WAS genau versteht IHR persönlich unter Bodenarbeit?

Diskutiere WAS genau versteht IHR persönlich unter Bodenarbeit? im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; Hallo liebe Auftrab.de-ler! Das Thema Bodenarbeit ist ja seit einiger Zeit allgemein recht "in" sag ich jetzt mal... Vor einigen Jahren fand...
S

Skydancer

Beiträge
2.680
Reaktionen
532
Hallo liebe Auftrab.de-ler!

Das Thema Bodenarbeit ist ja seit einiger Zeit allgemein recht "in" sag ich jetzt mal...

Vor einigen Jahren fand das Wort "Bodenarbeit" noch recht wenig Verwendung in Reiterkreisen. Das hat sich aber meiner Meinung nach stark verändert...
Egal wo man ist, auf Turnier, im Nachbarstall, man hört Hinz und Kunz von Bodenarbeit oder Dominanztrainung sprechen!

Dem ganzen Thema (vor allem der Guru-Welle) stehe ich persönlich ziemlich kritisch bzw. skeptisch gegenüber!

Deswegen wollte ich mal wissen, was für EUCH persönlich Bodenarbeit ist?

WANN fängt Bodenarbeit an?
WIE macht ihr Bodenarbeit?
WARUM macht ihr Bodenarbeit?
WIE OFT und WIE LANGE macht ihr Bodenarbeit?
WAS versprecht ihr euch vom Training? (WOZU?)

Ist Bodenarbeit für euch reines Logieren, "Arbeiten nach Guru-System", Doppellonge, einfach nur Spazieren gehen.... oder, oder, oder??? etc. ???

Erzählt doch mal bitte!!!
Dankeschön!!!
LG
 
10.12.2008
#1
A

Anzeige

Gast

Schau mal hier: WAS genau versteht IHR persönlich unter Bodenarbeit? . Dort wird jeder fündig!
L

Lelie

Gast
Deswegen wollte ich mal wissen, was für EUCH persönlich Bodenarbeit ist?
Naja, im Prinzip alles, was am Boden mit dem Pferd passiert und nicht bloßes Putzen, in-die-Box-führen... ist. Also sowohl die konzentrierte Arbeit am Führseil/Führkette... auf dem Platz, Stangenarbeit an der Hand, Dominanztraining (das kann je nach Pferd auch mal beim ganz normalen Führen nötig sein), Verladetraining, aber auch Longen- und Doppellongenarbeit fällt für mich darunter.

WANN fängt Bodenarbeit an?
Je nach Pferd ist Bodenarbeit ständig (bei sehr dominanten Exemplaren) präsent oder wird nur als abgetrennte Trainingseinheit (als Abwechslung zum Reiten) eingesetzt.

WIE macht ihr Bodenarbeit?
Ich arbeite am liebsten nach der Tellington-Methode, also mit Führkette und Gerte und viel Stangenarbeit. Das fordert meiner Meinung nach die Pferde geistig am meisten und bietet eine tolle Abwechslung zum normalen Reitpferdealltag. Allerdings ist es immer recht aufwändig, deshalb mache ich es nur sehr selten.
Bei extrem dominanten Pferden (u.a. mit Verladeproblemen) habe ich gute Erfahrungen mit einigen Elementen aus der Monty-Roberts-Arbeit gemacht. Dabei arbeitet man vor allem mit Führübungen.
Über Longen- und Doppellongenarbeit muss ich wohl nichts sagen. Dabei achte ich vor allem auf gründliches Lösen und viele Übergänge. An der Longe binde ich mit Lauffern oder Dreieckszügeln aus.

WARUM macht ihr Bodenarbeit?
Longen- und Doppellongenarbeit vor allem zur ergänzenden Gymnastizierung bei entlastetem Rücken.
Tellington-Arbeit zur Abwechslung und zur Verbesserung des Körpergefühls des Pferdes.
Führtraining (in Anlehnung an M.Roberts) setze ich bei Dominanzproblemen und zur Vorbereitung aufs Verladen bei Problempferden ein.

WIE OFT und WIE LANGE macht ihr Bodenarbeit?
Mit meinem eigenen Pferd sehr selten. Am öftesten nehme ich sie noch an die Doppellonge, im normalen Training versuche ich das einmal im Monat mindestens zu machen.
Für ausgiebigere Tellington-Arbeit fehlt mir leider oft die Zeit und auch ein wenig die Lust um den großen Aufwand zu betreiben.
Dominanztraining setze ich nur nach Bedarf, dann aber in kurzer Folge (fast täglich begleitend zum normalen Reiten) ein.
Die Einheiten sind eher kurz (maximal 45 Minuten), da die Pferde sich meistens einfach nicht länger konzentrieren können.

