Woher kommen Eure Erfahrungen mit Pferden

Diskutiere Woher kommen Eure Erfahrungen mit Pferden im Reiterstübchen Forum im Bereich Community; Hallo, ich bin ja noch nicht sehr lange hier wundere mich aber teilweise über Meinungen und Beiträge. Ohne überheblich klingen zu wollen so sitze...
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Jolly-Jumper

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Hallo,
ich bin ja noch nicht sehr lange hier wundere mich aber teilweise über Meinungen und Beiträge.
Ohne überheblich klingen zu wollen so sitze ich doch manchmal von dem Rechner und schüttle nur den Kopf. Den Kopf zu schütteln ist noch harmlos, manchmal ärgere ich mich richtig und muss mich sehr beherrschen.
Es werden Beitäge gepostet also das ist das Niveu von Wendy schon akademisch !!
DArum würde mich mal interessieren wie lange ihr schon mit Pferden umgeht und woher die * Weisheiten * und Erfahrungen kommen.
Hier soll sich doch bitte niemand angegriffen fühlen (wahrscheinlich tun dies auch wieder die völlig falschen)
Dies soll nur Information sein,
Ich selber bin ü. 40 und gehe seit 30 Jahrern mit Pferden um.
Mittlerweile habe ich selber einige Pferde und Ponies. Bin früher Turniere geritten und habe heute meinen Schwerpunkt im Therapeutischen Reiten bzw. der Heilpädagogischen Förderung mit dem Pferd.
Ich komme aus der Klassischen Reiterei und habe verschiedene Ausbildungen im Pferdebereich.
Danke und vielleicht lernen wir uns dadurch einfach auch näher kennen.
Jolly
 
iesca

iesca

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Ein interessantes Thema :) Ich reite seit ca. 14 Jahren, wobei ich vor allem in den letzten Jahren relativ viele Unterbrechungen machen musste.
Bei mir war es so der übliche Weg: Reitstunden, Pflegepferd, Reitbeteiligung, eigenes Pferd.
Unterricht hatte ich in einer 'typischen' Reitschule, die nur in dem Punkt zu der Zeit nicht typisch war, dass es üblich war und ist, dass jeder lernt, wie er sein Pferd selber zum Reiten fertigmacht und die Pferde in der Regel im Unterricht ohne Hilfszügel laufen.
Den Grossteil meines Wissens habe ich mir allerdings angelesen. Ab und zu waren auch Zeitschriften, wie z.B. Cavallo darunter, aber in den letzten Jahren vor allem Fachbücher und Zeitschriften wie die Dressurstudien und Piaffe.
Prinzipiell bin ich aber der Meinung, dass ich eigentlich noch viel zu wenig weiss. :D
 
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fanni

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Ohne überheblich klingen zu wollen so sitze ich doch manchmal von dem Rechner und schüttle nur den Kopf. Den Kopf zu schütteln ist noch harmlos, manchmal ärgere ich mich richtig und muss mich sehr beherrschen.
Es werden Beitäge gepostet also das ist das Niveu von Wendy schon akademisch !!
Jolly
Hallo, Jolly, auch ich bin noch nicht so lange hier und auch älter (40). Ich habe mich auch schon oft gewundert und geärgert, habe aber etwas bei deinem Beitrag nicht verstanden, was meinst du mit Wendyniveau, die witzigen Umfragen ????

Mein Werdegang ist mit deinem fast identisch, ich habe bei den reitweisen auch mal hin und her probiert und muss sagen, die meisten Leute gehen meiner Meinung nach zu brutal, zu laut und egoistisch mit ihren Pferden um. Ich habe zu oft Leute (meist junge Frauen) getroffen die aus unterschiedlichsten egoistischen Gründen (Reitsachen sind cool, angeben, hauptsache es geht im galopp über die Felder..........) das Pferd nur als Sportequipment nutzen. So etwas gefällt mir gar nicht. Egal, aber das mit Wendy hätte ich gerne von dir gewusst.
LG Fanni:p
 
