Peinliche Frage...

Diskutiere Peinliche Frage... im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; Hi, Shawan und Opal sind jetzt auf den Sonnenhof umgezogen und warum auch immer, sind da fast nur Stuten, es gibt auf dem ganzen Hof nur zwei...
Ilo70

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Hi,

Shawan und Opal sind jetzt auf den Sonnenhof umgezogen und warum auch immer, sind da fast nur Stuten, es gibt auf dem ganzen Hof nur zwei Wallache.
Das bringt die Hormone der beiden ordentlich auf Touren.

Gestern habe ich Opal (28 Jahre alt - was er aber momemtan völlig vergessen hat) geputzt. Vom Putzplatz aus kann er direkt auf die Frauen-Koppel gucken. Allein der Anblick der Damen veranlasst ihn seinen Dödel auszufahren. Na gut, wer lang hat, kann lang hängen lassen. Das stört mich also erst mal nicht. Aber und jetzt kommts..... er hielt dann seinen Kopf an meinen Oberschenkel und brummte leise und blieb ruhig stehen. Dann stampfte er mit dem Vorderhuf auf und Quietschte. Ich weiß ja nicht ob ich da richtig liege aber.... also wie soll ich sagen.... den Rücken hätte ich ihm nicht zu drehen wollen.

Kann es sein, DAS DER MICH ANMACHT???
Das klingt vielleicht komisch aber das wirkte auf mich wirklich so. Er ist so hochgepuscht durch die Mädels um ihn herum, dass er sich irgendwo abreagieren wollte. Ich meine... kann das sein?

Und.... wie soll ich damit umgehen? Immerhin könnte es auch gefährlich werden, wenn 500-600 Kilo Pferdemann versuchen eine Menschen-Frau zu bespringen, mögen die Absichten noch so verständlich und nachvollziehbar sein.
Wie soll ich darauf reagieren?
Am liebsten hätte ich ihm eine "geballert", so wie das eine nicht rossige Stute ja auch tut. Aber ich war mir nicht sicher, deshalb habe ich nicht reagiert - erst mal.
What should I do????

:gruebel:

Liebe Grüße

Ilo
 
26.01.2009
#1
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Steffi2

Steffi2

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Hallo Ilo!
Das klingt wirklich ganz so, als ob er Dich "anmachen" wollte. Das darfst Du Dir auf keinen Fall gefallen lassen, denn wie Du selbst schon geschrieben hast, kann das sehr gefährlich werden. Ich glaube Du hättest ihm wirklich eine "vor den Latz" geben sollen, aber ich kenne mich mit Hengsten ehrlich gesagt auch nicht gut aus...aber wenn ne Stute oder ein Wallach das machen würde, gäb's von mir was hinter die Löffel! Ich finde, das zeigt auch, dass er ranghoch ist und meint, Dir überlegen zu sein...vielleicht solltet Ihr an der Rangordnung arbeiten.
Vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp für Dich...
 
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Lelie

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Manche Hengste haben sich vor lauter Hormonen in solchen Situationen nicht mehr im Griff. Das ist alles eine Frage der Erziehung und du musst da hart durchgreifen, sonst ist das ganze viel zu gefährlich.
Er hat sich zu benehmen wie ein Wallach auch, wenigstens in deiner Gegenwart. Wenn er also anfängt rumzuzappeln oder aggressiv zu werden (treten, beißen...), musst du das konsequent und sofort unterbinden.
Allerdings stellt sich für mich die Frage, da du die Zuchtpläne ja jetzt begraben hast, warum du die beiden Herren nicht einfach kastrieren lässt. Das würde die Sache schon sehr entschärfen.
LG Lelie
 
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Ilo70

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Hallo Ihr Beiden,

und danke für die Antworten!
Ich habe Opal ja erst seit ein paar Wochen. Bisher hatten wir weder das Problem, noch ein anderes, er war immer völlig brav - phlegmatisch. Nun erwacht er zu neuem Leben und stellt mich vor neue Aufgaben.

