Eure Meinung speziell zu meinem Fall: Junges Pferd selber ausbilden?

Diskutiere Eure Meinung speziell zu meinem Fall: Junges Pferd selber ausbilden? im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; Hi! Ich bin zur Zeit auf der Suche nach einem Freizeitpferd, mit dem ich Wander-/Tagesritte, Schnitzljagden etc. mitmachen kann, mehr kann ich...
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Hi!

Ich bin zur Zeit auf der Suche nach einem Freizeitpferd, mit dem ich Wander-/Tagesritte, Schnitzljagden etc. mitmachen kann, mehr kann ich selber auch nicht

Jetzt hab ich mit gestern ne superliebe 3jährige (im September 3 geworden) Criollostute angeschaut und mich eigentlich sofort in sie verliebt... Aber sie ist halt dem Alter entsprechend ausgebildet (Longiert und hat den Sattel schon 2-3x drauf gehabt, mehr nicht)...
Bei mir hats sofort "klick" gemacht und meinen Eltern hat sie auch gefallen, nur sind die eben ein bisschen skeptisch, ob sie was für mich wäre, wenn sie noch nicht geritten ist...

Hab auch schon mit einigen in meinm Stall geredet, die meinen, dass wir das zusammen (also sie würden mir helfen), schon hinbekommen und unsere Stallbesi hat unsere ganzen Traber, die von der Rennbahn gekommen sind, eingeritten und einen andere hat ihre Pferde auch selber eingeritten... Und die meinen das reicht vollkommen, wenn ich private Hilfe hab, ich will ja schließlich keine Dressur oder Springen oder so reiten....
Ich denk, dass ich das auch schaffen werde, da ich NOCH die Zeit dazu habe...

So, jetzt will ich eure Meinung dazu haben... Schafft man das alleine (bzw. mit ein bisschen kompetenter Hilfe), wenn das Pferd nur fürs Gelände da sein soll etc. oder ratet ihr mir total davon ab?
Ich reite übrigens schon seit knapp 10 Jahren, aber halt wie gesagt, freizeitmäßig western...

Viele liebe Grüße
Jessi
 
24.11.2008
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Phantom der Oper

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Ich hab meinen Jungen auch zusammen mit meiner RL ausgebildet. Bei uns kam noch dazu, dass wir in unterschiedlichen Ställen stehn. Aber es hat funktioniert.
Du solltest dir im Klaren sein, dass ein junges Pferd viel Zeit und vor allem viele Nerven braucht!
 
Lore

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Hm, also ich kann die Skepsis deiner Eltern durchaus verstehen.
Auch wenn du nicht vorhast, das Pferd für den großen Sport auszubilden, würde ich diese Aufgabe nicht unterschätzen. Gerade für deine Pläne brauchst du ja ein solides Pferd und bei einer Dreijährigen - egal wie brav sie momentan erscheinen mag - lassen sich da meiner Meinung nach noch keine Rückschlüsse ziehen. Die "Rüpel-Phase" kommt normalerweise auch erst einige Zeit nach dem Anreiten, wenn das Pferd ein bißchen Balance unter dem Reiter hat... und auf die manchmal leichtfertig zugesicherte Hilfe von Stallkollegen würde ich mich an deiner Stelle nicht unbedingt verlassen, denn wenn es hart auf hart kommt, ist es dein Pferd und du stehst in der Verantwortung.

Ich an deiner Stelle würde mich lieber noch ein bißchen umschauen und dann eher ein Pferd kaufen, das ich vorher in Ruhe probereiten kann, vielleicht auch mal im Gelände. So ein junges, fast rohes Pferd ist ja immer auch ein kleines Überaschungsei, das würde ich beim ersten eigenen Pferd nicht unbedingt machen.

Aber egal wie du dich entscheidest: Ich wünsche dir alles Gute für den Pferdekauf, drücke dir die Daumen, dass es das richtige für dich ist und hoffe, dass du uns da schön auf dem Laufenden hältst ;)
 
Gwenie

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ich denke auch mit Fachkompetenz kann man einiges selber machen.
Nur das Einreiten selber würde ich lieber Fachmänner machen lassen und mich nicht selbst dran probieren. Dabei kann man selber so viel kaputt machen. Also wenn bei dir am Stall jemand ist, der da smit Ruhe und nicht zum ersten mal macht. Und du auch denkst dass derjenige Ahnung hat was er/sie tut.