nanja1

nanja1

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Also ich reite seit ich laufen kann.
Seit ich 7 Jahre bin haben wir eigene Ponies teilweise am Haus und teilweise auf verschiedenen Anlagen. Mittlerweile schaue ich so auf 20 Jahre Erfahrung
mit diversen eigenen Pferden zurück.
Unseren ersten besitze ich immer noch... Und würde ihn nicht missen wollen auch wenn er mittlerweile ein alter Herr ist.
Meine eigenen Ponies und Pferde waren immer "Schattenwesen" die aus irgendeinem Grund keiner wollte. Mich hats nie gestört und meine Monster sind immer recht fix mit viel Liebe Geduld und Fachkundiger Anleitung zu wahren Engeln mutiert. Bis vor einigen Jahren hatte ich so 3 Therapiepferde im Einsatz ( also ich habe sie für Therapien zur Verfügung gestellt und bin als Pferdebetreuer dabei gewesen). Mittlerweile musste ich zwar meinen Stamm auf einen und Oldie reduzieren, aber vielleicht ändert sich das irgendwann wieder.

Reiterlich hab ich einiges ausprobiert, viel Gelände, selten Dressur, Springen vom Pony gelernt und auch auf Tunieren bestritten, kleiner abstecher ins Western, um dann durchs Pferd wieder bei der klassischen VS zu landen.
Das ist mein Hobby aber ob ich wirklich wieder wettkämpfe starte weiß ich noch nicht.
Ich reite lieber aus anderen Beweggründen.

Klar ich hab viele Ecken wo ich mich auch nicht auskenne,
aber ich glaube die nötige Grundlage habe ich aus "erlebtem" oder "mitangesehenem" häufig sogar durch "ausprobiert".
Ich kann überall dazu lernen hab aber häufig doch schon recht eigene Ansichten wie ich es erst probieren würde.... Okay ich bin mit fast 27 Jahren noch eher jung, dafür aber auch schon seit 15 Jahren für meine Pferde alleine verantwortlich. Das lehrt finde ich am meisten..

Das sollten die Grundlagen gewesen sein bei weiteren Fragen immer her damit:D
 
Gwenie

Gwenie

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Interessante Frage! :D

Also cih habe mit 4 angefangen zu voltigieren mit 6 kam die erste Longenstunde, bei zwei sehr guten RL- denen das drumherum auch schon sehr wichtig fanden.
Bin jetzt 28 und ohne Pause bei den Pferden.
In der Zeit lernt man, wenn man offen und lernwillig ist eine Menge (gutes wie schlechtes).
Auch hatte ich das Glück Recht früh ein "eigenes" Pferd zu haben- mit Mama und Schwester. Und später dann ein ganz eigenes.

Ich gehöre "zwei Parteien" an: der Dressur und dem Voltigieren. Wobei ich die Dressur nicht in klassisch oder englisch... definieren möchte, da beide Seiten viele Vor- und Nachteile haben- klar ist: ich arbeite mit meinem Pferd nach der Skala der Ausbildung und nicht nach Rollkuren etc. ;)

Lernen kann man jeden Tag was neues im Punkto Pferd und Umgang. Ich höre und lese mir da auch gerne die neuesten Sachen durch und entscheide für mich was zu mir und meinem Pferd paßt.
Bin auch neugierig auf andere Ansätze und Reitweisen- das mag daran liegen das meine ganze Familie pferdeverrückt ist, sich da aber auch jeweils anders verwirklicht (Cousine erst Western jetzt Distanzreiten, Mutter Voltigiertrainern, ...) so bekommt man allein da schon verschiedene Standpunkte mit.
Klar lesen um sich zu informieren gehört dazu (als Beispiel "Finger in der Wunde"). Zudem gehe ich auch gerne auf Lehrgänge (reiten und longieren) um da andere Meinungen und Tipps zu bekommen. Diese werden dann ausprobiert und geguckt ob es zu uns paßt.
So denek ich dass ich schon eine Menge an Erfahrungen gesammelt habe aber doch nie auslernen werde;)
 
W

Wunschtraum

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Mh, ich hatte mit 6 meine erste Reitstunden, dann ebenfalls der übliche Weg. Reitbeteiligung, erste Turnieerfahrungen gesammelt, kurz vor meinem 16. Geburtstag das eigenen Pferd. Das macht jetzt fast 14 Jahre auf dem Pferderücken.
Mein Wissen hab ich durch gaaaanz viel lesen, zuschauen (da lernt man unheimlich viel, find ich), gute RL und TA's ausfragen.
Aber ausgelernt hab ich lange noch nicht. Ich denk wenn man mit Tieren arbeitet lernt man nie aus.
 