WAS versprecht ihr euch vom Training? (WOZU?)
Ein freudiger mitarbeitendes Pferd, was geistig fit bleibt und sich nicht langweilt.
Die Klärung der Rangordnung und damit weniger Schwierigkeiten im Umgang und in kritischen Situationen z.B. beim Verladen..
Ein lockereres und gut durchgymnastiziertes Pferd.
Und nicht zuletzt eine Menge Spaß.

Ich halte nichts von blindem Guru-Vertrauen. Ich picke mir überall das raus, womit ich gute Erfahrungen habe, was mir einleuchtet und was von den Pferden gut angenommen wird.
Am wichtigsten ist, dass man von seinem Pferd lernt, es gut beobachtet und auf es eingeht.
Nur für die richtige Reaktion und das Verstehen des Pferdes sind die Ansätze einiger "Gurus" gar nicht schlecht. Die Vermarktung muss man ja nicht mögen, aber einiges davon kann man gut in seine Arbeit einbeziehen.
LG Lelie
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Wunschtraum
Lore

Lore

Beiträge
1.441
Reaktionen
380
Interessantes Thema! :)

Ich sehe es ähnlich, was diese "Guru-Welle" betrifft. Generell halte ich nicht viel davon, das Rad zweimal zu erfinden - viele Dinge im Umgang mit dem Pferd sind bereits seit vielen Jahren bekannt und werden in neue Begriffe verkleidet dem Pferdebesitzer für teures Geld als absolute Neuheit verkauft. Da sollte man schon gut selektieren.

So explizite Bodenarbeit mache ich mit meinem Pferd gar nicht. Alles, was an Erziehungsarbeit oder deren Auffrischung vonnöten ist, wird direkt im täglichen Programm mit eingeflochten. Man sieht ja situationsbezogen am ehesten, wo es hakt und kann dann vor Ort auch mal direkt daran arbeiten.
Da es bei uns am Stall desöfteren vorkommt, dass mal ein Pferd transportiert wird (nicht nur zur Turniersaison), steht immer mal ein Gespann da, wo ich (nach Rücksprache natürlich ;)) mein Pferd mal kurz draufschicke. Ebenso lasse ich Stallkollegen mal kurz verladen, wenn mein Hänger grad angehängt ist. Hufe geben, das Pferd an der Hand mal rückwärts rangieren usw. sind Dinge, die ich täglich sowieso mehrfach mache.
Longieren hätte ich jetzt gar nicht als Bodenarbeit in dem Sinne eingeordnet. Falls man es dazu zählen möchte - ja, das mache ich, zur Hallensaison ein- bis zweimal in der Woche, im Sommer vielleicht zwei- bis dreimal monatlich.

So ganz grundsätzlich "funktioniert" mein Pferd an der Hand sehr gut. Bislang hat sich auch noch niemand darüber beschwert, dass sie nicht gut zu händeln wäre, eher im Gegenteil. Gerade heute wurde sie z.B. nach dem Reiten von einem neunjährigen Mädchen zurück zum Stall geführt (ließ sich an der Strasse auch brav anhalten), abgesattelt usw. und ließ sich ohne zu mucken die Hufe auskratzen. Das zeigt mir, dass meine Erziehungsversuche wohl doch auf fruchtbaren Boden gefallen sind.
 
nanja1

nanja1

Beiträge
728
Reaktionen
147
Deswegen wollte ich mal wissen, was für EUCH persönlich Bodenarbeit ist?
Bodenarbeit fängt bei mir da an wo ich das Pferd an die Hand nehme, also im ersten moment, denn selbst das halfter aufzeihen gehört dazu.
Von "ich geh jetzt mit Hoppel bodenarbeit machen" halt ich nichts, da viele Übungen in den normalen Tagesablauf gehören ( meine Meinung)

WIE macht ihr Bodenarbeit?
Je nachdem wie mans versteht.. Ich achte bei meinem Pferd generell auf Gehorsam wenn ich daneben stehe, wie immer.
Hin und wieder flechte ich dann auch beim z.B. Longieren wo ich zu anfang Schrittführe lektionen an der Hand mit ein, die modern dann als Bodenarbeit bezeichnet werden können.

WARUM macht ihr Bodenarbeit?
Um mich sicher neben meinem Pferd afhalten zu können und den Umgang möglichst Harmonisch und stressfrei zu gestalten...
Klappt mit meinem 3Käsehoch noch nicht immer...:p

WIE OFT und WIE LANGE macht ihr Bodenarbeit?
Ca 2 mal die Woche mache ich vor dem Longieren kleine Lektionen ein, feste Zeiten gibt's aber nicht...