Ich habe meine auch lieber von meinem Stallbesi anreiten lassen, der ist da Profi drinn und macht es mit sehr viel Ruhe und ohne Überforderung (erst longieren, dann mal drauf an der Longe.... und nicht alles auf einen Tag)

Sobald dein Stuti Reiter akzeptiert, kannst auch du sie mithilfe von Unterricht und wenn nötig ab und an jemand der vll bei Problemen helfen kann, ausbilden.

Ich bilde meine Pferde lieber auch selber aus, soblad sie Reiter oben lassen. Und hole mir Hilfe von unten.

Die Fragen die du dir stellen solltest wären,
habe ich jeden Tag genug Zeit für das junge Pferd (auch wenn nicht jeden Tag geritten wird, muß sie ja bschäftigt werden)
komme ich auch mal mit Rückschritten klar (gerade bei jungen Pferden des öfteren vorhanden)
bin ich in der Lage mich auch von oben durchzusetzten(denn irgendwann kommt der Tag wo sie etwas knatschig werden und gucken ob sie ihren Willen durchkriegen- noch nicht mal böse, sonder eher provokativ)
wie wird sie untergebracht (Offenstall, Box...) und kennt sie es schon, auch hier könnte es Anfangs zu "Problemen" kommen wenn sie z.B: aus der Offenstallhaltung in Boxenhaltung kommt- braucht genug Auslauf
??

Ich denke mit viel Ruhe und Geduld ist man in der Lage ein Pferd auszubilden, zumindest auf E- Niveau.
Meine Arbeitskollegin hat ihr Pferd auch selber ausgebildet, mit viel Hand- und Bodenarbeit. Und geht mit ihm Wanderritte.
 
W

Wunschtraum

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Ich hab meine ja auch junge bekommen. Hat zwar schon mal nen Reiter drauf gehabt, aber das wars dann auch schon.
Mir wurde von ner Bekannten damals versproche, dass sie das Pferd mit mir zusammen ausbildet. Nach 2 Monaten hat sie dann keine Lust mehr gehabt, weil das Julchen nicht so einfach war und ich war alleine da gestanden. Das war dann ein schöner Mist.

Es ist einen große Aufgabe ein Pferd auszubilden. Ich möchte die Zeit nicht missen, in der ich mit meiner Stute zusammen gelernt hab, aber es gab auch Zeiten in denen ich lieber das Handtuch geschmissen hab. Wenn beide lernen müssen dauert es eben oft länger und ist schwieriger.

Ich würde mir das gut überlegen, ob du der Aufgabe gewachsen bist, da du wie du selbst sagtst, ja nicht so viel kannst.
 
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Lelie

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Hi Jessi,
ich kann auch nur noch einmal unterstützen was mueffy geschrieben hat: Eine solide dressurmäßige Grundausbildung braucht JEDES Pferd. Egal, ob es später nur ins Gelände geritten wird oder ob es Turniere gehen soll.
So wie du dich beschreibst, tut mir leid, glaube ich nicht, dass du das schaffst. Hilfe von Stallkollegen für umsonst ist immer schnell zugesagt und findet dann doch nur in den seltensten Fällen statt.
Besonders brisant finde ich die Situation, weil die Stute noch nicht mal einen Reiter kennt. Wäre sie wenigstens 4jährig und würde die Grundlagen unterm Reiter (Schritt, Trab, Galopp geradeaus) kennen, würde ich dir zwar immer noch abraten, aber es wäre nicht mehr so unmöglich.
Ich habe es oft bei Leuten, die nicht so gut reiten, erlebt, dass sie sich ein Pferd anschauen und sofort verlieben. Dann suchen sie gar nicht mehr nach einem besser passenden Pferd und kaufen das, mit dem sie am Ende doch nicht klar kommen. Der Entschluss ein Pferd zu kaufen, führt oft zu einer merkwürdigen Vernebelung der Sinne, ist mein Eindruck.
Es hört sich zwar reizvoll an, ein Pferd von Anfang an zu kennen und alles selbst zu machen, aber darin liegt ein großes(ich vermute dir im Moment nicht ganz in vollem Ausmaß bewusstes) Risiko.
Und was sicher auch eine Rolle spielt: Junge, unausgebildete Pferde sind in der Anschaffung billiger. Das täuscht aber am Ende, denn die Ausbildung wird dich (denn ohne Unterrricht und Beritt wird es nicht klappen) viele hunderte Euro kosten. Und dann ist das ach so tolle Schnäppchen plötzlich ein Fass ohne Boden.
Mag ja sein, dass du dich in die Stute verkuckt hast, aber ich kann dir nur raten, nach einem etwas älteren und zumindest grundausgebildeten Pferd zu suchen. Davon hast du am Ende mehr, das Pferd auch und deine Eltern sparen höchstwahrscheinlich am Ende noch dabei.
LG Lelie
 
