Fohlentraining

Diskutiere Fohlentraining im Pferdezucht Forum im Bereich Pferdezucht; Hi Ihr Lieben, in dem Thread "Wallach doch ein Hengst" ist das Thema Fohlen longieren bzw. Fohlen "arbeiten" aufgekommen und da es nicht in...
Ilo70

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Hi Ihr Lieben,

in dem Thread "Wallach doch ein Hengst" ist das Thema Fohlen longieren bzw. Fohlen "arbeiten" aufgekommen und da es nicht in diesen Thread gehört, dachte ich, ich stelle die Frage mal in einem neuen Beitrag. Ich bin sehr auf eure Meinungen gespannt.

- Ab wann beginnt ihr mit euren Fohlen zu "arbeiten", z.B. Verladetraining, sie ans Halfter, an die Longe, Hufe geben zu gewöhnen?
- Wie lange sind die Trainingseinheiten?
- Womit fangt ihr an und warum?

Ganz liebe Grüße

Ilo
 
J

Jolly-Jumper

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Hallo,
ich gebe meine Fohlen bis sie 3 Jahre alt sind auf eine Weide. Die suche ich mir sehr genau aus.
Die Fohlen, Jährlinge usw. werden da in Gruppen gehalten, die Weide ist wohl ausgestattet und es wird Ihnen regelmäßig nach den Hufen geschaut. Sie werden auch regelmäßig geimpgt (Influenza, Tetatnus und Herpes)
Beim umweiden und besuchen haben sie Kontakt zum Menschen.
Mit 3 Jahren werden sie angeritten. D.h. im genau sie werden an Sattel, Longe und Trense gewöhnt und sie werden dann auch schonend geritten. Dies geschiet so ca. 10 mal (das Reiten) die Sattelgewöhnung usw. geht länger. Geritten wird ca. 10 min. Ich finde das reicht.
Dann werden sie wieder auf die Koppel gestellt bis im Herbst und danach schonen weiter geritten ca. 3 mal die woche anfang 20. min danach wird es langsam gesteigert so dass sie 4 jährig ca. 3-5 die Woche ne halbe Stunde gearbeitet werden können.
Mit 4.5 sind sie gut an das Reitergewicht gewöhnt und dann beginnt erst die eigentlich Ausbildungsphase.
Jolly
 
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Wunschtraum

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Bei uns im Stall werden die Fohlen schon ans Halfter gewöhnt und lernen Hufe geben, wenn sie noch bei der Mutter mit laufen. Einfach aus dem Grund, dass man die Hufe gut pflegen kann und das Fohlen sich führen lässt, wenns mal zum TA muss.
Es wird ihnen ganz spielerisch beigebracht und in die tägliche Arbeit integriert. Also nie länger als ein paar Minuten. Und ich finde das reicht auch. Sonst wird noch nichts mit ihnen gemacht.
Sie kommen dann, bis sie 4 sind auf der Koppel. Manche werden auch erst mit 5 runter genommen. Der SB entscheidet je nach Pferd und lässt den Spätentwicklern auch mal ein Jahr mehr, was ich sehr gut finde.
Dann werden sie langsam anlongiert usw.

Ich finde Fohlen sollten auch "Kinder" sein dürfen. Gegen Spazieren gehen etc. wenn sie dann so 2 sind, hätte ich nichts. Das fördert die Beziehung und das Fohlen kann sich an viel gewöhnen.

Aber longieren und verladetraining und sonstige Sachen find ich übertrieben und einfach zu viel. Grad longieren geht auf die Gelenke und die sind bei jungen Pferden ja noch in der Wachstumsphase.
 
