Ingwer

Diskutiere Ingwer im Ernährung und Fütterung Forum im Bereich Pferde; Was haltet Ihr von Ingwer ? Mein pferd lasse ich vor dem Reiten immer laufen und nach dem laufen lassen lahmt es.Das ist schon komisch auch wenn...
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silver20

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Was haltet Ihr von Ingwer ?
Mein pferd lasse ich vor dem Reiten immer laufen und nach dem laufen lassen lahmt es.Das ist schon komisch auch wenn ich es vorher longiere.
 
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Wunschtraum

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AW: Inkwer

Meinst du vielleicht Ingwer? Weil Inkwer hab ich noch nie gehört. Denkst du nicht es wäre sinnvoller die Lahmheit erstmal durch einen TA abklären zu lassen, als einfach ein bisschen mit Pülverchen rum zu probieren?

Lahmt das Pferd beim Reiten auch?
 
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silver20

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Ich habe es von Tierarzt untersuchen lassen der hat vorne rechts im bein wasser drin und wenn man den warm reitet ist es weg der Tierarzt meinte Ingwer kann nichts schaden.
Was meint Ihr :confused:
 
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Gwenie

Gwenie

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AW: Inkwer

Hallo silver,
wie läßt du denn laufen und longieren? Wärmst du dein Pferd nicht vorher auf, indem du Schritt führst? Bei einem Kaltstart kann ich schon verstehen dass dein Pferd dann lahmt, vor allem wenn man es dann auch etwas scheucht.

Ingwer an sich kannst du gerne probieren, schaden kann es nicht. Für mich stellt sich eher die Frage, wie eine Wassereinlagerung zur Lahmheit führen kann. Athrose-klar- da kann ein Pferd mal mehr mal weniger lahmen und braucht eine gewisse Zeit zum Warmwerden.
Wassereinalgerungen sind aber eigentlich im Gewebe und so beweglich dass sie die Sehnen nicht stören. Gelenke können sie nicht beeinflussen :confused:
 
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Jolante

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AW: Inkwer

Es sollte erstmal die Ursache der Lahmheit angeklärt werden.

Und zu den ganzen Zusatzfutterkrams...vieles davon schadet genausowenig wie es nützt...außer das der Geldbeutel kleiner wird und die Industie angekurbelt. Ich halte von den meißten Zusätzen nix....da würde ich eher etwas mehr Zeit ins Lösen und Warmreiten des Pferde investieren als Ingwer zu füttern.
 
Merle1

Merle1

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Ingwer in Deutschland auch in der Pferdefütterung als Heilmittel bei Entzündungen und Arthrosen eingesetzt und die meisten Pferde fressen auch die geriebene Wurzel oder in Stücke geschnittenen Ingwer.

Trotzdem bleibt die Frage warum Wasser im Bein ist. Gut angelaufene Beine im Winter wenn die Pferde weniger bewegt werden kann schon vorkommen und meist gibt sich das auch wenn sie dann eben bewegt werden. Ob Ingwer wirklich hilft weiß ich nicht, weil mir die Aussage um das Problem schlicht zu schwammig ist.
 
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silver20

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Ich gehe mit dem immer vorher viel schritt und das 20 Min der wird auch von mir bewegt so ist das nicht .
Der Tierarzt meinte ich soll den erst mal selen geben da der vorher Kreuzverschlag hatte durch meine ehmalig Reitbeteiligung und wenn die Kur rum ist dann soll ich es mal mit Ingwer probieren das hatte der mir gesagt.
 
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Jolante

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Ja, das vll., aber.....wenn das Bein dick ist dann scheint es ja kein Gelenkproblem zu sein, also jedenfalls von der ferne hier gesehen.