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Hi!

Also, erstmal DANKE für eure Antworten...

Wollt nochmal schnell sagen, dass ich reiten kann auch Dressur und Springen (bin schon 1,10 gesprungen), nur halt keine Traversalen etc. Also ich könnt locker ne A-Dressur reiten, wenn ich das Pferd dazu hätte, nur will ich das nicht, ich reite eher westernmäßig (hatte halt keinen Westernunterricht)...

So, dann zur Hilfe am Stall, wir sind ein ganz kleiner Stall mit 11 Pferden und mit einer starken Stallgemeinschaft... Da würd mir meine Freundin (Stallbesi) ganz sicher helfen und die springt auch nicht ab, das weiß ich, die hat schon hundert Traber eingeritten, die total verrückt von der Rennbahn gekommen sind... Ich hab übrigens auch beim letzten Traber mitgeholfen...
Und die Exfrau von meinem RB-Besitzer bildet ähnlich wie Parelli aus, d.h. die könnt auch helfen, die müsst ich natürlich bezahlen, aber da hab ich kein Problem damit...
Also, von dem her ist eigentlich alles geregelt...

Ich schau mir die Criollostute am Freitag nochmal mit meiner Stallbesi, die unheimlich viel Ahnung hat, an und wenn die OK sagt, dann gibts erstmal ne Ankaufsuntersuchung und wenn die auch noch gut läuft, dann hält mich nichts mehr :D... Und falls meine Stallbesi gleich davon abrät, dann hat sich das sofort erledigt, da ich sehr viel Wert auf ihre Meinung lege...

Gruß
Jessi
 
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Lelie

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Wollt nochmal schnell sagen, dass ich reiten kann auch Dressur und Springen (bin schon 1,10 gesprungen), nur halt keine Traversalen etc. Also ich könnt locker ne A-Dressur reiten, wenn ich das Pferd dazu hätte, nur will ich das nicht, ich reite eher westernmäßig (hatte halt keinen Westernunterricht)...
Na, was denn nun? So ein Mischmasch ist auf jeden Fall nicht gut. Wie willst du denn das neue Pferd ausbilden? Freizeit-Western (was meiner Erfahrung nur eine Beschreibung für "ich leg einen Westernsattel drauf, setz mir einen Hut auf, lass die Zügel lang und hab ansonsten null Ahnung" ist) oder klassisch?
Wie arbeitet deine Stallbesitzerin?
LG Lelie
 
Lore

Lore

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Hi!

Ich bin zur Zeit auf der Suche nach einem Freizeitpferd, mit dem ich Wander-/Tagesritte, Schnitzljagden etc. mitmachen kann, mehr kann ich selber auch nicht
Hm, also mein erster Beitrag hat sich darauf bezogen, was ich grad unterstrichen habe. Für mich klingt es alles ebenfalls etwas widersprüchlich, da muss ich Lelie zustimmen. Und ich möchte dir nochmal den wirklich gut gemeinten Rat ans Herz legen, dich nicht allzu sehr auf Hilfsangebote deiner Stallkollegen zu verlassen.
Dennoch drücke ich dir die Daumen, dass du die richtige Entscheidung triffst und mit deinem Pferd glücklich wirst. :)
 
H

HJ

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Hi!