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Lelie

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Ich halte absolut nichts von Kinderarbeit mit Fohlen!
Natürlich müssen sie schon früh einfache Dinge wie Hufe geben, Halfter tragen und führen lernen, aber das sollte es dann auch sein.
Fohlen gehören mit anderen Fohlen auf die Weide, damit sie sich vernünftig entwickeln, sowohl psychisch als auch physisch. Mit drei Jahren sind sie immer noch jung genug, um an alle möglichen Kommandos, die Longe, Hänger usw. gewöhnt zu werden. Letzteres lernen viele Fohlen ja auch schon ganz selbstverständlich bei Fuß der Mutter (wenn die zum Decken, zur Stuten-/Fohlenschau... gebracht wird).
Leider übertreiben es sehr viele Reiter mit den jungen Fohlen und muten ihnen viel zu viel Denk- und Körperarbeit zu. Die Probleme, die daraus entstehen, darf man dann später ausbaden. Wer früher anfängt, ist schneller fertig :rolleyes:.
Es gab hier neulich auch schonmal ein Thema, in dem das anhand eines Videos eines zu Zirkuslektionen getriezten Jährlings diskutiert wurde.
LG Lelie
 
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fanni

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Liebe Ilo,
ich habe seit 30 jahren Hunde und erzähle allen verzweifelten Hundebesitzern, die nicht verstehen können warum alles so verkrampft und stressig ist "der Hund hört aber echt kein bisschen" immer, dass Hundebabies zwar echt sooooooo süß sind, dass man sie aber vom ersten Tag im neuen zuhause an erziehen muss (klar ist, dass man das sanft und spielerisch tun soll- das Wichtigste Erziehungsziel sollte sein, dass der Hund alles mit Freude und ohne Angst tut), warum sollte das bei einem Fohlen anders sein?

Natürlich kann man Fohlen ans Halfter gewöhnen, sie beim Umstellen auf eine neue Weide mit Mama zusammen verladen (Vorraussetzung ist natürlich, dass Mama das ganz relaxt macht) .........Es kommt wie bei allen Dingen darauf an, dass das Fohlen nicht übermäßig beansprucht wird,oder?
Der Artikel ist wirklich sehr informativ und ich stimme zu
Alles Liebe von Fanni
 
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Hi Lelie,

ich bin da anderer Meinung.

Natürlich ist es wichtig und zwar sehr, sehr wichtig, dass ein Fohlen auf seine Artgenoßen und die damit zusammenhängende Kommunikation geprägt wird.
Absolut elementar! Aber ich bin der Meinung, dass man ein Fohlen auch 10 Minuten, lass es 15 Minuten am Tag sein einmal von den anderen getrennt wird oder mit der Mutter beifuß heraus kommt und alles was mit Alltag zusammen hängt, ganz dosiert lernen sollte. Es damit zu konfrontieren finde ich sehr wichtig. Tüten, Planen, Regenschirme, Geräusche etc...
Wenn die Stute cool ist mit den Gegenständen und Geräuschen, lernt das Fohlen in dieser Phase soviel und so ungezwungen, wie nie mehr im Leben.

Alle verlangen, dass ein Fohlen Kind sein soll, ein ungestörtes Pferdeleben führen dürfen muss. Aber wir und alles was in unsere Welt gehört, gehört zu diesem Pferdeleben.
Ich meine um Gottes Willen keine Zirkuslektionen oder Ähnliches, ich meine, dass es mit dem Alltag, der ihm später einmal zuteil werden wird schon so früh wie möglich konfrontiert wird. Dosiert, behutsam, mit Ruhe und ohne Zwang, sorgt man dafür, dass das es die Anstrengung beim Lernen, die ein Pferd hat wenn es 3-4 Jahre auf der Koppel stand und "sein" Leben leben durfte, nie haben wird. Die Neugierde und das Interesse an allem ist im Fohlenalter nun einmal am größten.

Man kann natürlich auch später beginnen aber ich behaupte, die geringere Mühe macht es einem Pferd sicher, wenn es so früh wie möglich anfängt alles kennen zu lernen.

Ein Fohlen muss nicht 10 Minuten im Kreis laufen um die Longe kennen zu lernen, es muss nicht einmal überhaupt im Kreis laufen und man muss es auch nicht in den Hänger drängen um ihm das Verladen bei zu bringen. Man kann das alles spielerisch und freiwillig fördern und ankratzen.
Das Pferd sollte auch lernen, dass es Spass macht mit dem Mensch zu spielen und das es immer neue interessante Dinge erleben kann.

Allerdings gebe ich dir zu 1000% REcht, wenn du sagst, dass es viele Menschen übertreiben mit dem "Bespielen" ihres Fohlens. Aber es ganz zu lassen empfinde ich auch eher als Versäumnis, denn als Gnade fürs Pferd.