Und auch Selen wirkt, wie alle anderen Mittel auch nur wenn man die nimmt die vom TA verschrieben worden sind, die freiverkäuflichen sind alle nahezu wirkungslos da zu wenig Wirkstoffe enthalten sind. Nicht umsonst sind manche Medikamente verschreibungspflichtig und können nicht so im Handel erworben werden. Außerdem war Selen bis vor 45 Jahren nur als Gift bekannt. Erst 1957 entdeckten Forscher, dass Selen Ratten vor bestimmten Lebererkrankungen schützen konnte und seitdem wird Selen zunehmend mit einer Reihe von Gesundheitsstörungen bei Mensch und Tier in Zusammenhang gebracht.
Fest steht, Selen ist - wie alle anderen Spurenelemente übrigens auch - zugleich Gift und Notwendigkeit in einem.
Zuviel ist ebenso krankmachend wie zu wenig.
Die Aufgaben des Selens im Organismus: bis heute sind noch längst nicht alle Stoffwechselwege, an denen Selen mitwirkt, bekannt.
Nachgewiesen sind seine antioxidative Funktion (Schutz vor freien Radikalen), eine positive Wirkung auf Spermienbildung, Schilddrüsenstoffwechsel und die Immunantwort.
Derzeit wird gemutmaßt, dass etwa 30 biologisch wichtige Seleneiweißverbindungen für den Stoffwechsel nötig sind, möglicherweise mehr.

Bedarf: Leider ? wie gesagt ? ist Selen ein starkes Gift und die nötigen Mengen für den Erhalt der Gesundheit liegen sehr nahe bei den Mengen die zu einer chronischen Vergiftung führen können. Der Bedarf des Pferdes an Selen wird in der Literatur von 0,1 ? 2 mg pro kg Futtertrockensubstanz angegeben, wobei die Menge von 2 mg schon gleichzeitig als Grenze zur chronischen Vergiftung gilt.

Vorkommen in der Nahrung: Selen ist in allen natürlichen Futtermitteln des Pferdes enthalten, zudem wird Fertigfuttern und vielen Ergänzungsfuttermitteln Selen zugesetzt. Der Gehalt in den Grundfuttermitteln schwankt sehr stark. Die Selenwerte von insgesamt 304 Grasproben aus sieben Ländern der Bundesrepublik zeigten stark unterschiedliche Gehalte von 0,011 bis 0,123 mg Selen pro kg Trockensubstanz, wobei der Selengehalt der Proben auch innerhalb der einzelnen Bundesländer stark schwankt.

Dies ist auf den ersten Blick erstaunlich, denn die Bodengehalte an Selen zeigen relativ hohe Konzentration in den nördlichen Bundesländern, die nach Süden stark abfällt, so dass Teile von Bayern und Baden-Württemberg als ?Mangelgebiete? erkannt wurden. Dennoch ist es keineswegs so, dass der Holsteiner Pferdezüchter genügend oder gar zuviel Selen in seinem Heu hat und der Bayer Angst vor Selenmangel haben muß, denn die Bodenkonzentration korreliert erstaunlicherweise kaum mit dem Selengehalt der aufwachsenden Pflanzen. Eine Bodenprobe ist für die Überprüfung der Selenversorgung deshalb wesentlich ungeeigneter als eine Futtermitteluntersuchung.
Der Einsteller in einem Stall kann sich bei wechselnden Heulieferanten natürlich gar nicht kundig machen, ob sein Pferd genügend Selen aus dem Grundfutter erhält, oder ob er ein selenangereichertes Ergänzungsfuttermittel zufüttern soll und wenn, dann wie viel davon, ohne gleichzeitig eine mögliche Vergiftung riskieren zu müssen. Wie gesagt, die Grenze zwischen Fluch und Segen ist eng und wer seinem Pferd, das genügend Selen aus dem Grundfutter bekommt, zudem noch mit Selen angereicherte Pellets, dann noch ? in der festen Meinung gutes zu tun ? ordentlich Vitamin-E-Selen für ?starke Muskeln? gibt, der kann evt. eine böse Überraschung erleben. Kommt leider nicht allzu selten vor.