franzl

franzl

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Ich schliddere auch auf die 40 zu, bin aber als fast "Späteinsteiger" erst mit 18 aufs Pferd gekommen.
Zum Glück nicht in einer herkömmlichen Reitschule, sondern auf einem kleinen privaten Hof, der ein paar Ponies und zwei große Pferde hatte, auf denen Unterricht erteilt wurde. Bin jahrelang bei einem alten Rittmeister geritten, von dem ich eigentlich alle Grundlagen gelernt habe. Mein "Schulpferd" wurde schnell mein Pflegepferd, die ich wie eine eigene behandeln durfte. Leider musste die Stute dann eingeschläfert werden, so dass ich mir mein erstes Pferd gekauft habe. Damals war er 5, heute ist/wird er 24 und ist immer noch bei mir.

Nebenbei habe ich viel gelesen und zugeschaut, wo und wann es geht (mache ich heute noch so) Mit Opa habe ich ziemlich viel ausprobiert. Ich hatte immer mehr oder weniger regelmäßig RU in Dressur und Springen. Bin VS geritten, habe in die klassische Reitweise reingeschnuppert und mache NHT mit Trainer. Aus allem nehme ich das an, was zu mir und meinen Pferden passt. Seit 2 1/2 Jahren habe ich einen Jungspund dazu, an dem ich mein gelerntes anwenden kann :D.
Jetzt, wo der Lütte wieder voll einsatzfähig ist, habe ich wieder regelmäßig RU und der nächste Lehrgang ist angemeldet. Ist für mich ganz wichtig, weil ich auf ihm noch nicht so das Gefühl habe, wie ich es z. B. beim Opa habe. Ist schwer zu beschreiben, aber vielleicht wisst ihr, was ich meine.

Ich bin bestimmt nicht der Reiter unter der Sonne, aber ich weis was ich kann bzw. nicht kann. Nach wie vor bin ich Neuem aufgeschlossen und lerne gerne und ständig dazu.

Alle Pferde sind anders. Was für das eine gut ist, muss dem anderen nicht zwangsläufig auch gut tun. Dies zu erkennen und für sich und sein Pferd das Richtige herauszufinden ist und bleibt eine große Herausforderung.
 
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Evi1

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Mein Wissen habe ich von allem...

Wenn mich was interessiert lese ich Bücher, schaue mir Sachen bei anderen ab, frage meine Stallkollegen, frage Leute die in dem Gebiet erfahrener sind oder schaue mir im Internet Sachen dazu an.

Ich bin Grundsätzlich für alle Meinungen offen. Wenn ich das Gefühl habe, dass etwas gut zu meinem Reitstiel oder zu meinem Umgang mit Pferden passt, dann probiere ich es aus. Wenn es nciht klappt kann ich immernoch aufhören.
 
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Skydancer

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Hallo!
Also ich bin jetzt 22 Jahre und saß mit ca. 2 Jahren auf dem ersten Pony.
Mein Vater war schon immer pferdebegeistert und hatte früher auch ein Pferd und ist geritten.
Nach dem meist üblichen Ponyführen mit den Eltern und Reitunterricht in Reitschulen bin ich auf einem Zuchthof geritten, wo wir dann auch unser erstes Pferd, gekauft haben. Da war ich ungefähr zwölf.

Es folgte Unterricht bei verschiedenen Trainern.
Internationaler Springreiter, Bereiter FN, Trainer A, Grand Prix Dressurreiter, 2 S Dressurreiterinnen, Lehrgänge bei Grand Prix Ausbilder ...
Auch Praktikas bei Tierärzten, Kliniken und in Ställen kamen hinzu.
Momentan haben wir 4 eigene Pferde und ich versuche mich gerade als "Jungzüchter".
Unser erstes Pferd haben wir übrigens auch noch.
Turniermäßig war ich in der Dressur bis Klasse L unterwegs und erfolgreich.

Hab mir viel Wissen angelesen, grade über die Zucht. Habe viel bei Reitern, guten sowie schlechten zugeschaut und habe viel auf dem Turnier geguckt. Habe auch auf Turnieren Proktokoll geschrieben.
Wenn mich etwas interessiert hat, dann habe ich mich immer "durchgefragt".
Ich für mich habe einen guten Weg gefunden und glaube auch nicht alles was mir erzählt wird, sondern hinterfrage, bewerte, entscheide!
 
