Cavaletti Arbeit an der Longe

Diskutiere Cavaletti Arbeit an der Longe im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; Hallo ihr Lieben, ich habe mir endlich das Buch "Cavaletti - Dressur und Springen" gekauft, hatte viel positives gehört und wollt doch auch...
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Arabesque

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Hallo ihr Lieben,

ich habe mir endlich das Buch "Cavaletti - Dressur und Springen" gekauft, hatte viel positives gehört und wollt doch auch endlich mit Cavaletti Arbeit anfangen, bzw. ich baue die schon in meiner Arbeit ein, aber so richtig gezielt bisher noch nicht, brauchte halt noch Tips

Da sind auch Tips für das longieren und frei laufen lassen über Cavalettis drinne, die es mir sehr angetan haben
Nur habe ich damit ein Problem :rolleyes:
Ich bin ein OHNE Hilfszügel reiter und longierer ABER in dem Buch beschreiben sie diese Arbeit IMMER mit HZ, also Ausbinder *pfui* oder Dreiecker, wegen der Anlehnung halt

Das will ja auch in mein Kopf rein, aber da ich mein Pferd OHNE HZ v/a longieren kann, kann ich dem nichts abgewinnen und man soll ja nur v/a drüber longieren und der HZ soll die Reiterhand ersetzen, woran sich das Pferd anlehnen kann, alles rein verständlich aber sollte man WIRKLICH mit HZ über die Cavalettis longieren?? Oder geht es auch ohne??

Wie gesagt, läuft Ara im Schritt und Trab auch ohne HZ v/a, im Galopp schaffen wir v/a auch unterm Reiter noch nicht so richtig, ist halt ein Traberchen, aber wir arbeiten dran und galoppieren würde ich eh nicht über Cavalettis

Jaja, da bin ich nun im Zwiespalt :)
Vielleicht könnt ihr mir ja Anregungen geben um Licht in mein Dunkel zu bringen :D

Schomnal Danke und LG
Jessi
 
Lore

Lore

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Hi! :D

Grundsätzlich longiere ich mein Pferd mit Hilfszügel, früher mit Dreieckszügel, inzwischen bin ich auf das Chambon gekommen und damit sehr zufrieden. Das Chambon bietet dem Pferd bei korrekter Haltung keine Anlehnung, sondern nimmt den Druck von Gebiss und Genick, so dass das Pferd sich nicht "drauflümmeln" kann, sondern selbst trägt.
Ich arbeite auch mit Stangen und Cavalettis an der Longe. So kann man Rhythmus und Balance verbessern, zudem stellt es eine schöne Abwechslung dar und macht das Pferd aufmerksam.

Ich denke, wenn dein Pferd ohne Hilfszügel an der Longe v/a läuft, spricht nichts dagegen, es so auch über Stangen und Cavalettis zu arbeiten. Wichtig dafür ist eben, dass du das Pferd gut regulieren kannst (Gangartenwechsel, Tempo/Raumgriff vergrößern und verkürzen), dafür braucht man nicht unbedingt einen Hilfszügel.
 
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Lelie

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Hi Arabesque,
wie du vielleicht in dem anderen Hilfszügel-und-Longier-Thread schon gelesen hast, halte ich wenig davon, ohne Hilfszügel zu longieren.
Gerade in Bezug auf die Arbeit mit Cavalettis halte ich Hilfszügel (korrekt und lang genug verschnallt, Dreiecker oder Lauffer) für besonders wichtig. Neben der Lockerung des Rückens ist das Hauptziel von Cavaletti-Arbeit nämlich die Aktivierung der Hinterbeine und damit die Entwicklung von Schwung und Anlehnung.
Um die Hinterbeine ohne losrennen zu aktivieren und den Schwung vorne aufzufangen (damit er durchs ganze Pferd schwingt, sich ein positiver Spannungsbogen entwickelt und die Energie nicht einfach nach vorn verpufft) braucht das Pferd eine Verbindung zum Gebiss. Beim Reiten ist das die federnde Reiterhand mit den Zügeln. Beim Longieren (Doppellonge ausgenommen) muss dafür Ersatz her. Und diesen Ersatz gewährleisten nur Hilfszügel.
Deshalb halte ich es gerade bei der Cavaletti-Arbeit, will man ihre Möglichkeiten voll ausschöpfen, für unabdingbar mit Hilfszügeln zu longieren.
LG Lelie
 
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Arabesque

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Danke euch beiden für eure Antworten!

