Vor- und Nachteile mancher Haltungssysteme

Diskutiere Vor- und Nachteile mancher Haltungssysteme im Haltung und Pflege Forum im Bereich Pferde; Hi! Ich bin ja gerade auf der Suche nach einem neuen Stall und bin nun am Überlegen, was das beste für uns ist... Es gibt ja einige...
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HJ

Gast
Hi!

Ich bin ja gerade auf der Suche nach einem neuen Stall und bin nun am Überlegen, was das beste für uns ist...
Es gibt ja einige Haltungssysteme: Box, Offenstall, Laufstall, Bewegungsstall, Robusthaltung... noch was?

Ich hab mich eigentlich schon für einen Offenstall entschieden, aber mal schauen... ;)

Welche Erfahrungen habt ihr mit diversen Haltungssystemen gemacht bzw. was für Vor- und Nachteile haben diese aus eurer Sicht?

Freu mich über vieeeeele Antworten, finde das nämlich sehr interessant :)

Gruß
Jessi
 
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may087

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Mein Pferd war lange Zeit in Offenstallhaltung und das war auch nicht schlecht, aber nicht das Nonplusultra. Letztendlich standen die Pferde da auch nur rum, wenn wetterbedingt die Koppeln zu waren. Die Langeweile im Offenstall ging sogar schon soweit, dass eines der Pferde, was eigentlich sehr git in die Gruppe integriert war, von den anderen total fertig gemacht wurde. Im Frühjahr/Sommer, als die Wiesen richtig fett waren hat der fast ganztägige Weidegang meinem Pferd garnicht gut getan. Sie ist auseinander gegangen wie ein Hefeteig und hat dicke, geschwollene Beine bekommen...

Im Moment hat sie eine Paddockbox und ich bring sie möglichst täglich mit ihrer Kumpeline auf die Matschkoppel. Bald geht es auch wieder in der Gruppe auf die Wiese.
Scheint mir im Moment eine sehr gute Haltungsform zu sein. Mein Pferd wirkt in sich ruhig und ausgeglichen.
 
SkorpionMel

SkorpionMel

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Offenstall mit Herdenhaltung ist für mich die beste Form, aber Offenstall ist nicht gleich Offenstall. Ich habe Keine Matschausläufe, alles ist befestigt (ca. 1500 qm und 350 qm Offenstall/ Laufstall) und die Pferde stehen keinesfalls kochentief im Dreck! Zudem hab ich ein bisschen Spielzeug (Pylonen, Gymnastikball), das sie mit Vorliebe durch die Gegend tragen. Ich kann keinesfalls von Langeweile sprechen, die Pferde sind entspannt ud ausgeglichen, auch wenn ihnen das derzeitig Wetter auf den Keks geht, das merkt man schon. Im Sommer gibt es natürlich Weidegang, ich stecke täglich weiter, damit sie nicht zu viel Gras auf einmal erwischen und die Pferde werden auch vernünftig angeweidet.
Boxenhaltung mag ich pesönlich gar nicht, nur eventuell im Krankheitsfall. Paddockboxen sind deutlich besser als Innenboxen. Nur wenn nur ein Matschauslauf ohne Unterstand zum Laufen zur Verfügung steht, ist es auch nicht gerade toll für´s Pferd. Box bleibt Box und wenn man selber auch nur einige Stunden auf einem Gäste-WC eingesperrt ist, kann man sich vorstellen, wie es den Pferden in der Nacht gehen mag.
 