Ihn jetzt noch legen zu lassen bringt glaube ich zumindest nicht mehr viel. Bei Rüden in vergleichbar hohem Alter legt sich das Verhalten nicht mehr. Die Verbindungen im Hirn sind gefestigt und ob da Hormone walten oder nicht, wird das Programm abgespult. Zumindest ist es bei Hunden so. Keine Ahnung ob das bei Hengsten ähnlich oder tatsächlich anders ist. Ich werde einmal mit dem Tierarzt reden. Die zweite Salve an Bedenken, die ich da hätte ist einfach das hohe Alter für diese OP.

Bis dahin werde ich wohl das "Stutenzickenprogramm" anwenden und er bekommt das nächste Mal eine gebombt, nem 78 jährigen alterslüsternen Opa, der mir an der Bushaltestelle an den Allerwertesten greift würde ich auch mit einer Ohrfeige bedenken.
Ich war nur so perplex, dass er sich plötzlich so verhalten hat und wollte ihm natürlich auch nicht unrecht tun. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ein Mensch für ein Pferd irgendwie erregend wirkt. Wobei ich denke, dass er sich einfach nur an irgend etwas abregieren wollte. Neue Umgebung, neue Reize, neue Macken.
Das nächste Mal werde ich gewappnet sein und spontan reagieren.

Andererseits ist es schon toll ihn so aufblühen zu sehen. Er benimmt sich wie ein Jungspunt. Wenn ich im Stall gefragt werde, wie alt die beiden sind, dann glaubt mir das keine Wutz! :)

LG

Ilo
 
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Lelie

Gast
Natürlich wirkt sich eine Kastration in dem Alter nicht mehr so stark auf das Verhalten aus, wie bei einem 3jährigen. Aber trotz allem nützt sie was.
Ob das Risiko zu groß ist, kann dir nur ein Tierarzt sagen. Generell sind Kastrationen aber eine ziemliche Routine-Angelegenheit, die man sogar auf der heimischen Koppel in nichtmal einer halben Stunde durchziehen kann.
LG Lelie
 
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Ilo70

Ilo70

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Genau,

ich werde Kosten- Nutzenverhältnis mit dem Tierarzt besprechen.
Einen Hund würde ich in dem Alter keinen gesunden Hoden mehr entfernen
lassen, auch wenn das ein Routineeingriff ist. Denn die gewünschte Verhaltensänderung bleibt schlicht aus.

Der Eingriff selbst macht mir keine Sorgen, es ist die Narkose, die mir ein paar Gedanken macht.
Ich denke, die beiden müssen auch erst einmal lernen mit ihrem
neuen Umfeld umzugehen und ich muss lernen gleichfalls auf ihr verändertes Verhalten reagieren zu lernen. Wenn der Stresspegel für die beiden Kerle aber nicht abnimmt, bzw. eigentlich ist es nur Opal, Shawan hat noch mit anderen Dingen seinen Kampf, dann bin ich auch dafür sie auf jeden Fall legen zu lassen.
Wir werden sehen.

LG

Ilo
 
nanja1

nanja1

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*gg* klingt danach...
Aber eine Kastration beim Pferd erfordert nicht zwingend eine Vollnarkose.
Mein TA macht das unter Sedi mit örtlicher Betäubung.
Da ist das Risiko dann nicht ganz so groß.
Wie viel das bringt ist aber fraglich, meinem 6 jährig kastrierten konnte man die fehlenden Teile nicht anmerken. Die richtige überlegung ist aber
diese Idee kategorisch zu unterbinden.
Mein (jetzt ja) 4 jähriger hat mich auch angemacht und da ichs nicht kapiert habe versucht anzuspringen. ( er hat geschlummert und ich hab ihm die Brust gekrault, als er versuchte hoch zu kommen hab ichs erst gemerkt. :eek: )
war zwar nicht böse und auf Klaps und "Lass das" ist er ganz erschreckt wach geworden und hat sich auch in seine Ecke verzogen.
Seitdem ists auch vorbei, aber da würde ich schon versuchen ihn schnell ruhig zu stellen. Ist besser für die allgemeine Lage :D

