Brief von Philippe Karl an die FN

Diskutiere Brief von Philippe Karl an die FN im Haltung und Pflege Forum im Bereich Pferde; Gwenie hat in einem anderen Beitrag diesen Link gepostet. Ich habe mir den Brief von Philippe Karl an die FN mal durchgelesen, und bin auf...
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Gwenie hat in einem anderen Beitrag diesen Link gepostet.

Ich habe mir den Brief von Philippe Karl an die FN mal durchgelesen, und bin auf einiges gestoßen, das durchaus diskutierungswürdig ist.

Zu Punkt 1: Ob an der Longe oder unter dem Sattel sind am Gebiss befestigte Hilfszügel verboten. Die Longe muss stets in einen Kappzaum eingeschnallt werden.
Meine Meinung: Jein. Und gleich eine Frage: Welche Hilfszügel werden nicht am Gebiss befestigt? Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber mir fällt dazu nur der Halsverlängerer ein. Dieser zeigt dem Pferd durch Druck im Genick den Weg in die Tiefe an. Richtig eingestellt verringert sich der Druck im Genick, sobald das Pferd den Kopf und den Hals in die Tiefe streckt. Wie gesagt, richtig eingestellt. Allerdings bin ich der Meinung, dass gerade mit Halsverlängerern viel Unfug getrieben werden kann und diese auch oft nicht sachgemäß eingestellt werden...
Ausserdem: Die armen Schulpferde. Ohne Ausbinder haben es Anfänger wirklich schwer den richtigen Sitz zu finden, was wiederum schlecht ist für den Pferderücken. Hier finde ich, dass korrekt verschnallte Ausbinder eine Erleichterung für Pferd und Reiter sind.

Dass die Longe stehts an einem Kappzaum eingeschnallt werden soll, halte ich auch nicht unbedingt für ideal. Zur Zeit longiere ich mein Pferdchen mit einem Knotenhalfter und werde demnächst dazu übergehen, sie auch mal über das Gebiss zu longieren. Ich oute mich hiermit: Ich schnalle die Longe gerne in den Gebissring ein. So kann ich meinem Pferd zum Beispiel zeigen, dass es bitte mehr in meine Richtung gucken soll, meiner Erfahrung nach kommt die Biegung dann mehr oder weniger von alleine. Es ist kein ständiges Geziehe oder Gezerre am Gebiss, zumindest nicht, wenn man versteht es einzusetzen (quasi wie beim Reiten). Bleibt das Pferd auf der von mir vorgegebenen Linie, lässt der Druck am Gebiss sofort nach, will es nach außen weichen, kommt automatisch Druck auf das Gebiss.
Ich persönlich finde daran nichts verwerfliches. Allerdings ist das, wie so vieles, eine reine Ansichtssache.

Die restlichen Punkte finde ich angemessen und sie erhalten meine vollste Zustimmung. Mich hat es schon immer geärgert, dass ich auf einem Turnier mit dem Reithalfter reiten musste, wo meine Trakehnerstute ohne viel besser ging.

Super finde ich die Punkte 5 und 6. Das wäre das einzige Mittel, um wieder ein besseres Reiten auf Turnieren zu sehen. Allerdings sind wir hier beim nächsten Problempunkt: Die Richter. Die müssen mitspielen, und nicht bei einigen Reitern die sie zufällig gut kennen ein Auge zudrücken...

Die Punkte 7, 8 und 9 sind eigentlich schon längst fällig. In dem Stall in dem ich mein Pferd stehen habe, werden auch Pferde angeritten - leider fällt mir immer wieder auf, dass hier die Skala der Ausbildung grundsätzlich vernachlässigt wird. Das Pferd wird erst mal in eine halbwegs richtige Kopfhaltung gezwungen und dann schauen wir mal ob wir den Takt und die Losgelassenheit irgendwie erarbeiten können. Wirklich schade da zuzusehen... :(
 
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Auch der Halsverlängerer, das Chambon und das Gouge gehen durch das Gebiss und wirken auch drauf ein. Also im Prinzip alle Hilfszügel (außer Martingal) haben auch einfluß aufs Gebiss.
Ich stimme dir zu dass den Anfängern und vor allem den Lehrpferden nicht damit geholfen wäre ohne Ausbindemöglichkeit laufen zu müssen (wir gehen ja davon aus dass sie angemessen verschnallt werden ;) )

Ich harke die Longe auch immer ins Gebiss. Auch ein Kappzaum kann -unpassend verschnallt und unsachgemäß gebraucht- das Nasenbein brechen!
Wie soll das kontrolliert werden? Auch das verschnallen der Reithalfter in der täglichen Arbeit- wer soll das kontrollieren?