iesca

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Bohème steht in einer Aussenbox mit täglichem Weidegang. Im Sommer ist sie die ganze Nacht draussen, im Winter tagsüber. Wenn es gefroren ist, dann solange, wie es hell ist.
Die Box selber ist sehr gross. Es mag nicht die ideale Haltung sein, aber dadurch, dass sie wirklich sehr lange auf der Weide ist, ist es für mich ein guter Kompromiss.
Natürlich wären eine Paddockbox oder ein Laufstall besser, aber wenn sie sowieso den ganzen Tag draussen steht, dann geht es meiner Meinung nach auch ohne Paddock. Die Box hat keine Gitter, sie kann mit dem Nachbarpferd ungehindert ihr Bedürfnis nach sozialen Kontakten ausleben und das Fenster geht auf den Hof, wo sie immer etwas zu sehen hat.
Bei einem Offenstall kommt es halt wirklich darauf an, wie er konzipiert ist. Wenn die Möglichkeit besteht, dass die Pferde das ganze Jahr über trocken stehen können und auch er auch sonst gut durchdacht ist, wäre das sicher auch etwas, was ich mit Bohème ausprobieren würde. Allerdings sehe ich da bei ihr einfach ein bisschen das Problem, dass sie eine ziemliche Zicke sein kann und der Versuch, sie mit Pferden zu vergemeinschaften, die sich ihr nicht unterordnen wollten, regelmässig in einer Prügelei geendet haben.
Zudem hat sie zwischendurch ihre fünf Minuten, in denen sie die anderen Pferde anzickt und jagt. Egal, wie gross die Weide ist, egal, wie gut sie sich mit ihnen sonst verstehen mag. Vielleicht legt sich das auch wieder, wenn sie älter wird, aber momentan hätte ich da bei einem Offenstall doch etwas Sorge.
 
Gwenie

Gwenie

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Ich denke es hängt auch immer ein bißchen davon ab, was man machen möchte und wie das Pferd ist.
Klar ist, dass eine reine Boxenhaltung nicht gut ist.
Beim Offenstall kommt es immer drauf an wie groß die Herde ist und wie da die Anlage selbst ist.
Nachteil hier zum Einen was may schon schrieb und zum anderen kann man da oft das Reiten nicht mit reinbringen, denn wenn man mehr machen möchte ist gerade das Fell im Winter der Hinderungsgrund- und geschoren in den Offenstall- auch nicht so super.
Meine Cousine schwor früher auch immer auf den Offenstall, ihre Stute war aber rangniedrig und wurde dann im WInter nur gescheucht- sie hatte Streß und viele Blessuren.

So einen Bewegungsstall finde ich z.B. für Rentner total super. In einer kleinen Herde wo sie sich jeden Tag das Futter "verdienen" müssen, finde ich für die genau richtig.
Für mich als Reiter- sind die weiten des Bewegungsstalls aber eher nervig. Zumal da dann auch oft keine Halle vorhanden ist.

Für mich wäre das optimale (wenn es bei uns im 'Umkreis bezahlbar wäre) eine Paddockbox. Vll mit einem zweiten Pferd mit dem sich mein Pferd versteht. Da kann es entscheiden ob drin oder draußen und man hat es doch recht schnell eingefangen um es zu reiten. Man kann es durchaus scheren, weil es sich ja auch in die Box zurückziehen kann wen es zu kalt wird.
Super duper sind dann noch die Aktivboxen. Wo das Rauhfutter auf dem Paddock (in einer "Kiste" angeboten werden, das Trinken aber z.B. in der Box. So müssen die Pferde sich auch beim Rauhfutter fressen bewegen.

Klar sollten die Böden nicht matschig sein, denn ich denke kein Pferd hat bock im Schlamm stehen zu müssen.
 
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fanni

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Gwenie: Das das Aktivbox heißt habe ich nicht gewusst, aber genau das werden unsere Ponies bekommen.
Diese Box für Stroh werde ich mir mal abschauen wie die gebaut wird, ansonten können die Ponies Tag- und Nacht entweder in eine der beiden Boxen laufen oder auf Paddock eins oder zwei (sind hintereinander und auch abtrennbar, zB zum Abäppeln) zwei große Weiden stehen den Ponies auch zur Verfügung. Unsere Ponies sind jetzt seit 3 Jahren Tag und Nacht draußen, mit Möglichkeit zum Unterstellen und ich denke, die Haltungsform mit Stall und den großen Paddocks kommt dem was sie bisher gewohnt sind am nächsten.

Ich habe auch schon von Warmblutbesitzern gehört, dass sich die Pferde nach kurzer Zeit auf der Weide unwohl fühlen und wieder in die Box wollen, kommt auch darauf an wie die Pferde aufgewachsen sind, klar.