Ja, ich weiß, dass ich mich da ein bisschen widersprochen habe... Ich hab gesagt, dass ich eine A-Dressur reiten könnte, aber ich will gar nicht, bin seit 3 Jahren dem "Westernreiten" verfallen und hab das auf meiner jetzigen RB "gelernt"

Unter freizeitmäßig western versteh ich Reiten mit den Grundprinzipien des Westernreitens ohne Turnierambitionen. D.h. das Pferd sollte in jeder Gangart quasi ohne Zügel kontrollierbar sein und möglichst af Neckreining und Gewichtshilfen sofort reagieren, genauso wie bei der Dressu etc. sollte es natürlich gut gymnastiziert, durchlässig und ausbalanciert sein. Außerdem gehört zu einem Westernpferd ein langsamer Trab (Jog) und einen schönen versammelten Galopp, aber wenns sein muss auch mal richtig Gas ;) Ich bin da eher auf den Western-Trail aus... Aber ihr habt Recht, die Grundausbildung ist dieselbe, denn man will ja ein gut ausbalanciertes Pferd in jeder Gangart und da muss man halt viel arbeiten, das weiß ich! Nur weil jemand kein Reitabzeichen hat oder keine Turnieren gehen will, heißt das noch lange nicht, dass derjenige nicht reiten kann!!!

So, hab grad keine Zeit, schreib später noch, wie das bei uns im Stall so läuft und wie wir da reiten ;)

Gruß
jessi
 
nanja1

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Soo ich geb dann auch mal meinen Senf dazu.
Ich reite seit 20 Jahren, habe dabei aber die konventionelle
Variante genommen. Die Grundausbildung ist in etwa identisch western oder englisch spielt da keinen Boogie ( meiner meinung nach).
Ich habe momentan meinen ersten Jungen und obwohl ich erfahrung habe stosse ich immer wieder an meine Grenzen...
So ein Junger fordert einen anders als ein ausgebildetes Pferd,
aber dafür hat mann dann auch einen "Massgefertigten" nach ein paar Jahren.. deshalb kann ich deinen Standpunkt auch nachvollziehen.
die frage ist einfach wie weit du deinem Bodenpersonal vertrauen kannst.
Das ist unumgänglich. Wenn das soweit passt, das du dir sicher bist das auch finanziell gewuppt zu bekommen ( also notfalls Beritt bezahlen kannst und willst, die ganzen Unterrichtsstunden und und und) ...
Mein Ma hat unseren Haffi auch angeritten gekauft und mit RL und RB
ausgebildet ( wobei der Löwenanteil über die RB gelaufen ist... )
Das kann klappen. Aber wenn Du Zeit hast würde ich zumindest einmal nach einem älteren gucken.
Ich hatte selber ein Lehrpferd das mir 5 Jahre lang das Reiten beigebracht hat und habe sauviel spass mit dem gehabt. Ohne diese Erfahrung hätte ich meinen Jungen nicht gekauft...
Aber ( was mir wichtiger ist) hast du die Möglichkeit den vor dem kauf mal zu fühlen? Meinen kleinen hab ich als erste geritten mit dem Händler bei der Hand und wirklich sicher das es mein Pferd wird war ich mir erst nach diesem Ersten Fühlkontakt. So schön sie auch vom Boden ist von oben muss das sich nicht bestätigen... Ich hab sehr lange getestet und viele verschiedene pferde geritten und dabei immer festgestellt, wenns gefühlt passt
ist der Rest eigentlich nur noch eine Frage der Zeit und Hilfe...
( Und man bedenke, mit der Ausbildung ist ein 5 jähriges Pferd wenn mans durchrechnet schnell mal 15000€ teuer ) das wusste ich von Anfang an...

Wenn deine Situation (SB = Freundin die auch hilft und wenns an kippelige Situationen kommt auch selber draufsteigt und rettet ) das hergibt,
Ist das durchaus machbar. Aber deine Eltern müssen auch was mitmachen.
Ohne Blessuren geht so ein junger nicht ab.
Da ist ein "Alter" stressfreieer und Nervenschonender...
 