Du schreibst selbst, dass das Fohlen mit auf Schauen fährt oder zum Decken. :) Warum dann nicht auch öfter mal den Clown mit dem Baby machen? Warum ihm nicht zeigen, dass man ein cooler Partner ist, dem man vertrauen kann. Es gibt nicht nur Pferde auf der Welt, sondern auch Menschen die mit ihnen leben und wir müssen miteinander auskommen, beide.

Liebe Ilo,
ich habe seit 30 jahren Hunde und erzähle allen verzweifelten Hundebesitzern, die nicht verstehen können warum alles so verkrampft und stressig ist "der Hund hört aber echt kein bisschen" immer, dass Hundebabies zwar echt sooooooo süß sind, dass man sie aber vom ersten Tag im neuen zuhause an erziehen muss (klar ist, dass man das sanft und spielerisch tun soll- das Wichtigste Erziehungsziel sollte sein, dass der Hund alles mit Freude und ohne Angst tut), warum sollte das bei einem Fohlen anders sein?

Natürlich kann man Fohlen ans Halfter gewöhnen, sie beim Umstellen auf eine neue Weide mit Mama zusammen verladen (Vorraussetzung ist natürlich, dass Mama das ganz relaxt macht) .........Es kommt wie bei allen Dingen darauf an, dass das Fohlen nicht übermäßig beansprucht wird,oder?
Der Artikel ist wirklich sehr informativ und ich stimme zu
Alles Liebe von Fanni
:)
Beide Tierarten sind soziallebende Wesen, auch wenn der eine Jäger und der andere Beutetier ist. Und beide leben mit uns Seite an Seite.
Prägung auf die Umwelt ist für beide genauso wichtig, wie die Prägung auf ihre Artgenossen und das eine darf meiner Meinung nach das Andere nicht ausschließen.

Liebe Grüße

Ilo
 
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Lelie

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@ fanni: Mit Hundebabys soll man in ganz kleine Babyalter schon hart trainieren, Fahrrad fahren, Agility machen und so. Sondern eben die Grundübungen wie Sitz, Platz, Komm. Und anders ist das mit Fohlen ja auch nicht (im übertragenen Sinne).
Nur Longieren, Bodenarbeit (so richtig), alles das können so junge Pferd einfach noch nicht ab.
LG Lelie
 
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Ilo70

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Lelie,

ich denke wir haben aneinander vorbei gesprochen. :)

Nichts anderes habe ich geschrieben. Es geht weder um physische noch psychisches Überlastung. Sondern um eine altersgerechte Prägung auf
ihre Umwelt, mit allem was dazu gehört. In beiden F(e)llen.

Liebe Grüße

Ilo
 
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kleenelene

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Weshalb dieser Thread überhaupt aufgekommen war, dass Pezi in oben besagtem Thema schrieb: Mein Hengst war damals ca. 1 Jahr alt und hat langsam aber sicher angefangen auszuprobieren (so richtig) wie weit er gehen kann. Beim Longieren zum Beispiel meinte er immer nein er möchte jetz nicht oder er dreht jetzt um weils ihm auf der einen Seite nach ner halben runde zu blöd is. Beim Führen hat er sich aufgespielt usw usw... Eine Freundin hat mir dann den Tipp gegeben ich soll mal versuchen ihn mit der Borstenseite eines Besens in die Schranken zu weisen. So hatte ich erst mal bisschen Abstand wenn er Faxen machte und hab ihm aber nicht weh getan. Beim Longieren hatte ich dann den Besen immer neben mir liegen und wenn er sich umgedreht hat habe ich ihm den Besen vor die Nase gehalten und ihn damit wieder in die richtige richtung gedreht...

Und du Ilo fandest es nicht schlimm, aber was Pezi da schreibt, klingt für mich sehr nach Arbeit an der Longe.
Ein Fohlen sollte bis es drei ist: das Halfter + Führen kennen, Hufe geben, bißchen Bürsten und evtl. Hängerfahren (bei Fohlen mit Papieren zwingend erforderlich, da sie ja zur Fohlenschau müssen). Mehr nicht!
Und wenn das so falsch ist, dann machen wohl viele namhafte Züchter was falsch.
Und nicht umsonst wurde jetzt von den Zuchtverbänden "Kinderarbeit" verboten. Dabei ging es um Freispringen von Fohlen und wenn es auch nur eine Stange auf dem Boden ist.
 