Laufstall wäre mir auch zu stressig, für die Pferde sicherlich toll wenn sie nicht zu rangniedrig sind, vor allem wenn es noch Chipfütterung gibt, also individuell auf die gechipten Pferde abgestimmt. Hier bei uns ist so einer, aber der liegt sehr nahe an der Autobahn und das ist für mich nicht erholsam, ich möchte in meiner Freizeit nicht von Lärm gestresst werden....
Reine Boxenhaltung finde ich schrecklich und habe auch schon selber viele Pferde mitversorgt oder gemistet, die ansonsten in ihrer Box "verschimmelt" wären, aber so etwas (logisch) machen vernünftige Leute, denen das Wohl des Tiers am Herzen liegt ja auch nicht.
 
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Mirage

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Wir haben bei uns im Stall ja 3 Haltungsformen (Box, Offenstall und Laufstall).

Es gibt meiner Meinung nach zu jeder Haltung Vor- und Nachteile.

Welche am optimalsten ist muss immer das entsprechende Pferd entscheiden.

Mein Hypernervösel beispielsweise kommt mit Lauf- oder Offenstall nicht klar. Sie braucht eindeutig eine Rückzugsmöglichkeit, wo sie abschalten kann. Hat sie diese nicht, setzt sie sich selbst immer stärker unter Stress. Und mit Rückzugsmöglichkeit meine ich eine Möglichkeit, in der sie nicht gucken muss, wer kommen könnte.

Der WB-Wallach einer Stallkollegin beispielsweise war jahrelang happy im Laufstall. Tja, nur ging er dann auf die 30 zu und hatte aufgrund seiner Rangniedrigkeit das Problem, dass er seine Ruhephase (die mehr wird im Alter) nicht wirklich in Ruhe nutzen konnte. Dass ging dann soweit, dass er sich gar nimma hinlegte und eines Tages total erschöpft auf der Koppel zambrach. Er wurde dann direkt ausquartiert in eine Box, wo er heute (33 Jahre inzwischen) wieder richtig aufgelebt ist.

Im Gegenzug dann wieder die Araberstute einer Bekannten in der Box hypernervös war, hippelig etc. Sie wurde dann versuchsweise in den Laufstall gesetzt und schwubs, innerhalb von 2 Monaten wurde aus dem Hypernervösel ein richtig ausgeglichenes und zufriedenes Pferd. :D
 
M

may087

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Ich habe auch schon von Warmblutbesitzern gehört, dass sich die Pferde nach kurzer Zeit auf der Weide unwohl fühlen und wieder in die Box wollen, kommt auch darauf an wie die Pferde aufgewachsen sind, klar.
kann ich bestätigen.
Die Pferde bei uns gehen eigentlich alle gerne raus, aber nach einer Weile stehen sie am Zaun und wollen wieder abgeholt werden. Die erste Zeit war mein Pferd davon völlig unbeeindruckt (weil sie vorher ja 24h draußen war), aber inzwischen hat sie sich auch schon umgestellt und kommt gleich zum Zaun gelaufen, wenn sie sieht, dass ich sie holen komm.
 
Gwenie

Gwenie

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Hier mal ein Link zu so einem Aktivpaddock wie ich es meinte:
klick
 
Kicki

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Ich bin auch überzeugter Robusthaltungsfan. Für die Pferde ist es die natürlichste Haltungsform, sie entspricht ihren Lauf- und Herdenverhalten, stärkt Sozialverhalten und Ausgeglichenheit und macht das Tier robust und stärkt das Imunsystem.
Unsere Pferde stehen in einer Herde von 11 Pferden im Sommer 24h auf riesigen Weiden, sie können sich entweder an einem anliegenden Wald Schutz suchen oder auf der anderen Weide unter vereinzelten Bäume am Zaun. Wenn ich es damit zu tun hätte, gäbe es zusätzlich einen Unterstand auf der einen Weide (aber damit hat der SB nicht so gute Erfahrungen gemacht). Im Winter stehen sie nachts in ca. 3,5x5m großen, unvergitterten Boxen. Das finde ich auch besser so.
Genau diese Haltungsform entspricht meinen Vorstellungen. Nur hätte ich halt gern auf der einen Weide noch einen Unterstand ;)