Ich denke diejenigen die sich Gedanken darum machen verschnallen es schon gar nicht eng und gehen auch auf Lehrgänge (Longieren z.B.) allen anderen ist es egal! *provokantformuliert*
Es gibt schon in vielen Aufgaben das Überprüfen der Dehnungshaltun: in A Zügel aus der Hand kauen im Trab, ab L überstreichen im Galopp
Das Problem ist wie lang sollen die Aufgaben den noch werden, wenn man in allen Gangarten dies aufzeigen soll?!

Was mir an Herrn Karl nicht gefällt: er plädiert für die ganzen Sachen, aber bei seinen eigene Reitbildern kann man davon auch nichts wiederfinden!
Hier übrigens mal ein Video
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=g63g9r9_N3Q"]klick[/ame] von ihm- wie war das nochmal mit dem Schweifschlagen?!
 
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Auch der Halsverlängerer, das Chambon und das Gouge gehen durch das Gebiss und wirken auch drauf ein. Also im Prinzip alle Hilfszügel (außer Martingal) haben auch einfluß aufs Gebiss.
Äh, stopp. Der Halsverlängerer wird durch die Gebissringe geführt, ja, hat dadurch aber keinen direkten Einfluss auf das Gebiss, da der Hauptdruck im Genick stattfindet. Da wirkt im Endeffekt das Martingal stärker auf das Gebiss ein, da es ja direkt am Zügel befestigt wird, der wiederum direkt am Gebiss befestigt ist.
Herr Karl spricht hier vom direkten Verschnallen in das Gebiss. Weder der Halsverlängerer, noch das Martingal und meines Wissens nach auch nicht das Chambon werden direkt ins Gebiss geschnallt sondern laufen durch die Ringe durch bzw. werden am Zügel befestigt, üben somit also indirekt auf das Gebiss ein.


(wir gehen ja davon aus dass sie angemessen verschnallt werden ;) )
Wenn es denn nur so wäre. Ich wage zu behaupten, dass in 4 von 5 Reitschulen die Ausbinder, Dreiecks- oder Stoßzügel falsch verschnallt sind.

Auch ein Kappzaum kann -unpassend verschnallt und unsachgemäß gebraucht- das Nasenbein brechen!
Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, dass mit einem stinknormalen Reithalfter - egal ob Englisch oder Mexikanisch oder was es da sonst noch gibt - das Nasenbein gebrochen werden kann. Verschnallt man die Reithalfter unsachgemäß, kann man durchaus auch locker mit einem hannoverschen oder einem englischen das Nasenbein brechen. Wenn man's komplett falsch macht, klappt das auch mit einem stinknormalen Halfter.

Wie soll das kontrolliert werden? Auch das verschnallen der Reithalfter in der täglichen Arbeit- wer soll das kontrollieren?
Das geht nur wenn die Reiter gewillt sind, das Beste für das Pferd zu tun und wenn die Trainer dementsprechend qualifiziert sind. Was bedeutet denn heutzutage noch ein Trainer-Schein? Nichts. Man kommt viel zu leicht an die Dinger ran... Aus eigener Erfahrung kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass viele Trainer ohne Trainer-Schein besser reiten und vermitteln können, als viele, die die einen Trainer-Schein haben.

Ich denke diejenigen die sich Gedanken darum machen verschnallen es schon gar nicht eng und gehen auch auf Lehrgänge (Longieren z.B.) allen anderen ist es egal! *provokantformuliert*
Oder sie haben es einfach richtig von ihrem Trainer beigebracht bekommen.

Es gibt schon in vielen Aufgaben das Überprüfen der Dehnungshaltun: in A Zügel aus der Hand kauen im Trab, ab L überstreichen im Galopp
Das Problem ist wie lang sollen die Aufgaben den noch werden, wenn man in allen Gangarten dies aufzeigen soll?!
Reicht es nicht, wenn man das jeweils an der offenen Zirkelseite zeigt? Außerdem haben Zügel aus der Hand kauen lassen und Überstreichen nicht unbedingt viel mit der Dehnungshaltung zu tun. Sie sollen lediglich zeigen, dass das Pferd der Hand folgt, eine korrekte Dehnungs- also Vorwärts-Abwärts-Haltung sieht allerdings anders aus.

Was mir an Herrn Karl nicht gefällt: er plädiert für die ganzen Sachen, aber bei seinen eigene Reitbildern kann man davon auch nichts wiederfinden!
Hier übrigens mal ein Video
[....] von ihm- wie war das nochmal mit dem Schweifschlagen?!
Was ist so anstoßend an seiner Reiterei? Die Zügel hängen leicht durch, die Kandare ist definitiv NICHT bis zum Anschlag hochgezogen, wie es bei namhaften Dressurreitern (z. B. van Grunsven oder Werth) zu sehen ist, und er bohrt auch nicht mit den Sporen im Pferdebauch rum sondern setzt diese sehr fein ein.
Warum schlägt also das Pferd mit dem Schweif? Entweder war da evtl. eine Fliege oder aber es gehört zu diesen Pferde, die in höchster Versammlung die Spannung im Körper über den Schweif rauslassen. Oder es hat irgendwo eine Verspannung und sollte mal von einem Physiotherapeuten angeschaut werden oder der Sattel passt nicht optimal, aber das kann man über das Video schlecht erkennen. Auf jedenfall schlägt das Pferd nicht mit dem Schweif weil ihm im Maul rumgezerrt wird oder es mit Sporen traktiert wird... Manchmal ist sowas auch einfach nur eine Angewohnheit.
 
