Wie kam ich zum Westernreiten ?

Diskutiere Wie kam ich zum Westernreiten ? im Westernreiten Forum im Bereich Reitsport; Wie kam ich zum Westernreiten? Durch ein Buch von einem Herrn Maschalani und die darauffolgenden Lektionen :-) Darauf folgte eine lange aber...
Bourrin

Bourrin

Beiträge
133
Reaktionen
33
Wie kam ich zum Westernreiten?

Durch ein Buch von einem Herrn Maschalani und die darauffolgenden Lektionen :)

Darauf folgte eine lange aber sehr spannende und bindende Ausbildung, bei verschiedenen Trainern und Pferden. Empfehlen kann ich da die Lektionen und Lernmethoden von George Maschalani.

Ich habe mir sowohl Bücher von ihm angeschaut als auch seine Lektionen bestritten.

Jedenfalls sind solche Kurse meiner Meinung nach viel interessanter für den Westernreiter, den es nur zum Freizeitstyle hinzieht und vielleicht mit leichten Turnierambitionen. George verfeinert mich euch die Hilfengebungen gibt euch Tipps zum Hindernisbestreiten und zum Du und Du von Pferd und Reiter.

Okay ich spreche aus der Sicht eines eher Fortgeschrittenen Reiters und keinem Profi, aber mir hat es ungemein geholfen seine Lektionen zu erfahren.

Für jeden, der sich dafür interessiert, kann ich es nur empfehlen.

Was mich damals zum Westernreiten brachte, war dieses Buch

"Westernreiten - Step by Step"

Westernreiten Step by Step: Basistraining für Einsteiger, Umsteiger und deren Reitlehrer: Amazon.de: George Maschalani: Bücher

Mit lieben Grüßen

Bourrin
 
Dimturien

Dimturien

Beiträge
306
Reaktionen
176
Hm... Von Maschalani hört man ja die unterschiedlichsten Sachen, deswegen weiß ich nicht, was ich von ihm halten soll. Aber gut, jeder findet ja für sich den Trainer, den er am besten findet und von dem er am besten lernt.

Ich bin folgendermaßen zum Westernreiten gekommen: Ich hatte eine Trakehnerstute, die für einen Trakehner total klein war - nur 1,53 m. Dadurch allein wurde ich schonmal oft belächelt, denn das war ja kein richtiges Pferd (hatte ja nur vier Hufe, einen Kopf, Mähne und Schweif. :rolleyes:).
Jedenfalls haben wir uns in der Dressur versucht - vergeblich. Allerdings hatte ich damals auch den falschen RL, ich meine, heute würde ich mir nicht mehr erzählen lassen, dass ich ein Pferd an den Zügel reite, indem ich vorne einfach nur festhalte und hinten mit den Sporen piekse. Aber damals hab ich das halt geglaubt. *peinlich*

Nun gut, die Jahre gingen ins Land und nach 7 Jahren waren wir noch nicht mal auf einem guten E-Niveau, und da dämmerte mir so langsam, dass doch irgendwas gehörig schief laufen würde und dass es eigentlich eine Schande ist, nach so langer Zeit noch nicht weiter zu sein. Es gab zwei Möglichkeiten:
1. Entweder ich war viel zu blöd zum Reiten (was mir auch öfter vom RL mal gesagt wurde)
2. ich hatte den falschen RL.

Nun gut, ich war also frustriert und dazu kam dann noch eine stark depressive Phase. Da hab ich mein Pferd dann einfach nicht mehr geritten, ich wollte einfach nicht mehr kämpfen. Außerdem machte das Reiten damals keinem von uns beiden richtig Spaß, und warum sollte man was tun, was einem keinen Spaß macht?

So kam es dazu, dass ich über ein halbes Jahr nur longiert habe oder das Pferd in der Halle laufen hab lassen. Gut, ab und zu bin ich noch ein bisschen ausgeritten, aber auch nicht so häufig.

Auf den alljährlichen Florian-Geyer-Spielen in Giebelstadt, lernte ich dann meinen jetzigen Trainer (und auch Freund) kennen. Dieser war Westernreiter, und das hatte mich schon immer interessiert, leider kannte ich keine Westerntrainer bei uns in der Gegend.
Nachdem ich auf den Spielen die Stute meines Freundes näher kennen gelernt hatte, hab ich einfach mal einen Termin zum Reinschnuppern ausgemacht. Mir gefiel das so sehr, dass ich nach einem halben Jahr Reitstunden auf einem ausgebildeten Westernpferd, meine Stute umstellen wollte.

Da mein Dressursattel sowieso nicht mehr richtig auf's Pferd passte, musste eh ein neuer Sattel her, das wurde natürlich gleich ein Westernsattel. Regelmäßig bekam ich Unterricht und übte auch fleißig alleine weiter (oder manchmal auch nicht, aber zwischendrin braucht jeder mal ein bisschen pause ;) ).

