Frieren eure Pferde?

Diskutiere Frieren eure Pferde? im Haltung und Pflege Forum im Bereich Pferde; Meine Warmblutstute hat ihr bisheriges Leben (9Jahre alt) im Offenstall verbracht. Dort war sie auch bei eisigsten Temperaturen nie eingedeckt...
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may087

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Meine Warmblutstute hat ihr bisheriges Leben (9Jahre alt) im Offenstall verbracht. Dort war sie auch bei eisigsten Temperaturen nie eingedeckt, auch die anderen Pferde nicht. Ausgemacht hat es den Pferden nichts, jedenfalls gab es dafür keine sichtbaren Anzeichen.
Nun bin ich in einem normalen Vereinsstall, wo zum Wintereinbruch die Hottis nahezu alle dick eingepackt wurden. Ich war fast ein wenig erschrocken darüber :eek: .
Und dann hört man noch Sachen wie, dass man ja dringend eine noch wärmere Decke kaufen müsste...

Ich meine klar, wer früh eindeckt um den Fellwuchs einzudämmen, der kann die Decke natürlich nicht einfach mal wieder weglassen, aber das betrifft nur ein paar wenige Pferde bei uns. Alle andern scheinen an der Kälte, trotz Winterfell fast zu sterben, wenn man den Besitzern glauben mag :rolleyes:.

Heute war es zwar richtig eisig (-13°C) aber irgendwie auch schön. Die Koppeln waren gefroren und von Schnee überzogen. Da hab ich schon die ganze Zeit drauf gewartet, dass mein Pferd wieder auf die Wiese darf. Letztendlich durften dann ganze 3 Pferde (von 25) in den Schnee... für die andern ist es ja zu kalt draußen...
Dabei haben sie sich sooo gefreut. Sogar die 27-jährige Stute hat das Buckeln angefangen :D
Fand das sehr schade für die andern.

Wollt mal fragen wie das bei euch ist?
Ich halte das ja für Verweichlichung und Vermenschlichung zu ungunsten des Pferdes. Kennt ihr wirklich Pferde die in einem "normalen" Winter frieren im Winterpelz?
 
Gwenie

Gwenie

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Ja unser Opi mit seinen 25 Jahren friert im Winter immer- obwohl er ein dickes Winterfell aufbaut!
Der baut aber so ab, dass wir ihn trotzdem dick eindecken (hat jetzt ne 350g Decke drauf!).
Auch meine Stute, ok sie ist geschoren, fror heute- da sie trotz Decke (200g- Deckenschnitt) ihr Fell aufgeplustert hatte bevor ich diese abgenommen habe. Deshalb hat sie heute nacht noch ihre gefütterte Regendecke drüber bekommen.

Zuviel in Watte packe ich meine nicht, allerdings durfte auch sie heute nicht in den Schnee toben, da sie Eisen drauf hat- war mir das Verletzungsrisiko zu hoch, weil ich nicht weiß ob drunter nicht doch Eis ist. Habe sie aber in den Schnee geführt und danach durfte sie in der Halle toben!
Fand sie auch Klasse!

Bin auch eine die eigentlich nicht tausend Decken für jedes Wetter hat- habe nur diese eine Stalldecke (200g Füllung) und auch keine Übergangsdecke für die Übergangsdecke... .;)
Meine ist auch eine der ersten die Ausgedeckt werden.
 
W

Wunschtraum

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Also, ich hab da selbst so ein Exemplar, was ein bisschen in die Richtung geht...

Das Hauptproblem ist, dass meine Lütte aus welchen Gründen auch immer ziemlich wenig Winterfell schiebt. Das was andere Pferde als Sommerfell haben, bekommt sie im Winter. Vielleicht minimal mehr. Aber auch im Sommer hat sie viel dünneres Fell als die anderen.
Wenn es dann richtig eisig ist und dazu ein kalter Wind pfeift steht sie ohne Decke zitternd auf der Koppel. Sie zittert wirklich! Besonders schlimm ist es, wenn es kalt ist dazu noch regnet. Sogar der SB hat mich drauf angesprochen und der ist bei sowas nicht zimperlich!
Und das muss meiner Meinung nach einfach nicht sein. Sprich Pferd bekommt wenn es unter 10°C hat und regnet eine Regendecke mit Baumwollfutter drauf, die wirklich nur den Regen abhält. Sind die Temperaturen längere Zeit unter - ^5°C kommt sie mit einer Regendecke mit Fleecefutter auf die Koppel. Die ganz dicke Decke mit 200g Füllung kam jetzt schon 2 Jahre nicht mehr zum einsatz. Mir gehts es dabei hauptsächlich drum den kalten Wind und natürlich den Regen abzuhalten.
Übrigens haben wir bei uns am Stall noch einen Wallach und eine Stute, die auch richtig zittern, wenns kalt ist. Alle 3 inkulsive meiner sind Füchse. Vielleicht liegts daran?