Hach ja, ich denke nur für v/a longiere ich also weiterhin ohne HZ da sich Ara auch so fein dehnt

Aber das mit der Aktivierung der HH und der Spannung leuchtet mir ein ;) nun muss ich nur noch für mich rausfinden, wie man am besten die Longe verschnallt in der Trense, denn ich denke, einen HZ nur im Halfter hat nun keinen Sinn und drückt auf den falschen Stellen

Ich denke ich werde dafür dann auch wieder zu den Dreieckern greifen, weil die Anlehnung da besser gegeben ist, als bei der Longierhilfe, obwohl... mmh, die ist natürlich elastischer.. *Seufz* schon doof, wenn man immer ohne HZ arbeitet und sich damit nicht so auseinadersetzt *lach* denn für das v/a empfand ich die Longierhilfe als besser als den Dreiecker
Am besten ich teste beide dann aus und schaue womit Ara besser klar kommt

Danke euch erstmal :)
GLG
Jessi
 
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Skydancer

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Hallo!

Erst mal vorab:
Teilweise teile ich die Meinung der mit Hilfszügel-Longierer schon, aber ich longiere auch gerne mal an Halfter zu Bewegungszwecken! :)

Also, wenn deine Stute das Longieren ober Cavalettis noch NICHT kennt, dann würde ich ganz klein und fair anfangen. ;)
Ist ja auch nicht viel dabei...

Hast du sie schon mal über Bodenstangen longiert? :confused:
Wenn ja, wie hat das geklappt?

Falls nicht, würde ich es erst mit Stangen oder eben auf unterste Stufe gestellte Cavalettis versuchen und das in allen drei Grundgangarten erst mal ohne Ausbinder wie gewohnt in die normale Longenarbeit einbauen.

Siehst du ja dann eh wie sie sich dabei macht.
Und dann langsam steigern.
Die meisten Pferde kapieren das ja sehr schnell und haben Spass daran.
Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie sich deine Stute durch die "Traber-bedingten" Exterieurschwächen bemühen muss und wie schwer ihr das fällt.
Aber die "Gewöhnungsphase" an solche Arbeit geht meist recht schnell.

Ich würde erst ohne Ausbinder Sicherheit und Vertrauen reinbringen und wenn das gut klappt an die "richtige" Arbeit mit Ausbinder gehen.
Die Zeit rennt dir ja nicht davon! :p

Wäre vielleicht etwas unfair gleich "voll Kanne" richtig loszuabreiten wenn die Stute es geistig und körperlich nicht gewöhnt ist und vielleicht auch rassebedingte Schwächen in Exterieur und Grundgangarten hat...

Und anfangs würde ich sie auch ruhig mal "Fehler machen" lassen.
Wichtig ist, dass sie selbst hinschaut, mitdenkt und Beinarbeit und Auge trainiert und koordiniert.

LG Sky

EDIT: Trense würde ich schon drauf machen.
 
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Arabesque

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Stangenarbeit an sich kennt meine Stute schon ;) haben auch schon mit Cavalettis an der Longe "gearbeitet" aber bisher noch so planlos, weswegen ich mir ja nun das Buch kaufte

Es wäre also kein Überfordern, wenn ich nun Trense und HZ dranschnalle
Langsam anfangen wollte ich sowieso dann, erstmal nur eines, dann zwei usw.
Haben bedingt eines Sehnenanrisses sowieso schon länger nicht longiert und müsste eh zurückschrauben und schauen wie sie geht, also sowieso zwanglos ohne HZ ;)

War halt allgemein die Frage ob und überhaupt!!

Trotz Rasse fällt meiner Stute das alles bisher relativ einfach, sie hat aber auch einen schönen Körperbau und wenn sie gelöst läuft, sieht man keinen Traber mehr, nur noch im zu flachem Galopp :D
Das schaufeln im Trab ist schon lange weg, echt herrlich...
 
