklich total das Rennen anfängt, dann zieht man ihm damit die Beine "weg", wenn man es zu schnell macht ;)
 
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Hallo,
manchmal bin ich schon einwenig erstaunt wir leichtsinnig man an Dinge herangehen kann. Nein !!! ich bin nicht nur erstaunt ich bin verärgert.
Es ist bekannt !!!!! dass Bewegung auf gebogenen Wegen für die Pferdebeine - und hier Bänder, Gelenke und Sehnen - eine große Belastung darstellen. Je enger die Bewegung um so kontrollierter soll sie sein. Ein Longierzirkel sollte ca. 16m mindestens im Durchmesser haben. (und diesen Durchmesser haben die wenigsten) und eine solche gebogene Bewegung von einem Zirkel stellt eine große Belastung da. Wenn ich nun höre, dass man hier Pferde unkontrolliert (und entschuldigung das ist unkontrolliert) rennen lässt, dann ist das unverantwortlich !!!
Vielleicht habe ich mich etwas unklar ausgedrückt, diese Methode soll weder Dauergebrauch noch sonst was sein, sondern eine reine kurzfristige Korrektur, d. h. wenn es notwendig wird, wird es halt so gemacht und gut ist es. Die Pferde kapieren das ziemlich schnell. Für deutlich bedenklicher was den Verschleiß betrifft halte ich tägliches Longieren, stundenlanges Longieren usw. im direkten Vergleich zu einer Korrektureinheit von 5 Minuten á 2-3x insgesamt überhaupt, je nachdem was für ein Schnellchecker das jeweilige Pferd ist.

Meine persönliche Longiererei beschränkt sich übrigens auf das nötigste, d. h. warm wird geführt, dann alle höchstens 4 Minuten gibt es einen Handwechsel, zudem arbeite ich an der Longe zu 70 % ganze Bahn. D. h. ich longiere in ca. 15 Minuten durch die gesamte Halle, vor allem immer wieder gerade Linien, da ich persönlich dies wesentlich effektiver finde, als 20 Minuten kreiseln zu lassen, aber das ist nur meine persönliche Einstelllung zu dem Thema. ;)
 
Kicki

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Hey,

Bei mir fängt das longieren schon bei der korrekten Ausrüstung an und am Halfter zu longiert, das geht garnicht.
Wenn ich das Maul meines Pferdes schonen möchte und gegen eine Trense beim beim Longieren, dann nehme ich einen Kappzaum
Ich habe früher vielleicht alle 2 Monate einmal kurz longiert und das auch erst seit 2 Jahren. Davor hatten wir dazu keine Möglichkeit. Wie du schon geschrieben hast möchte ich eben Billys Maul schonen - er ist zu sensibel und ich noch zu unerfahren im Longieren - und habe daher bisher mit Halfter "longiert". Hatte schon länger vor, mir einen Kappzaum zuzulegen, und habe heute einen von einer Bekannten ausprobiert. Er passte leider nicht optimal, aber zum Ausprobieren war es okay. Ganz deutlich merkte man, dass die Paraden am Kappzaum eben besser durch kommen und auch wenn er es für etwa 4 Tritte versucht hat, nicht durch zu parieren, ist er letzendlich jedensmal sofort nach der Parade durchpariert :)


Und wenn dies nicht möglich ist, dann longiere ich nicht oder kaufe mir einen Ausbilder ein, der es mir und meinem Pferd beibringt.
Ich hatte eh vor, meine RL mal draugucken zu lassen, weil ich es von vorneherein gleich richtig lernen wollte ;)


Ganz sicher arbeite und handle ich nicht geben alles Wissen der Anatomie und Medizin und entschuldige dies noch mit Ausreden.
War das auf mich bezogen?
 
