Pflicht zur Transponderkennzeichnung ab 01.07.2009

Diskutiere Pflicht zur Transponderkennzeichnung ab 01.07.2009 im Recht und Versicherung Forum im Bereich Pferde; Hallo, laut dem EU-Recht sind wir ja ab 01.07.2009 verpflichtet, alle Equiden mit einem Transponder zu kennzeichnen. Habt Ihr das schon oder müsst...
haflingerteam

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Hallo, laut dem EU-Recht sind wir ja ab 01.07.2009 verpflichtet, alle Equiden mit einem Transponder zu kennzeichnen. Habt Ihr das schon oder müsst Ihr das noch machen? Könnt Ihr was zu den Kosten sagen? Und was haltet Ihr überhaupt von der Neuerung?

Soweit ich weiß, belaufen sich die Kosten auf ca. 40-60 € pro Pferd.
 
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nanja1

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Also ich find das Chippen grundsätzlich nicht verkehrt.
Unser Hund war auch gechipt, wenn der mal abhanden kommt.
(Jagdhund, kann ja mal passieren, ist zwar nie....)
Mein Pferd ist 'noch' nicht gechipt, aber ich hatte schon überlegt das zur Reitpferdeeintragung machen zu lassen.
Ich finde das Prinzipiell ne nette Idee,
Die Tiere können besser nachverfolgt werden wen was ist.
Und auch das Brennen ( mag ich persönlich nicht so) wird theoretisch überflüssig. Da Brandzeichen auch mal verwaschen oder schlecht zu
erkennen sind..
Solange sich am Pferdehals keine Gnubbels bilden ist das soweit okay und davon hab ich noch nicht gehört...
 
Gwenie

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Das hier habe ich im Netz gefunden
klick

Die Frage ist ob es nur für jüngere Pferde gilt, oder ob man alle chipen muß. Ich halte davon nicht wirklich viel. Zumal sie es schon wieder vorschreiben (wie bei den lieben Umweltzonen).
Mein Pferd wurde gebrannt. Ist also auch ein Leben lang markiert- alles Geldmacherei!;)
 
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haflingerteam

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So ganz verstanden habe ich das auch noch nicht. Auf der einen Seite habe ich gelesen, dass alle Pferde nachgechipt werden müssen. Woanders habe ich gelesen, dass es nur für Fohlen gilt, die ab dem 01.07.09 geboren werden. Ich hatte sowieso vor, früher oder später alle meine Pferde zu chippen. Nun werde ich es halt einfach früher machen. *lach* Generell halte ich aber nichts davon, die Leute dazu zu zwingen.
 
Haselina

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Ich hab mir da bisher keine Gedanken gemacht, da die Friesen ab einem bestimmten Jahrgang eh alle gechipt sind. Früher hatten die eine Zungentätowierung, aber davon ist man abgekommen. Ich glaube seit dem Jahrgang 1995 sind sie alle mit Chip versehen.

Soweit so gut ... was mir daran aber missfällt ist der Umstand, dass es zig Möglichkeiten der Codierung und Hersteller gibt. Das hat mir erst vor kurzem mein TA nochmal erklärt, als es darum ging unsren jungen Hund chippen zu lassen. Rein theoretisch müsste man dann auch ein zum jeweiligen Chip passendes Lesegerät mit sich führen und das kostet eben mehr als 40-60 Euro.
Vielleicht findet man ja in Deutschland über die Zuchtverbände eine einheitliche Lösung ... aber was ist mit den ausländisch gezogenen Pferden? ...

Auf der einen Seite find ich es gut ... aber auf der anderen Seite bin ich der Meinung hat man sich hier die Handhabung betreffend doch zu wenig Gedanken gemacht ...
 
P

Pferdefreund

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Mein Friese ist auch schon als Fohlen gechipt worden.
Die Tranponder Nummer ist im Niederländischen Equidenpass eingetragen.
 
Haselina

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Siehst du Pferdefreund ... und genau da haben wir beiden schon ein Problem ... die deutschen TAs haben sehr selten Lesegeräte für diese niederländischen Chips. Ein Eintrag im niederländischen Equidenpass (den meiner natürlich auch hat) nützt da vor der deutschen Gesetzgebung nicht viel ... :mad: ... alles schon durchgekaut ... aber Lösung gibt es halt im Moment keine sinnvolle ... man muss im Notfall Glück haben und an einen TA geraten, der zufällig ein Lesegerät hat, der unsere Chips lesen kann ...:cool:
 
F

Frank2

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Jetzt lassen wir mal die Kirche und nicht zutrffende Aussagen im Dorf. Es gibt keine "niederländischen Chips, die ein deutscher Tierarzt nicht lesen kann".