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Skydancer

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Stangenarbeit an sich kennt meine Stute schon ;) haben auch schon mit Cavalettis an der Longe "gearbeitet" aber bisher noch so planlos, weswegen ich mir ja nun das Buch kaufte
Das ist ja dann schon mal super! :D

Es wäre also kein Überfordern, wenn ich nun Trense und HZ dranschnalle
Langsam anfangen wollte ich sowieso dann, erstmal nur eines, dann zwei usw.
Haben bedingt eines Sehnenanrisses sowieso schon länger nicht longiert und müsste eh zurückschrauben und schauen wie sie geht, also sowieso zwanglos ohne HZ ;)
Dann würde ich auch schon nach einer lösenden Phase mit relativ lang verschnallten Hilfszügeln beginnen.

War halt allgemein die Frage ob und überhaupt!!
Zum richtigen Arbeiten würde ichs dann schon empfehlen!

Trotz Rasse fällt meiner Stute das alles bisher relativ einfach, sie hat aber auch einen schönen Körperbau und wenn sie gelöst läuft, sieht man keinen Traber mehr, nur noch im zu flachem Galopp :D
Das schaufeln im Trab ist schon lange weg, echt herrlich...
Klingt gut! Um Galopp kann man ja beim Reiten noch einiges Verbessern.:)
Jedenfalls schon mal viel Spass und Erfolg!
Berichte wies läuft sind ausdrücklich erbeten! :D

LG Sky
 
filou2

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Ich bin eigentlich ein Hilfs- und Ausbindezügelgegner. Kann durchaus sein, dass das ein Relikt meiner klassischen Ausbildung ist. Die Hinterhand aktivieren kann ich auch ohne die Dinger an der Longe. Wenn ich lange genug mit einem Pferd an der Longe arbeite, ist es überhaupt keine Frage, dass es versammelt läuft und die Reiterhand gibt ja genau über dem Cavaletti normal ein Stück weit nach, was der Ausbindezügel ja gar nicht macht. Grade über Cavaletti hätt ich den von meiner Erfahrung her komplett ausgeschnallt. Beim Reiten tu ich ja auch nicht ausgerechnet für die Cavalettiarbeit einen Ausbinder rein. Da sagt man, dass das Pferd durch den Sprung den viel zu heftig rein bekäme und beim Longieren wär das dann in Ordnung? Das Buch kenne ich leider nicht, sodass ich hier nicht mitreden kann, mir vielleicht ausgerechnet das Wissen fehlt, um verstehen zu können, warum die das machen.
Daher würde ich Dir raten, tu's ohne. Wenn Probleme auftauchen sollten, kannst Du immer noch die Arbeit umstellen - in welche Richtung auch immer.
 
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Lelie

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Aber das mit der Aktivierung der HH und der Spannung leuchtet mir ein ;) nun muss ich nur noch für mich rausfinden, wie man am besten die Longe verschnallt in der Trense, denn ich denke, einen HZ nur im Halfter hat nun keinen Sinn und drückt auf den falschen Stellen.
Ich denke ich werde dafür dann auch wieder zu den Dreieckern greifen, weil die Anlehnung da besser gegeben ist, als bei der Longierhilfe, obwohl... mmh, die ist natürlich elastischer...
Wenn du beim Longieren nicht so viel Druck aufs Maul bekommen möchtest, kannst du die Ausbinder in die Trense einschnallen (in deinem Fall würde ich sogar eher zu Laufferzügeln greifen (seitlich verschnalltes Dreieck, die ermöglichen noch mehr Dehnung und "ziehen" nicht so sehr nach unten wie Dreiecker) und über die Trense ein gut sitzendes, nicht zu lockeres Halfter schnallen, in das du dann die Longe einhängst.
Die Longierhilfe würde ich nicht nehmen, da sie doch mal etwas rucklig wirken kann, gerade wenn die Pferde sehr flott vorwärts gehen und deshalb würde ich die allenfalls für die Muskelaufbauarbeit im Trab ohne Cavalettis benutzen. Und: Elastisch ist meiner Meinung nach eher schlechter als besser, denn dadurch werden die Pferde animiert sich ordentlich reinzuhängen und das trainiert nur den Unterhals. Laufferzügel oder Dreiecker geben ja auch nach, nur eben durch das Durchrutschen im Trensenring und nicht durch Dehnen des Materials.
Zum Arbeiten hast du mit Lauffern auch mehr Variationsmöglichkeiten.