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Ich sehe schon wir sind da etwas andere Meinung! ;)
Das Chambon wirkt auf das Gebiss ein. Hier:
klick
Es wird übers Genick ins Gebiss eingehackt.
Dies hier ist ein Gogue ;)
Und jeder Hilfszügel, der durch das Gebiss geht hat auch einwirkung dadrauf! sonst könnte man es ja anders verschnallen (z.B. durchs Halfter...)

Das mit den Reithalftern und Nasenbein brechen finde ich schon krass formuliert, denn an denen wird nichts befestigt, wie bei einem Kappzaum! Es ist klar und da bin ich auch der Meinung, dass man das Reithalfter nie bis zum anschlag festzurren soll!
Herr Karl fordert eine Dehnungshaltung in den Prüfungen- nicht ein vorwärts-abwärts! (Punkt 7)

Zum Video:
Seine Handhaltung mit der Kandarre finde ich schon sehr krass, so hat er deutlich mehr einfluß mit dem Kandarenzügel als mit dem Trensenzügel. Außerdem hat er eine sehr hohe Reiterhand- harte Hand

Das Schlagen des Schweifs zeigt eindeutig ein unwillen des Pferde. Wenn er das in den Dressurprüfungen verbieten will, sollte er gucken dass seine Pferde dies auch nicht machen!
Er benutzt zwar keine Sporen, abr seine Fersen bohren doch recht deutlcih im Pferd herum (auch auf Bildern von ihm zu sehen)

Muß eine sehr hartnäckige Fliege gewesen sein bei dem Peitschen des Schweifs! ;) Und wenn man ihm dies zugesteht, dann könnten diese Ausreden auch für die Pferde in einer Dressurprüfung gelten oder etwa nicht!
 
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Ich sehe schon wir sind da etwas andere Meinung! ;)
Das Chambon wirkt auf das Gebiss ein. Hier:
klick
Es wird übers Genick ins Gebiss eingehackt.
Dies hier ist ein Gogue ;)
Gah, ich verwechsel die beiden immer! Jedesmal! Schon seit ich die Begriffe kenne. *headdesk*
Sorry, mein Fehler...

Und jeder Hilfszügel, der durch das Gebiss geht hat auch einwirkung dadrauf! sonst könnte man es ja anders verschnallen (z.B. durchs Halfter...)
Bitte nochmal lesen. Ich sprach von einer direkten Einwirkung, sprich, wenn der Hilfszügel direkt in das Gebiss eingehakt wird. Dann hat er eine deutlichere Wirkung auf das Gebiss, als wenn er nur durch den Gebissring geführt wird und am Sattel befestigt wird (= indirekte Einwirkung auf das Gebiss). Ausnahme: Dreieckszügel.

Das mit den Reithalftern und Nasenbein brechen finde ich schon krass formuliert, denn an denen wird nichts befestigt, wie bei einem Kappzaum!
Es ist krass formuliert, entspricht aber der Wahrheit.

Es ist klar und da bin ich auch der Meinung, dass man das Reithalfter nie bis zum anschlag festzurren soll!
Es sollte klar sein, in der Realität sieht das leider anders aus. Da werden die Nasen- und Sperriemen so festgezurrt, dass das Pferd kaum noch Luft kriegt. Gleichzeitig wird die Bewegungsfähigkeit der Vorderbeine dadurch eingeschränkt.

Herr Karl fordert eine Dehnungshaltung in den Prüfungen- nicht ein vorwärts-abwärts! (Punkt 7)
Ähm, also, wenn ich in einer richtigen Dehnungshaltung reite, dann reite ich automatisch vorwärts-abwärts. Korrigiert mich, falls ich falsch liegen sollte, aber ich hab das so gelernt und auch schon oft so gelesen...

