...und endlich kommt das Pferd nach Hause!

Diskutiere ...und endlich kommt das Pferd nach Hause! im Reiterstübchen Forum im Bereich Community; Moinsen! Inspiriert durch das Thema "Euer schönstes Erlebnis mit dem Pferd" bin ich wieder mal ein wenig sentimental geworden und musste so an...
Lore

Lore

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Moinsen!

Inspiriert durch das Thema "Euer schönstes Erlebnis mit dem Pferd" bin ich wieder mal ein wenig sentimental geworden und musste so an meine ersten Tage mit Lore denken.

Ich würde nun gerne mal wissen, wie das bei euch damals war, als ihr euer Pferd "nach Hause" geholt habt.
Wisst ihr noch genau, an welchem Tag das war?
Ging das Pferd problemlos auf den Hänger?
Wie weit / wie lange seit ihr gefahren und wie war die Fahrt?
Wie hat sich das Pferd verhalten, als ihr es daheim dann abgeladen habt?
Ging es gleich in die Herde oder erstmal in die Box oder wie lief das?
Wie lange hat es gedauert, bis das Pferd sich einigermaßen integriert hatte?

Erzählt doch mal ein bißchen von eurem Tag X - ich schreibe später dann auch noch mal was dazu ;)
 
P

Pit88

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Hi,

ich werde den Tag an dem ich meinen Pit geholt habe niemals vergessen, es war die Hölle!
Ich habe ihn aus München, das heißt von uns aus 5 Std Fahrt hin und auch zurück. Pit ging relativ ruhig in den Hänger, das war nicht das Problem.
Das schlimme war, dass es angefangen hat zu schneien und glatt zu werden und nicht mal auf der Autobahn wurde geräumt, so das wir irgendwann mit dem Hänger quer auf der Autobahn standen.
Kurz bevor wir raus fahren wollten um irgendwo zu übernachten weil die Nerven echt blank lagen war die Autobahn dann wieder frei.
Das letzte Stück die Steige zur Alb hoch hat uns der Stallbesitzer abgeholt weil er einen großen, neuen Jeep hat, mit dem es dann auch kein Problem war da hoch zu fahren.
Pit war die ganze Fahrt über sehr ruhig. Erst als ich ihn dann ausgeladen hab hat die Aufregung angefangen.
Da er die anderen Pferde schon von der Box aus sehr angezickt hat war er ca 2 Wochen von den anderen getrennt. Sinnvoll war dies meiner Meinung nach nicht, da er sich nach einer Woche nicht anders verhalten hat als nach zwei.
Als ich ihn dann mit den anderen auf die Koppel gelassen hab war ich erst erstaunt wie er dem Herdenchef gewichen ist und sich sehr sozial verhalten hat. Doch der erste Schein hat getrügt: schon am nächsten Tag legte er sich mit dem Herdenchef an, nun hat er das Sagen.

So war das bei uns... :)

Liebe Grüße
 
iesca

iesca

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An den Tag kann ich mich auch noch gut erinnern.
Ich habe Bohème von einer Spedition transportieren lassen, da es ja einmal quer durch Deutschland und dann noch über die Grenze ging.
Abfahrt war an einem Samstag nachmittag Anfang November. Laut Züchterin ist sie problemlos in den Lkw eingestiegen.
Der Sonntag selber war dann für mich der anstrengendste Tag, weil ich zwar wusste, dass sie unterwegs ist, aber nicht wusste, wie es ihr geht und ob alles in Ordnung ist.
Am Montag vormittag habe ich dann das Sms von der Fohlenweide bekommen, dass sie gut angekommen ist. Montag Abend habe ich sie dann das erste Mal wiedergesehen. Ich finde es zwar schade, dass ich nicht dabei sein konnte, als sie gebracht wurde, aber das ging damals nicht anders.
Sie kam direkt mit den anderen Fohlen auf die Weide und hatte sich nach ungefähr zwei Wochen ihren festen Platz in der Gruppe erobert.
Bei der Fahrt von der Fohlenweide zum Stall war ich dann dafür dabei. Ich bin selber zur Fohlenweide gefahren, da die Leute dort sie für mich transportiert haben.
Das Verladen hat problemlos geklappt und auch die Fahrt selber, obwohl es für Bohème das erste Mal verladen nach dem Transport war.
Im neuen Stall kam sie direkt auf den Platz, wo sie erstmal herumgetobt ist, um die ganze Spannung vom Transport und der Tatsache, dass sie an einem völlig fremden Ort war, loszuwerden.
Nach ein paar Tagen wurde sie dann dort auch mit den anderen Pferde vergesellschaftet, was gut geklappt hat. Sie war eigentlich von Anfang an die Chefin.
 