Die Hinterhand aktivieren kann ich auch ohne die Dinger an der Longe. Wenn ich lange genug mit einem Pferd an der Longe arbeite, ist es überhaupt keine Frage, dass es versammelt läuft...
Und wie willst du das machen? Ist jetzt wirklich nicht provozierend gemeint, nur ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen. Meine "klassische" (nach FN, Ausbildungsskala...) Ausbildung hat mir immer vermittelt, dass Schwungentwicklung und Versammlung nur über die federnde Anlehnung an die Reiterhand erreicht werden können.
Und die fehlt beim Longieren eben.
Wäre dir sehr dankbar, wenn du das genauer erläutern könntest, wie das funktionieren soll.

...und die Reiterhand gibt ja genau über dem Cavaletti normal ein Stück weit nach, was der Ausbindezügel ja gar nicht macht. Grade über Cavaletti hätt ich den von meiner Erfahrung her komplett ausgeschnallt. Beim Reiten tu ich ja auch nicht ausgerechnet für die Cavalettiarbeit einen Ausbinder rein. Da sagt man, dass das Pferd durch den Sprung den viel zu heftig rein bekäme und beim Longieren wär das dann in Ordnung?
Wenn ich Arabesque richtig verstanden habe, geht es nicht ums Springen, sondern um Cavalettiarbeit mit Stangen, maximal halbhohen Cavalettis. Nur sollte man für sowas eben immer Cavalettis nehmen, weil die nicht wegrollen können.
Mit Springen (wo niemals andere Hilfszügel als ein gleitendes Ringmartingal verwendet werden dürfen) hat das also nichts zu tun.
Ausbindezügel geben übrigens sehr wohl nach, dann dadurch, dass das Pferd sich nach unten streckt (was es ja dabei soll), rutscht der Laufferzügel durch den Trensenring, der untere Anteil wird kürzer und der obere länger, sodass das Pferd genug Platz hat um sich zu dehnen.
Natürlich ist dieses Nachgeben begrenzt, aber beim Reiten schmeißt man ja auch nicht die Zügel auf den Hals sondern geht lediglich ein bisschen mit der Hand vor.
Den Vergleich mit den Hilfszügeln beim Reiten finde ich etwas hinkend, da hier ja die Hilfszügel durch die Zügel plus Reiterhand ersetzt werden. Letztere fehlt an der Longe und muss deshalb ersetzt werden. Beim Reiten sollten Hilfszügel ja nie einen Ersatz sondern eine Unterstützung der lernenden Reiterhand darstellen, deshalb passt der Vergleich meiner Meinung nach nicht so ganz.