Zum Video:
Seine Handhaltung mit der Kandarre finde ich schon sehr krass, so hat er deutlich mehr einfluß mit dem Kandarenzügel als mit dem Trensenzügel.
Dass der Kandarenzügel dabei stärker durchhängt als der Trensenzügel ist dir noch nicht aufgefallen, oder?
Ausserdem, selbst wenn er mit blanker Kandare reiten würde, wäre das verwerflich? Sind Westernreiter Tierquäler weil sie mit der blanken Kandare reiten? *nachdenklich am kopf kratzt*

Außerdem hat er eine sehr hohe Reiterhand- harte Hand
Oi. Seit wann heißt es denn, dass eine hohe Hand automatisch eine harte Hand ist? Schau dir das Video nochmal genau an. Die Zügel hängen leicht durch, der Kandarenzügel sogar mehr als der Trensenzügel. Der Schenkel der Kandare hängt gerade herunter und bewegt sich KAUM. Das Pferd trägt sich also quasi von selbst.

Das Schlagen des Schweifs zeigt eindeutig ein unwillen des Pferde.
Irrglaube. Wenn das Schlagen des Schweifes den Unwillen des Pferdes zeigen sollte, warum sieht das Pferd von seiner gesamen Mimik und Körperhaltung dann einfach nur konzentriert aus? Man sieht keine Angst im Gesicht des Pferdes, die Ohren sind aufmerksam auf den Reiter gerichtet und die Augen zeigen einen sehr konzentrierten Ausdruck.
Man darf nicht nur von einem Ding ausgehen, man muss sich das Gesamtbild anschauen.
Mir ist nochwas eingefallen: Wir wisssen nicht, ob das ein Pferd ist, dass sich Herr Karl selbst gezogen hat. Vielleicht hat er es irgendwo gekauft und die Vorbesitzer haben ihn mit Sporen geärgert? Dann kommt es häufig vor, dass diese Pferde automatisch mit dem Schweif schlagen, sobald sie merken dass der Reiter Sporen trägt. Und Herr Karl trägt in diesem Video Sporen.

Er benutzt zwar keine Sporen, abr seine Fersen bohren doch recht deutlcih im Pferd herum (auch auf Bildern von ihm zu sehen)
Konnte ich in diesem Video nicht sehen, Bilder hab ich grad keine zur Hand.

Ich gebe zu, dass ich manchmal auch meine Ferse zur Verstärkung benutze. Einmal kurz ran und gut is. Manchmal kommt man da nicht wirklich drum herum. Und derjenige der nicht ab und zu mal - und sei es nur aus Versehen - mit den Fersen bohrt, der werfe nun bitte den ersten Stein.

Muß eine sehr hartnäckige Fliege gewesen sein bei dem Peitschen des Schweifs! ;) Und wenn man ihm dies zugesteht, dann könnten diese Ausreden auch für die Pferde in einer Dressurprüfung gelten oder etwa nicht!
Tu mir bitte einen kleinen Gefallen, Gwenie: Schau GENAU hin. Nicht nur auf den Schweif. Schau hin wie das Gesamtbild aussieht. Die Augen des Pferdes, der Mund, die Ohren. Ist der Mund geöffnet? Sieht es aus als ob das Pferd Angst hat? Bei Philippe Karl bestimmt nicht - bei Isabell Werth und Anky van Grunsven garantiert!

Eine Frage hätte ich noch: Wie alt bist du und wie lange reitest du schon? Ich frag nur neugierde halber.
 
Gwenie

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Wieso fragst du wie alt ich bin? Ich denke ich habe schon genug Erfahrungen sammeln können.
Aber bitte:
Ich bin 29Jahre "alt" (steht übrigens auch im Profil) ;)
Und reite seit 25 Jahren. Und wenn du jetzt auch noch meine Reitweise wissen möchtest:
englisch Dressur mit Platzierungen bis Kandaren L ;)
bilde mich regelmäßig in Lehrgängen etc fort.... kompetent genug?:D

Ich denke also dass ich auch schon genug Erfahrungen gesammelt habe um mir ein Bild zu machen!

Das Hilfszügel die DURCH das Gebiss gehen nicht dieselbe Wirkung haben wie welche die am Gebiss befestigt sind ist mir durchaus klar! Aber völlig wirkungslos gehen sie da halt auch nicht durch! Das wollte ich damit nur sagen!
Im übrigen gebe es da noch ein Hilfszügel der nicht im Gebiss hängen würde, wenn man ihn hier in Deutschland richtig anhängen würde: der Stoßzügel- der soll nämlich eigentlich ins Reithalfter und nicht mit Brille ins Gebis eingeharkt werden! :cool:

Dehnungshaltung: Nase- Stirnlinie vor der Senkrechten. Kopf geht bis zum Buggelenk runter- nicht tiefer (so beschreibt es die FN in ihrem Aufgabenbuch)
Hier aber nochmal ein Link zu einer schönen Beschreibung:
klick
vorwärts- abwärts:Beim Vorwärts-Abwärts-reiten soll das Pferd Kopf und Hals fallenlassen und sich vertrauensvoll an das Gebiss heran dehnen. Die Nase des Pferdes geht dabei in Richtung Boden und wird tiefer als das Buggelenk getragen. Der Hals ist dabei relativ lang, aber nicht ganz gestreckt.