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may087

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Transport fiel bei mir schonmal ganz weg. Ich bin eine halbe Stunde zum Stall geritten. War eigentlich alles recht unproblematisch und Pferdi war sehr brav. Am 2. Tag hat sie dann den ganzen Tag gewiehert und alle zu Tode genervt... Am 3. Tag war dann wieder alles in Butter und sie durfte das erste Mal mit ihrer neuen Herde auf die Weide. Das war auch ganz unproblematisch. Nur die anderen Pferde wurden erstmal eiskalt ignoriert. Aber nach ein paar Tagen hats auch mit Kontakte knüpfen geklappt.
 
H

HJ

Gast
Ohja, ich weiß das noch ganz genau:

3. Dezember 2008, ein Mittwoch, morgens so um die 11/12 Uhr wurde Luna gebracht und ich saß in der Schule und war total unruhig, die Lehrer und meine Mitschüler haben mich schon komisch angeschaut, weil ich normalerweise gelangweilt im Unterricht hocke und nicht so angespannt und hundertmal aufs Handy guckend :D

Sie wurde gebracht, weil sie aus dem anderen Stall raus musste, denn ihr Platz war schon für ein anderes Pony vorgesehen... Ich wollte sie, auch wegen Kostengründen, selber holen mit meiner SB, aber naja, ging dann alles doch schneller und der Vorbesitzer hat mir vorgeschlagen, dass wir uns die Transportkosten teilen, also hat jeder 30 Euro gezahlt für eine Strecke von 80km.

Nach der Schule konnte ich das Mittagessen zu Hause kaum abwarten und hab meine Mama nach dem Essen so lange genervt, bis wir endlich meinen kleinen Schrank mit dem Pferdezeug (ehemaliger Schrank von Holle am Bodensee) ins Auto packten und losfuhren :)
Als ich im Stall war hab ichs noch nicht wirklich gecheckt, dass da MEINE Luna stand, alles war noch so irreal... Überglücklich umarmte ich noch meine SB bevor Luna mit allem möglichem vollgestopft wurde ;)

An diesem Tag hab ich Luna selbstverständlich in Ruhe gelassen, sie war noch sehr skeptisch in der neuen Umgebung...

Hach, schön wars, ich hatte es erst nach ein paar Woche wirklich richtig realisiert :D
 
Lore

Lore

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Bei uns war's der 31. Mai 2001 (glaub' ein Samstag) :D
Wir sind schon am Abend vorher hingefahren, weil wir dann gleich morgens früh fahren wollten. Wir hatten einen Transporter und einen Anhänger gemietet (mein damaliger Freund und ich).
Das Wetter war eher mäßig, bißchen trübe, aber kein Regen. Wir hatten eine Strecke von ca. 400 km vor uns, fast alles Autobahn aber mit vielen Baustellen. Deswegen sind wir morgens um sechs losgefahren, damit wir gegen Mittag am neuen Stall eintreffen.
Lore ging ganz anständig auf den Hänger, als dann alles zugemacht war, fing sie an zu wiehern. Das macht sie übrigens heute noch so und es kommt mir immer ein bißchen so vor, als hätte sie dann Angst vor ihrer eigenen Courage, da tatsächlich eingestiegen zu sein :D
Die Fahrt verlief problemlos, zog sich allerdings ewig hin. Wir sind dann aber tatsächlich gegen Mittag in Lore's neuem Zuhause angekommen. Das erste, was die SB sagte: "Merkst du noch die Einschläge, was bitte soll denn das sein?!" Da war ich dann schon das erste Mal so richtig bedient :mad:, aber die Freude überwiegte natürlich noch... (Trotzdem führte diese und noch etliche andere Begegnungen dieser Art dazu, dass wir uns schließlich für einen anderen Stall entschieden haben.)
Mein Pferd war anfangs sehr unsicher und nervös. Ihre eigentliche Box war noch besetzt, daher musste sie erstmal eine Ausweichbox beziehen. Zuerst ging's aber gleich auf die Koppel.
Da Lore keinen Kontakt zu Artgenossen kannte, war sie auch hier extrem unsicher. In den nächsten Tagen wurde sie desöfteren durch die Zäune gejagt. Irgendwann ging das dann aber, man arrangierte sich und ging sich aus dem Weg.
Ansonsten war mein Pferd eigentlich sehr lieb und lief mir nach wie ein Hündchen. Was HollesJessi schrieb, kann ich aber auch bestätigen: Es dauerte bei mir noch eine Weile, bis ich das so richtig realisiert habe, dass das mein Pferd ist!
 
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