LG Lelie
 
filou2

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Die Hinterhand aktivieren kann ich auch ohne die Dinger an der Longe. Wenn ich lange genug mit einem Pferd an der Longe arbeite, ist es überhaupt keine Frage, dass es versammelt läuft...
Und wie willst du das machen? Ist jetzt wirklich nicht provozierend gemeint, nur ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen. Meine "klassische" (nach FN, Ausbildungsskala...) Ausbildung hat mir immer vermittelt, dass Schwungentwicklung und Versammlung nur über die federnde Anlehnung an die Reiterhand erreicht werden können.
Und die fehlt beim Longieren eben.
Wäre dir sehr dankbar, wenn du das genauer erläutern könntest, wie das funktionieren soll.
Oh je, jetzt hab ich einen Erklärungsnotstand, denn ich müsst jetzt meinen alten Hohe Schule Lehrer engagieren und / oder einige Bücher abschreiben. Prinzipiell ist der erste Gedanke, das Longieren aus dem Führen raus entwickeln, dass ich anfangs noch mit der Hand am Kappzaum nachhelfen kann. Von da aus ziehe ich mich immer mehr in die Kreismitte zurück, bis dem Pferd Signale von mir reichen (Longe / Peitsche / Stimme). Auch die Doppellonge muss für die volle Versammlung zumindest Einheitenweise mit hinzugezogen werden. Ein langwieriger Prozess und mein Lehrer konnte das sehr gut erklären. Er sagte uns beim Reitunterricht auch immer, das Pferd muss jeden Versammlungsgrad und jede Lektion von sich aus zeigen, sonst wird das auch nie auf Publikum wirken, sondern immer erzwungen aussehen. Bei Vorführungsreife sollte man nur noch drauf sitzen und mit praktisch keinen Hilfen, schon gleich gar keinem Zügel die Lektionenreihenfolge diktieren. Der einrahmende Zügel kann dem Pferd beim erlernen eine Hilfe sein, indem er ihm sagt "halt, hier nicht so viel", aber muss irgendwann wieder entfallen. Er reitet immer am Ende seiner Show nochmal zwei oder drei Lektionen am langen Zügel, weil er sagt "Die meisten, die da drin sitzen, lernen 'Otto-Normal-Englischreiterei' und meinen, am langen Zügel könne man nur bummeln."
Wir, die bei ihm gelernt haben, lassen die Pferde auch mal richtig lang munter Gas geben, weil sie das auch zum Lösen brauchen, aber in der Arbeitsphase wird dauernd auf verschiedenen, aber immer kleinen Radien gearbeitet und meist mit Führstrick oder Doppellonge. Dazwischen wieder eine Lösephase an der einfachen Longe, dann nochmal zu sich holen, sehen, was von der ersten Arbeitsphase hängen blieb, alles ausklinken, laufen und wälzen lassen. Am nächsten Tag munter Sport vorwärts, dann erst wieder angreifen, sodass die Pferde ein bisschen Zeit haben, alles zu verdauen. Es dauert etwa ein Jahr, bis die Hinterhand da richtig aktiv ist und vor allem ihrer Aktivität wirklich fein mit den Hilfen beeinflusst werden kann, bei einem Pferd mal länger, beim anderen weniger lang, abhängig von Lernfähigkeit, persönlicher Anatomie, eventuellen Vorerkrankungen etc., mit einem Fingerschnippen ist das natürlich nicht erreicht, aber ich gehe mal davon aus, dass Du das auch nicht erwartet hättest.

Wenn ich Arabesque richtig verstanden habe, geht es nicht ums Springen, sondern um Cavalettiarbeit mit Stangen, maximal halbhohen Cavalettis. Nur sollte man für sowas eben immer Cavalettis nehmen, weil die nicht wegrollen können.
Mit Springen (wo niemals andere Hilfszügel als ein gleitendes Ringmartingal verwendet werden dürfen) hat das also nichts zu tun.
Ausbindezügel geben übrigens sehr wohl nach, dann dadurch, dass das Pferd sich nach unten streckt (was es ja dabei soll), rutscht der Laufferzügel durch den Trensenring, der untere Anteil wird kürzer und der obere länger, sodass das Pferd genug Platz hat um sich zu dehnen.
Natürlich ist dieses Nachgeben begrenzt, aber beim Reiten schmeißt man ja auch nicht die Zügel auf den Hals sondern geht lediglich ein bisschen mit der Hand vor.
Den Vergleich mit den Hilfszügeln beim Reiten finde ich etwas hinkend, da hier ja die Hilfszügel durch die Zügel plus Reiterhand ersetzt werden. Letztere fehlt an der Longe und muss deshalb ersetzt werden. Beim Reiten sollten Hilfszügel ja nie einen Ersatz sondern eine Unterstützung der lernenden Reiterhand darstellen, deshalb passt der Vergleich meiner Meinung nach nicht so ganz.
Beim munter vorwärts werden schon auch mal Stängli reingelegt. Cavaletti in halbhoch gelten bei uns als erhöhte Stangen, seitdem in unserem Stall mal einer Cavalettistunde gehalten hat und eine, die sich nicht springen traut, da rein ist, dachte, sie muss nur über Cavaletti. Uff, hat der die Dinger gestapelt.
 
L

Lelie

Gast
@ filou: Das ist ja alles schön und gut, dass dein Reitlehrer das alles erklären und vorreiten kann. Ich hab leider grad kein Wort verstanden, jedenfalls nicht in Bezug auf meine Frage. Und ich wüsste jetzt nicht, wie ich mein Pferd ohne Ausbinder an der Longe zu Schwung und Versammlung bringen soll.
 