Kandare: ein durchhängender Zügel ist nicht sanfter als ein stark anstehender, da dieser schlackert und auch schmerzhaft im Pferdemaul sein kann.
Und ja es ist traurig zu sehen wie viele Dressurreiter die Kandare massiv anstehen haben- ich will diese auch nicht in Schutz nehmen! Ich wollte lediglich drauf aufmerksam machen, dass Herr Karl dies auch so handhabt, vll wird das in dem Imagevideo nicht so deutlich aber auf den Bildern auf seiner Hompage kann man das ja auch sehen.
Jedes Gebiss ist halt nur so scharf wie die Reiterhand die sie hält. Und ich habe in de rAusbildung gelernt hohe Hand ist auch gleichzeitig eine harte Hand!
 
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Wunschtraum

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Um zum Breif zurück zu kommen ;)

Punkt 1: Darüber lässt sich denk ich streiten und es ist wie immer alles eine Frage des "Wie" ich kann einem mit Kappsaum longiertem Pferd bei falscher Handhabung genauso weh tun, wie wenn ich die Longe ind Gebiss einschnalle

Punkt 2: Da geb ich ihm recht. Nur wer will das kontrollieren? Die Reiter die sich regelmäßig fortbilden und denen ihr Pferd am Herzen liegt verschnallen die Reithalfter ja korrekt.

Punkt 3 + 4: Finde ich eine gute Idee, da das auf fragwürdige Trainingsmethoden schließen lässt.

Punkt 5 + 6: Eigentlich sollte das ja auch jetzt schon mit in die Note einfließen. Zumindest die Nase hinter der Senkrechten und ein losgelassenes Pferd blockiert eigentlich auch nicht im Kiefer. Aber da sind die Richter gefragt, dieses auch so zu bewerten. Aber das sie dazu oft nicht in der Lage sind, hat man ja z.B. bei Olympia eindeutig gesehen.

Punkt 7 + 8 + 9: Guter Vorschlag der für die Leute, die ihre Pferde korrekt arbeiten sicher nicht schwer umzusetzen ist.
 
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Hab da mal ein Paar Videos von der Reitweise von Herrn Karl.
ALso ich bin der Meinung wenn er so was schon von der FN fordert, sollte er es auch selber umsetzen!
So mit einer Kandare rumzuruppen finde ich ein absolutes no-go!

[ame=http://www.youtube.com/watch?v=p61NdyJw5Yg]YouTube - Equitazione Classica[/ame]

Oder hier, das sieht auch nicht besser aus als bei manchen Dressurreitern!
[ame=http://www.youtube.com/watch?v=W2-VfCoXTF8&NR=1]YouTube - 01_Philippe Karl estratto stage[/ame]

[ame=http://www.youtube.com/watch?v=Kdv0IPdwRXI]YouTube - 02 Philippe karl estratto stage[/ame]
(Pferd eingerollt, ziehen am Zügel+ Kandarenzügel!...)
 
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Heyy....
Also ich finde den Brief sehr gut und bin voll Philippes Meinung!! Denn Momentan sind die Regelungen der FN zu lasch und in jeden 2 Reitstall wird nur ******* verzapft, was man dann auf Tunieren sehen darf und was von den dortigen Richter für gut befunden wird! (aufgerollt, zugeschnürt, verkrampft etc.!!!)Was soll daran gut sein??
Ich habe auch seine Unterschriften Aktion unterstützt und lege es auch jedem ans Herz der sich eine faire Ausbildung für Pferde und eine gerechte Benotung auf Tunieren wünscht.
Zu den Kritikpunkten und Videos kann ich nur sagen : Seht ihn euch live an und lest einfach seine Bücher etc.! Denn die Videos sind aus dem Zusammen hang gerissen und seine Methoden sind bei weitem nicht grob oder ruppig! Und jeder der in live gesehen hat weiß das auch! Ich selbst habe ihn schon mehrere Male gesehen und bin begeistert!! Mein Pferd reite ich auch nach seinen Lehren und alles läuft bestens!
Lg Anne

Hier noch einige Adressen für PK Interessierte :
Reiten mit Philippe Karl - Reiten mit Philippe Karl
Philippe Karl Ecole de Légèreté - (hier findet ihr auch den Brief, so wie die unterschriftenaktion!)
 