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fanni

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Welche witzigen Umfragen meinst du? :schaf:
Hallo, Bino,
ich hätte von Jolly gerne das mit dem Wendyniveau erklärt gehabt.... was meint sie damit, die albernen Smileys (einfach super, ich will mehr), die Umfragen ( wie findet ihr.. mir fällt jetzt keine ein: Butter ? oder Silbenspiele, Assoziationen, Pferdenamenspiel) oder was?
Ich bin ein verspielter, eher alberner Typ, die meisten Leute sind immer so bierernst und erwachsen- muss ich ja meistens auch sein, im Job, bei meinen Kindern- ich freu mich immer, wenn es etwas zu lachen gibt.


:D Fanni
 
L

Lelie

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Ich fand Pferde schon immer toll, aber als Stadtkind bin ich leider nicht mit Pferden aufgewachsen, da meine Mutter da gerade eine Reitpause eingelegt hatte.
Mit knapp 7 Jahren habe ich angefangen zu Voltigieren und kurze Zeit später habe ich dann in der Reitschule mit dem Reiten angefangen. Kurz davor war auch meine Mutter wieder eingestiegen und hatte sich ein Pferd gekauft, sodass ich fast täglich im Stall war.
Wenige Monate nach meiner ersten Reitstunde haben wir den Stall gewechselt und von da an habe ich keine Schulpferde mehr geritten. Nach zwei recht kurzen Reitbeteiligungen auf zwei ziemlich wenig ausgebildeten Ponys (ein Norwerger und eine Haflingerstute), bekam ich eine Trakehner-Halbblutstute, 27jährig, als RB. Das war das Beste, was mir passieren konnte. Die Stute war bis S-Dressur ausgebildet und brachte mir kleinem Floh eine Menge bei (ich "ritt" z.B. meine ersten fliegenden Wechsel) und als sie ein Jahr später endgültig in Rente ging, bekam ich eine neue RB. Eine 21jährige Ponystute, ein heißer Feger. Mit diesen beiden Pferden fing ich auch mit Bodenarbeit nach Tellington an, die ich mir mithilfe von Büchern selbstständig erarbeitete.
Die Ponystute ritt ich zwei Jahre lang bis Bekannte von uns (er Trainer A, sie Trainer B) beschlossen ein junges Pony zu kaufen, um es mir zur Verfügung zu stellen und später für ihre Kinder zu haben.
Bis dahin hatte ich 4 Jahre Reiterfahrung (klassisch, englisch, wie auch immer), davon immer mind. einmal in der Woche Reitunterricht und das große Hufeisen in der Tasche. Durch meine reitende Mutter war ich viel im Stall und hab so eine Menge über Umgang, Haltung und Reiterei gelernt, in dem ich meine Augen und Ohren oft überall hatte. Außerdem war ich schon damals ein rechter Bücherwurm und hab alles über Pferde und Reiterei nahezu inhaliert.
Mit meinem quasi eigenen Pony (damals viereinhalbjährig) steigerte sich natürlich das Reitpensum enorm. Ich ritt mindestens einmal in der Woche Dressurunterricht bei einer Pferdewirtin und Turnierrichterin, außerdem bald einmal wöchentlich Springunterricht und im Winter zweiwöchentlich Quadrillenstunde.
Im Sommer war ich bald auch viel im Gelände unterwegs, es folgte der Einstieg in den Turnierbetrieb und das kleine Reitabzeichen. Außerdem brachte ich uns beiden in Eigenregie (nach Tellington) das Halsringreiten bei.
Mit der Zeit ritt ich auch Großpferde nebenbei und immer wieder kamen Leute mit ihren "Problempferden" und baten mich um Rat oder "Beritt". Wo ich konnte, habe ich weitergeholfen und einige Pferde wieder halbwegs "geradegebogen".
Später wechselte ich den Reitlehrer (Pferdewirtschaftsmeister und Dressur bis Grand Prix erfolgreich), machte mit dem Pony (was ich ja mit Hilfe von unten selbst ausgebildet hatte) mein bronzenes Reitabzeichen und ritt recht erfolgreich bis L-Dressur und A-Springen Turniere.
Danach hatte ich wieder einige Arrangements mit zur Verfügung gestellten Pferden und von jedem lernte ich auf andere Weise etwas Neues. In dieser Zeit machte ich auch einen Verladekurs bei einer Trainerin, die bei Monty Roberts gelernt hat und nahm daraus einiges für den täglichen Umgang mit.
Seit nun fast 4 Jahren habe ich meine Stute (laaaange Geschichte), die mich dressurmäßig noch ein ganzes Stück weitergebracht hat.
Wenn ich auf meine bisher über 13 Jahre Pferdeerfahrung zurückblicke, denke ich, dass ich den Weg genommen habe, den viele Pferdemädels nehmen. Allerdings hatte ich das Glück, immer eine Menge Pferdekenner um mich zu haben, guten Unterricht, Eltern, die mein Hobby unterstützen und sich auskennen und nicht zuletzt hatte und habe ich immer wieder tolle Pferde reiten dürfen (plus Umgang...), die meine besten Lehrer waren.
Und ich hab immer Wert drauf gelegt, mir nebenbei so viel theoretisches Wissen wie möglich zu sein. Das kann Erfahrungen zwar nicht ersetzen, aber es kann einem helfen Fehler und Sackgassen zu vermeiden und erleichtert mir die praktische Umsetzung ungemein, wenn ich die großen Zusammenhänge verstehe.
LG Lelie
 