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fanni

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Liebe Ilo,
Babytalk hört sich für mich absolut schlüssig an. Und die ganzen Missverständnisse rühren bestimmt daher, dass hier einfach zu viele Frauen im Forum sind ;), die fühlen sich schon mal schneller falsch verstanden.
Frauen sind wunderbar, aber auch anstrengend, manchmal, oft, oder ?
Muss ja wissen, wovon ich spreche, lasse meine Zicken ja an meinem Mann aus-:eek: an Frauen nicht, das traue ich mich nicht. :D
Ich möchte noch ganz viel darüber wissen, was ich 2011 mit unseren 3 jährigen dann alles so anstelle...... Aber bis dahin ist ja Gott sei Dank noch genügend mentale Vorbereitungszeit übrig und mit den netten Beiträgen hier im Forum wird das bestimmt spannend. danke für baby talk, ich will mehr so interessante Sachen lesen :schild_bitte:, liebe Ilo

Bis dann Fanni
 
iesca

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Bohème hat noch bei der Züchterin das Halfter, Hufe geben, führen und verladen kennen gelernt. Auf der Fohlenweide kam dann noch anbinden dazu.
Dort wurden die Fohlen jeden Tag zur Weide geführt und geholt, zum Fressen angebunden und die Hufe regelmässig gemacht. Ansonsten hat sie, bis sie 3-jährig war, überhaupt nichts gemacht. Ich bin auch nicht mir ihr spazieren gegangen. Trotzdem oder vielleicht auch deswegen, ist sie jetzt absolut unkompliziert im Umgang und auch im Gelände.
Ich denke mal, dass es für ein junges Pferd viel wichtiger ist, in einer Herde aufzuwachsen und dort das Sozialverhalten zu lernen, als mit dem Menschen zu spielen oder bespasst zu werden. Die paar Sachen, die ein Pferd 3-jährig können muss, kann man ihm auch beibringen, wenn es noch bei der Mutter ist.
Ich kenne auch sehr viele Fohlen, die auf der Fohlenweide überhaupt keinen Kontakt zu Menschen haben und trotzdem nachher absolut unkompliziert sind.
 
Ilo70

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Weshalb dieser Thread überhaupt aufgekommen war, dass Pezi in oben besagtem Thema schrieb: Mein Hengst war damals ca. 1 Jahr alt und hat langsam aber sicher angefangen auszuprobieren (so richtig) wie weit er gehen kann. Beim Longieren zum Beispiel meinte er immer nein er möchte jetz nicht oder er dreht jetzt um weils ihm auf der einen Seite nach ner halben runde zu blöd is. Beim Führen hat er sich aufgespielt usw usw... Eine Freundin hat mir dann den Tipp gegeben ich soll mal versuchen ihn mit der Borstenseite eines Besens in die Schranken zu weisen. So hatte ich erst mal bisschen Abstand wenn er Faxen machte und hab ihm aber nicht weh getan. Beim Longieren hatte ich dann den Besen immer neben mir liegen und wenn er sich umgedreht hat habe ich ihm den Besen vor die Nase gehalten und ihn damit wieder in die richtige richtung gedreht...

Und du Ilo fandest es nicht schlimm, aber was Pezi da schreibt, klingt für mich sehr nach Arbeit an der Longe.
Ein Fohlen sollte bis es drei ist: das Halfter + Führen kennen, Hufe geben, bißchen Bürsten und evtl. Hängerfahren (bei Fohlen mit Papieren zwingend erforderlich, da sie ja zur Fohlenschau müssen). Mehr nicht!
Und wenn das so falsch ist, dann machen wohl viele namhafte Züchter was falsch.
Und nicht umsonst wurde jetzt von den Zuchtverbänden "Kinderarbeit" verboten. Dabei ging es um Freispringen von Fohlen und wenn es auch nur eine Stange auf dem Boden ist.