Ist Bodenarbeit für euch reines Logieren, "Arbeiten nach Guru-System", Doppellonge, einfach nur Spazieren gehen.... oder, oder, oder??? etc. ???

Ja solange ich mich neben dem Pferd aufhalte...
Da mache ich auch keinen Unterschied. Von Guru systemen halt ich nichts sondern arbeite lieber mit Tierverständnis und altbewährtem, läuft aber meist im Endeffekt aufs selbe raus:D
 
W

Wunschtraum

Beiträge
1.730
Reaktionen
478
Deswegen wollte ich mal wissen, was für EUCH persönlich Bodenarbeit ist?
Im Prinzip alles wo ich am Boden stehe. Eigentlich fängt es ja schon beim Führen, Putzen etc. an und geht hin bis zu speziellen Übungen, Longieren, Doppellonge.

WANN fängt Bodenarbeit an?
Das kommt aufs Pferd an. Wenn ich ein junges oder dominantes Pferd hab ist die Bodenarbeit immer präsent. Still stehen beim anbinden, richtige Führposition. Hab ich jetzt ein gut erzogenes Pferd, sind diese Dinge für mich selbstverständlich und da fängt die Bodenarbeit bei speziellen Übungen an.

WIE macht ihr Bodenarbeit?
Auch individuell verschieden. Auf meine Stute bezogen. Als sie noch jung war hab ich viel Bodenarbeit nach Tellington mit ihr gemacht. Also viel mit Stangen, wodurch sich das Körpergefühl verbessert und man einfach eine gute Beziehung aufbauen kann. Zusätzlich viele Führübungen: Ich bleib stehen sie bleibt stehen, ich geh rückwärts sie geht rückwärts, etc. Irgendwann sind wir dann von Halfter auf Knotenhalfter umgestiegen und im Moment in der Umstellung zu "ohne alles". Finde man kann bei der Bodenarbeit immer weiter arbeiten.

Longiert wird entweder mit DL oder "normal", dann ausgebunden mit Dreieckszügeln. Ab und zu auch über Stangen.

WARUM macht ihr Bodenarbeit?
Longe und Doppellonge zur Gymnastizierung ohne Reitergewicht, Tellington um das Körpergefühl zu verbessern und Führübungen einfach um die Rangordnung zu klären, bzw. aufrecht zu erhalten und zu testen ob sich das Pferd auf mich konzentriert.

WIE OFT und WIE LANGE macht ihr Bodenarbeit?
Longieren alle 1-2 Wochen. Kommt drauf an wie sie sich reiten lässt.
Tellington mach ich mittlerweile seltener. Ist halt immer sehr aufwändig, alles aufzubauen. Als sie jung war ca. 2x pro Woche. Aber nie länger als 30-45 min.
Führtraining bau ich bei meinem Pferd eigentlich in die tägliche Arbeit ein. Auf dem Weg zur Halle einfach mal stehen bleiben und ein paar Schritte rückwärts. Wenn sie mit macht, hat sich dass dann erledigt, wenn nicht wird nachgehakt.
Bei sehr dominanten Pferden natürlich öfters oder auch mal 15-20 min. reine Führübungen.

WAS versprecht ihr euch vom Training? (WOZU?)
Durch longieren, will ich mein Pferd einfach gut gymnastizieren. Tellington find ich für Junge gut, weil sie Vertrauen entwickeln und ein besseres Körpergefühl bekommen.
Führtraining klärt die Rangordnung und ist grad bei sehr dominanten Pferden ein gutes Mittel. (Ich sprech da aus Erfahrung:D)

Diese "Guru-Systemen" seh ich sehr geteilt. Manches ist echt gut. Ich bin ein Befürworter von Tellington und auch Monty-Roberts. Auch hat Herr Geitner gute Ansätze in seinem System. Die Vermarktung der Sache ist wieder ein anderes Thema.
Aber es gibt auch einige Gurus von denen ich garnichts halte.

Ich schau mir die Methoden ohne Vorurteile an, übeleg, ob sie für die Pferde nachvollziehbar sind und wenn sie dass meiner Meinung nach sind, wird getestet. Werden sie gut angenommen, pick ich mir das raus, was ich grad brauch. Was nicht funktioniert wird eben weg gelassen.

