Pferd rennt und entzieht sich den Hilfen

Diskutiere Pferd rennt und entzieht sich den Hilfen im Dressur Forum im Bereich Reitsport; Hallo Leute, vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen, bin nämlich langsam mit meinem Latein am Ende. Ich reite halbwegs regelmäßig das Pferd...
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Wunschtraum

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Hallo Leute,

vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen, bin nämlich langsam mit meinem Latein am Ende.

Ich reite halbwegs regelmäßig das Pferd einer Freundin in der Halle, da sie nur ausreiten will und hab seit ein paar Wochen ein Problem, was ich einfach nicht weg bekomme.
Anfangs hat sie sich nur aufgerollt, das haben wir ganz gut weg bekommen. Jetzt geht sie zwar in korrekter Anlehnung, die Nase ist vor der Senkrechten und der Genick der höchste Punkt und soweit ist auch alles o.k. Aber nach 1-2 Runden korrektem Laufen, fängt sie dann an sich mal mehr, mal weniger auf den Zügel zu legen und beginnt zu rennen. Dabei macht sie dann den Rücken total fest. Auf Paraden reagiert sie nicht, genauso wenig wie auf Stimme oder langsameres Aufstehen beim Leichttraben. Stellen und Biegen ist bei ihr sowieso schwer und dann garnicht mehr möglich.

Edit: hab ich vergessen zu schreiben, sie macht das nur im Trab. Schritt und Galopp sind mittlerweilenvöllig in Ordnung.

Was schlagt ihr als Lösung vor?
 
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Bino

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Ist "wegrennen" nicht immer ein Zeichen für Überforderung?
Sie macht sich die Sache leicht, indem sie vorne einfach wegläuft, weil das einfacher ist, als in korrekter Haltung Runde um Runde zu laufen - zumal sie es ja anscheinend überhaupt nicht gewöhnt ist :)

Wenn du weißt, dass sie nach einer bestimmten Zeit anfangen wird loszurennen, dann versuch doch die Trabstrecken kürzer zu halten. Freu dich daran, dass du es geschafft hast sie in korrekter Haltung eine Runde lang leichtzutraben, dann pariere wieder durch und beschäftige sie im Schritt mit Kringeleien, je nachdem wie weit ihr darin schon seid.

Ich würde ein bisschen mit dem Zügel im Schritt/Trab spielen. Immer mal wieder aus der Hand kauen lassen, damit die Muskelgruppen im Hals sich entspannen können. Ich kann mir vorstellen, dass sie das auch entspannt. Und dann kannst du sie ja wieder aufnehmen und wieder ein paar Tritte leichttraben :)

Viele Handwechsel nehmen übrigens meinem Pferd die Spannung. Dabei immer mit Schritt/Trab-Übergängen arbeiten. Das hilft bei meiner ganz gut, wenn sie mal wieder wegrennen sollte.
 
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Ist "wegrennen" nicht immer ein Zeichen für Überforderung?
Sie macht sich die Sache leicht, indem sie vorne einfach wegläuft, weil das einfacher ist, als in korrekter Haltung Runde um Runde zu laufen - zumal sie es ja anscheinend überhaupt nicht gewöhnt ist :)
Sorry, hatte vergessen zu schreiben, dass sie das nur im Trab macht. Im Schritt und Galopp bleibt sie in einer ganz weichen Anhlehnung. Also kann das mit der Überforderung der Muskeln eigentlich nicht sein, daran hatte ich auch schon gedacht.

Wenn du weißt, dass sie nach einer bestimmten Zeit anfangen wird loszurennen, dann versuch doch die Trabstrecken kürzer zu halten. Freu dich daran, dass du es geschafft hast sie in korrekter Haltung eine Runde lang leichtzutraben, dann pariere wieder durch und beschäftige sie im Schritt mit Kringeleien, je nachdem wie weit ihr darin schon seid.
Sicher, darüber freu ich mich ja auch, aber wir arbeiten schon länger an diesem Problem und irgendwann muss ja auch mal Runde 3 kommen und von den Muskel her, kann sie das halten. Ich kann sie ja nicht immer nach 2 Runden durchparieren, nur einfach ignorieren will ich das Verhalten auch nicht.

Ich würde ein bisschen mit dem Zügel im Schritt/Trab spielen. Immer mal wieder aus der Hand kauen lassen, damit die Muskelgruppen im Hals sich entspannen können. Ich kann mir vorstellen, dass sie das auch entspannt. Und dann kannst du sie ja wieder aufnehmen und wieder ein paar Tritte leichttraben :)
Viele Handwechsel nehmen übrigens meinem Pferd die Spannung. Dabei immer mit Schritt/Trab-Übergängen arbeiten. Das hilft bei meiner ganz gut, wenn sie mal wieder wegrennen sollte.
Mit den Zügel spielen ist bei ihr nicht möglich, da rollt sie sich gleich wieder auf. Zügel aus der Hand kauen machen wir ständig, damit sie garnicht dazu kommt sich hoch zu kröpfen und mit dem aufrollen anzufangen. Das klappt auch in allen 3 Gangarten sehr gut.
Kringel und Handwechsel reite ich sehr oft, damit man sie überhaupt locker und beweglich bekommt, Übergägne sind auch ein fester Bestandteil wenn ich mit ihr arbeite.