Nach 1 Monat konnte ich mein Pferd anständig durch's Genick reiten, von hinten nach vorne und über den Rücken. Auf einmal schien das so wahnsinnig einfach und ich wusste nicht mehr, warum ich mich damals so abgerackert hatte und nichts klappte - wo es doch wirklich so einfach war.

Nach 2 Monaten konnten wir locker Schulterherein und Hüfte herein - sogar im Trab - genauo wie lockeres Schenkelweichen und die ersten Schritte in der Traversale.

Nach einem halben Jahr intensiver Stangenarbeit und sonstigem Trainings, konnte ich mein Pferd jederzeit und aus jeder Gangart heraus sofort stoppen - ohne Zügel. Das Gesicht derer, die immer behauptet haben, dass ich dieses Pferd nie ohne Einsatz der Zügel stoppen könnte, war göttlich. Irgendwann fing die kleine Stute dann an von alleine im Stop zu rutschen, also mussten andere Eisen her, ich nenne sie mal kokett "Pseudo-Sliders". :D

Der Rollback war eine unserer Lieblingsübungen und der klappte auch super gut, am Spin waren wir am üben.

Wir hatten so viel Spaß an der Arbeit in der Bahn, dass es vorkam, dass Stuti manchmal einfach nicht ausreiten gehen wollte sondern dann immer richtung Platz oder Halle gezogen hat - das hatte ich bis dato noch nicht erlebt gehabt.

Leider musste ich die Stute im Februar einschläfern, auf Grund eines Herzfehlers, so dass ich leider nie auf einem Turnier mit ihr starten konnte. :( Ich trauere ihr heute noch arg nach, weil sie mir soviel beigebracht hat und immer eine Engelsgeduld mit mir hatte.

Jetzt habe ich mir ein junges Paint-Horse zugelegt - ich will ja schließlich bei der Westernreiterei bleiben. ;)

Aber ganz ehrlich? Manchmal vermisse ich das Englisch-Reiten. Es gibt Momente, da möchte ich gerne mal eine richtig schöne Dressur reiten. Aber gut, wer weiß, vielleicht ergibt sich die Gelegenheit mal wieder irgendwann. ;)

Äh, ja. Roman Ende. :D
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bourrin
Bourrin

Bourrin

Beiträge
133
Reaktionen
33
Das hört sich definitiv sehr interessant an :).

Auf dem ersten Herrn, auf dem ich Western geritten bin hieß Ferdinand und war ein ungarischer Wallach [1,80]. Habe super Erfahrungen mit ihm gemacht und sind auch Freunde geworden, wenn man das mal so sagen kann :-D. Leider ist er wegen starken Asthma vor knapp 2 Monaten eingeschläfert wurden....

Westernreiten war immer mein Metier, aber vor 1 3/4 Monaten dacht ich mir, hey fang doch mal mit Dressur reiten an. Gedacht ,getan, einen relativ netten Stall gefunden in dem ich jetzt regelmäßig auch noch Dressur reite. Aber ich muss sagen, dass ich mich die ersten 1 1/2 Stunden im Dressur-Sattel, wie ein Flumi gefühlt habe :-D.
War so schön an den Reiningsattel gewöhnt -.-*.

Dann die Lenkung aus dem Western mal kurz ausschalten und die Zügel halt doch mal aufnehmen müssen. Mittlerweile haben sich die Schulpferde auch teilweise bei mir entspannt, sodass sie auch mal ihren Rücken nicht mehr anspannen. Und Paraden und Rückwärtsrichten sind auch nicht mehr das große Problem. Bloß Volten reite ich immer noch viel zu klein :-D. Da guckten dann immer die Mitreiter und die Lehrer doof, warum ich solche Enge Volten ritt bis mir jemand sagte, dass die 6m Durchmesser haben sollten und nicht 3-4, wie bei mir...

Ach ich komm ins Labern. Mir macht beides Spaß :-D

Danke für den Beitrag Dimturien!
 
M

Mirage

Beiträge
634
Reaktionen
386
Wie ich im "Umsteig-Thread" schon schrieb, kam ich wie die Jungfrau zum Kind zum Westernreiten. :D

Voraussetzung war für mich aber von Anfang an, dass ich meine bisherige Reitweise (FN Ausbildungsskala) nicht über den Kopf schmeiße, sondern nur auf der vorhandenen Basis aufgebaut wird.

Dies klappt perfekt, da lt. meiner RL die Basis bei mir schon passend da war, um darauf aufzubauen.

Ich habe aber keinerlei Reiner- oder Pleasure-Ambitionen, sondern eher klassische Ambitionen, so dass sich das ganze mit meiner RL (Lehrherr Dyslie) perfekt vereinbaren lässt. :D
 
Bourrin

Bourrin

Beiträge
133
Reaktionen
33
Na das hört sich ja druchaus gut an :). Man lernt halt beide Seiten kennen und nimmt sich jeweils das, was man mag und ist glüklich :-D.
 
Thema:

Wie kam ich zum Westernreiten ?

Schlagworte

was ziehe ich an zum westernreiten