Das Problem ist nur, dass grad die Leute auf die Gurus fliegen, die selbst kaum eine Plan haben. Und das find ich wieder negativ. Weil diese Methoden dann wieder so als "Allerheilmittel" angesehen werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
franzl

franzl

Beiträge
670
Reaktionen
119
Deswegen wollte ich mal wissen, was für EUCH persönlich Bodenarbeit ist?
Bodenarbeit fängt eigentlich sofort an, wenn man das Halfter anlegt... wie nanja bin ich der Meinung, dass viele Übungen in den normalen Tagesablauf gehören bzw. eingebaut werden können.

WIE macht ihr Bodenarbeit?
Wenn ich "gezielt" Bodenarbeit machen will, gehe ich mit dem Knotenhalfter auf den Platz oder in die Halle. Beginne mit Führübungen (mein TA ist immer ganz baff, wenn wir vortaben müssen und Pferdi zieht sofort mit :D), Jojo, HH verschieben, Schulter verschieben, Stangenarbeit (Mikado bei guckigen Pferden sehr beliebt) bis hin zum longieren.

WARUM macht ihr Bodenarbeit?
Um den Umgang mit dem Pferd möglichst Harmonisch und stressfrei zu gestalten. Ich mag nicht, wenn das Pferd beim putzen ständig hin- und herläuft oder beim abspritzen nicht still stehen kann. Auch Führen muss in allen Lebenslagen funktionieren, umlaufen geht z. B. auch gar nicht... Leo mag außerdem nicht an nur einem Strick angebunden sein (hat sich ein paarmal losgerissen) und an beiden Seiten geht im neuen Stall nicht (kommt keiner mehr durch), also binde ich ihn gar nicht an. Das klappt mittlerweile sehr gut, ich kann sogar weg gehen, ohne dass er sich von der Stelle bewegt.

WIE OFT und WIE LANGE macht ihr Bodenarbeit?
Ich geb' mir Mühe, einmal in der Woche mit dem Kleinen so zu üben und hinterher ein wenig zu "spielen". Mit Opa nur, wenn ich nicht soviel Zeit habe oder denke, der könnte das mal wieder gebrauchen. Feste Zeiten habe ich nicht, ich habe dann auch gerne die Halle für mich und richte mich halt danach.

Ist Bodenarbeit für euch reines Logieren, "Arbeiten nach Guru-System", Doppellonge, einfach nur Spazieren gehen.... oder, oder, oder??? etc. ???
Alles, was sich neben dem Pferd abspielt, außer "richtig" longieren mit Ausbindern und so. Da mache ich schon einen unterschied.

Ich arbeite überwiegend nach NHT, Geitner und meinem eigenen Gefühl. Wie viele hier picke ich mir das raus, was mir am meisten hilft. NHT habe ich halt gelernt, weil der Trainer hier in der Nähe gewohnt hat und ab- und gelegentlich gekommen ist. Von dem halte ich eine ganze Menge, seine Methoden leuchten mir ein und die Pferde zeigen jedes Mal die gewünschten Reaktionen. Ihn würde ich auch nicht als Guru bezeichnen... der macht auch sein eigenes Ding...
 
C

Campari74

Beiträge
16
Reaktionen
4
Ich mache mit jedem Pferd Bodenarbeit. Auf dem Gestüt wo ich mir "die Sporen verdient habe" wurde schon vor 20 Jahren jedes Jungpferd zuerst an der Hand ausgebildet. Sprich gehorsam, Dehnungshaltung, Seitengänge, Rückwärtsrichten, Stangenarbeit usw. leider sind die Pferde danach meistens an andere Bereiter gegangen wo dann nicht mehr son "Zirkus" gemacht wurde......
Heute wo ich ja viel mit verrittenen Pferden arbeite fange ich auch erstmal mit Bodenarbeit an - auch zusammen mit den Besitzern - und es ist erschreckend wieviele Pferde sich nichtmal vernünftig führen lassen und ihre Besitzer (und mich) einfach über den Haufen rennen :-(. Wenn diese Pferde vom Boden aus gut zu händeln sind beginne ich wieder mit dem reiten.
Mein Pferd wird von mir auch regelmässig am Boden gearbeitet. Hier ist es dann nicht ganz so intensiv meist so 10 Minuten bevor ich ausreiten gehe einfach nur so damit sie sich ein bisschen dehnen kann.
Longieren ist für mich ein gesonderter Begriff damit meine ich nicht Bodenarbeit.
Die unterschiedlichen "gurus" wie sie hier bezeichnet werden haben natürlich eine breite Masse die sie ansprechen weil ja, wie ich oben schon geschrieben habe, es immer mehr "Problempferde" gibt. Ich lese teilweise auch ihre Bücher oder leih mir mal die ein oder andere DVD muss aber feststellen das es alles irgendwie dem ähnelt was ich schon seit Jahren mit meinen Pferden mache.
 