Aber im Normalfall müsste ein robustgehaltenes Pferd das schon ohne Decke abkönnen. Würde meine Lütte nicht zittern, käme sie auch ohne alles raus. Ich bin nicht so der Deckenfan!

Selbst der TA konnte mir nicht erklären warum sie so wenig Winterfell bekommt. Sie steht wie die anderen auch von früh um 9 bis abends um 18 Uhr bei Wind und Wetter auf der Koppel!
 
AK-38

AK-38

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Also ich muss meinen großen im Winter eindecken, auch mit dicker Decke. Weil er friert wirklich. Ausserdem neigt er im Winter zu Kreuzverschlag, durch die Kälte (hab das damals vom TA abchecken lassen) Er freut sich auch wenn ich dann mit der Decke komme. Es wird dann nämlich erstmal draussen rum gebockt. Wenn ihm kalt ist bewegt er sich auch nicht mehr. Zudem stehen meine beiden ja auch 24 Stunden im Offenstall. Jetzt wo es auch bei uns -18 grad waren geht der auch nicht raus. Mein Pony decken wir nur bei wirklich kaltem Wetter ein, d.h. wie jetzt z. B. hat sie grad ne normale Winterdecke drauf, weil es bei uns einfach zu kalt ist. Wenn die Temperaturen wieder beim 0 Punkt angekommen sind kommt die Decke wieder runder, beim Pony.

Aber das mit dem keinen Winterfell bekommen, hat das Pferd von meiner Freundin auch, der jetzt bei mir steht. Der läuft auch mit Sommerfell rum. Und da er nun ja auch draussen steht braucht der auch ne Decke. Der baut auch im Winter immer so stark ab. Naja seit er bei uns steht sieht er schon viel besser aus. :D

LG
 
S

Skydancer

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Hallo!
Man darf nicht vergessen, dass Offenstallpferde die Möglickeit der geregelten Bewegung haben um ihren Temperaturhaushalt in Schwung zu halten. Boxenpferde haben diese Möglichkeit der Bewegung nicht, deswegen kühlen sie schnell aus und brauchen oftmals auch eine Dicke Decke...
Außerdem finde ich es bei Sportpferden wichtig die Muskulatur warm zu halten... Klar muss auch eine ausgiebige Aufwärm-bzw. Schrittphase statt finden, aber bei wirklich eisigen Temperaturen reite ich mein eingedecktes Pferd bis es warm ist auch mit Abschwitzdecke warm.

LG Sky
 
Lore

Lore

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Meine Stute ist auch eingedeckt, da sie geschoren ist. Um das Scheren komme ich nicht herum, da ich sie aufgrund einer chronischen Lungenerkrankung auch im Winter jeden Tag ordentlich bewegen muss und dies wäre im Winterpelz einfach nicht möglich. Als KB-Mix schiebt sie Fell wie ein Bär, das kriegt man nicht wieder trocken und feucht stehenlassen geht bei dieser Vorgeschichte mal gar nicht.

Ich denke, man muss immer die Umstände betrachten. Winterfell hin oder her - wenn das Pferd im Stall steht, kann es sich nicht so bewegen wie draussen, insofern denke ich schon, dass es bei eisigen Temperaturen frieren kann. Durch häufiges Putzen des Fells verliert dieses auch die Fettschicht, so dass Feuchtigkeit bis zur Haut vordringen kann und bekanntermaßen führt Verdunstung ja zur Abkühlung. Oder wie im Fall meines Pferdes ist krankheitsbedingt das Kind bereits in den Brunnen gefallen, da muss man dann eben das beste draus machen.