Steffi2

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Mein Fachwissen stammt zu einem großen Teil aus Fachliteratur (Bücher, jahrelanges Abo der Cavallo), aber auch aus eigenen Erfahrungen.
Ich mache mir meine eigenen Gedanken und schlucke nicht alles, was mir als bare Münze verkauft wird. Viele Leute haben keine Ahnung, wissen aber trotzdem alles besser...:rolleyes:

Ich habe mit 6 Jahren mit dem Reiten angefangen, habe also seit 19 Jahren mit Pferden zu tun.
Zuerst habe ich auf einer frechen Shettystute Sattelfestigkeit gelernt. :D Dann folgte eine Zeit in der Reitschule (wo die Pferde selbst gesattelt werden mussten ;)), Wechsel in einen anderen Reitstall (ohne Schulpferde), die ersten RBs, regelmäßiger (3x pro Woche) Unterricht auf einer RB, die praktisch wie mein eigenes Pferd war. Dann folgten nach meinem Umzug (wegen Studium) weitere RBs, sehr gut ausgebildete, feine Pferde (bis L-Dressur), von denen ich sehr viel gelernt habe, was feines Reiten angeht (okay, mein Sitz ist zwar nicht bilderbuchreif, aber nobody's perfect :p). Jetzt hab ich eine Haflingerstute als RB, die zwar noch ganz am Anfang steht, sich aber richtig freut, wenn ich zu ihr komme und mit ihr arbeite. Das zeigt mir, dass mein Weg nicht so falsch sein kann.

Ich weiß zwar nicht genau, auf welche Beiträge sich das "Wendy-Niveau" bezieht, aber falls Du die Spiele und Smileys meinst, die finde ich persönlich toll! :)
 
filou2

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Kennenlernen ist gut, denn ich habe mich heute angemeldet, als ich über eine Suchmaschine bei Eingabe eines Begriffs, den ich nachlesen wollte, direkt auf einen interessanten Beitrag über Longieren gestoßen bin. Also dürft Ihr so erfahren, "wer ich auf pferdisch bin":