Fjordponyträumerin

Fjordponyträumerin

Beiträge
37
Reaktionen
0
Ich verstehe unter Bodenarbeit das man mit einem Pferd was noch recht jung ist und noch nicht ans reiten gewöhnt ist, das man sochles Pferd mit Longenarbeit an den Sattel ,Trense, Reiter, ect. gewöhnt.

Oder um mit seinem Pony mehr gelassenheit zu Trainieren, das soll heißen
das man einen Paqour aufbaut mit Plastikplane u.s.w. und das Pony da vorbei führt.

oder Spazieren gehen mit Rückwärtsrichten, stehen bleiben auf Komando.

So sehe ich das man kann soooooooooo viele Dinge mit seinem Partner/ Freund Pferdoder Pony machen das ist echt erstaunlich:)

Liebe Grüße von Jütte
 
Dimturien

Dimturien

Beiträge
306
Reaktionen
176
Bodenarbeit ist für mich alles, was am Boden stattfindet. Ob führen, longieren oder "Dominanztraining". Wobei das wort Training bei der Dominanz nicht richtig ist, immerhin können die Pferde das von Natur aus schon, durch dieses Dominanztraining wird ihnen nur klar gemacht, dass der Mensch der Herdenführer ist, und nicht das Pferd.

Am Wochenende war ich erst auf einen Bodenarbeitskurs bei Thomas Günther. Hab ne Menge gerlernt, und dadurch auch meine Angst vor meinem Pferd ziemlich in den Griff gekriegt (wurde vor 2 Monaten von meinem Pferd überrannt und hab mich seitdem nicht mehr wirklich in die Nähe von ihr getraut).

Durch diese Bodenarbeit die dort gezeigt wurde, kann ich nun beruhigter an mein Pferd rangehen und weiß, sie hält meine Sicherheitszone ein, und wenn nicht, dann weicht sie auf kleinste Zeichen wieder aus. 100% sicher ist man freilich nie vor einem Unfall, aber ich kann sagen, dass ich dadurch nun sicherer bin als vorher.

Außerdem habe ich durch die ganzen Übungen die wir gerlernt haben nun die Aufmerksamkeit meines Pferdes voll bei mir, dadurch lässt sie sich wesentlich einfach führen oder generell händeln.

Für mich persönlich gehört Bodenarbeit/Dominanztraining dazu, vor allem wenn man noch so ein junges und unerzogenes Pferd gekauft hat, wie ich.... *selbst schuld bin*
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Gwenie
L

lee

Beiträge
25
Reaktionen
1
Deswegen wollte ich mal wissen, was für EUCH persönlich Bodenarbeit ist? und wei macht ihr Bodenarbeit

-Bodenarbeit ist für mich sehr wichtig, da mein hengst die Dominanzfrage zwischen uns beiden doch sehr oft in Frage stellt. Bodenarbeit ist für mich gezieltes training an der Hand. Ich habe leicht mit Führtraining angefangen, dazu gehört korrektes laufen am strick, das heißt seine Ganasche ist auf der höhe meiner Schulter. das alles dann am lockeren Zügel. ich übe vermehrt das Anhalten, das heißt egal wann und aus welcher Gangart, wenn ich anhalte, hat er auch anzuhalten, ohne dass ich am strick zupfe und ohne, dass er seine Führposition überschreitet, d.h. überholt. Ichmache auch Seitengänge an der Wand und leichtere sachen um mein Pferd am Boden zu gymnastizieren.


WARUM macht ihr Bodenarbeit?

Eben um das Dominanzproblem zu lösen. am Anfang hat er auch an der Hand bei Stuten das Steigen angefangen. Jetzt habe ich zwar immernoch einen hengst an der hand, der sich aber mittels peitsche und Kette recht gut unter Kontrolle halten lässt. ihr müsst dabei aber wissen, dass ich die 2 sachen nicht zu Gewaltanwendung benutze sondern die gerte ur als Armverlängerung, so dass , wenn er ja stehenbleiben will und vill. das steigen anfängt, ich ihn damit vorwärtsschiclen kann. und die Kette mehr als Notbremse für vorne.

WIE OFT und WIE LANGE macht ihr Bodenarbeit?
Ich mach Bodenarbeit recht oft, fast täglich vor dem reiten, ein paar runden ausenrum, je besser er mitmacht, desto schneller hör ich auf. aber nie länger als 10 min, länger mute ich ihm nicht zu, wenn danach noch geritten wird. wenn ich nur Bodenarbeit mache nicht länger asl 20 min , denn dann konzentriert er sich nicht mehr. aber immer darauf achten mit etwas, was er gut gemacht hat abzuschließen.