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Lelie

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Bin schon gespannt, was du später noch schreibst. Trotzdem wollte ich eins noch anmerken: das erste eigene Pferd ist an sich schon eine große Herausforderung. Das kann man sich nicht richtig vorstellen, wenn man vorher nur Reitbeteiligungen gehabt hat.
Und ob dann die zusätzliche Belastung durch ein junges Pferd noch sein muss, halte ich für fraglich. Du bist noch so jung und dieses Pferd wird wahrscheinlich nicht dein letztes sein. Warum nicht erstmal weiter Erfahrung (auch im "Besitzerleben") sammeln, deine reiterlichen Fähigkeiten ausbauen und in 10 oder zwanzig Jahren ein junges Pferd selbst ausbilden?
Ich bin zumindest sehr froh, dass ich als erstes Pferd für das ich quasi alleine die Verantwortung trage ein ausgebildetes, erwachsenes Pferd hab. Die müssen ja nicht gleich langweilig sein, nur weil sie schon was können.
Und noch etwas was mich wundert: Mir erscheint es (kann falsch sein) als würdest du das "Freizeitreitertum" vorschieben um keinen Leistungsdruck zu haben. Nur weil man keine Turniere reitet (tue ich z.B. auch seit Jahren nicht mehr wirklich), kann man doch trotzdem ständig und intensiv damit beschäftigt sein sich und sein Pferd zu verbessern. Dazu gehört auch Unterricht, mal ein Lehrgang und auch das man hin und wieder mal seine Nase in ein Fachbuch steckt.
Sonst ist es nämlich kein Wunder, wenn Freizeitreiter mit reiterlichem Looser gleichgesetzt wird.
LG Lelie
 
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HJ

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@Lelie:
Klar, will ich mich auch verbessern und etwas "arbeiten" und Fortschritten sehen, das ist doch klar, ich hab in den letzten Jahre sooooo viel gelernt, in vereinzelten Reitstunden auf vielen verschiedenen Pferden (von verschiedenen Bekannten etc.) und lese auch sehr viel Fachliteratur... Ich will und werde dann auch Westernreitkurse etc. mitmachen, außerdem bildet die (Ex-)Frau von meinem RB-Besitzer ähnlich wie Parelli aus, von der hätte ich "im Notfall" auch Hilfe...

An der Hilfe scheitert es, denk ich nicht, wie gesagt, die Stallbesi ist ne Freundin von mir und hat dieverse Traber und ien schwieriges Pony eingeritten, und die sind jetzt top...

Wir sind im Stall eigentlich alle Freizeitreiter und die meisten haben ihre Traber von der Rennbahn, aber wir haben alle Ahnung und torklen nicht einfach so im Gelände herum!
Wir machen zwar überwiegend lange Ausritte und gehen halt lieber Wander-/Tagesritte und Schnitzeljagden mit, jedoch heißt das nicht, das wir auf dem Reitplatz Nieten sind und auf unseren Pferden wie nasse Säcke sitzen!
Wir reiten aus Spaß an der Freude, wie man so schön sagt, ehrgeizig sind wir aber trotzdem :D
Wie gesagt, wir haben im Moment nur 11 Pferde im Stall (davon gehören 3 der Stallbesi), daher sind auch nicht soooo viele Leute da, sodass es vielleicht zu Streitereien kommt... Wir haben ne ganz starke Stallgemeinschaft und machen unheimlich viel zusammen, z.B. sind jeden Sonntag ALLE da und irgendeiner bringt Kuchen mit, oder im Sommer veranstalten wir unsere Gausi-Ralley, 1x im Jahr machen wir stallintern einen 4tägigen Wanderritt, den wir selbst planen und wir gehen eben immer zusammen auf diverse Veranstaltungen...

So, muss wieder weg, zum arbeiten, muss ja mein Pferdchen finanzieren... ;)

Hab übrigens trotzdem viel Zeit, bin so gut wie jeden Tag im Stall bei meiner RB...

Ach ja, und ein eigenes Pferd hatte ich im Prinzip auch schon, die hat einem alten Mann gehört und ich hab sie übernommen, aber die war wirklich nur ein Zuckelpony ;)

Gruß
Jessi
 
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HJ

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Hi!