Sicherlich muss man sein Pferd nicht übermäßig verweichlichen, andererseits finde ich es auch gemein, es abhärten zu wollen, wenn es bereits zitternd im Stall steht. Herzlichen Glückwunsch an alle, die ohne Decken auskommen! Finde ich beneidenswert, hätte ich auch gern.
Mit einer guten Outdoordecke ist Koppelgang sicherlich auch schön, auf jeden Fall besser, als rund um die Uhr im Stall zu stehen.

Gewiß gibt es eine Menge Pferdebesitzer, die ihr Tier extrem vermenschlichen, aus Modegründen eindecken oder artgerechte Verhaltensweisen aus Bequemlichkeit unterbinden. Trotzdem sollte man doch nicht immer gleich mit dem Finger drauf zeigen, nicht alle sind so und manch einer wird wirklich nachvollziehbare Gründe für sein Handeln haben. Ich würde mich freuen, wenn ich so manchesmal ein bißchen weniger Aufwand um mein Pferd machen könnte, würde ihr z.B. gern mal einen mehrwöchigen Weideurlaub gönnen, sie ohne Eisen laufen lassen, im Offenstall unterbringen o.ä. Das alles wäre natürlicher für's Pferd und würde nebenbei auch meinem Geldbeutel ganz gut tun.

Mein Fazit: Ja, ich decke ein und tue dies aus der Überzeugung heraus, dass es im Falle meines Pferdes gut und richtig ist. Hätte ich ein gesundes Pferd, würde ich wahrscheinlich vieles anders machen, man muss es eben immer im Einzelfall abwägen.
 
iesca

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Bei Graffita musste ich auch, sobald es unter 10 Grad waren eine Regendecke benutzen und sobald es unter 5 bis 0 Grad wurden, kam da noch eine dicke Stalldecke drunter, einfach weil sie durch ihre Vorgeschichte mit den Rücken- und Blasenproblemen sonst sofort mindestens eine Blasen- wenn nicht sogar Nierenbeckenentzündung hatte.
Sie stand in einer Box mit Auslauf, war nicht geschoren und hatte auch ziemliches Fell.
Bohème hat jetzt diesen Winter das erste Mal überhaupt eine dünne Regendecke an. Letzten Winter habe ich sie noch ohne gelassen. Allerdings hat sie im Herbst, nachdem sie mal bei Kälte und Regen draussen stand, beim Putzen angefangen, den Rücken wegzudrücken. Wenn ich nicht reite, sondern nur spazieren gehe oder longiere, dann ist es ja nicht so schlimm, aber wenn ich reiten möchte, dann will ich kein Pferd haben, das schon wegen der Kälte oder dann Nässe den Rücken wegdrückt. Deshalb die Regendecke.
Sie hat dadurch ursprünglich auch recht wenig Felll gemacht, aber die letzten Tage noch kräftig nachgeschoben.
Allerdings denke ich, dass die Regendecke reicht.
Seitdem es jetzt so kalt und die Weiden gefroren sind, steht sie auch wieder mehr draussen. Vorher war es immer so von 12 Uhr bis ca. 16 Uhr. Jetzt gibt es schon das Frühstück draussen. Das heisst, die Pferde kommen um 8.30 Uhr raus und bekommen ihr Heu auf der Weide. Rein geht es trotzdem erst um 16 Uhr.
Es gibt sicher Pferde, die verhätschelt werden und ich bezweifle jetzt einfach mal, dass man 5 verschiedene Decken in allen möglichen Kombinationen aufs Pferd legen muss. Egal ob es geschoren ist oder nicht. Aber es gibt sicher Pferde, die schneller frieren als andere oder anfälliger sind und dann halt eine dickere Decke brauchen.
 