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Arabesque

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Ich bin auch grad etwas verwirrt *lach* glaube, aber schon begriffen zu haben und denke das ich dann doch nicht so auf dem falschen Wege bin, wenn ich ohne HZ longiere :)

Und ja, es stimmt, je höhere Lektionen man reitet, desto feiner werden die Hilfen, also auch die Zügelhilfen aber trotzdem sind doch immer Hilfen da, seien sie noch so fein

Auch beim Überstreifen zeigt sich ja, dass das Pferd sich selber tragen kann und nicht an Schwung etc. verliert, trotzdem streift man ja nur kurz über

Wir als "Otto- Normal- Reiter", da zähle ich mich eindeutig zu, werden aber wohl nicht in der Lage sein so, zu reiten wie dein RL Filou :D es sei denn mit dem richtigen, so wie deinem, RL... aber ob der was für mich wäre, weiß man ja auch nicht...wahrscheinlich stimmen dann andere Faktoren nicht überein, also mit meinem Denken ;)

Ach übrigens, mir ging es nur um reine Cavaletti Arbeit, sind dann so 30cm hoch, gell?? Alles höher wird dann ja schon wieder im Galopp getätigt, wenn ich mich grad nicht irre, und das würde ich dann sowieso nicht mit HZ tun, da meine Stute ja im Galopp noch sehr flach ist

Cavaletti Arbeit unterm Reiter, wo ich dann auch mal so hoch stellen würde, tue ich eh ohne HZ, da bin ich ja mit der Hand dran :)

So, nun muss ich nochmal alles auf mich wirken lassen :) Habe bestimmt nun einiges vergessen :rolleyes:
 
A

Arabesque

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Die Longierhilfe würde ich nicht nehmen, da sie doch mal etwas rucklig wirken kann, gerade wenn die Pferde sehr flott vorwärts gehen und deshalb würde ich die allenfalls für die Muskelaufbauarbeit im Trab ohne Cavalettis benutzen.

LG Lelie
Jetzt weiß ich, was ich vergessen habe *lach*

in einem anderen Thread habe ich schon gelesen gehabt, das viele der Meinung sind, die Longierhilfe würde die selbe Einwirkung haben wie die riegelnde Reiterhand

Das kann ich nun garnicht bestätigen, da die Longierhilfe bei meiner Stute immer flexibel mit übern Rücken gleitet, so das es nicht im Gebiss rucken tut

Aber das mit dem flexibel ist mehr als einleuchtend :) Danke dir!!!
 
L

Lelie

Gast
in einem anderen Thread habe ich schon gelesen gehabt, das viele der Meinung sind, die Longierhilfe würde die selbe Einwirkung haben wie die riegelnde Reiterhand
Ich würde eine Longierhilfe nicht mit einer riegelnden Reiterhand vergleichen, denn letztere ist meiner Meinung nach noch wesentlich (!) härter.
Nur dadurch, dass die Longierhilfe zwischen den Beinen durch und dann am Ellenbogen hoch geht, wirkt sich schon jede Beinbewegung (wenn auch nicht immer sehr stark) auf die Verbindung zum Maul aus.
Ich selbst bin (in bestimmten Situationen) auch Longierhilfen-Benutzer, da ich den eben beschriebenen Effekt in bestimmten Fällen als das geringere Übel ansehe. Eine gute Longierhilfe kann zum Rücken- und Bauchmuskelaufbau einfach unglaubliches leisten.
Nur zum richtigen Arbeiten ist sie nicht variabel genug und wirkt meiner Meinung nach eben auch zu stark aufs Maul. Das will man ja dann sensibel halten und es geht um mehr als nur reines "Krafttraining".
Deshalb mein Abraten von der Longierhilfe beim Cavalettitraining.
Übrigens: 30 cm finde ich für Cavalettiarbeit im Trab sehr hoch. Ein halbhoch gestelltes Cavaletti ist im Trab eigentlich das höchste der Gefühle und das würde ich mal auf ca. 20 cm schätzen. Hcchgestellte Cavalettis würde ich nur für die Galopparbeit nutzen und auch da in deinem Fall noch nicht jetzt.
Meistens erreicht man eine Aktivierung der Hinterbeine mit Cavalettis schon sehr gut auf niedrigster Stufe und ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Pferde heiß werden, wenn die Cavalettis an der Longe zu hoch werden. Und zu hoch kann auch halbhoch bedeuten. Deshalb: lieber klein, aber fein :).
LG Lelie
 
