Angst vor Brunnen

Diskutiere Angst vor Brunnen im Weitere Reitweisen Forum im Bereich Reitsport; Hallo Bohème hat schon immer ein gewisses Problem damit gehabt, nass zu werden oder an Brunnen heranzugehen, auch, wenn ich mit ihr spazieren...
iesca

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Hallo

Bohème hat schon immer ein gewisses Problem damit gehabt, nass zu werden oder an Brunnen heranzugehen, auch, wenn ich mit ihr spazieren gegangen bin.
Daher habe ich mir von Anfang an angewöhnt, bei Brunnen einen kleinen Stopp einzulegen und sie heranzuführen, da ich der Meinung bin, dass sie lernen muss, aus Brunnen zu saufen, wenn wir später mal länger unterwegs sind.
Jetzt komme ich aber langsam an den Punkt, an dem ich nicht mehr weiter weiss.
Sie hat nie schlechte Erfahrungen mit Brunnen gemacht und jetzt haben wir einen neuen Brunnen im Wald. Beim ersten und zweiten Mal ist sie mehr oder weniger problemlos herangegangen, doch danach haben die Probleme angefangen.
Versucht habe ich inzwischen: Davor stehen bleiben und abwarten, bis sie sich überwindet. Das hatte keinen Erfolg. Jemand anders hat sie herangeführt und sie dann auch belohnt, als sie die Nase ins Wasser gehalten hat. War auch nicht erfolgreich. Genauso wenig, wie absteigen und sie führen.
Inzwischen regt sie sich schon 10 Meter vor dem Brunnen auf und, da der Brunnen sich an einer Weggabelung befindet, will sie sogar in den Weg einbiegen, der vom Stall wegführt.
Sie geht zwar immer noch mehr oder weniger problemlos vorbei, aber nicht an der Brunnen heran und vor allem habe ich den Eindruck, dass es immer schlimmer wird, je öfter ich mit ihr an den Brunnen gehe.
An den Brunnen im Stall geht sie problemlos heran und säuft auch daraus. Allerdings ist ihr auch dort nicht so ganz wohl dabei.
Hat jemand eine Idee, wie ich ihr beibringen kann, dass Brunnen ungefährlich sind und vor allem wie wir aus dem wieder herauskommen, dass sie sich immer mehr aufregt, wenn je öfter wir an den Brunnen herangehen.
Das ganze zeigt sich mit ähnlichem Schema auch an anderen Brunnen, nur nicht so extrem, da ich an denen nicht so oft vorbeikomme. Allerdings lässt sich auch dort eine Verschlechterung beobachten. Erst geht sie beim ersten Mal problemlos oder fast problemlos an den Brunnen heran und dann ist sie völlig durch den Wind, wenn wir das nächste Mal dran vorbeikommen und sie wieder herangehen soll.
Edit: Sie hat wirklich Angst. Es handelt sich nicht um irgendwelche Machtkämpfe. Da reagiert sie vollkommen anders und vor allem wird es da mit der Zeit besser, wenn ich mich einmal durchgesetzt habe, was bei den Brunnen nicht der Fall ist.
Über irgendwelche Tipps wäre ich sehr froh.
 
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Bino

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Hi Christine,

habe nur erst kurz eine Frage dazu. Plätschert im Brunnen das Wasser? Oder steht da einfach so ein rundes Steingemäuer wo man Wasser hochpumpen kann und das Wasser bewegt sich nicht? :)

Geht sie vorbei wenn andere Pferde vor ihr dran vorbei gehen?

LG Bino
 
iesca

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Das Wasser plätschert. Aber das ist hier bei allen Brunnen so.
Vorbei geht sie auch alleine, nur halt eben nicht heran und ich bin ziemlich sicher, dass sie wohl herangehen würde, wenn ein anderes Pferd dabei ist und vor geht. Nur ist da wieder das Problem, dass die anderen Pferde im Stall nur sehr bedingt als Begleitung geeignet sind oder selber auch nicht an die Brunnen herangehen.
 