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@Shieva: Sorry, aber auf den Videos reitet er auch live!!! Und was ich da sehe, entspricht ja nun mal garnicht dem, was er im Reitsport durchsetzen will. Und wenn jemand so am Kandaren-Zügel zieht wie auf dem letzen Video, dann ist das egal, in welchem Zusammenhang! Es tut dem Pferd nämlich weh! und man macht es einfach nicht!:mad:
Die anderen beiden Videos sind im übrigen auch nicht besser.
Immer schön nach dem Spruch: tiefen Hand bäumt, hohe Hand zäumt

Ich stehe diesem Herren sehr kritisch gegenüber. Klar, das was er durchsetzen will, ist zum großen Teil sinnvoll, ABER dann sollte er auch selber so reiten, wie er das allen anderen vermitteln will. Sonst wird das nämlich alles sehr unglaubwürdig!
 
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may087

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ich habe seine 3 Videos zur klassischen Dressur und bin begeistert!
Da erklärt er auch, was er da mit der Kandarre macht...
Diese Videos hier stellen ihn natürlich in schlechteres Licht, weil sie wirklich aus dem Zusammenhang gerissen sind. Ich kann auch die Sprache nicht und so kann ich nicht nachvollziehen ob es sich bei Vid 2+3 nicht vlt sogar um die erste Reitstunde bei PK dieses Reiters handelt. Wenn dem so wäre kann man ja auch nicht erwarten, dass PK in 10 min alles richtet was der Reiter jahrelang "falsch" gemacht hat...
 
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wenn man wühlt findet man bestimmt bei jedem angesehenen Reiter irgendwo etwas was nicht zu dem passt was er vermitteln will, bzw. was er von anderen verlangt. Geht uns ja genauso; oder reitet jemand immer fehlerfrei oder wer hat noch nie einem Pferd mal im Maul gerissen, wenn auch nicht beabsichtigt....
Natürlicht hast du da recht. Nur wenn ich etwas so rigoros vertrete, dann sollte ich das selber auch wirklich genauso machen. Und die Videos schauen für mich nicht nach "schlechtem Tag" sondern nach purer Absicht aus. Und wenn ich so am Zügel ziehe, dann tu ich das nicht ausversehen, sonder mit voller Absicht.

Nochmal zum Punkt "Aus dem Zusammenhang gerissen", ein Pferd sollte nie aufgerollt und es sollte nie so am Kandarenzügel gerupft werden. Da ist der Zusammenhang echt egal!
Wäre mal gespannt was ihr schreiben würdet, wenn da Reiter XY abgebildet wäre, der keine Schulungsvideos vermarktet und sein Pferd so anpackt. Der behauptet dann auch "das wäre aus dem Zusammenhang gerissen". Dann würden nämlich wieder alle schreien, wie böse die Reiter sind, die ihr Pferd so hart anpacken usw.
 
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may087

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@wunschtraum
ich beachte nur das erste Video, weil auf den anderen PK ja garnicht zu sehen ist (und da ich dieSprache nicht verstehe weiß ich auch nicht was PK zu dem Reiter sagt) und im ersten Video reitet er ein Pferd was die Kandarre noch nicht kennt bzw nur an der Hand kennt. Er trägt die Hände für unser Verständnis extrem hoch, aber er reißt nicht daran, und zieht dem Pferd auch nicht die Nase auf die Brust o.ä.
 
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@may:
wenn es die Kandare noch nicht kennt sollte er aber die Hände nicht so hochreißen, Das Pferd reagiert allein auf seine Hände!
Er reißt nicht dran (zumindest nicht ruckartig) aber aufwärtsparaden (und die gibt er da) mit de rKandare so zu geben, ist doch sehr schmwerzhaft im Pferdemaul mit Kandarengebiß!

Mein Pferd kannte auch die Kandare noch nicht, aber ich saß nicht so auf dem Pferd und habe geguckt dass es die Nase so hoch nimmt!
 
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momogirl

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Ich muss @gwenie recht geben, die Besitzerin meiner Rb bildet auch junge Dressurpferde aus und ich habe noch nie gesehen das als sie ein Pferd an die Kandare gewöhnt hat, damit die Hand so hoch genommen hat.
Im Gegenteil sie lässt ihre Hand so ruhig wie möglich am Anfang.
 
Dimturien

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Hab da mal ein Paar Videos von der Reitweise von Herrn Karl.
ALso ich bin der Meinung wenn er so was schon von der FN fordert, sollte er es auch selber umsetzen!
So mit einer Kandare rumzuruppen finde ich ein absolutes no-go!

YouTube - Equitazione Classica
Äh... Ich sehe immer noch kein rumruppen an der Kandare. Nicht mal am Trensenzügel. Ich sehe lediglich, dass das Pferd den Bewegungen seiner Hand folgt, also dem Druck am Gebiss sofort und ohne wenn und aber nachgibt.
Ich denke, dass dieses Pferd in dem Video ein Problem beim durchparieren hat, vermutlich will es sich immer auf die Hand schmeißen oder rollt sich ein. Durch das Hochholen des Kopfes wird erstmal gegengesteuert bevor das Pferd sich überhaupt einrollt.
Auch hier steht die Kandare aber in keinster Weise an und die Zügelführung ist sehr fein.