Es gibt in der Transpondertechnologie zwei grosse Technologiebereiche:
- FDX-B Transponder (normiert für Hunde, Katzen, wird auch für Pferde genutzt)
- HDX Transponder (wird teilweise für Pferde und sonstige Grosstiere verwendet)

Beide Transpondertypen werden von ISO-Readern (die in allen Ländern der Welt eingesetzt werden, da weltweiter Standard) einwandfrei gelesen. Es gibt allerdings Lesegeräte, die nur FDX-B Transponder lesen können. Wenn nun das Pferd einen HDX-Transponder hat, zeigt das Lesgerät "kein Transponder" an.

Entgegen Katzen, Hunden und Frettchen hat man bei Pferden nichts normiert, sondern spricht lediglich von einer "elektronischen Kennzeichnung", unter die beide Technologiebereiche fallen würden.

Zu berücksichtigen ist aber: Ein Lesegerät, was nur FDX-B lesen kann, bietet im Regelfall einen sehr geringen Leseabstand (da der Transponder im Hund/Katze/Frettchen sehr nah unter der Haut sitzt, braucht man auch nicht mehr). Insofern wird es auch zu Problemen kommen, mit solchen "kleinen" Lesegeräten die FDX-B Transponder beim PFerd zu lesen, dort sitzt der Transponder (1.) tiefer und (2.) häufig in einer anderen Orientierung. Zudem ist der Bereich, in dem der Transponder sitzt, schlichtweg physikalisch grösser (z.B. im Bereich NAckenband) und bei grösseren Equiden braucht's dann fast eine Leiter zum Ablesen. Bei der Katze oder beim Foxterrier ist das schon ein wenig anders.

Rein marktwirtschaftlich betrachtet, überwiegt nicht nur die Anzahl der FDX-B Transponder und -anbieter, sondern diese sind im Regelfall auch viel günstiger im Preis. Insofern wird sich vermutlich der FDX-B Transponder durchsetzen, dann braucht der Tierarzt auch nicht verschiedene Transpondertypen auf Lager haben, sondern kann für Hund, Katze, Frettchen und Pferd dieselben verwenden.
 
Bino

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Und wie ist das nun?
Muss ich mein Pferd im Juli dann chippen lassen? *verwirrt gugg* :confused:
 
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Frank2

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Ich will das Thema jetzt nicht weiter verwirren, aber der in der Diskussion befindliche Injektionsort für den Transponder ist im Bereich des Nackenbandes in einer Tiefe, die eine herkömmliche Transponderkanüle gar nicht erreichen kann ... Verwirrung allerorten, wir können ja jetzt noch mal das Thema Lebensnummer des Pferdes (UELN) aufmachen, dann merkt man erst mal, daß hier nicht nur ein roter Faden, sondern generell ein solcher fehlt ...
Und das, obwohl man jetzt nun eine mehr als lange Zeit Erfahrung in der Technologie bei Hund und Katze hat ...
 
haflingerteam

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Generell heißt es ja, bei allen Tieren linke Hals- oder Schulterseite.

Soweit ich es jetzt in Erfahrung bringen konnte, gilt die Pflicht zur Transponderkennzeichnung nur für alle ab dem 01.07.2009 geborene Fohlen.
 
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Frank2

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Vorsicht !
Die linke Hals-/Schulterseite gilt in erster Linie für Hund, Katze und Co. Beim Pferd ist der Hals geringfügig grösser als bei der Katze :), insofern der Leseprozess für den Tierarzt wohl nur schwerlich möglich.

Für Pferde wird auf Basis EC 504/2008, 90/426/EEC, 90/427/EEC folgendes empfohlen: "between the poll and the withers in the middle of the neck, in the area of the nuchal ligament". Genau hier kommt das Problem, was ich bereits angesprochen habe (notwendige Tiefe).

Die Empfehlung stammt von der FVE (Federation of Veterinarians in Europe).
 
haflingerteam

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Also so habe ich es von div. Tierärzten erfahren. Auch im Zoo werden Elefanten, Giraffen und Co. an der linken Schulter- oder Halsseite gechippt.
 
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Frank2

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Ja, aber auch hier gilt: Es gibt keine weltweit verbindliche Norm, insofern habe ich leider auch schon Pferde angetroffen, die mal eben Richtung Wirbelkanal gekennzeichnet wurden ...
 
julymary

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Hallo,

ich möchte das Thema Chippen nochmal aufgreifen.

Kennt sich jemand mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen von Transpondern mit Glas- bzw. Kunststoffhülle aus?

Was ist Verträglicher und Robuster oder was ist sonst noch zu beachten?

Mein TA implantiert den Transponder dann zwar aber als Pferdehalter muss ich den nämlich selbst bestellen und hab leider keinen Schimmer!

LG Julia
 
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