Ich bin heute knapp 34.
Als 10-jährige hab ich den Nachbarn gefragt, ob ich auf seine Pferde klettern darf.
Mit 12 hab ich begonnen, Unterricht zu nehmen. Ich war bei einem Hohe Schule Reiter, der uns alles erst vom Boden aus beigebracht hat und uns danach die Lektionen erst unterm Sattel hat probieren lassen und wusste leider erst spät um das Juwel seiner Lehre, denn heute bin ich mit allem mir angebotenen Unterricht unglücklich. Das fängt schon damit an, dass ungeachtet dessen, was jemand an Erfahrung mitbringt, mindestens Dreieckszügel reingeschnallt werden und endet damit, dass die Trainer C, die normal Unterricht halten, oft nicht mehr können als ich.
Einmal hatte ich eine Pause eingelegt, weil mein Reitlehrer nach 7 Jahren, als ich knapp 20 war, einen Unfall hatte, seitdem er berufsunfähig ist und ich mit seiner Nachfolgerin nicht klar kam. Diese Pause dauerte etwa vier Jahre. Zuletzt hatte ich wieder 7 Jahre Pause, weil mich der Schulbetrieb in den verschiedenen Ställen nervte und ich mir sicher war, mit grad zwischen 800 und 1000 Euro Einkommen könne man sich kein Pferd leisten. Im Mai letzten Jahres hab ich es nicht mehr ausgehalten und bin doch wieder in einen Schulbetrieb. Wenigstens die Pferde waren dort gut ausgebildet, wenn schon nicht die Lehrer.
Im Dezember wurde der Schulbetrieb aufgelöst und ich kaufte meinen Lieblingswallach draus. Es geht eben doch auch mit geringem Einkommen und auch, wenn man für dieses geringe Einkommen 60 Stunden wöchentlich arbeiten muss. Man braucht nur einen Vollpensionsstall mit ganztags Koppelgang und muss halt weiter eisern sparen. Gut, ich hätte es nicht machen können, hätte ich nicht mehrere Personen in meinem Umfeld (Familie), die mich im Notfall jederzeit unterstützen und von denen ich weiß, dass sie bei weitem genug Geld haben.
Also bin ich nun stolze Pferdebesitzerin und versuche, mich auf meine Wurzeln mit der Longenarbeit zurück zu besinnen. Auch, wenn ich nun an mir sparen muss und alte Kleidung doch noch auftrage - ich habe seinen Kauf noch keine Sekunde bereut!
Meine Erfahrungen habe ich in all den Jahren bei verschiedenen Reitlehrern gesammelt, wobei ich schon sagen muss, mein erster Lehrer gab mir glaub 80% dessen mit, was ich heute kann und weiß. Wenn ich jetzt in den Foren die Fragen derer lese, die auch schon eine Zeit Unterricht haben oder so Aussagen wie "ich bandagiere nicht, denn ich will meinem Pferd nicht wehtun", dann überlege ich schon oft, ob ihre Reitlehrer sie nicht in alles eingebunden. Bei uns war normal, dass wenn eines der Schulpferde einen dicken Fuß hatte, einer von uns bandagiert hat, er hat es eigentlich jedem gezeigt. Er hat uns auch Sattel und Zaum, bevor wir diese Sachen benutzen durften, zerlegen und putzen lassen, denn wenn wir wissen, wie man den Zaum zusammenbaut, kann man auch schon halb aufzäumen. Sowas war für uns alles normal. Heute wird dreimal Zäumen vorgemacht, weil das notwendig ist, aber wenn man einem Reitschüler gegenüber sagt "schau mal das Backenstück an Deinem Zaum an, das sieht irgendwie komisch aus von der Ferne", dann wird man ratlos angesehen. Oftmals lese ich auch das Gegenteil dessen, was ich gelernt habe, lehne aber nichts sofort ab, sondern hinterfrage. Ich muss es ja am Ende nicht annehmen, aber vielleicht erfahre ich damit DEN Trick schlechthin.
Gut, was uns in der Jugend geholfen hat, so vieles erklärt zu bekommen, ist heute ein Sicherheitsproblem: Wir waren von mittag bis abend im Stall. Heute wird drum gebeten, dass alle unter 16 spätestens 30 min nach Unterrichtsende wieder abgeholt werden, wegen der Aufsichtspflicht. Wir waren halt irgendwo im Stall und wenn's interessant wurde, kamen wir gelaufen.
Es muss sich vor mir keiner schämen. Die dümmste Frage ist meines Erachtens grundsätzlich die, die nicht gestellt wird und die dümmste Antwort die, die nicht gegeben ist, denn ein Gespräch funktioniert nur, wenn beide Seiten mitreden und lernen funktioniert nur durch Weitergabe von Wissen. Wie fundiert das ist und was man persönlich für brauchbar und unbrauchbar hält, muss man selbst entscheiden, aber meistens kann man mit der Bandbreite von Aussagen ganz gut seine Schlüsse ziehen. Ich mag Foren, wo jeder wirklich viel mitmacht. In manchen Foren kommt man sich schon alleine vor, wenn man mal eine halbe Stunde stöbert und irgendwann steht unter "Neue Beiträge" überall bei "letzter Post" der eigene Nick und es kommt nix zurück.
Bin gespannt, hier mal jemand jüngeren bzgl. seiner Erfahrungen zu lesen.
 
Gwenie

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Danke Filou, genau das mit der Jugend "damals" und heute ist schon ein recht großer Unterschied.

Ich war auch den ganzen Tag am Stall, habe da viel mitgeholfen aber auch viel Spaß gehabt und gelernt. Heute wird schnell mal gemosert wenn "zuviele! Kids auf der Stallgasse sind etc...
Das ist echt schade!
 