Als Nachteil von Robusthaltung könnte man anführen, dass die Pferde ein dichteres Fell haben und somit im Winter nicht allzu sehr gearbeitet werden können. also man die Arbeit schon runterschrauben muss, und sie sich natürlich auch gerne in den Dreck schmeißen. Für mich sind das aber Nachteile, mit denen ich gut leben kann ;) Ach ja, die Gefahr, sich durch Rangkämpfe zu verletzen ist natürlich höher.

Würde ich meinen eigenen Stall bauen, hätte ich einen riesen Paddock mit dne angrenzenden Boxen und dazu täglicher Weidegang. Im Sommer würden die Pferde nachts auch draußen bleiben. Ansonsten kämen sie spät abends in die Box und früh morgens (nach dem Fressen? hmm) würde die Tür zum Paddock wieder geöffnet... In gewissem Maße wie ein Bewegungsstall

Reine Boxenhaltung finde ich ganz fürchterlich, weil sie dem Pferd keineswegs entspricht. Eine Paddockbox kann da schon etwas Abhilfe schaffen, wobei sie auf den Paddocks meist auch nicht toben können. Also täglicher Ausgang auf der Weide oder anderen großen, sicheren Flächen muss einfach sein.

Ansonsten hat Mirage das gut beschrieben: Die Haltungsform muss zum Pferd passen und sollte so pferdegerecht wie eben möglich sein ;)


@SkorpionMel: Wie habt ihr das denn befestigt? Gerade wegen Rutschgefahr und so...
 
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SkorpionMel

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@Kicki: Der Reitplatz hat Hackschnitzel, dann der Weg bis zum Stall davor ist aufgekiest und direkt aus dem Stall raus ist Beton. Ich habe keinen Matsch, nichts, halt beim Kies ist es ein bisschen matschig, so 5 cm vielleicht, wenn überhaupt. Wenn es viel geregnet hat oder der Schnee alles taut. Ansonsten stehen die Pferde nur trocken, sind ja alle beschlagen und mit Matsch wäre das ein Riesenproblem.

Zum Thema Verletzungsgefahr: Habe ich genauso viel bzw. wahrscheinlich auch weniger wie Herdenhaltung auf der Weide, weil meine Pferde ja Tag und Nacht zusammen sind. Und Reibereien gibt es überall, so richtig fiese Schlagverletzungen aber nicht. Das mal Kratzer etc. da sind, das kommt vor, oder auch mal leichte Bissverletzungen. Halten sich aber im Rahmen. Zur Zeit sind die Pferde ein bisschen nervig wegen dem Wetter, weil ich sie auf keine große Koppel lassen kann, aber das hilft nichts. Da müssen sie durch :). Und meine Reitpferde bis auf die Shettys haben alle Eisen vorne und hinten mit Vidiastiftchen, ohne Probleme.

Auf der Weide habe ich auch keinen Unterstand, aber die Pferde können immer rein. Im Sommer kommen sie gegen halb sechs morgens selber in den Stall und gehen erst abends gegen acht/ neun oder später zum Fressen. Ich fütter auch da am Stall, damit sie tagsüber was haben. Ansonsten finde ich persönlich nur Bäume im Sommer zu wenig, vor allem im Wald sind die Biester am ekelhaftesten, so dass die Pferde sich dort nicht so gern aufhalten.
 
H

HJ

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Da Luna sehr selbstbewusst und ranghoch ist mit Potenzial zur Leitstute, glaub ich, dass sie in einer Offenstallherde keine Probleme hätte, auch was Futterneid oder so angeht, ist sie sehr genügsam...