Oder hier, das sieht auch nicht besser aus als bei manchen Dressurreitern!
YouTube - 01_Philippe Karl estratto stage

YouTube - 02 Philippe karl estratto stage
(Pferd eingerollt, ziehen am Zügel+ Kandarenzügel!...)
Hm. Wo ist da das Pferd eingerollt? Wo zieht der Reiter am Zügel, bzw. am Kandarenzügel? *kopfkratz* Ich seh da nichts von.
Was ich sehe ist ein Pferd, das offensichtlich von der Biegung auf der linken Hand nix hält. Der Reiter gymnastiziert hier durch Travers und Renvers um das Pferd geschmeidiger zu machen und es mehr in die Biegung zu bringen. Es wird sogar gezeigt, wie der Reiter die Schulter seines Pferdes anhebt, damit es freier in der Traversale laufen kann.
Und ganz ehrlich, so einen schönen Außengalopp hab ich noch nie gesehen. Wenn ich das auch so gut hinbringen würde, dann wär ich (zurecht) stolz auf mich. *nick*

Zu den Kritikpunkten und Videos kann ich nur sagen : Seht ihn euch live an und lest einfach seine Bücher etc.! Denn die Videos sind aus dem Zusammen hang gerissen und seine Methoden sind bei weitem nicht grob oder ruppig! Und jeder der in live gesehen hat weiß das auch! Ich selbst habe ihn schon mehrere Male gesehen und bin begeistert!! Mein Pferd reite ich auch nach seinen Lehren und alles läuft bestens!
Danke! Ich reite zwar nicht nach seinen Lehren (aber ähnlich, also Signalreitweise z. B. und mit viel Gymnastizierung des Pferdes), sehe aber auch in den Videos absolut keinen Hinweis auf eine ruppige Reitweise, sondern eine sehr feine Führung des Pferdes. Du hast Recht, die Videos sind aus dem Zusammenhang gerissen und daher kommen sie jemanden, der sich mit der Reitweise nicht befasst, evtl. komisch vor. Allerdings bin ich der Meinung dass man beim genauen Hinschauen zumindest erahnen kann, was Herr Karl vorhat, bzw. was er gerade übt.

Immer schön nach dem Spruch: tiefen Hand bäumt, hohe Hand zäumt
Aha. Tiefe Hand bäumt, hohe Hand zäumt - die Tiefe Hand bäumt das Pferd also auf und die hohe Hand zäumt das Pferd bei, richtig?
Wollen wir nicht alle unsere Pferde beizäumen, dass es korrekt mit der Nase kurz vor der Senkrechten geht?

Kurzer Einwurf noch hierzu: Ich habe schon genug Reiter mit einer tiefen Hand gesehen, die nur zerren und rumreißen, weil sie Dressurreiten mit Kraftreiten verwechseln...

Geht uns ja genauso; oder reitet jemand immer fehlerfrei oder wer hat noch nie einem Pferd mal im Maul gerissen, wenn auch nicht beabsichtigt....
Richtig, ich denke dass keiner von uns fehlerfrei ist, oder? Bestimmt hat jeder von uns mal aus Frust mit der Gerte ein bisschen fester als nötig zuge"tickt", mit den Sporen mal fester zugestochen und die Zügelhilfen mal grober als notwendig gegeben.
Wobei ich auch im zweiten Video nicht sehen kann, wo am Zügel gezogen werden soll... Kann mir mal jemand sagen, um welchen Abschnitt es sich da handelt, also die minute mal angeben? Dann guck ich da mal noch genauer hin...

ich habe seine 3 Videos zur klassischen Dressur und bin begeistert!
Da erklärt er auch, was er da mit der Kandarre macht...
Kannst du das mal kurz erklären? Würde mich jetzt nämlich auch mal interessieren, was er mit den Übungen an der Kandare genau beabsichtigt. Schätze mal, dass er einfach will, dass das Pferd jedem Druck im Maul sofort nachgibt, bzw. dass es beim durchparieren oder so gar nicht auf die Idee kommt sich auf die Hand fallen zu lassen. Liege ich in etwa richtig? *neugierig*

Natürlicht hast du da recht. Nur wenn ich etwas so rigoros vertrete, dann sollte ich das selber auch wirklich genauso machen. Und die Videos schauen für mich nicht nach "schlechtem Tag" sondern nach purer Absicht aus. Und wenn ich so am Zügel ziehe, dann tu ich das nicht ausversehen, sonder mit voller Absicht.
Aber er zieht doch gar nicht am Zügel!