Ist Bodenarbeit für euch reines Logieren, "Arbeiten nach Guru-System",

longieren ist natürlich auch ein Part der Bodenarbeit, den ich mindestens einmal in der woche mit einplane. dabei geht es mir auch darum, dass er sich gut an der longe benimmt, dass heißt die longe ist nicht auf hochspannung, sondern hängt immer ein kleines bsschen durch. ich arbeite mit stimmkommandos, auf die er super hört, d.h. ich kann auch ohne peitsche longieren. so sachen sind mir sehr wichtig, denn pferde bei denen du nur hinterherrenst, schnalzt und mit der Peitsche rumfuchtelst, machen mir keinen spaß zu longieren. ich longiere mit 3-ecks Zügeln ausgebunden, meist eine halbe stunde, je nach Lust-Faktor xD.

Die Guru-sache ist bei mir so ein Ding. Habe schon viele Pferdefl´üsterbücher gelesen und picke mir immer die Methoden raus, die mir besonders wichtig und einleuchtend erscheinen. Mein Bub macht zum Beispiel das Join up von monty Roberts sehr gut, obwohl ich kein roundPen habe und die übung einfach ich der Halle mach.
Geitner sit auch wie ich finde ein guter Lehrer, doch ist mir sein Zubehör, für das man fast 250 € hinlegen muss einfach zu teuer.

wie schon gesagt, ich habe auch bücher von linda tellington Jones und pat parelli gelesen und mir Notizen gemacht, bei den Argumenten oder Übungen, die ich für sinnvoll empfunden habe.
 
M

Mirage

Beiträge
634
Reaktionen
386
Deswegen wollte ich mal wissen, was für EUCH persönlich Bodenarbeit ist? und wie macht ihr Bodenarbeit

Bodenarbeit ist für mich die selbstverständliche Kommunikation zwischen dem Pferd und mir, wenn ich am Boden bin, im täglichen Umgang.

Bodenarbeit gibbet im täglichen Umgang, der täglich ziemlich ähnlich abläuft:

Pferd von der Weide holen:
Dabei soll das Pferd gesittet neben mir herlaufen, nicht drängeln, überholen o. ä.; drängelt es reagiere ich mit Rückwärtsrichten o. ä. eben pferdbedingt, was grad im Fall der Fälle notwendig ist

Während dem Führen (egal wohin oder wie) soll mein Pferd grundsätzlich seine Aufmerksamkeit auf mich richten, bleibe ich plötzlich stehen (um was aufzuheben, um zu ratschen o. ä.) hat mein Pferd auf mich acht zu geben und ebenfalls rechtzeitig ohne Hinweis meinerseits am durchhängenden Strick stehen zu bleiben solange bis ich weitergehe. Äppelt es beispielsweise während dem Führen möchte ich mein Pferd an Ort und Stelle mit Stimmbefehl parken können um beispielsweise den Mistboy zu holen und die Hinterlassenschaften direkt wegräumen zu können. Achtet es nicht auf mich, gibt es wieder Reaktion wie anrempeln, rückwärtsrichten o. ä., je nach Fall eben

Am Putzplatz erwarte ich braves gesittetes Stehen ohne Zappeln, Betteln etc. Gibt es ein Vergehen steht sie extra.

Beim Aufsteigen kein Loslaufen, sondern braves stehenbleiben. Wieder Reaktion meinerseits bei Mißachtung.

Möchte ich - aus welchen Gründen auch immer - absteigen um etwas zu erledigen erwarte ich, dass mein Pferd entweder nach Stimmbefehl stehenbleibt oder mir folgt (selbständig o. Zügelhalten o. ä.), d. h. immer seine Aufmerksamkeit auf mich richtet.

Ebenso wenn ich einfach rückwärts marschiere in Richtung Pferd hat sie mir Platz zu machen.

WARUM macht ihr Bodenarbeit?

Weil es für den reibungslosen täglichen Umgang unumgänglich ist, sei es von mir, Stallpersonal oder meiner RB. Jeder muss mit meinem Pferd problemlos zurecht kommen.

WIE OFT und WIE LANGE macht ihr Bodenarbeit?

Siehe erste Frage, einfach im Rahmen der Zeit, die ich im täglichen Umgang vom Boden aus mit dem Pferd verbringe.

Ist Bodenarbeit für euch reines Logieren, "Arbeiten nach Guru-System",

Siehe oben

Insgesamt zu sagen ist, dass die im Schnitt eine Stunde bei einem 24 Stunden-Tag nicht zuviel verlangt sein darf für ein ausgewachsenes Pferd, sich auf mich zu konzentrieren und auf mich acht zu geben.