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i love dressage

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Wieso willst du denn unbedingt an den Brunnen?
Vielleicht solltest du einfach mal ne zeitlang nur normal dran vorbeireiten, dass es alles Routine wird und dann irgendwann mal möglichst natürlich und energisch dein Pferd nochmal dort hinführen.

Ich denke wenn du es jedes Mal versuchst an den Brunnen ranzukommen und dann merkst, dass es nicht klappt baut sich eine Art unterbewusste Unsicherheit/Verkrampfheit auf, die sich dann gleichzeitig aufs Pferd überträgt, sobald du in die Nähe der "Risikostelle" kommst.

Ich bin der Ansicht, dass der Brunnen einfach nicht zum Hauptmerkmal fürs Pferd werden darf. Vielleicht versuchst du es an solchen Stellen einfach "dressurmäßig" zu arbeiten, d.h. du reitest Zirkel/Volten/Schlangenlinien, damit sie sich auf dich konzentriert und vielleicht schaffst du es dann so dich leichter dem Brunnen zu nähern. Sobald sie dann in der Nähe des Brunnen ist, würde ich sie loben und danach direkt weiterreiten, sodass aus dem Brunnen nichts Besonderes wird.

Aufjedenfall immer energisch bleiben, sodass beim Pferd keine Zweifel aufkommen können, dass etwas nicht stimmen könnte.
 
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Schnucki1

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Denke auch das dieses geziehlte auf den Brunnen zu führen wollen nicht so gut ist. Also ich würde in diesem Fall erst mal wieder nur vorbei reiten bis sie dabei ruhig ist und dann einfach mal absteigen (ohne das Ziel Brunnen zu haben) eine Pause einlegen und das Pferd dabei füttern, es reicht wenn es nur Brunnenumgebung ist, Ziel ist es das das Pferd dabei einfach ein angenehmes Erlebnis in dieser Umgebung hat, auch kurz ausruhen kann und noch ne Fresspause hat damit hat der Ort schon mal was angenehmes und wird mit relaxen verbunden und nicht damit einer Aufgabe die mit Angst verbunden ist zu meistern. Mit jeder Pause kann man sich dem Brunnen ja etwas nähern und ihn letzendlich sogar dazu benutzen sich zum pausieren auf die Mauer zu setzen und dabei das Pferd sogar auf Abstand halten damit es erst mal nicht heran darf, wenn Pferde etwas nicht dürfen wollen sie wissen warum und werden neugierig und dann kann man es zulassen das sie heran kommen wenn sie von sich aus kommen und praktisch darum fast betteln. Das hatte ich mal beim Verladetraining wo ein Pferd auch nicht rein wollte, da hab ich mich in den Hänger gestellt das Pferd an einem langen Seil und hab es nicht an den Hänger ran gelassen und immer wieder zurück geschickt während ich im Hänger in aller Ruhe was gemacht habe und man glaubt es kaum der wurde immer neugieriger, der Hänger ansich war dann nicht mehr so wichtig sondern der Grund warum er da auf einmal nicht mehr rein sollte und vor allem durfte , der kam ganz von selbst immer wieder an und ist dann auch rein. Vor allem ist es viel einfacher etwas zu zulassen als sich auf ein Ziel zu versteifen, grade wenn ich weiß das mein Pferd Angst davor hat und nicht einfach nur Bockig ist, dann sollte der Gegenstand für mich völlig belanglos und unbeachtet bleiben und ich muss in der Umgebung was anderes machen dann gehört der Gegenstand halt einfach dazu, wichtig ist das der Ort mit etwas Guten für das Pferd verbunden ist.
 
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iesca

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@ i love dressage: Sie soll langfristig lernen aus den Brunnen zu saufen, da ich im Sommer, wenn sie konditionsmässig soweit ist, auch gerne mal 4 Stunden und länger unterwegs sein möchte und da muss sie unterwegs saufen.
Dressurmässiges Arbeiten mit Volten und Schlangenlinien ist auf einem knapp zwei Meter breiten Waldweg, wo es links in den Graben und rechts ins Gebüsch geht, leider nur sehr schwer möglich.