Nochmal zum Punkt "Aus dem Zusammenhang gerissen", ein Pferd sollte nie aufgerollt und es sollte nie so am Kandarenzügel gerupft werden. Da ist der Zusammenhang echt egal!
Und ich weiß immer noch nicht, wo das Pferd aufgerollt wurde, ich bitte um Aufklärung.

Er reißt nicht dran (zumindest nicht ruckartig) aber aufwärtsparaden (und die gibt er da) mit de rKandare so zu geben, ist doch sehr schmwerzhaft im Pferdemaul mit Kandarengebiß!
Genau. Zumal sogar bei den Aufwärtsparaden sich der Schenkel der Kandare so gut wie gar nicht bewegt. :rolleyes:

Das ertse Video finde ich nämlich nicht verwerflich....
Ich finde das erste Video auch nicht verwerflich, würde mir aber wünschen, das du aufzeigst, warum du es nicht verwerflich findest. Das würde der Diskussion evtl. ein bisschen nützen. :)
 
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Ja, das wollen wir, aber nicht durch die Hand! Sondern ich zumindestens will ein Pferd haben, was fleißig untertritt, den Rücken hebt und sich dann vertrauensvoll ans Gebiss heran streckt.
Okay, vergleichen wir das mal mit den Videos von Herrn Karl:
Pferd tritt fleißig unter? Check. *abhakt*
Pferd hebt den Rücken? Check. *abhakt*
Streckt sich vertrauensvoll ans Gebiss? Äh, wenn Herr Karl auf den Videos vorwärts-abwärts reiten würde, würde es das mit Sicherheit tun. Auf dem einen Video sieht man es ja sogar kurz. Ansonsten trägt sich das Pferd selbst in der Aufrichtung, mit der Nase kurz vor der Senkrechten.

Man braucht beim Reiten keinen ständigen Druck auf der Hand, weil sich das Pferd "vertrauensvoll an das Gebis heran streckt". Eigentlich sollte man sogar überhaupt keinen Druck auf der Hand haben, aber das ist wohl leider verloren gegangen in den Englisch-Reitsparten, wenn ich mir das Gezerre auf Turnieren (egal welcher Klasse) so anschaue...
 
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Nochmal zurück zum Brief ;)
Ich finde, dass alle Punkte gerechtfertigt und mehr als nur wünschenswert sind (, wage aber zu bezweifeln, dass die FN diese durchsetzen wird)!
Bei Punkt 1 steht beispielsweise: Ob an der Longe oder unter dem Sattel sind am Gebiss befestigte Hilfszügel verboten. Die Longe muss stets in einen Kappzaum eingeschnallt werden.
Er stellt also deutlich klar, dass ein Hilfszügel keineswegs mit dem Gebiss in Berührung kommen darf. Wenn er das so definiert, dann dürfte man rein theoretisch noch mit Hilfszügel im Kappzaum arbeiten.
Achso, neben dem Kappzaum kann man einem Pferd durch unsachgemäße Nutzung auch durch diverse Reithalfter, ja sogar Knotenhalfter die Nase brechen ;) Auch hier sollte wieder gelten: Soviel wie nötig, so wenig wie möglich!!

Ich denke, wie einige hier auch, dass diese Videos absolut aus dem Zusammenhang gerissen sind. Wenn man sich etwas näher mit Karls Auffassung beschäfftigt, wird einem das klar. Das soll damit nicht heißen, dass ich das Schweifschlagen des Schimmels im ersten Video für gut heiße. Auf mich wirkt der Schimmel etwas "iggelig", "widersetzlich" (s. zu angelegte Ohren).
Die Zügeleinwirkung, die schon etwas "sanfter" hätte ausfallen können, nennt sich Demi-arrêt (halbe Parade), die hier nur als Zügelhilfe anzusehen ist. Der Reiter hebt seine Hände bis knapp unter die Höhe der Ohren und stabilisiert somit den Hals. ( Durch die hohe Halshaltung verlangert sich das Pferdegewicht auf die Hanken). Bei dieser hohen Handhaltung wirk zumindest die einfach/doppelt gebrochene Wassertrense nicht mehr auf die empflindliche Zunge, sondern auf die Maulwinkel. Das bewirkt ein Lockern des Kiefergelenks und verhindert ein Einquetschen der Ohrspeicheldrüse. Sobald das Pferd im Kiefer locker wird, seknt sich die hand sofort ab. Das Pferd kaut entspannt und streckt in dieser Bewegung gelegentlich die Zunge raus (nicht zu verwechseln mit Zunge raushängenlassen) ;)

Wie Shieva habe ich auch schon an seiner Unterschriftenaktion teilgenommen und werde mich auch etwas genauer mit ihm beschäftigen. Mal sehen, was daraus wird, man kann schließlich immer was neues, passendes, richtiges lernen, wenn man mit kritischem Auge ohne Vorurteile oder Unmündigkeit vorgeht!
 
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Brief von Philippe Karl an die FN

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