Faszination Reiten

Diskutiere Faszination Reiten im Reiterstübchen Forum im Bereich Community; Mädels kennt ihr das auch? Ein Kollege fragte mich neulich: Was fasziniert Dich eigentlich am Reiten so? Was ist da so toll dran?? Warum machst...
nanja1

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Mädels kennt ihr das auch?
Ein Kollege fragte mich neulich: Was fasziniert Dich eigentlich am Reiten so?
Was ist da so toll dran??
Warum machst Du das?
Gut was ich denke weiss ich...
Wie ists bei euch?

Bühne frei für die Gedanken
 
W

Wunschtraum

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AW: Fazination Reiten

Tolles Thema, aber irgendwie schwer das so differenziert zu beantworte. Vorallem das jemandem zu erklären, der nicht mit dem Pferdevirus infiziert ist.

Spontan würde ich sagen: alles!

Einmal ist es der Umgang mit Tieren, die ja doch ihren eigenen Kopf haben und auf die man sich einlassen muss. Viell. auch, dass man zu einem Wesen eine Beziehung haben kann und nie hintergangen und enttäuscht wird, wie das bei den Menschen so oft der Fall ist. Ich vertaue meinem Pferd bedingungslos und wenn ich das richtig einschätze, tut sie das anders herum auch.
Man wird mit der Zeit zu einem Team, versteht sich ohne viel Worte. Ich muss meistens nur "Trab" denken und schon trabt mein Pferdchen an. Es ist ein tolles Gefühl wenn mein Pferd auf dem Turnie für mich kämpft und sein Bestes gibt.
Genauso super ist es natürlich auch, wenn man mit eine wiehren oder brummeln begrüßt wird, wenn man vertrauensvoll Pferdekopf auf die Schulter gelegt bekommt.

Irgendwie einfach alles!
 
urmeli

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AW: Fazination Reiten

Danke für das Thema :)

also erstmal freue ich mich euphorisch nach meiner superlangen Reitpause endlich wieder im Sattel zu sitzen.....ich wollte das jetzt nicht anders ausdrücken :D
Aber dazu gehört natürlich noch viel mehr. Zuneigung zu geben und zu bekommen, beim Putzen das Pferd beobachten, verwöhnen, erziehen....dann endlich auf zu steigen. Durch den Wald zu reiten und zu riechen, ständig neue Situationen zu erleben, Rehe sehen, das Pferd als Individuum immer wieder neu verstehen lernen und erleben und sich selbst.
Es ist auch Arbeit und anstrengend, doch jeder kleine Fortschritt ist ein Highlight.

Reiten ist eine Gemeinsamkeit die auf Gegenseitigkeit beruht.
 
L

Lelie

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Ein super Thema, was Nicht-Infizierte wohl nie so ganz nachvollziehen können werden.
Für mich besteht die Faszination Reitsport aus zwei Komponenten.
Zum ersten ist da der Anteil Pferd und Umgang. Es ist wunderbar, wenn man weiß, dass da immer jemand auf einen wartet, sich freut, keine dummen Fragen stellt, immer zuhört und dazu noch so schön weiches Fell hat, wo man die Nase reinstecken kann, wenn es einem mies geht.
Zum zweiten ist da noch der Anteil Pferd und Reiten. Für mich gibt es nichts Schöneres als allein mit meinem Pferd die Morgensonne im Gelände zu genießen, über ein Stoppelfeld zu "fliegen" oder in einer perfekten Traversale das Gefühl von absoluter Harmonie zwischen Pferd und Reiter zu erleben.
Diese Einheit zweier Lebewesen bietet einfach keine andere Sportart und kein anderes Hobby. Auch wenn ich mit einem Hund spazieren gehe, werde ich doch nie so eine enge Einheit erreichen, wie wenn ich auf dem Pferderücken sitze.
Ich denke, diese beiden Anteile bilden das Gesamtkunstwerk Pferdefaszination.
LG Lelie
 
filou2

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AW: Fazination Reiten

Danke für das Thema :)