Mehr brauche ich bodenarbeitstechnisch nicht wirklich, zwischendrin kommen aber so Spielereien meinerseits zu Tage wie zirzensische Lektionen o. ä.

Ich zähle zur Bodenarbeit im Sinne von "Umgang mit dem Pferd" eigentlich weder das Longieren, die Doppellonge noch die Langzügelarbeit, die brauche ich jeweils nicht zum täglichen Umgang, die sind aber sehr hilfreich um reiterlich was zu verbessern o. ä. :D
 
Caro2

Caro2

Beiträge
13
Reaktionen
4
Spannendes Thema :)

WANN fängt Bodenarbeit an?
Eigentlich schon dann, wenn ich mein Pferd aus der Box/von der Koppel hol.
Ich vergewissere mich schon da, dass er sich auf mich konzentriert, um zu vermeiden, dass ihm irgendwelcher Blödsinn einfällt.
WIE macht ihr Bodenarbeit?
Zum Einen im alltäglichen Umgang, d.h. zwischendurch anhalten (nur durch Körperhaltung), rückwärts/seitwärts richten, etc.
Zum Anderen bei der Bodenarbeit auf dem Platz:
- Führtraining (seitwärts/rückwärts/Stangen, GHP)
- Longieren (nur durch meine Körperhaltung anhalten aus Schritt/Trab,
Gymnastizierung)
- Zirkuslektionen (Dehnen,Kompliment,Nein-Sagen,Plie,"Hopp",Teppich ausrollen,...)
- Freiheitsdressur (Longieren ohne Longe Schritt/Trab/Gallopp, Seitenwechsel,
Wendungen, Stehen bleiben, Zu mir kommen, Fangen spielen,Beine heben)
WARUM macht ihr Bodenarbeit?
Weils es vor 5 Jahren, als ich Jimmy bekommen hab, der einzigste Weg war, um sich Respekt zu verschaffen. Mittlerweile machts uns beiden einfach super super viel Spaß, er findets gut und es ist einfach eine tolle Abwechslung, bei der er sich endlich auch geistig auspowern kann. Ich merk, dass sich unsere Beziehung durch die Bodenarbeit einfach total verbessert hat und er seitdem ohne Kraft zu händeln ist. Vor allem genießt er es total und hat so viel Freude dran und ist immer hochmotiviert.
Und seit wir therapeutisches Reiten machen ist es einfach auch wichtig, dass er vom Boden aus unkompliziert, ruhig und konzentriert ist.
WIE OFT und WIE LANGE macht ihr Bodenarbeit?
Da ich ja auf Grund meines Studiums nicht mehr so oft Zeit habe, um an Stall zu fahren, ist es in letzter Zeit seltener geworden, aber trotzdem so 2 mal im Monat. Ist immer unterschiedlich wie lange, meistens ca. eine halbe/dreiviertel Stunde.
WAS versprecht ihr euch vom Training? (WOZU?)
Mein Pferd ist konzentrierter, ruhiger, ausgeglichener, motivierter, lockerer, aufmerksamer,...

Ist für uns ein sehr wichtiger Teil geworden, der uns beiden viel Kraft gibt und Entspannung im täglichen Umgang (wesentlich weniger Gezerre, viel mehr Beziehung; ein Pfiff und er ist da)
 
B

Besserwisser

Beiträge
72
Reaktionen
9
Deswegen wollte ich mal wissen, was für EUCH persönlich Bodenarbeit ist?

WANN fängt Bodenarbeit an?
Für mich ist alles Bodenarbeit, was man halt am Boden mit dem Pferd macht/arbeitet. Da gehören einfache Führübungen dazu, die man auch mal von der Koppel zum Stall macht.

WIE macht ihr Bodenarbeit?
Mit jedem Pferd anders. Bei der Jungen hat es mit Führtraining angefangen. Dass sie brav neben einem läuft und auf mich achtet. Auch Spazieren gehen gehört bei ihr zur Bodenarbeit.
Frei laufen lassen im RoundPen und so, dann Longe, Doppellonge, und auch Zirkuslektionen, Arbeit an der Hand, Fahren vom Boden.


WARUM macht ihr Bodenarbeit?
Bei der Jungen is ja klar, die bekam erstmal die Grunderziehung, das muss einfach sein für mich. Und Aufbautraining an der Longe und DL vor dem Anreiten is für mich auch selbstverständlich.
Mein Grosser wird nicht mehr geritten, aber trotzdem soll er ja bewegt und beschäftigt werden.
Mache es auch bei "normalen Reitpferden" gerne als Abwechslung und manche Sachen lernt man auch besser ohne Reiter drauf.