Finchen2

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Also, seit Februar bin ich nun dabei, unsere 6-jährige Voltigierstute auszubilden. Und ich bin, genauso wie viele andere hier, der Meinung, dass man nur dann etwas erzielen kann, wenn man ein Pferd mit vernünftiger ausrüstung longiert! Immerhin hat man diese ja auch beim reiten.
Dazu gehört also kein Halfter, sondern eine Trense und dann auch bitte MIT Laufferzügeln o.ä. denn nur mit Trense longieren geht gar nicht! Das Pferd zieht sich das Gebiss unnötig durchs Maul. Unsere Stute ist absolut sensibel und merkt sofort, wenn ich nicht bei der Sache bin. Und das nutzt sie absolut gekonnt aus! Beispiel: Ich führe sie 20-30 min im Schritt. Mit Kommandos (sie muss stehen bleiben wenn cih es ihr sage oder es auch tue), Richtungswechseln. Grundsätzlich führe ich sie nur mit Gerte. Nicht, um ihr Angst einzujagen oder sie zu schlagen, sondern lediglich, um ihr zu zeigen, was ich von ihr will. Anfangs zum Beispiel, wenn sie stehen bleiben sollte, habe ich die Peitsche vorsichtig vor die Brust geführt, habe sie aber nicht damit berührt. Mitlerweile brauche ich das nicht mehr, weil sie entweder durch mein Kommando weiss was ich will, oder eben wenn ich auch stehen bleibe. Nun habe ich auch angefangen, beim warmlaufen mit ihr über Stangen zu gehen, oder über Cavallettis. Das steigert zum einen die Aufmerksamkeit mir gegenüber, und zum anderen ist es nicht so langweilig für sie. Dann, wenn ich das Gefühl habe, sie konzentriert sich auf mich und ist ganz bei mir, fange ich mit dem Longieren an. Da fängt sie dann gerne mal direkt an zu traben, wenn ich sie nur 3cm raus lasse. Also gehe ich auf sie zu und nehme die Longe auf. Denn immerhin habe ich ihr kein Trab Kommando gegeben. Ich achte immer drauf, was ich grad mit meienr Peitsche mache und ob ich vielleicht den Fehler gemacht habe, warum sie nun trabt. Und das mache ich dann auch gerne eine halbe Stunde lang. Am Anfang hat sie es echt auf die Spitze getrieben. Jedes andere Pferd hätte sich freiwillig "ergeben" und wäre irgendwann im Schritt rausgegangen, sie nicht! Also habe ich mir was anderes überlegt. Bin mit ihr lange Bahn gelaufen. Das trainiert auch, dass man sie in der Hand hat. Und dann immer wieder Trab-Schritt, Trab-Schritt. Oder eben Trab-Gallop. Und das dann aber auch immer wieder nur 2-3 Gallopsprünge. Und plötzlich war sie mit ihren Ohren bei mir. Zur Belohnung darf sie dann auch mal ein bisschen länger gallopieren und zwischendurch rasen, solange ich merke, dass sie mich noch wahrnimmt. Ist das nciht der Fall, wird sofort durchpariert. Erst mit Kommando und Peitschensymbolik. Wennd as nciht hilft, gehe ich auf sie zu und nehme die Longe auf. Immerhin ist sie noch jung und muss erst lernen, sich lange am Stück zu konzentrieren. Anfangs haben wir auch nie bei ihr durchgegriffen. Aber so geht das nicht. Sie muss lernen, Respekt zu haben und seitdem klappt es auch beim reiten viel besser.
 
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Wichtig finde ich das das Pferd schon vor dem Longieren an der Hand auf naher Distanz gelernt hat die treibende Hilfe sowie die Parade mit der Longe anzunehmen dann ist es meist dann auch kein Problem in den höheren Tempis auf weiter Distanz an der Longe die Komandos durch zu bringen. Viele Leute fangen das Longieren direkt auf weiter Distanz an und bringen die Pferde einfach zum Laufen im Kreis und dann entstehen so Probleme wie Rennen oder Umdrehen. Bei mir lernen die Pferde erst an der Hand Schritt Halten Schritt Halten (und zwar ohne sich zu mir zu wenden) und dann kurze Stücke Trab Schritt Trab Schritt im grade aus laufen und dann kommt erst Schritt Halten Schritt Halten auf einem kleineren Kreis und wenn das erst gesichert ist dann kommt erst Schritt Trab Schritt Trab auf einem größeren Kreis (anfangs auch immer nur in kurzen Reprisen) und wenn das erst gesichert ist dann kommt erst überhaupt Gallopp Trab Übergang und ist dann bisher auch immer problemlos verlaufen. Die anfängliche Kontrolle auf naher Distanz und das viel direktere Eingreifen bei Ungehorsam sichert mir das das Pferd später die Parade gar nicht erst in Frage stellt weil es weiß das es keinen Zweck hat und der Gehorsam viel besser belohnt wird was ich durch die anfängliche Nähe auch besser kann. Die Vorbereitung auf das Longieren ist das ganze A und O und eigentlich geht das sogar recht schnell wenn man das Pferd gut motiviert kriegt und dann ist auch bei recht flotten Pferden das Longieren kein Problem. Voraussetzung ist allerdings immer das das Pferd sich anderweitig austoben kann und dies nicht an der Longe tun muss weils die einzige Bewegung ist die der Tag womöglich bietet, wenn ich ein Pferd konzentriert an der Longe haben möcht und weiß das es etwas heißblütig ist dann muss ich vorher dafür sorgen dann haben die auch den Kopf dafür frei
 