Hey Kleenelene,

wir sind hier in einem anderen Thread. Ich bin extra nicht direkt auf Pezi eingegangen, da es nicht in diesen Thread gehörte. Wir hatten ja schon genug "off-topic" geliefert. :)
Mit diesem Thema hier habe ich meinen Meinung zum Fohlentraining kunt getan, ohne jemanden anzugreifen oder belehrend wirken zu wollen.
Da Pezi aber überhaupt nichts hierzu geschrieben hat, werde ich hier nun doch etwas dazu schreiben.
Ich denke, es geht aus dem vorab gesagten hervor, was ICH mit Fohlentraining meine. Das was Pezi da getan hat und was ihr der Jährling auch quittierte war Überforderung, was sie wiederrum mit massivem Druck versaut hat. Im Usrpungsthread ging es um einen mehrjährigen Wallach/Hengst, wenn du dich recht erinnerst.
Genau das Beispiel von Pezi zählt zu denen, die eine Aversion gegen die Beschäftigung mit einem Fohlen bei vielen Leuten hervor rufen und das in diesem Fall zu Recht.
Es ändert aber nichts an meiner Meinung, dass man sich mit seinem Fohlen beschäftigen sollte. Klar geht das nicht immer schief oder ist nachteilig für den Besitzer, wenn man es nicht tut - das behaupte ich ja auch nicht. Meine Meinung ist trotzdem, dass es einfacher für das Pferd ist, wenn man ihm vorab schon hie und da den positiven Kontakt mit Menschen und die dazu gehörige Umwelt näher gebracht hat.

Was um alles in der Welt spricht dagegen ein Fohlen von der Koppel zu holen, auf dem es ca. 23,5 Std. am Tag steht, bzw. wenn man das nicht möchte, dann geht man eben selbst auf diese Koppel. Die Erziehung und der Umgang miteinander fängt nämlich schon von klein an.
Glaubt ihr wirklich, dass die halbe Stunde Beschäftigung und eventuelle Trennung von den anderen verhindert, dass ein Fohlen auf seine Artgenossen geprägt ist? Oder Kind sein darf?
Sich mit dem Tier zu beschäftigen ist eine Bereicherung zur Herdenhaltung, die ich übrigens für unabdingbar halte.
Man sollte nicht in "entweder-oder" Proportionen denken. :)

Früher hat man auch behauptet man sollte erst mit der Hundeerziehung wenn der Welpe ein halbes Jahr ist beginnen. Und weißt du auch warum? Weil die damaligen Methoden zum Kotzen waren! Der Hund sollte erst einmal ein bisschen älter werden, damit er das verkraftet.
Heute wendet man diese Methoden nicht mehr an (Ausnahmen bestätigen die Regel), man geht auf den Entwicklungsstand und die Persönlichkeit des Hundes ein und hat festgestellt, dass ein sehr guter und effektiver Weg ist.
Beim Pferd gibt es immer noch diese antikquaren Ansichten, was ich unglaublich schade finde!

Wenn man ein Fohlen besitzt, dann hat man die Pflicht - wie ich finde - sich mit ihm zu beschäftigen und nicht erst dann, wenn man "auch etwas davon hat", weil man reiten kann. Man hat aber auch die Pflicht es altersgemäß zu tun und darf die Kleinen nicht wie kleine Große behandeln.
Der Protest vom Baby fängt da an, wo die Überforderung einsetzt und ein protestierendes Fohlen, wird entweder ein gebrochenes Pferd oder ein protestierendes Pferd - und das kann natürlich nicht Sinn der Sache sein.

Liebe Ilo,
Babytalk hört sich für mich absolut schlüssig an. Und die ganzen Missverständnisse rühren bestimmt daher, dass hier einfach zu viele Frauen im Forum sind ;), die fühlen sich schon mal schneller falsch verstanden.
Frauen sind wunderbar, aber auch anstrengend, manchmal, oft, oder ?
Muss ja wissen, wovon ich spreche, lasse meine Zicken ja an meinem Mann aus-:eek: an Frauen nicht, das traue ich mich nicht. :D
Ich möchte noch ganz viel darüber wissen, was ich 2011 mit unseren 3 jährigen dann alles so anstelle...... Aber bis dahin ist ja Gott sei Dank noch genügend mentale Vorbereitungszeit übrig und mit den netten Beiträgen hier im Forum wird das bestimmt spannend. danke für baby talk, ich will mehr so interessante Sachen lesen :schild_bitte:, liebe Ilo

Bis dann Fanni
Boah sorry, das ist lang heut früh!