Kicki

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Hallo,
Mit meinen guten 18 Jahren (geb. 1990) kann ich auf knapp 14 Jahre "Reiterfahrung" zurückgreifen. Ich setze es bewusst in Anführungszeichen, da ein kleines Kind, das noch in Kindergarten/Grundschule geht, nicht erwarten kann, dass es sich über jegliche Kleinigkeiten (warum? wieso? weshalb) beim Reiten und im Umgang mit Pferden Gedanken macht.
Schon zu Beginn meiner reiterlichen Karriere bekamen wir, meine Schwester und ich, ein Pony: Mäxchen, der mittlerweile ein ca. 25jähriger Rentner ist.
Anfangs hab ich ca. 1 Jahr Voltiunterricht genommen, dann sind wir mit Mäxchen auf einen Isländerhof umgezogen, wo wir bis ca. 2001 wöchentlich Reitstunden genommen haben. Gelengtlich haben wir dort auch an hofinternen Turnieren oder Reiterferien teilgenommen. In der Zeit habe ich hier und da ein paar Kinderreitbücher gelesen, oder auch Zeitschriften. Allerdings sollte man hier auch bedenken, dass ein junges Mädchen die Wendy der Cavallo wohl vorzieht.
Im Sommer 2001 sind wir dann zu einem Stall im Nachbarort umgezogen, bei dem wir bis November 2007 blieben. Reitstunden gab es erstmal keine. Viel mehr habe ich am Hof geholfen und mir von anderen Reitern was abgeguckt. Auch von Mäxchen habe ich viel gelernt, er ist eben ein Pony und somit ein richtiger Satansbraten ;) . Gelesen wurde auch hin und wieder. An 3 Turnieren habe ich dann auch mit Mäxchen noch teilgenommen, bis wir ihn im Sommer 2005 schweren Herzens - er ist gerademal 1,20m - dem Stallbesitzer als Schulpferd verkauft haben. Im August haben wir dann unseren Bellissimo bekommen. Zu Beginn war ich noch der Ansicht, vlt auch mit ihm an Turnieren teilzunehmen, was sich dann doch änderte. Billy hat mir durch seine Art viel beigebracht und ich merkte bei ihm einfach, dass Turnierreiten für ihn nichts ist.
Mittlerweile hatte ich wieder wöchentlich Reitunterricht, bei dem ich allerdings nicht viel gelernt habe. Durch den Wechsel des RL und manche Einzelstunden änderte sich dies jedoch enorm. Zu dem Zeitpunkt habe ich wirklich bewusst wargenommen, dass fast alles, was ich bis dahin gelernt hatte, nicht das war, was ich suchte. Umorientierung.
Verstärkend dazu kam der Stallwechsel im November 2007, da die Haltungsbedingungen am neuen Stall so pferdefreundlich sind, wie ich sie sonst noch nirgends gesehen habe: riesige Boxen, keine Pferdeknäste, enorm große Weiden etc. Meine Schwester, Billy und ich machten eine 180° Wendung!
Nebenbei habe ich mich weiter informiert und meine Richtung gefunden: die klassische Reitkunst. Seither informiere ich mich fortlaufend so oft es geht(Schulstress) darüber und denke auch über all das nach, was ich mache. Ich lesen Zeitschriften wie die Piaffe, aber keine Cavallo. Ich lese Bücher von den alten Reitmeistern angefangen bei Xenophon. Ich schaue manchen Leuten, die ich für Fachleute halte, bei der Arbeit zu und frage viel...
Das Schwierige dabei ist nur, dass ich seit Oktober 2007 keine RS mehr hatte. Man kann zwar viel durch lesen und zuschauen lernen und anhand von Fotos einige Fehler erkennen, aber mir fehlt schon die richtige Korrektur und manchesmal auch die Unterstützung. Alerdings ist es nicht einfach hier einen geeignetetn RL zu finden, haben doch die meisten noch die Ansichten, mit denen ich mich nicht identifizieren kann.