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Smoothie

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Bei uns im Stall hat der Großteil auch 'ne Decke drauf. Ich weiß nur bei einem Wallach, dass er geschoren ist und deshalb 2 Decken drauf bekommt. Sancho ist das relativ wurst. Bei uns im Stall ist es überhaupt nie wirklich warm und er hat eh genug Winterfell. So 3cm bestimmt :D Wenn er draußen ist, ändert er sein Verhalten auch nicht. Das soll auch so bleiben, ich bekomm nämlich keinen Koller, wenn Pferdi ohne Decke auf den Paddock muss :roll:
 
Tilli L

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meine bekommt auch eine Decke im Winter drauf. Im letzten Winter hatte ich die Decke noch nicht durchgehend drauf und sie hat total abgebaut und stand sehr oft drinnen und hat sich nicht bewegt. In diesem Winter hat sie durchgehend eine Decke drauf, seit einer Woche auch die dicke Decke und ich sehe sie sehr aktiv auf dem Paddock herumeiern und sie scheint es warm genug zu haben. Mein anderer Einsteller hat nun auch eine Decke drauf, er hatte ganz große Probleme schon im Herbst und ging sehr klamm. Seit dem er die Decke trägt, ist auch er viel aktiver und fühlt sich wohler (auch der Gesichtsausdruck ist wacher und interessierter). Ich finde die Decken auch eher unpraktisch, bzw ist es einfacher, wenn man keine benötigt, aber sehe deutliche Verbesserungen im Verhalten und auch körperlich. Wie Sky das auch sagte, ich denke es müssen noch nicht mal unbedingt Sportpferde zu sein, um eine Decke zu benötigen. Aber für ein Sportpferd kann es nur von Vorteil sein, wenn die Muskulatur schön warm/geschmeidig ist, wie soll es sonst Leistung bringen können.
 
franzl

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Wenn ich könnte, würde ich fragen ;)

Der Opa ist eingedeckt. Er ist einfach zu alt und schiebt nicht mehr so das Winterfell. Er baut einfach zu sehr ab ohne. Dazu gibt es jeden zweiten Ta Mash und so übersteht der den Winter hoffentlich, ohne zu sehr abzubauen.

Dem Lütten habe ich vorgestern bei -12 Grad auch die dünne Decke über geworfen. Sein Winterfell ist nicht besonders dick und ich bin einfach der Meinung, er muss gar nicht erst einen kalten Rücken bekommen und sich dadurch verspannen... Außerdem kennt er es mit Decke, er war sonst immer geschoren im Winter.

Dafür dürfen beide raus. Leo hat Grips unter den Eisen und muss seine Füße einfach im Zaum behalten. Die Pferde sind wieder auf der Weide, da sie durch den hart gefrorenen Boden nichts mehr kaputt treten können. Ist es sehr nass, dürfen sie nur auf die Paddocks im Winter... Ich habe mich tierisch gefreut, als sie wieder auf der Weide waren und die Pferde sicherlich auch.

Heute waren wir bei -10 Grad im Gelände. Wenn der Wind nicht so kalt gewesen wäre, hätten wir sicherlich richtig Spaß gehabt. So war es doch seehhr kalt (für die Reiter...) :schnee:
 
M

may087

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Ich muss ja zugeben, dass ich auch überlegt habe eine dünne Decke drauf zu machen, weil es die letzten beiden Tage echt heftig kalt war bei uns. Hab auch drauf geguckt, ob Pferdi fröstelt, aber konnte keine Anzeichen erkennen.
Morgen gibts ja wieder Plusgrade.
Falls es nochmal länger so arg eisig wird, bin ich am überlegen, ob ich dann die Fleecedecke drauf mache zur Sicherheit und auch wegen der Muskulatur.

Meint ihr das macht wirklich was aus mit der Muskulatur, wenn man sehr lange Schritt warm reitet?

Ist auch die Frage, ob die Muskeln wirklich kalt sind, wenn das Pferd nicht friert?
 
S

Sanne

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may, wenn du nicht den Eindruck hast, dass sie friert, dann lass es! Im Normalfall find ichs totalen quatsch, plötzlich einzudecken, wenn mans vorher den ganzen Winter nicht gemacht hat und nur weils dnan ein paar kälter wird macht mans dann doch.... Außer natürlich, das Pferd gibt einem deutlich zu verstehen, dass ihm kalt ist. Oder wenn es eben total abbaut. Ansonsten sind das immer noch Tiere und keine Menschen, die sind an so etwas angepasst, das macht denen nicht so viel wie uns. Man darf auch nicht vergessen, dass die Wohlfühltemperatur deutlich unserer liegt (meine Chefin hat glaub mal gesagt so bei 5°C?)
Meine wird auch überhaupt nicht eingedeckt, die bekommt nach dem reiten, wenn sie denn nass ist, was auch nicht immer der Fall ist, ne Abschwitzdecke drauf und fertig. Und die steht in ner Box, kann sich also nicht im Offenstall warmlaufen. Der gehts gut ;) Obwohl wir die letzten beiden Nächte -20°C hatten.... Und auch der Muskulatur macht das glaub nicht all zu viel, wenn das Pferd nicht friert, meine war heut jedenfalls wunderbar locker....
 