@ Fanni, ne angezickt fühle ich mich gar nicht wirklich. Ich denke man war empört, weil man dachte ich heiße solche Methoden, wie Pezi sie andwendet für gut und missverständlich war es ja schon.... Und Fanni... auch Männer "haben ihre Tage" oder? ;)

Liebe Grüße

Ilo

(Ich mache Freiheitsdressur (oder auch freies Spiel) mit Shawan und werde demnächst mal ein Video einstellen. Er macht das was er macht absolut freiwillig, ohne Halfter, Strick oder Gertenzeugs, er kann jeder Zeit aus der Sache aussteigen. Was er aber nicht tut, ich muss es jedes Mal unter großem Protest beenden) An unserem Stall ist man so davon beeindruckt, dass ich zum Tag der Offenen Tür eine Vorführung geben soll.
Was mit einem "durchgeknallten Hengst" klappt, klappt auch mit einem Fohlen und das geht eben vor allem über Bindung, die aus Beschäftigung resultiert)
 
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nanja1

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Hmm Also ich habe ja nun ein Weidebaby...
Cash stand bis 3 Jährig fast nur auf der Weide,
die Fohlentermine mal ausgenommen...

Ansonsten haben sie mit ihm nicht viel gemacht,
da sein weiteres Leben ja schon geplant war...
Somit habe ich einen 4 Jährigen Körper mit einem 2 Jährigen Kopf...
Die Neugier hat er sich erhalten und treibt mich damit häufig an den Rand der Erschöpfung mit seinem "wissenwollen" "ausprobieren" und spielen.

Da finde ich das schon nicht schlecht wenn ie als Fohlen mehr gesehen haben. Ein bekannter von mir nimmt die Fohlis auf Kurzstrecken ( also keine strecken sondern nur mal kurz ums Dorf) sogar an der Kutsche mit Mama mit.
Die kleinen sind der absolute Hammer für den Ausbilder.
Neugierig ohne Ende scheufrei und alles mögliche gewöhnt.
Das find ich schön aber in Arbeit ausarten darfs nicht.
 
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Wunschtraum

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@ Ilo: ich bin der Meiung, dass ein Fohlen was noch nicht abgesetzt ist, zu seiner Mutter gehört. Grad wenn sie noch klein sind, ist es ganz wichtig, dass sie immer zur "Milch-Bar" können.
Natürlich soll das Fohlen was von seiner Umwelt mitbekommen. Bei uns laufen sie auch mit der Mutter zur Halle/Platz und rennen da drauf rum.
Aber ich würde nie mit einem Fohlen gezielt trainieren über eine Plane zu laufen etc. Wenn da eine rum liegt und das Fohlen geht hin und guckt die sich an, ist das o.k und reicht meiner Meinung nach vollkommen.
Und positiver Kontakt zu den Mensche ist ja auch, wenn man das Fohlen jeden Tag mal ein paar Minuten krault und mit mit einer Bürste drüber putzt.
Ich finde wichtig dass sie Hufe geben und halfterführig sind. Nicht mehr und nicht weniger.
 
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kleenelene

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@ Ilo: Wieso gehört es denn nicht hierher? Es ging doch um Fohlen-Training und genau deswegen ist doch das Thema entstanden. :rolleyes:
Ich hab meine Meinung dazu gesagt und wenn du in jedem Thread was anderes schreibst und meinst es wären zwei verschiedene Paar Schuhe, kann ich das nicht verstehen.
 
