EU verlangt höhere Steuern beim Pferdekauf

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Skydancer

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Hallo!

Hab grade folgendes gefunden:

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EU verlangt höhere Steuern beim Pferdekauf

Bis jetzt gilt in Deutschland beim Pferdekauf der reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent. Damit soll aber nach dem Willen der Europäischen Kommission bald Schluss sein.

Die EU-Kommission verlangt mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof, dass Deutschland, Österreich, Frankreich und Luxemburg die Mehrwertsteuer für Pferde auf das in ihren Ländern normale Niveau anheben. Für Deutschland würde dies eine Anhebung von sieben auf 19 Prozent bedeuten.

Im Streit zwischen der EU-Kommission und den vier Ländern geht es um die Auslegung, in welchen Fällen der ermäßigte Steuersatz gelten darf. Vorgesehen ist dieser unter anderem bei Nahrungs- und Futtermitteln, Saatgut, Pflanzen sowie lebenden Tieren. Obwohl Pferde unbestritten in die letzte Kategorie gehören, will die Kommission die Regel hier nicht gelten lassen. Nach ihrer Ansicht gelten die Ausnahmen dann, wenn die Tiere für die Zubereitung von Nahrungs- und Futtermitteln verwendet werden. Aus diesem Grund würden auch weder Hunde und Katzen noch andere Haustiere unter den ermäßigten Steuersatz fallen. Diese Auslegung der Mehrwertsteuer-Richtlinie bestreiten die vier jetzt von der EU beklagten Länder.

Aber nicht nur die deutsche Bundesregierung möchte die Besteuerung für Pferde bei dem reduzierten Steuersatz belassen. Auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und die deutschen Zuchtverbände kämpfen selbstverständlich für die Beibehaltung des geltenden Steuersatzes im Pferdehandel. „Eine Erhöhung der Steuer ist für die landwirtschaftliche Pferdehaltung und Pferdezucht nicht akzeptabel. Es wäre eine deutliche Behinderung der Pferdezucht und des Pferdeverkaufs zu erwarten“, erklärt Dr. Klaus Miesner, Geschäftsführer Zucht und Mitglied des Vorstandes der FN. Das Pferd werde stets wie alle anderen landwirtschaftlichen Nutztiere behandelt, die Teil der landwirtschaftlichen Erzeugung beziehungsweise Lebensmittelkette sind. Somit wäre eine Sonderbehandlung von Pferden bei der Mehrwertsteuer inkonsequent und nicht nachvollziehbar. „Die FN wird jetzt gemeinsam mit den Zuchtverbänden und Interessenvertretern national wie auch international für den Erhalt des ermäßigten Steuersatzes für Pferde kämpfen“, kündigt Miesner an.

Die deutschen Zuchtverbände befürchten, dass der Pferdeabsatz durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zurückgehen könnte. „Wenn wir auf einmal den vollen Mehrwertsteuersatz zahlen müssen, wäre das eine äußerst unangenehme Entwicklung“, so ein Sprecher des Hannoveraner Verbands. „Gerade wenn Elitepferde versteigert werden, kommen dabei große Summen zusammen. Im Schnitt kostet so ein Tier rund 40.000 Euro. Für manche Exemplare werden sogar schon mal sechsstellige Summen bezahlt. Eine zwölf Prozentpunkte höhere Mehrwertsteuer macht da viel aus.“ - md -
 
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