Ich wollt einfach eure Meinung hören, in einem anderen Forum meint dei Mehrzahl, dass ich das schaffen könnte.... Ich wollt einfach nur mal hören, was ihr sagt...
Das Geld hätt ich für einen Beritt, aber da gibst du dann dein Pferd zu irgendeinem Typen und weißt am Ende auch nicht, was er mit deinem Pferd gemacht hat, wenn sie auf irgendwas anderst reagiert etc....

Aber klar, wenns nötig ist, dann kommt um Beritt nicht herum, aber wenns auch so klappt ist es 100mal besser...

Ich kann euch ja nochmal Bescheid sagen was die Ankaufsuntersuchung gesagt hat...

Ud ich berichte euch natürlich, wie es dann läuft ;)

Gruß
jessi
 
nanja1

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Naja fragen wird doch erlaubt sein und das man seinen standpunkt vertritt ist doch auch in Ordnung.
Manchmal sieht man nur selber die Probleme nicht, oder hat auch keine vorstellung was da an Kosten auf einen zukommt.
Und Erfahrungsberichte aus dem Netz zu holen finde ich nun auch nicht verwerflich.
Selber ausbilden heisst ja nicht das manns alleine machen kann und das muss bedacht werden. Vieles kann man nicht alleine machen und braucht dann häufig Hilfe. Bei mir im Stall ist auch die Gemeinschaft da, aber die von mir geplanten Hilfen sind leider weniger als erwartet. Dafür sind aber andere da auf die ich bauen kann und im absoluten Notfall springt der Händlersohn dann in die Bresche...

Im Endeffekt muss man das selber entscheiden und eine Ferndiagnose ist dort sehr schwierig. Aber trotzdem finde ich es gut andere Meinungen zu hören und schade wenn jemand der fragt abgekanzelt wird.
Fragen heisst nämlich Interesse und auch dass sich jemand Gedanken macht.
Und nur wer darüber reell mit allen möglichen Nebenschauplätzen denkt der
kann eine realistische Entscheidnung treffen.

Wenn man sich das zutraut, einen jungen die Sicherheit zu geben und auch das anreiten ( wie ist das eigentlich gedacht?) hinbekommt ( ich habs vom Profi für 500€ 4 Wochen machen lassen) ...
Why not? Mein UrlaubsRB Pferd wurde angeritten gekauft und ist mittlerweile echt schön zu reiten obwohl die Besis keine "Profiwettkampf"reiter sind...
Aber auch diese ist regelmässig in Korrektur entweder vom Boden aus ( bei dem Reiter der sie mal zum Beritt hatte) oder auch von oben wenn Reiterlein es nicht hinbekommt.

Was aber auf alle Fälle bedacht werden sollte und noch nicht zur sprache gekommen ist: Faktor Zeit! Bevor man so einen Rohen halbwegs sicher im Gelände bewegen kann geht einige Zeit ins Land, Wachstum und Lernpausen werfen den Zeitplan durcheinander... Wenn du gleich losreiten willst und auch weiter alle Aktionen des Stalles mit machen willst...
Das wird dann erstmal schonprogramm... Bis die Muskulatur so sicher ist dauert es einige Zeit auch Sehnen und Bänder müssen erst gezielt dahin gekräftigt werden... da geht schon locker ein halbes Jahr ins Land...
Da ist ein ausgewachsener gerittener natürlich das aufsteigen Spass haben paket wo man nicht ewig dran denken muss, ob das gut geht oder der nächste Tag dicke Sehnen bringt...