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Lelie

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Es ändert aber nichts an meiner Meinung, dass man sich mit seinem Fohlen beschäftigen sollte. Klar geht das nicht immer schief oder ist nachteilig für den Besitzer, wenn man es nicht tut - das behaupte ich ja auch nicht. Meine Meinung ist trotzdem, dass es einfacher für das Pferd ist, wenn man ihm vorab schon hie und da den positiven Kontakt mit Menschen und die dazu gehörige Umwelt näher gebracht hat.
Was um alles in der Welt spricht dagegen ein Fohlen von der Koppel zu holen, auf dem es ca. 23,5 Std. am Tag steht, bzw. wenn man das nicht möchte, dann geht man eben selbst auf diese Koppel. Die Erziehung und der Umgang miteinander fängt nämlich schon von klein an.
Glaubt ihr wirklich, dass die halbe Stunde Beschäftigung und eventuelle Trennung von den anderen verhindert, dass ein Fohlen auf seine Artgenossen geprägt ist? Oder Kind sein darf?
Sich mit dem Tier zu beschäftigen ist eine Bereicherung zur Herdenhaltung, die ich übrigens für unabdingbar halte.
Man sollte nicht in "entweder-oder" Proportionen denken. :)
Wenn man ein Fohlen besitzt, dann hat man die Pflicht - wie ich finde - sich mit ihm zu beschäftigen und nicht erst dann, wenn man "auch etwas davon hat", weil man reiten kann. Man hat aber auch die Pflicht es altersgemäß zu tun und darf die Kleinen nicht wie kleine Große behandeln.
Der Protest vom Baby fängt da an, wo die Überforderung einsetzt und ein protestierendes Fohlen, wird entweder ein gebrochenes Pferd oder ein protestierendes Pferd - und das kann natürlich nicht Sinn der Sache sein.
Hi Ilo,
vielleicht kannst du nochmal genauer erläutern was du unter "sich mit dem Fohlen beschäftigen" verstehst, damit es keine Missverständnisse gibt.
Ich verstehe darunter, dass man regelmäßig (am Anfang täglich, später evtl. auch nur alle zwei Tage, nach dem Absetzen wenigstens alle paar Wochen mal) bei seinem Fohlen vorbeischaut, ein bisschen schmust (und damit das anfassen trainiert), bürstet, die Hufe auskratzt, ein Halfter anzieht und vielleicht mal von der Weide zum Stall oder so (nicht mehr) führt.
Also keine Spaziergänge (mit der Mutter dabei ist was anderes, wie von nanja beschrieben), keine echte Bodenarbeit, kein Longieren, keine Zirkuslektionen und so weiter.
Das Fohlen soll in dieser Zeit die Grundlagen des täglichen Umgangs lernen, mehr nicht. Das wichtigste ist die Entwicklung einer gesunden Pferde-Psyche und eines kräftigen und stabilen Körpers. Beides geht nur, wenn das Fohlen seine Zeit hauptsächlich mit der Herde draußen verbringt. l
Natürlich soll es Menschen als Bestandteil seines Lebens akzeptieren, aber Rangordnungsübungen (à la Parelli oder Monty Roberts) sind für so ein Fohlen noch viel zu viel. Sowas verlangt ihm auch eine Pferdeherde dann noch nicht ab, da das Fohlen "Welpenschutz" genießt.
Als Besitzer hat man für so ein Fohlen natürlich eine große Verantwortung, aber man sollte sich davon wirklich nicht leiten lassen, zu früh zu viel zu verlangen. Das Fohlen hat mehr davon, wenn es Zeit mit seinen Artgenossen verbringt und man ab und an vorbeischaut.
Übrigens: junge Fohlen sollte man niemals von der Mutter trennen, auch nicht für eine halbe Stunde, da sie ständig trinken können müssen! Mit ein paar Monaten ist das was anderes, aber in den ersten Wochen darf man Stute und Fohlen nicht auseinanderreißen.
LG Lelie
 
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fanni

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@ Fanni, ne angezickt fühle ich mich gar nicht wirklich. Ich denke man war empört, weil man dachte ich heiße solche Methoden, wie Pezi sie andwendet für gut und missverständlich war es ja schon.... Und Fanni... auch Männer "haben ihre Tage" oder? ;)

Liebe Grüße

Ilo

Nee, Ilo, ich meinte auch nicht dich, die sich angezickt fühlt (ICH dachte, der Hinweis auf etwas falsch verstehen von mir wäre klar und deutlich gewesen....da kann ich mal sehen, selbst wenn ich jemanden unterstützen will kann es noch falsch verstanden werden.) Du bist-jedenfalls für mich- diejenige die sich absolut verständlich und nachvollziehbar ausdrückt