Ja die Damennähe hilft da gelegentlich wunder, mein Jungspund hats auch erst später kapiert wozu die Damen denn dasind...
 
littleloni09

littleloni09

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Huuhu,

also nen Klaps würd ich Ihm auf jeden Fall auch geben, eher nen festen Tritt vor die Brust.. also Schwund und druf:D ne Stute hat da auch gar keine Bedenken.

bei uns am Stall stehen sehr oft Hengste.. ob sie zum Beritt kommen oder ob es der Deckhengst von unseren Hofbesitzern ist der während der Deckpause bei uns steht.

Die brummeln alle wenn eine Stute kommt. Und die puschen sich auch zum Teil alle gerne auf.. aber wenn man als Mensch in der Nähe ist machen sie es nicht.. aber das auch nur weil sie wirklich ab und an mal ordentlich einen vor den Latz bekommen. Reiten mit Stuten in der Halle geht bei allen problemlos..

Sie kommen aber auch nicht in der Nähe von Stuten raus sondern stehen zwischen Wallachen.


Mein Tierarzt hat mir damals als meiner kastriert wurde erklärt das eine Kastration schon recht bedenklich ist das nur viele Pferdebesis nicht wissen weil sie alle denken .. ach ist ja Routine.. nichts desto trotz bleibt es ein Eingriff unter Narkose und keiner kann voraussagen wie die Narkose anschlägt.


Ich bin ganz ehrlich, wenn es nur bei brummeln und ausfahren und mal bisschen zappeln bleibt würd ich Ihn nicht legen lassen, sollte er jedoch auf Dein Nein oder nen Hintertritt nicht reagieren dann schon eher, weil so wie Du auch sagst ist es schon eine gefährliche Sache. Aber wie gesagt, hat er einfach nur ein bisschen Frühlingsgefühle und er kann trotzdem auf die Wiese und alles spricht nichts dagegen Ihn so zu lassen.


Sandra
 
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kleenelene

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Ehrlich gesagt würde ich einen 28-jährigen nicht mehr kastrieren! Mir wäre die Gefahr, dass er in diesem Alter nicht mehr aufwacht zu groß und dass es soviel am Verhalten ändert glaub ich nicht. Mein TA hat mich schon bei meinem Ponymann gedrängt, dass wenn ich ihn kastrieren will, es nicht so lange aufschieben soll und der wird jetzt 5. Denn die Hoden "verwachsen" durch Faszien immer mehr mit dem darumliegenden Gewebe, dadurch wird es schwieriger die "da rauszubekommen". Und deshalb sind "Althengste" auch meist ein Fall für die Klinik mit Vollnarkose. Bei Junghengsten sind bei der Kastration meist die Hoden noch nicht solange abgestiegen, so dass es da einfacher ist.

Aber bevor man umzieht, guckt man sich doch den Stall an. Da hättest du doch vorher wissen müssen, dass da fast nur Stuten stehen.
 
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Hi kleenelene,

die Hengste stehen ja nicht direkt bei den Stuten, sondern sie können sie vom Putzplatz aus sehen. Damit werden sie umgehen lernen müssen. Einen Stall zu finden mit zwei Hengsten, ist nicht einfach, glaubs mir.

Und danke für die medizinische Info!

LG

Ilo
 
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kleenelene

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War ja nicht bös gemeint, es klang nur so "erstaunt", dass da fast nur Stuten sind. Ich kann mir das schon denken, dass es nicht einfach ist einen Stall zu finden, der zwei Hengste aufnimmt. :frieden: :D
 
Ilo70

Ilo70

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Hi Mueffy,

wir haben das gestern beim Putzen kurz und knackig, geklärt.
Und gut ist das. Er hat seinen Dödel wieder eingefahren, das rechte Hinterbein angewinkelt, die Ohren auf Halbmast und angefangen zu dösen.
Thema geklärt. :)

LG

Ilo
 
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