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Arabesque

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Ich hatte die Abhöhungen der Cavalettis nun nicht im Kopf und war auch zu faul das Buch hochzuholen :) tippte ja nur auf 30cm :D

Ich habe bisher ja nur angelesen, da ich noch Tips suchte bezgl. der Longenverschnallung und Hilfszügel, aber ich glaube auch mich zu Erinnern, das Cavaletti Arbeit an der Longe nur mit der niedrigsten Einstellung gemacht wird

Ich denke auch, ich werde meine Schlaufis zu Dreieckern oder Lauffern verschnallen, je nachdem welche Art Ara besser findet

LG
Jessi
 
Quasy

Quasy

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Ich denke,dass man bei aufmerksamen Pferden ohne viel Risiko kleine Cavalettis und Hilfszügel kombinieren kann.
Meine Stute wird ohne Ausbinder warmlongiert (ca 10 min auf jeder Hand). Das dient auch zu zu Bewegungszwecken,mal Auslaufen,wenn sie es braucht, warm werden und eben V/a dehnen. Macht sie auch recht gut,natürlich nicht immer konstant (hat sie ja unterm Reiter noch Probleme).

Danach kommen Halsverlängerer rein. Und die Arbeit kann beginnen. Und wenn ich meine Arbeit,dann wird auch gearbeitet. Am liebsten ist mit,wenn ich die ganze Halle od. Platz für mich habe. Dann wird auch oft die Doppellonge eingeschnallt (hier ohne Ausbinder). und die unterschiedlichsten Sachen geübt,verfeinert. (auch an langen Seiten,Zirkelwechseln,etc)

Und eben Cavalettis bzw. Stangen werden oft mit eingefügt,da meine Stute probleme hat (auch aufgrund ihres körpers) die hinterhand sehr gut zu aktivieren und unterzutreten. bis sie das preisgibt,dauert es mir zu lange.

Ich verschnalle die Longe im Gebiss immer so:

2x um inneren Ring rumwickeln und dann in den äußeren einhaken.
die gezeigte hat die longe noch über den kopf gezogen ( für ein anderes forum) kann darin den zweck aber nicht ersehen.
also 2x innerer,dann äußerer.
der halsverlängerer kommt auf's genick mit der schlaufe,dann innen durch je beide zügel und wird von mir seitlich verschnallt.(an gurt bzw. sattel)
vlg
 
Gisa

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Hallo Quasi, jetzt habe ich aber mal eine Frage: warum wickelst du die Longe zweimal um den inneren Ring der Trense? und dann das Ende an den aüßeren Ring?? Das erscheint mir ein bischen seltsam. Kannst du mir veraten, warum du das so machst.
Danke!
 
Quasy

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Ja,damit ich weniger Druck auf den äußeren Ring bekomme,und sie nicht nach außen Stelle.
Durch die Reibung der Longe wird verhindert,dass sich das kolosal zusammenzieht (müssen natürlich oft handwechsel und lockerungen eingebaut werden). Es wirkt quasi 2/3 innen und 1/3 außen so bekomme ich eine gute biegung.
Wobei die Einwirkung bei meiner Stute an der Longe eh minimal ist. Halte Longieren immer für eine gute Ergänzung um mich mit Körpersprache zu verständigen. Von hektischem an der Longe ziehen und die Peitsche knallen, und Teeerraaab schreien halte ich nichts. Erst wenn sie auf Kspr. nicht reagiert nehme ich Stimme dazu. Durch mitdrehen der Schulter erreiche ich,dass sie völlig frei auf dem Zirkel geht,die Longe gebogen durchhängt (nicht schleift).
wenn sie warm ist,kommen eh ausbinder rein (bzw. doppellonge) und die arbeit kann beginnen.

rein theoretisch könne ich auch einfach innen die longe einhaken. der druck verteilt sich dann nur nicht gleichmäißg.
vlg
 
Gisa

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Hallo Quasi,
nach längerer Pause kommt jetzt die weitere Diskussion. Während meiner Ausbildung(nur longieren gemeint) wurde uns klipp und klar verboten die Longe über den Kopf zu ziehen um damit den äußeren Gebißring miteinzuhängen. Hast du vll die passende Erklärung dafür, warum du das so machst???
 
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Cavaletti Arbeit an der Longe

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