Alles Liebe von Fanni;)
 
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Ilo70

Ilo70

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@fanni, puuuhh danke dir! wenigstens eine hier. :bier:

Also zunächst einmal - ich gebe Lelie völlig Recht mit dem was sie schreibt! Du sprichst mir aus der Seele. Ich finde es klasse, dass du es noch mal konkreter wissen möchtest und mir die Chance gibst es zu erklären. :)

Ich meine, dass es nicht gut ist, wenn man ein Fohlen drei Jahre auf die Koppel stellt und sich nicht weiter drum kümmert. Gibst ja auch, sogar recht häufig und manche vertreten das auch als absolut richtig.
Da widerspreche ich eben und das ganz klar.
Ich spreche von altersgerechtem "Training" und das ist eben für ein Fohlen bei Fuß immer mit der Mutter zusammen und bezieht sich auf freiwillige Konfrontation mit Gegenständen, dass heißt, sie liegen herum (wie die Plane z.B.) und das Fohlen kann muss aber nicht darauf zu gehen. Mehr nicht. Das Anfassen und Kraulen reicht völlig in dem Alter.
Auch wenn ich es wöchentlich ein paar Mal wesentlich besser finde und alle paar Wochen mir persönlich wesentlich zu wenig sind, erst Recht wenn es älter ist.
Ein Jährling, oder zwei Jähriger kann da nämlich schon etwas mehr. Da sollte schon Hufe geben, Spaziergänge, das Trennen von der Gruppe und sei es nur ganz kurz geübt werden. Halfter und ruhig stehen bleiben, Hufe kratzen und vor allem die Konfrontation mit Alltagsgegenständen. Wenn man beim kleinen "Saugnapf" schon anfängt mit der Mama ihm die "Welt zu zeigen" (wie oben beschrieben!!), hat man es nach dem Absetzten auch nicht so schwer und vor allem das Pelzgesicht findet die Dinge auch nicht schlimm und schockierend und darum geht es ja.

Man hat drei - fünf Jahre, die man zum Arbeiten vom Boden aus hat und die man altersgerecht nutzen sollte. Mehr meine ich nicht und habe ich auch nie behauptet.
Allein die Aussage, "ich stelle mein Fohlen drei Jahre (weg) auf die Koppel und lasse es Kind sein" sorgt für große Bedenken meinerseits. Aber weder die Übertreibung in diese wie in die andere Richtung kann da richtig sein.
Nur wegstellen und nach drei Jahren dann mit allem Anfangen oder drei Jahre alle paar Wochen mal kraulen ist nicht genug, es ist finde ich eben verloren Zeit und auch fürs Pferd nicht fair und sehr schade. Es ständig zu bespielen und zu überfordern halte ich aber genauso für falsch. Und die Dosis kann von Pferde-Persönlichkeit zu Pferde-Persönlichkeit variieren, da kann man gar kein pauschales Level nennen.
Ich hoffe ich habe mich jetzt endlich klar ausgedrückt. :rolleyes:
Falls nicht bitte einfach konkret fragen. :)

@Kleenelene
Ich habe mich redlich bemüht mich dir gegenüber höflich, ehrlich und klar auszudrücken. Jetzt nervst du!
Du scheinst es klasse zu finden Missverständisse zu schüren und es auch falsch verstehen zu wollen.
Ich ziehe es vor, nicht weiter auf deine komischen Kommentare einzugehen. :cool: Falls ICH nun etwas falsch verstanden haben sollte, wovon ich nicht ausgehe, kannst du mich gern per PN ansprechen. Hier isses für mich im Bezug auf dich um. Das dreht sich nämlich hier völlig fruchtlos im Kreis.
Lelie hatte es auch nicht richtig verstanden bzw. wollte es genauer wissen aber sie fragt konstruktiv und das ist völlig in Ordnung.

LG

Ilo
 
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fanni

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ich fands auch eigentlich ganz easy man brauchte doch nur aufmerksam baby talk lesen, oder?

LG fanni
 
Thema:

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