WIE OFT und WIE LANGE macht ihr Bodenarbeit?
Auch verschieden, aber durchschnittlich 3-4 mal die Woche. Und dann 15 bis max. 60 min.

WAS versprecht ihr euch vom Training? (WOZU?)
Muskelaufbau, Vertrauensaufbau, Abwechslung, leichteres Erlernen von Lektionen.

Ist Bodenarbeit für euch reines Logieren, "Arbeiten nach Guru-System", Doppellonge, einfach nur Spazieren gehen.... oder, oder, oder??? etc. ???
LG
Wie oben erwähnt ist für mich vieles Bodenarbeit, wie z.B. Führtraining, Spazieren gehen, Freiheitsdressur, Longe, Doppellonge, Fahren vom Boden, langer Zügel...
Ich arbeite nicht nach einem bestimmten "Guru". Suche mir das beste von mehreren Ausbildern raus und schaue auf was meine Pferde am besten reagieren.
 
Ninety

Ninety

Beiträge
43
Reaktionen
0
WANN fängt Bodenarbeit an?
Alles, bei dem ich nicht drauf sitze, wobei ich beim putzen da nicht sooo drauf achte.
WIE macht ihr Bodenarbeit?
Führen (so standard nebenherlaufen, halten, rückwärts etc), Longieren (acuh mit Stangen), Laufen lassen (zum Training von deutlicher Körpersprache meinerseits), Scheutraining, Spielen, Zirkuslektionen (derzeit spanischer Schritt), langer Zügel (Seitwärtsgänge etc.)
WARUM macht ihr Bodenarbeit?
Überwiegend um Abwechslung für mein Pferd in den Alltag zu bringen und weil es Spaß macht. Außerdem soll sein Kopf nicht einrosten ;)
WIE OFT und WIE LANGE macht ihr Bodenarbeit?
1-2x die Woche eine halbe bis ganze Stunde (nicht eigerechnet das Führen vorm Reiten und so.)
WAS versprecht ihr euch vom Training? (WOZU?)
Abwechslung, den Pferdekopf fit halten, Vertrauen
 
S

Smoothie

Gast
Und ich schreibe jetzt mal aus naher Zukunft über Sancho und aktualisier danach ;)

Deswegen wollte ich mal wissen, was für EUCH persönlich Bodenarbeit ist?
Bodenarbeit beginnt beim Führen, Longieren, Zirkuslektionen, Stangenarbeit an der Hand, Spazieren gehen und irgendwie auch das Berühren. Sprich, das Pferd sollte sich überall berühren lassen ohne Panikattacken etc. Und dann noch das Reagieren auf Stimme und Körperhaltung (gehört eigentlich zum Longieren dazu ;))

WANN fängt Bodenarbeit an?
Bei allem, was eben vom Boden aus betrieben wird. Schon beim Führen steckt gewisse Bodenarbeit dahinter.

WIE macht ihr Bodenarbeit?
Ich hab mir vorgenommen, mit Sancho oft in die Halle zu gehen und von dort aus viel Führtraining und Vertrauenstraining zu machen. Sprich, er soll mir ohne Strick hinterherlaufen und stehen, wenn ich stehe. Bei Vertrauenstraining denke ich an sowas, dass er sich überall berühren lässt. Was ich später auch noch erreichen will, sind ein paar Zirkuslektionen.

WARUM macht ihr Bodenarbeit?
Weil Sancho als Schulpferd keine Bezugsperson hat. Und dadurch, dass er hauptsächlich in der Box oder im 1m entfernten Matschpaddock steht, hat er kaum mehr Benimmregeln. Er zieht nach dem Unterricht kopflos Richtung Box und man hat kaum mehr Kontrolle.

WIE OFT und WIE LANGE macht ihr Bodenarbeit?
Durch meine 2 Tage in der Woche, werd ich wohl so 2 oder 3 Mal im Monat Bodenarbeit machen. Wie lange? Kann man schlecht sagen. Ich würde auf eine Stunde evtl. auch eineinhalb tippen. Meiner Meinung nicht, ist das nicht überfordernd sondern eine angenehme Zeit.

WAS versprecht ihr euch vom Training? (WOZU?)
Durch Bodenarbeit will ich erreichen, dass er wieder Vertrauen zum Reiter schafft und sich nicht mehr so aufspult. Er soll ruhig und gelassen sein :) Außerdem ist es eine wunderbare Abwechslung für ihn, wenn er nicht immer nur unter'm Reiter läuft, sondern auch mal neben ihm steht.

*happy*
 
Thema:

WAS genau versteht IHR persönlich unter Bodenarbeit?