Ich hab alles, was man normal so macht, wenn dieses Problem kommt schon probiert, aber es funktioniert bei diesem Pferd nicht.
 
Bino

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Meine Reitlehrerin hat mir bei diesem Problem mal den Tipp gegeben: Statt versuchen das Pferd in irgendeiner Weise zu halten, Zügel hingeben und in dem Tempo weiter arbeiten :)

Schlangenlinien durch die ganze Bahn sind da schon eine Herausforderung :cool:

Wie reagiert sie denn wenn du mit den Zügeln vorn ein bisschen nachgibst und von hinten ordentlich treibst (während sie in dieser Phase ist)?
 
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Wie reagiert sie denn wenn du mit den Zügeln vorn ein bisschen nachgibst und von hinten ordentlich treibst (während sie in dieser Phase ist)?
Dann wird sie im Hals das Stück was ich nachgegeben hab länger und büffelt sich auch wieder auf den Zügel. Selbst wenn ich sie deutlich mit der Gerte aufforder von hinten zu kommen.
Ich muss bei ihr ganz viel nachgeben und sehr weich in der Hand sein, deswegen komm ich eigentlich nicht zum "vorne halten", da sie sich dann sofort wieder aufrollt.
 
Bino

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Und Zügel fast ganz hinschmeißen?
Sodass sie sich nirgendwo mehr drauf lehnen kann und nur über den Sitz reiten?
 
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Das geht dann wieder, so hab ich das aufrollen weg gebracht. Bin die erste Zeit nur am langen/hingegebenen Zügel geritten.

Aber jetzt muss sie lernen das sich sich auch im Trab nicht voll auf den Zügel legen kann. Im Trab kenn sie nur 2 Extreme: Aufrollen oder drauf büffeln. Schritt und Galopp machen keine Probleme mehr.
 
Lore

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Ich würde den Trab mal eine zeitlang ganz ignorant aus dem Programm verbannen. Schritt und Galopp klappen besser, also erstmal im Schritt weitestgehend lösen, dann im leichten Sitz abgaloppieren und dann arbeiten. Übergänge Galopp-Schritt, einfache Wechsel, Seitengänge im Schritt, Stangen-/Cavalettiarbeit usw... da kann man schon eine Menge machen, kommt eben auch auf den Ausbildungsstand an.
Manchmal wird es einfach auch irgendwie zur Kopfsache, man beisst sich gegenseitig fest - dann sollte man mal um- oder abschalten. Nach zwei, drei Wochen platzt der Knoten dann oft wie von alleine.
 
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@ Angie: Gesundheitlich ist alles in Ordnung. TA und Physio waren da, Sattel wurde auch kontrolliert. Das Gebiss ist auch in Ordnung. Ich werd das nächste Mal nochmal genau auf die Verschnallung gucken, aber eigentlich sind doch 1-2 Maul-Falten normal, oder?

@ Lore: O.K. das werd ich mal versuchen, obwohl ich um ganz kurze Trab-Reprisen nicht rum kommen werde. Sie kann nämlich noch nicht vom Galopp zum Schritt durchparieren, da ist sie noch nicht genügend gesetzt. Aus dem Schritt angaloppieren lernt sie grad. Seitengänge erlernt sie auch grad erst. Aber ich werds mal probieren, die nächsten Male zu gut es geht ohne Trab zu reiten.
 
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ich berichte mal!
Also Trab weg lassen, hat garnicht funktioniert. Da hat sie überhaupt nicht losgelassen, ist auch im Galopp nur rum geschossen. Sie braucht die paar Runden Trab am langen Zügel einfach um sich loszulassen und den Rücken ein bisschen locker zu machen.

Dann hab ich beschlossen das ich sie vielleicht doch mal etwas mehr anpacken muss um ihre Verhaltensmuster zu durchbrechen. Also hab ich meine Sporen angezogen und meine lange Gerte mitgenommen. Schritt war o.k. Trab am langen Zügel auch. Als es dann ans aufnehmen ging, hat sie sich nach einer Runde wieder voll drauf gelegt. Ich hab dann dagegen gehalten, sie hat sich aufgerollt (war ja klar) und als sie dann auf den Klaps mit der Gerte nicht reagiert hat, hab ich sie mal mit dem Sporen gepieckst (kennst sie nicht) und sie hat einen entsetzten Satz nach vorne gemacht, war aber weg von der Hand. nach ner halben Runde ohne drauf legen hab ich ihr die Zügel lang gelassen und sie gelobt. Deim nächsten Antraben wieder auf der Hand, aber mit einem Sporen-Piecks war sie wieder weg. Sie hat dann auch weiterhin immer mal wieder versucht sich auf die Hand zu legen, aber dann haben schon der Schenkel gereicht um sie genug nach vorne zu schicken. Und zum Schluss haben wir doch tatsächlich mehr als 3 Runden Trab in korrekter Haltung geschafft. :)

Ich glaub ich war wegen dem Aufrollen einfach zu vorsichtig und wollte sie nicht so dolle ran nehmen.
 
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