S

Skydancer

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Meint ihr das macht wirklich was aus mit der Muskulatur, wenn man sehr lange Schritt warm reitet?

Ist auch die Frage, ob die Muskeln wirklich kalt sind, wenn das Pferd nicht friert?
Unter 20 Min. Schritt geht bei diesen Temperaturen meiner Meinung nach nichts... Aber nicht im Bummeltempo schondern schon nach den ersten 5 Minuten sehr fleißig, damit es auch was bewirkt.
Wenn ich mein Pferd 20 Minuten im Schleichschritt rumlatschen lasse, ist es hinterher auch nicht "warm".

Das mit dem Muskeln ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich. Manche Pferde sind empfindlich, andere gar nicht.
Manche Besitzer verwechseln auch Fett mit Muskeln... (Soll jetzt auf keinen persönlich bezogen sein!!!)

Als ich in nem Stall mit Solarium stand, hab ich die Pferde zum Putzen und fertig machen immer ca. 20 Min. unters Solarium gestellt.
Ob das was bringt ist wissenschaftlich nicht erwiesen, aber ich hatte schon das Gefühl. Die Pferde waren dann bei der Arbeit auch weniger "kernig".

Mein Pferd ist auch beim Antraben lockerer wenn ich mit Decke Schritt geritten bin...

LG Sky
 
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Kicki

Kicki

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Bisher habe ich Billy einmal zittern sehen. Das war letztes Jahr an dem Tag, an dem sie aufgestallt wurden, also die Nacht wieder in der Box verbracht haben. Es hatte ein den ganzen Tag leicht geregnet und ca. eineinhalb Stunden bevor ich ihn von der Weide geholt habe angefangen zu schauern. Da hat fast die Hälfte der Gruppe leicht gezittert.

Da unsere Pferde robust gehalten werden, im Winter tagsüber auf der Weide stehen und nachts im Kaltstall, würde man ihnen nicht wirklich etwas gutes tun, wenn sie eingedeckt würden. Sie haben sich so an das Sauerländer Wetter gewöhnt, dass sie auch bei -20Grad nicht frieren, insofern das Wetter nicht zu extrem windig o.Ä. ist.
Letztes Jahr ist ein äußerst leichter Warmblüter von Köln zu uns an den Stall gekommen, der damals auch noch nicht angemessen aklimatisiert war. Er hat bei mehrstündigen Schauern regelmäßig gezittert und dann für ein paar Stunden eine Regendecke drauf bekommen. Dieses Jahr ist er unser Wetter schon gewohnt und hat bisher nicht einmal gefroren ;)

Aber auch eine Robusthaltung hat ihre Nachteile: Die Pferde schwitzen wesentlich schneller, was entweder ein nur leichtes Training oder Scheren und Decke unumgänglich macht. Dabei bin ich persönlich der Meinung, dass ein gesundes Pferd, mit dem man keine Turniere im Winter bestreiten will, sodass es zwangsläufig geschoren werden "muss", nach angemessener Gewöhnung an das jeweilge regionale Klima auch ohne Decke gehalten werden sollte. Da sollte man zeitweise lieber das Training runter fahren ;)
Bei kranken oder alten Pferden sieht das nautürlich anders aus. Wenn Mäxchen bald zu alt ist, um optimal vor der Kälte geschützt zu sein, würde ich ihn sicher auch eindecken.
 
M

may087

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ich glaub ja langsam, ich hab ein komisches Ausnahmepferd. Die meisten hier scheinen sich zwischen Winterfell und Training entscheiden zu müssen. Ich garnicht. Das Fell meines Pferdes sieht nichtmal aus wie Winterfell. Trotzdem zeigt sie keinerlei Anzeichen von frösteln und Arbeiten kann ich ganz normal. Sie schwitzt kein bisschen mehr als sonst auch. Da ist es im Sommer viel viel schlimmer mit dem Schwitzen.
 