Zusammengefasst kann ich auf als Pferdebesitzerin auf eine 14jährige (teilweise kindliche ;) ) Erfahrung zurückgreifen, bei der ich viel im Umgang mit Pferden/Ponys gelernt habe, mir das Reiten eher über Bücher und zusehen aneigne. Leider weiß ich nochnicht allzu viel über Pferdekrankheiten, weil ich Gott sei Dank bisher noch nicht in deren Genuss gekommen bin. Auch kann ich behaupten, dass ich theoretisch besser reite als praktisch ;) und dass wir vielleicht nicht so schnell voran kommen wie andere, aber dabei das Ziel nicht aus dem Auge verlieren und lieber selbst drüber nachdenken, als dass wir irgendwelche RL rufen, die uns über den für uns falschen Weg ans Ziel bringen, was sie für richtig halten, wir jedoch nicht :p
Trotzdem würde ich mich eher als kaum erfahren einschätzen und gebe daher nur Kommentare zu dem ab, von dem ich Ahnung habe.
 
Armani1

Armani1

aufTrab Sommer-QuizQueen (aufTrab Mitglied)
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huhu,

also ich bin erst 23 Jahre, reite seit ca. 13 Jahren habe seit Jahren ein eigenes Pferd und eine Ausbildung zur Pferdewirtin undn BEsamungswartin hinter mir und bin in beiden bereichen tätig....wenn ich etwas nicht genau weiss, schau ich ehrlich gesagt meistens in der Fachliteratur nach besonders bei Fütterungsfragen.
 
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fanni

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liebe Angie,
genau das habe ich meinem Mann letzte Woche auch gesagt "Ich will ja auch nicht behaupten dass ich so wahnsinnig gut reiten kann..." Der hat mich ganz komisch angeschaut. Wenn mich jemand fragt, ob ich reiten kann sage ich immer, "Ja, geht schon"
Jeder versteht ja auch unter Reiten und auch unter gut reiten etwas anderes,oder?

liebe Grüsse von Fanni
 
filou2

filou2

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Jeder versteht ja auch unter Reiten und auch unter gut reiten etwas anderes,oder?
Da hast Du völlig recht. Ein Anfänger hat auch ein ganz anderes Ziel vor Augen als jemand, der schon 20 Jahre reitet. Aber gut ist es, immer ein Ziel zu haben und so lange ich das habe, hab ich nicht ausgelernt. Es käme mir komisch vor, gäbe es irgendwo im Leben ein "ich kann alles". Wäre das eine Sackgasse? Wäre das schrecklich für uns? Wir werden es nie erfahren, denk ich, denn ausgelernt im Sinne von perfekt haben wir alle nie. Der Mensch hat da ja auch einen Anspruch, immer noch weiter zu kommen und wenn wir beispielsweise in der Physik alles wissen, was wir schon entdeckt haben, wagen wir uns an neue Forschungsvorhaben und entwickeln uns so weiter.
 
T

tigrababe

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also ich bin jetzt 23 und reite eigentlich dann seit 17 jahren. mit 6 jahren hab ich angefangen "pony"unterricht zu nehmen. das hat sich eigentlich bis 12 nicht großartig geändert, ausser das die pferde mit mir "mitgewachsen" sind. danach bin ich eher durch zufall in einem westernstall gelandet. hab dort dann auch ca. 4 jahre unterricht genommen. dann kam meine erste RB, eine Paint-Stute Pleasure ausgebildet. durch eine RB wird man dann natürlich im umgang viel selbständiger. mit ihr ging ich dann auf viele kurse. aber jeder der eine pleasureprüfung schonmal gesehen hat, kann mir nicht verdenken, das es irgendwann mal langweilig wird. ich wollte einfach eine vielseitigere ausbildung. da kam dann die Peppy ins Spiel, die ich mittlerweile seit 3 jahren reite. sie ist eine sehr gute cutting-stute, die mir natürlich das cutten beibrachte. im internet hab ich dann eine anzeige gelesen, das im raum amberg eine RB für westerpferde gesucht wird. und gefunden hab ich den, in meinen augen, besten trainer samt ganzen stall voller pferde sämtlicher ausbildungsskalas. von ihm lerne ich die ganzen feinheiten die mir noch fehlen. zum bewegen hab ich eigentlich alle pferde von ihm, aber mein hauptfokus liegt auf einem 13-jährigen super ausgebildeten wallach (trail, reining) der mir viel beibringen kann, da er so sensibel reagiert. diese ganzen erfahrung stecke ich gerade in eine 3jährige Quarter-Stute die gemeinsam mit mir das feine reiten lernt. und es ist jeden tag super anzusehen, was für fortschritte wir gemeinsam erarbeiten.
 
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