Außerdem ist sie sehr freiheitsliebend, in der Box fühlt sie sich nicht sooo wohl wie draussen, sie hat am liebsten die Gewissheit jederzeit rauszukönnen, denn draussen steht sie bei starkem Regen oder so ja auch in der Hütte, aber sie kann halt raus wann sie will und da fühlt sie sich glaub am wohlsten... Sie hat dann einen ganz anderen Gesichtsausdruck als in der Box, da ist sie dann auch richtig ausgeglichen...

Letztes Jahr im Sommer war sie bei uns auch im Offenstall und da war sie überglücklich, naja, die fiesen Biester waren unangenehm, aber dank guter Fliegenhaube ging das auch gut...

Aufgewachsen ist sie ebenfalls "frei", Sommer Weide, im Winter Offen-/Laufstall mit befestigtem Paddock-Auslauf mit ca. 4 anderen Pferden...

Bewegungsstall ist mir auch irgendwie zu groß, ich weiß nicht, auch mit den Futterrationen und so... Hab gehört, dass da manche Pferde ganz schön stress haben, weil man ja den ganzen Tag über verteilt nur ein bisschen Futter bekommt und so...

Ich schau mir aber trotzdem mal so ein Bewegungsstall an...
 
Schnucki1

Schnucki1

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Für Reitpferde finde ich die Lösung kleiner Laufstall und kleine Gruppe am besten, meine habe ich auch zu zweit oder zu dritt in einem Stall mit innen und Aussenbereich so das sie jederzeit frei wählen können ob rein oder raus und dazu noch die passenden Kumpel haben mit denen es kein Stress gibt. Da die Decken von heute so gut sind was dicht sein und atmungsaktivität anbetrifft ist das auch kein Problem mehr ür ein geschorenes Sportpferd. Im Winter kommen die aber trotzdem täglich ein paar Stunden auf einen grossen Laufplatz mit Sand zum Austoben da im Stall alle Böden befestigt sind und die im Stall dann auch Ruhe geben. Im Sommer finde ich 24 Stunden Weidegang am besten, bei uns wird abends aber rein geholt und komischerweise wollen meine auch Abends immer rein.
Für einen Gnadenbrotler würde ich immer den Bewegungsstall wählen, bei uns ist um die Ecke so ein gut durchdachter Stall mit einer weitläufigen Bewegungsfläche wo sogar auch mal bergauf und bergab eingebaut und echt Strecke zurückgelegt werden muss zwischen den einzelnen Stationen auch mit mehreren Fressplätzen so das auch rangniedere was ab kriegen und für die auch verschiedene Möglichkeiten zum Rückzug gegeben sind die weit auseinander liegen um Zank auszuweichen und auch im Winter ist immer eine grosse Koppel angeschlossen also Platz ohne Ende. Dort kommt es auch selten zu Stress weil sich wohl verschiedene Gruppen zusammen die sich sympatisch sind und sich auch aus dem Weg gehen können. Allerdings muss man dort echt erst mal ne ganze Strecke latschen um sein Pferd zu suchen.

Ich denke auch das einem das Pferd schon zeigt was es möchte, im alten Stall war auch so eine Stute die nicht auf die Weide wollte, die stand nach einer viertel Stunde am Zaun und fing es zappeln an und wenn sie keiner geholt hatt ist sie über den Zaun und schnurstraks in ihr Box gelaufen dort war sie wohl am glücklichsten.
 
W

Wunschtraum

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Meine Stute steht nachts in einer großen, unvergitterten Box und kommt tagsüber mit der Herde auf die Koppel. Bei uns im Stall gibt es auch noch einen Laufstall, aber das wäre für meine nichts. Sie braucht auch mal die Möglichkeit sich zurückziehen zu können. Nachteilig find ich auch, dass die Menge an Futter die das Pferd aufnimmt nicht genau bestimmt werden kann. Und wenn das Pferd schwerere Verletzungen hat, ist es immer ein Problem das Pferd "ruhig" zu halten.

Für mein Pferd und mich ist sie Kombination tagsüber Koppel, Nachts Box perfekt. Sie hat Sozialkontakte, kann sich bewegen, ich kann die Futtermenge bestimmen und wenn sie mal wegen irgendwas stehen muss, bleibt sie eben einfach in der Box.
 
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