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Kicki

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Dazu gehört also kein Halfter, sondern eine Trense und dann auch bitte MIT Laufferzügeln o.ä. denn nur mit Trense longieren geht gar nicht!
Meine Pferde werden nicht mit Hilfszügel longiert, weil ich mir dadurch keinen Erfolg verspreche. Hätten sie Hilfszügel drauf - und das egal in welcher Länge - würden sie in ihrer eigenen Haltung eingeschränkt sein ;) Jedes Pferd ist anders und somit ist auch das VA anders. Ich möchte meine Beiden nicht einschränken und sie daher zunächst durchs angemessene Vorwärts ins (V/)Abwärts kommen lassen - in Selbsthaltung. Wenn sie locker sind, gehen sie V/A in Selbsthaltung wie es ihrer Anatomie entspricht.
Aber ich möchte hier nicht wieder das Hilfszügelthema anschneiden, denn eigentlich gings es ums Tipps zum Durchparieren ;)


@Schnucki/Finchen: Führtraining mache ich regelmäßig, immer mal wieder auch arbeiten wir am Leitseil. Das ist quasi Führen auf Entfernung bzw. "Longieren" auf der ganzen Bahn, Zirkel etc. aber auf kleinerer Distanz. Bisher habe ich das aber auch nur im Schritt gemacht, werde also mal den Trab ein bauen. Gute Idee ;)
 
Finchen2

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Meine Pferde werden nicht mit Hilfszügel longiert, weil ich mir dadurch keinen Erfolg verspreche. Hätten sie Hilfszügel drauf - und das egal in welcher Länge - würden sie in ihrer eigenen Haltung eingeschränkt sein ;) Jedes Pferd ist anders und somit ist auch das VA anders. Ich möchte meine Beiden nicht einschränken und sie daher zunächst durchs angemessene Vorwärts ins (V/)Abwärts kommen lassen - in Selbsthaltung.
Ich möchte auch nicht wieder das "Hilfszügel Thema" aufgreifen. Aber ich bin der Meinung, dass sich ein Pferd auch mit Hilfszügeln gescheit V/A dehnen kann, wenn man die Dinger richtig verschnallt. Beispielsweise verschnalle ich sie zu Anfang immer lang und tief. Später dann höher und kürzer. Aber der Unterschied zu deinem und meinem Longiertraining ist, dass wir ganz andere Dinge damit erzielen wollen. Unser Pferd muss lernen, irgendwann 2 Menschen auf ihrem Rücken zu tragen und dabei im Kreis zu galloppieren und das wird ohne Hilfszügel ziemlich schwierig werden, wenn sie die Anlehnung nicht bekommt. Und beim reiten nutzt man ja auch Zügel. Klar, u.a. um das Pferd zu "lenken". Aber kann es sich denn deiner Meinung nach dabei V/A dehnen?
 
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Und beim reiten nutzt man ja auch Zügel. Klar, u.a. um das Pferd zu "lenken".
:confused: :confused: :confused:
Auch wenn's in "" steht - hier kann ich dir nicht folgen.
Natürlich kann sich ein Pferd beim Reiten v/a dehnen. Die Hand ist flexibler als jeder Ausbinder und kann jederzeit nachgeben - so sollte es zumindest sein. Allerdings wird es schwierig, sich darauf zu konzentrieren, wenn die Hand zusätzlich noch Lenk- und/oder Bremsfunktionen übernehmen müsste, da gebe ich dir recht.

Sorry für's OT, aber diese Aussage wollte ich so nicht stehen lassen.
 
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Natürlich kann sich ein Pferd beim Reiten v/a dehnen. Die Hand ist flexibler als jeder Ausbinder und kann jederzeit nachgeben - so sollte es zumindest sein.
Ich longiere nicht mit Ausbindern, sondern mit Laufferzügeln/Schlaufzügeln/Dreieckszügeln. Such dir was aus;-)
Und die kann ich so lang verschnallen, dass sie midestens genauso nachgeben könne, wie eine Hand mit einem Zügel. Ausbinder kommen später. Viel viel später. und zum locker werden und richtigem trainieren an der Longe finde ich sie absoluten Mist.
 
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Entschuldige bitte, mit "Ausbinder" meinte ich Hilfszügel als Sammelbegriff, war etwas blöd ausgedrückt.
Spielt für meine Aussage aber überhaupt keine Rolle, denn kein Hilfszügel der Welt kann so flexibel sein wie eine lebende Hand (wenn sie zu einem feinfühligen Reiter gehört ;)). Auch ein Laufferzügel stößt irgendwo an seine Grenzen.
Ich möchte mich damit auch gar nicht gegen den Hilfszügel beim Longieren aussprechen, grundsätzlich ging es mir darum, dass die Hand nicht lenkt.
 
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