OOps da war ich zeitgleich mit Jessi...
 
haflingerteam

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Als ich meinen Askari damals bekommen habe, war ich im Grunde in einer ähnlichen Situation wie Du. Ich habe in selber ausgebildet, hatte nur Hilfe in Form von Unterricht bei meinen damaligen Reitlehrern. Es hat geklappt und trotzdem muss ich sagen, dass es verdammt hart war, dass ich immer wieder an meine Grenzen gestoßen bin und des öfteren mit dem Gedanken gespielt habe aufzugeben. Ich war damals selber reiterlich auch noch nicht sehr weit. Ich musste also mit dem Pferd zusammen lernen und das ist doppelt schwer, da man dem Pferd ja den korrekten Weg nicht zeigen kann, da man ihn im Grunde selbst noch nicht beherrscht. Im Laufe der Jahre habe ich schon einige Pferde ausgebildet, habe da meine Erfahrungen und mein Wissen. Aber generell würde ich einem relativ unerahrenen Reiter von der Ausbildung eines Pferdes grundsätzlich abraten. Es ist ja nicht damit getan, dem Pferd Sattel und Trense draufzu machen und sich oben zu halten, bis man irgendwann ins Gelände gehen kann. Das Pferd muss nach den Grundsätzen der Ausbildungsskala ausgebildet werden, es muss gymnastiziert werden um die Muskeln korrekt aufbauen zu können.
Hinzu kommt auch, das Pferde um das 4. Lebensjahr herum, in die Flegelphase. Je nachdem wie "schlimm" es wird, hat man manchmal ganz schön zu kämpfen. Gerade wenn man so etwas noch nicht erlebt hat, kann es schnell passieren, dass man überfordert ist, oder gar nicht weiß, wie man reagieren muss.
Generell rate ich beim Kauf des 1. eigenen Pferdes immer zu einem soliden ausgebildeten Pferd, am besten mittleren Alters. Ich kann Dir also nur empfehlen, such lieber noch ein bißchen weiter, auch wenn ein ausgebildetes Pferd meistens teurer ist. Ich denke Du wirst Dich sonst irgendwann ärgern.
 
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Klar das ist ja das was ich auch geschrieben habe wenn man von ausgeht das man selber größtenteils ausbildet und nur die Unterricht einstellung und co rechnet... ( Hab ich ja gerade selber im März gerechnet) dann kostet einen so ein Junger ca ( bei meiner Rechnung) 15000€ + Anschaffung bis er stabil funktioniert...
Da ist ein "guter gebrauchter" vielleicht die günstigere Alternative,
Aber es spielen ja mehr Faktoren mit...
Ich finde nur das es da nicht die Möglichkeit gibt zu sagen "Tu es" oder "lass es" . Die Frage ist nur hat man alles bedacht und will man das riskieren?
 
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@ nanja: Grundsätzlich stimme ich dir zu, es gibt nicht nur ja oder nein als richtige Antwort auf so eine Frage.
Das Problem ist eher, dass die meisten Leute, die sich ein junges Pferd kaufen und selbst wenig Erfahrung haben eben nicht alles bis ins Detail und in den tatsächlichen Ausmaßen bedenken sondern sich die Situation schönreden. "Mir helfen doch alle und eigentlich kann ich schon toll reiten und ich hatte doch schon so viele Reitbeteiligungen und meine Eltern springen finanziell auch immer für mich in die Bresche." So oder so ähnlich hört man das oft und so ist die Realität eben fast nie.
Deshalb kann ich nur davor warnen, sich ein junges Pferd zu kaufen weil man sich auf den ersten Blick verliebt hat. Und das noch ohne sich überhaupt andere Pferde anzuschauen.
LG Lelie
 
nanja1

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@Lelie: Klar aber ich glaube um den ersten Blick gehts nicht.
Sonst würde man sich doch nicht an ein öffentliches Forum wenden..
Vor allem nicht mit diesen Fragen...
Nicht das das jetzt falsch rüber kommt,
ich habe genau diese Variante gewählt und seinerzeit ( mit 20) einen 8 jährigen L-Erfolgreichen Oldenburger gekauft. Natürlich hatte ich so ein spitzen Lehrpferd und habe mit dem auch den Spass meines Lebens gehabt.
Ohne diesen hätte ich mich an Cash auch nicht ran gewagt.
Ich kann jedem nur dazu raten erst selber zu lernen, und dann zu lehren
da ich selber auch viele Pferde in Beritt bekommen habe nachdem der Besitzer total überfordert war.
Das ist dann richtig teuer sowohl im Geld als in den Nerven, und fürs Pferd kein Genuss. Wenn manche Leute nicht bedenken wie ein Pferd auszubilden ist und auch niemanden haben der täglich!! mit dabei ist und hilft.
Der Leidtragende ist das Pferd. Klar das "mir helfen schon alle" ist eventuell (wahrscheinlich) nicht so wies im ersten moment gesagt ist aber wenn ein RL zu mir gesagt hätte "kauf den ruhig den bekommen wir hin"
hätte ich nicht drüber nachgedacht.
Und auch erfahrene Reiter gehen stellenweise obwohl sie super reiten
mit nem jungen gegen die Wand ( hab ich gerade im Freundeskreis)
da ist eine reelle Selbsteinschätzung gefragt und wenn möglich auch ein Schiedsrichter ( vielleicht einen RL mal mitnehmen und ein objektives Urteil einholen?) um ein "verknallen" zu korregieren.
Denn wenn sich in einem halben Jahr rausstellt das es nicht richtig war
ist die Stute die dumme.