also erstmal freue ich mich euphorisch nach meiner superlangen Reitpause endlich wieder im Sattel zu sitzen.....ich wollte das jetzt nicht anders ausdrücken :D
Aber dazu gehört natürlich noch viel mehr. Zuneigung zu geben und zu bekommen, beim Putzen das Pferd beobachten, verwöhnen, erziehen....dann endlich auf zu steigen. Durch den Wald zu reiten und zu riechen, ständig neue Situationen zu erleben, Rehe sehen, das Pferd als Individuum immer wieder neu verstehen lernen und erleben und sich selbst.
Es ist auch Arbeit und anstrengend, doch jeder kleine Fortschritt ist ein Highlight.

Reiten ist eine Gemeinsamkeit die auf Gegenseitigkeit beruht.
Meine Güte, ich glaub, ich bin paranoid. Bei "Rehe sehen" hab ich jetzt zuallererst an Hufrehe gedacht und mir überlegt "nein, die mag ich lieber nicht sehen."

Bei mir ist es mehr der Kontakt zum Pferd, seine Zuneigung, diese so wunderschönen Tiere zu beobachten, ihr Verhalten, ihre Anatomie, ihr Leben zu erkunden als das Reiten selbst. Es ist schon ein unbeschreibliches Gefühl, wenn mich dieses Tier trägt und der Grund, weiterlernen zu wollen in der Reiterei ist klar, dieses tolle Gefühl noch oft mit meinem geliebten Pferd erleben zu dürfen, also ihm so wenig wie möglich, am besten gar nicht zu schaden und seine Schönheit zu fördern, indem ich es gut trainiere, es in eine Aufrichtung bringe, seine Muskeln gut ausbilde... Hach, ich höre mich schwelgen. Natürlich glaube ich mich noch lange nicht am Ziel des perfekten Reiters und Förderers. Perfekt ist etwas, was man nicht erreicht, aber wonach man streben kann, um wirklich für immer eine Motivation zu haben. Dass ich da noch weit entfernt bin, ist mir klar, doch soll es so nicht bleiben.
 
urmeli

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:D

Wenn man ausreitet sieht man oft Rehe ( die 4 Beinigen). Da man auf einem Pferd sitzt haben viele keine Angst und bleiben einfach stehen. Das finde ich immer etwas Besonderes.
 
Ilo70

Ilo70

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Wirklich ein interessantes Thema :)

Ich hoffe ich bin mit meiner Antwort nicht zu theoretisch oder psychologisch :(.

In der Natur des Menschen gibt es viele Komponenten warum wir uns mit Tieren (egal welcher Art) einlassen. Je nach dem wie diese Komponenten gewichtet sind entscheiden wir uns für eine Tierart.

Der Mensch ansich hat in seinem Gefühlsrepertoire keine "Schublade" für Haustier. Sondern das jeweilig gewählte Tier belegt eine Schublade in unserem "Gefühlsschrank", die leer oder nur Teilweise gefüllt ist. Unsere Urahnen haben Tiere als Nahrung oder Nahrungsquelle erlebt oder eben auch als Konkurrenten. Eine Bindung zu einer Tierart, egal zu welcher kam erst später. Das erste Tier, das der Mensch übrigens in seiner Nähe und später im Verband zuließ war der Wolf. Das Ganze ist jetzt 15 000 Jahre her. Viel später kamen erst die anderen Tierarten dazu. Alles hatte einen Zweck und einen Sinn für die Gruppe, den Clan ansich. Erst in der heutigen Zivilisation, hält man sich Tiere aus emotionalen Gründen. Aber auch in der heutigen Aera müssen die Tiere etwas erfüllen und sei es eben ein emotionaler Teil.