@ schnucki: Ich werde es mal so versuchen und erst Mal wieder ruhig am Brunnen vorbeireiten, damit wir aus dem sich aufregen, weil jetzt gleich der Brunnen kommt, wieder herauskommen.

Wie ist es bei anderen Brunnen, an denen wir vorbeikommen und bei denen sie sich nicht aufregt oder besser noch nicht aufregt, weil wir da nicht so oft vorbeikommen. Macht es da auch Sinn, einfach nach dem gleichen Muster eine Pause einzulegen? Schliesslich soll sie ja langfristig an alle Brunnen herangehen, nicht nur an den einen.
 
Schnucki1

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Vieleicht ist es sinnvoll weil wenn die Brunnen alle bei euch plätschern wie Du sagst Dein Pferd irgendwann dieses Plätschern sogar mit Relaxen verbindet und gern am Brunnen verweilt, aber auch hier würde ich erst mal immer so vorgehen das Du auf dem Brunnen sitzen darfst und sie erst mal nicht ran darf weil er Dir ist und erst wenn Du sicher bist das sie den unbedingt erkunden will es zulässt das sie heran darf. Erst mal ist das immer Dein Brunnen der dem Ranghöheren gehört und der andere darf immer nur ran wenn Du es zu lässt. In meiner kleinen Herde kann man immer gut beobachten das Plätze die dem Rangobersten gehören sofort gern von Rangniederen eingenommen werden wenn der zu Arbeit geholt wird so nach dem Motto "juchu endlich darf ich auch mal dieses Privileg haben und mich hindert keiner dran"
 
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Jetzt ist es ja schon eine Weile her und ich habe vor allem den Brunnen, der am schwierigsten war, aber auch andere Brunnen, an denen wir vorbeigekommen sind, mit ihr geübt.
Vorauszunehmen ist, dass sie aus dem Brunnen nicht saufen will. Aber vielleicht liegt das auch am Wasser. :confused:
Jedenfalls habe ich die Zeit, in der ich keinen Sattel hatte, dazu genutzt, zu dem Brunnen zu spazieren, mich draufzusetzen, mit dem Wasser zu plantschen und sie nicht heranzulassen. Allerdings war das nicht so schwierig, da sie kein grosses Interesse am Brunnen gezeigt hat. Der Matsch davor war viel spannender.... . Das habe ich beim Reiten wiederholt, ohne dass sie sich mehr für den Brunnen interessiert hätte. Also vorne angehalten, ohne zu versuchen, dass sie an den Brunnen geht, abgestiegen, zum Wasser gegangen etc.
Da sie sich nicht wirklich mehr für den Brunnen interessiert hat, habe ich die Taktik etwas geändert, habe wieder angehalten, bin abgestiegen und zum Brunnen gegangen und habe sie dabei komplett ignoriert. Wir sind an den Brunnen gegangen, weil ich an den Brunnen wollte, weil ich die Hände ins Wasser halten wollte, etc, nicht, weil sie sich den Brunnen anschauen sollte.
Das habe ich ein paar Mal wiederholt und dann, als ich ein gutes Gefühl hatte, bin ich zum Brunnen geritten. Anfangs hat sie noch etwas gezögert, hat sich dann aber überzeugen lassen und ist herangegangen.
Inzwischen geht sie zwar noch etwas zögerlich, aber ohne grosse Probleme an den Brunnen heran.
Aus einem anderen Brunnen, der etwas grösser ist, hat sie auch schon gesoffen, daher denke ich mal, dass ihr das Wasser irgendwie nicht schmeckt, dass sie dort nicht saufen will, aber ein Ziel haben wir ja immerhin schon erreicht.
 
Schnucki1

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Super, das freut mich für Euch. Wenn sie das Wasser nicht saufen will ist nicht schlimm, es gibt Pferde für die muss man sogar immer Wasser von zu Hause mit nehmen wenn die mal kurzfristig woanders sind, die saufen sonst einfach nicht, denke mal jedes Wasser riecht vieleicht anders.
 
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