@Hollesjessi: Wenn du sie wirklich haben möchtest informier dich vorher vielleicht kannst du sie ja auch bei deiner SB oder ner Bekannten in Beritt geben? Ich gucke mir meine Bereiter auch sehr genau an.
Cash hatte sogar im Beritt schon unterricht mit mir im Rücken damit ich lerne ihn zu lehren... Und sicher sein kann, das ich ihn haben will.
Dazu hatte ich die möglichkeit noch nach dem Beritt auszusteigen und vom Kauf zurückzutreten wenns nicht passt...
Im endeffekt kommts echt drauf an wie du dich einschätzt und da kann dir vielleicht der RL am besten mal nen realen Stand geben.
Aber wenn du dir nicht sicher bist... guck erstmal in Ruhe...
Übrigens Kurse sind schön und gut aber ohne regelmäßige Kontrolle
( 1xdie Woche minimum) gehts mit nem Kurzen nicht.
Da muss einer nebenstehen, um notfalls mißverständnisse zu verhindern...
Sonst beisst man sich fest und irgendwann ist dann der Ofen aus!
 
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HJ

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Hi!

Also, nochmal, ich bin keine Anfängerin! Ichreite seit 10 Jahren, hatte diverse RBs und ein "eigenes" Pferd! Das haben glaub einige falsch verstanden etc....

Und ich habe schon einmal gesagt, das ich die Stute auch "in Beritt" geben würde, aber halt nicht zu irgendjemanden, von dem ich nicht weiß, was er dann macht, sondern zu der (Ex-)Frau von meinem RB-Besitzer!
Finazielle Unterstürtzung hätt ich im Notfall von meinen Eltern, da ich aber sehr selbstständig bin, hab ich das Geld selber, da ich arbeiten gehe!
Und trotzdem hab ich Zeit, ich bin so gut wie jeden Tag im Stall! (Falls jetzt wieder welche mit dem Argument kommen...)

Ach ja, "suche" übrigens schon seit Anfang diesen Jahres und hab zig Pferde probegeritten und angeschaut, aber es war keins dabei, wo ich jetzt auf Anhieb gesagt hätte "das ist er/sie" und jetzt war es eben so und ich hör da auf mein Bauchgefühl... Ich kauf kein Pferd, das vom reiterlichen her super zu mir passt, aber wo der Charakter einfach nicht stimmt! Ich achte da sehr auf den Charakter...
Aber da haben viele (wahrscheinlich die meisten von euch) ne andere Meinung...
Bei mir ist das so, hab das Pferd schleißlich dann sein Leben lang an der Backe...
Wär schön, wenn das einfach akzeptiert wird!

Ich schau mir am Freitag mit meiner Stallbesi die Stute nochmal an und wenn sie sagen sollte, dass ichs lassen soll, dann hat sich das eh erledigt...

Aber man wird sehen...

Wollt einfach eure Meinung wissen, aber meine Entscheidung stand eigfentlich fast schon fest, da ich ein sehr gutes Bauchgefühl hatte.. Ach ja, der Nochbesitzer ist ein erfolgreicher Polospieler und hat gemeint, dass er mir gerne Tipps geben kann oder einen "Bereiter" vorschlagen kann...

Gruß
Jessi
 
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