Die heutigen Menschen leben einen Teil ihres Versorgenwollens am Tier aus und auch wenn das Pferd kein Tier ist, welches einen aktiv beschützen würde (zumindest nicht in der Regel) gibt es uns Sicherheit. Besonders Frauen ist das wichtig. Ein so großes Tier, von mehreren hundert Kilos, wirkt nun mal nach außen, vor allem auf Pferdefremde erst einmal abschreckend und respekteinflößend.
Ein Teil von uns möchte auch dominieren, gewinnen und bestimmen. Sich durchsetzen zu müssen und das hoffentlich erfolgreich wird gelebt in der Beziehung zu einem Tier.
Und letztendlich natürlich auch das Gefühl des Nicht-Allein-Sein wird bedient, einen Partner zu haben, der nicht die Ansprüche an uns stellt, wie sie ein Mensch an uns stellt.
Das Gefühl gemocht und geliebt zu werden und somit eben nicht allein oder entbehrlich zu sein.
Je mehr Unterschiede ein Pferd zwischen den Menschen macht, bzw. seinen Besitzer mehr erlaubt als anderen Menschen um so befriedigender ist das für den, der bevorzugt wird - auch wenn man das vielleiiicht nicht wirklich zu geben würde.
Für Männer ist es natürlich auch all das oben aufgeführte oder eben Teile daraus, aber für einen Mann spielt immer noch der Machtkampf, das Dominieren eine größere Rolle als es das in der Regel für uns Frauen tut (boah scheiß Deutsch ... sorry).
Die Gewichtung des emotionalen Nutzens ist bei Männern also eher anders als bei Frauen. Gerade am Beginn, wenn man noch nicht reiten kann, bedeutet sich auf ein Pferd zusetzten, zunächst einmal Kontrollverlust und dazu sind Männer eher weniger bereit als wir Frauen. Deshalb gibt es wahrscheinlich auch im "Reitsport" eher weniger Männer als Frauen, die sich mit Pferden abgeben. :D

Die Liebe zum Pferd ist für jeden unterschiedlich gewichtet aber jeder holt sich aus dem Umgang mit ihnen etwas, was ihm im normalen Alltag ein bisschen fehlt oder man es einfach in größerem Maße möchte.
Klingt recht theoretisch (sorry!) erklärt aber was nun einmal in der Natur des Menschen veranlagt ist.

Ich habe mir die beiden ollen Hengste auch nicht nur gekauft, weil ich ein guter und so toller Mensch bin. Sondern eben deshalb, weil das Gefühl mir gut tut. Und auch weil mich der Ehrgeiz reitet aus ihnen "normale" und zufriedene Pferde zu machen. :eek:

Liebe Grüße

Ilo
 
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nanja1

nanja1

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Okay... schein ich nicht alleine zu sein..
Mich interessiert sowas einfach ich find nett mal mit andern drüber fachsimpeln zu können.

Ich werde das oft gefragt "was fasziniert dich dadran?" oder auch "an dem Pferd?" was zu meiner Antwort führt:

Ich mag Pferde weil sie einfach unheimlich ehrlich, freundlich und offen sind.
Das in Kombination mit der schieren Kraft... Einfach irre...
Sie nehmen nichts! wirklich übel...

*lach* oh gott das ist in 2 Sätzen nicht zu erklären..
Aber allgemein gesprochen...Das meine Monster ( ob 150cm Pony oder 180cm Pferd) trotz erheblicher Schlechter Erfahrungen mir immer vertrauen,
und sich immer neu auf die Menschen einlassen bewunder ich einfach.
Ich habe noch kein Pferd erlebt das nicht wieder am Menschen halt gefunden hat. Und erkennen wer Freund sein will. Dafür stellen sie dann ihre körperliche Überlegenheit hinten an und tun was ich möchte..
Nicht weil ich sie zwinge sondern weil sie mir einen Gefallen tun wollen...
Und das Gefühl wenn diese 600kg pures Testosteron anfangen zu tanzen
weil ihn ein 60kg Mensch bittet... kann ich schlecht beschreiben.

Ich hab nur die Problempferde weil ichs einfach schön finde zu beobachten
wie aus einem total verunsicherten apatischen 3 jährigen ( als Beispiel)
ein fitter, selbstbewusster, gesunder, kraftstrotzender 4 jähriger geworden ist...
Und wies weitergeht wird ER mir noch zeigen.

?? Öhhhh kann man mir da folgen???
Weiss nicht ob da so verständlich ist....
 
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