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HJ

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Also, ich hab letztens irgendwo gehört/gelesen, dass der Wohlfühlbereich bei Pferden bei -15°-15° C liegt...

Luna hab ich noch nicht ansatzweise frieren sehen, auch bei Regen UND Kälte... Ist der wurscht, hauptsache sie ist draussen ;)

Ich würd da aber auch kein Theater machen, Pferd ist Pferd und keine Puppe ;)
Ich hab zwar ne Decke, aber die ist vom Vorbesitzer, ich hab die nie drauf... Außer ich stell sie bei Regen raus und ich will danach reiten gehen, aber selbst auf nasses Fell leg ich den Sattel, solang nix scheuert, schadet das denen sicher nicht... Ich führ halt dann das erste Stück, weil der Rücken sonst sehr nass-kalt und fest ist...
 
Mareike

Mareike

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Auch wenns nicht ganz ins Thema passt:
was macht ihr wenn die Tränken bzw. Wassereimer der Pferde einfrieren?
Warmes Wasser könn wir leider nicht reinfüllen
 
H

HJ

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Auf der Koppel gibts bei uns aus diesem Grund kein Wasser, daher können die Pferde auch nicht soooo lange draussen bleiben...

Im unteren neuen Stall sind die Tränken beheizbar und oben im alten Stall, in dem auch Luna steht, frieren ab und zu die Tränken ein, da hilft dann nur der Wasserkocher ;)
Und Türen IMMER zulassen natürlich..,
 
M

may087

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@mareike
Unser Pächter ist die Tage mit so einemBunsenbrennerartigen Teil rumgelaufen und hat versucht die Tränken damit aufzutauen.
Drinnen geht es noch so mit dem Einfrieren, aber in den Außenboxen sind die Tränken schnell zu. Da haben wir dann Eimer reingehängt. Dass der ganze Eimer einfriert hab ich noch nicht gesehen.
 
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Mirage

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Meint ihr das macht wirklich was aus mit der Muskulatur, wenn man sehr lange Schritt warm reitet?
Naja, das Aufwärmen bringt ja nicht nur der Muskulatur was, sondern vor allem der Gelenkschmiere, die erst durch Bewegung angekurbelt wird, da sind 20 Minuten jetzt im Winter, wo die Herrschaften 90 % eh nur rumstehen, schon ein Muss (bewege ich das Pferd im Trab oder Galopp ohne dass die Gelenkschmiere das Gelenk schon vollständig geschmiert hat entstehen da flotter Abnutzungserscheinungen über die Jahre). ;)

Nearly läuft nackisch mit Mini-Winterfell. Sie schieb immer nur soviel wie es notwendig zum Wohlfühlen ist, dass läuft so den ganzen Winter. :D

Nearly habe ich im September diesen Jahres das allererste Mal überhaupt frieren sehen und dass war, als am Dienstag 29 Grad waren und innerhalb 48 Stunden die Temperatur auf +5 Grad gefallen ist. Dass war Madam dann zuviel. Ich hatte deshalb seit langen mal wieder eine Decke beim Warmreiten über die Nierengegend gelegt und nach dem Reiten doppelte Heuration zur Heizungsankurbelung gegeben. Danach wurde ihr flott warm, seitdem hat sie auch nicht wieder gezittert.

Mir persönlich wäre die Umdeckerei viel zu nervig und ich genieße es regelrecht ohne Decke. Wenn Nearly im Alter wirklich eine Decke benötigen sollte, bekommt sie sie natürlich, aber ich freue mich über jedes Jahr, wo sie nackisch läuft und hoffe, dass es bis zum Schluss so bleibt. :)

Unsere Tränken im Kaltstall sind bereits abgeriegelt, Wasser gibt es in Trögen je in der Box. Um ein Zufrieren zu verhindern, landet bei Nearly jedes Jahr ein Tennisball darin, klappt recht gut, bei -25 Grad allerdings war der Tennisball dann auch mal mit eingefroren. ;)
 
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