Überversorgung mit Selen:
Ringförmige Einschnürungen an den Hufen, Anschwellungen des Kronrandes mit eventuellen Blutungen in diesem Bereich, bröckelige Hufe, gehäuftes Auftreten von Hufgeschwüren, Verlust von Mähnen- und Schweifhaaren sind ebenso wie unspezifische Lahmheiten, Apathie und Appetitmangel, Anzeichen einer Überversorgung.

Unterversorgung:
Führt zu Immunschwäche, zu Zellschäden im Bereich der Skelett- und auch der Herzmuskulatur und äußert sich in Muskelschmerzen, steifem Gang und ebenfalls unspezifischen Lahmheiten. Im Zuchtbetrieb sollten Fruchtbarkeitsstörungen, früher Embryonaltod und plötzlicher Fohlentod Grund zur Überprüfung des Selenstatus (bei mehreren Stuten, um exaktere Überblicke zu haben) Anlaß zur Selenüberprüfung sein. Ebenso gehäuftes Auftreten von Muskelerkerkrankungen (Weißmuskelkrankheit) der Fohlen.

Blutuntersuchungen zur Selenversorgung: spätestens wenn sowohl die Unter- wie auch die Überversorgung dasselbe Bild ? nämlich unspezifische Lahmheiten ? zeigen, sollte der tatsächliche Versorgungsgrad bestimmt werden können. Eine Blutuntersuchung ist in Bezug auf die Selenversorgung beim Pferd derzeit aber nur eingeschränkt aussagekräftig. Serum- oder Plasmawerte informieren eher über einen kurzen Zeitraum, die Selengehalte der Erythrozyten dagegen dürfte eher ein Langzeitindikator sein. Was die Beurteilung zudem erschwert, sind die voneinander abweichenden ?Norm- bzw. Referenzwerte? einzelner Labors.

Der Pferdehalter sieht nur das Plus oder Minus hinter dem Wert und gerät mitunter in unnötige Aufregung. Ein Serumblutspiegel beim ausgewachsenen Pferd von 60- 250µg/dl weist auf eine adäquate, ausreichende Versorgung wieder. Wird von einem Labor der Normalwert mit 80- 130 µg/dl angegeben, so gibt es dennoch keinen Grund zur Aufregung, wenn der Blutwert Ihres Pferdes z.B. 68 oder 152 µg/dl ergibt.
Hilfreich für die Beurteilung sind gleichzeitige Veränderungen weiterer Blutwerte: die gleichzeitige Erhöhung der SGOT, der CK und der Gamma GT sind neben einem zu niedrigen Selenwert beim Pferd Hinweis auf einen tatsächlichen Mangel (der einmal ermittelte Selenwert allein ? der auch nur ein Messfehler seitens des Labors sein könnte ? sollte jedenfalls kein Anlaß dafür sein, größere Mengen Selen zu verfüttern. Da Selen sich zu einem geringeren Gehalt in Serum oder Plasma befindet, ist der Blutwert zu korrigieren, je nachdem ob Vollblut (wegen der höheren Gehalte der Erythrozyten ist der Selenwert aus Vollblut höher) oder Serum eingeschickt wurden. (Serumwert mal 1,4). Beim Menschen wird zur Bestimmung des Selenstatus die GPX-Aktivität in den Thrombozyten herangezogen. Dieses sensitive Nachweisverfahren wird beim Pferd bisher noch nicht zur routinemäßigen Selenbestimmung herangezogen.


Soviel also dazu das der TA scheinbar einfach gesagt hat: "Fütter mal nen bisschen Selen und dann kannste Ingwer ins Futter machen......sehr fragwürdig.
 
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Wunschtraum

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@silver20: Kannst du den Krankheitsverlauf und die Symptome mal etwas genauer beschreiben?
Sorry, sein mir bitte nicht böse, aber du schreibst das alles so schwammig, das man garnicht so genau weiß, was mit dem Pferd los ist.
Eine Ferndiagnose per Internet ist ja sowieso nie möglich, aber wenn man ein paar mehr Informationen hat, fällt die Beurteilung der Problems leichter.
 
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