Hufe geben

Diskutiere Hufe geben im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; Mein Pferd stellt sich beim Hufe geben ja manchmal etwas an :rolleyes: An mangelnder Übung kann es eigentlich nicht liegen, da ich die Hufe...
Lore

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Mein Pferd stellt sich beim Hufe geben ja manchmal etwas an :rolleyes:

An mangelnder Übung kann es eigentlich nicht liegen, da ich die Hufe normalerweise zwei- bis dreimal täglich in der Hand habe, und das seit Jahren. Also erstmal Hufe auskratzen, wenn ich das Pferd aus der Box hole, dann ggf. mit Jodogel einschäumen, nach dem Reiten nochmal auskratzen.
Dabei gehe ich auch immer in der gleichen Reihenfolge vor, insofern dürfte mein Pferd ja inzwischen wissen, welcher Huf als nächstes dran ist.
Ich habe so den Eindruck, wenn ich sie zum Huf geben auffordere, dass sie erstmal ihr Füße in Gedanken durchzählt und sortiert... wenn ich den richtigen Huf dann in der Hand habe, fängt sie häufig schon nach wenigen Sekunden an, rumzuhampeln oder sich schwer zu machen und möchte ihn lieber wieder absetzen.

Es ist im Grunde genommen ja alles trotzdem noch recht gut zu händeln, mein Schmied zum Beispiel sagt, dass sie das doch sehr brav macht und dieses "Durchzählen" der Füße beobachtet er gerade bei so schweren Pferdetypen sehr häufig. Auf seinen Rat hin ziehe ich inzwischen das Hinterbein auch nicht mehr so weit nach hinten raus und hebe die Füße nicht mehr allzu hoch, da funktioniert es dann besser.
Als ich mein Pferd damals gekauft habe, musste ich um jeden Huf ewig lange betteln und jede Form der Hufpflege artete in ein kleines Drama aus, insofern ist das ja alles schon viiiiel besser geworden. Trotzdem nervt es mich halt immer noch ein bißchen, deswegen frage ich mal so in die Runde:

Wie willig gibt euer Pferd die Hufe?
Macht es sich auch öfters mal schwer oder zappelt?
Was könnte man noch machen, um dem Pferd das Hufegeben schmackhafter zu machen?
 
20.09.2008
#1
A

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Gast

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P

Pferdefreund

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Ich habe meinem kleinen Junghengst das Hufegeben beigebracht,indem
ich ihm nach jedem Huf einen Leckerlie gegeben habe,
aber nur wen er dabei nicht rumgezappelt hat.

Inzwischen macht er das schon sehr gut,er gibt sogar selbstständig die Hufen.

Allerdings hat er zur Zeit eine schwierige und aufmümpfige Phase und ist grade
im Zahnwechsel so das er an manchen Tagen doch mal dabei rumzappelt und Zwickt.
 
W

Wunschtraum

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Oh das Problem kenn ich!
Als ich meine Stute bekommen hab, war das ein totales Drama. Ich hatte das Gefühl, sobald ich "Gib Fuß" sag, stellt sie sich extra fest drauf! Bei den Vorderbeinen hat sie immer total das schwanken angefangen, so dass ich immer Angst hatte sie fällt gleich um und wenn ich die Hinterbeine hoch genommen hab, hat sie immer nach die Füße erst unter den Bauch gezogen und dann voll ausgeschlagen. Beim Schmied war das ein echtes Problem.

Ich hab dann ganz langsam angefangen, immer nur kurz hochgenommen und wieder abgesetzt, gelobt und Leckerli rein geschoben. Nach einer Woche hat sie das mit den Vorderbeinen kapiert. Das tut nicht weh, ich fall nicht um und sie kommen immer wieder auf den Boden. Bei den Hinterbeinen hat das etwas länger gedauert und wenn sie heute bockig sein will, zieht sie die Füße immer noch unter den Bauch, schlägt aber nicht mehr nach hinten aus! Aber das kommt so alle 2 Monate einmal vor!

Mittlerweile ist das bei ihr total easy. Ich stell mich nur neben sie, sag "Fuß" und schon hebt sie den Fuß hoch, bei den nächsten drei muss ich meistens nix mehr sagen, die hebt sie dann schon von selbst hoch. Auch wenn ich nicht immer die gleiche Reihenfolge hab. Aber das ist nur mein Privileg. Bei meiner Mama mach sie das nicht. Die muss bei jedem Huf, das Bein anfassen und "Fuß" sagen, dann hebt sie auch ganz lieb die Beine.
Und wenn mein Schmied "Huf" statt "Fuß" sagt, passiert gar nix. :rolleyes:

Ich kenn das aber bei einem schwereren Pony (irgendein Mix aus Tschechien mit Kaltblut drin). Da hat man auch immer den Eindruck, er muss erst überlegen welchen Huf er jetzt nehmen soll und wie er das jetzt koordiniert kriegt.

Was meiner Stute sehr unangenehm ist, wenn ich die Hinterhufe sehr hoch anheben. Sie ist nur 1,60 und da muss sie das Bein schon extrem beugen. z.B. beim Schmied kann ich hinten nicht aufhalten und grade stehen. Sonst würde ich ihr damit weh tun und sie fängt dann zu zappeln an. Wenn ich das Bein nicht so hoch hebe und dafür meinen Rücken beugen muss (anstengend!) bleibt sie ganz cool.

Aber ich denke wenn du deine Lore immer dafür lobst, evtl. auch mit Leckerlie wenn sie nicht zappelt, müsste sie das eigentlich ziemlich schnell kapieren.
 
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Lelie

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Helli gibt alle Hufe problemlos auf Stimmkommando oder leichtes Berühren und lehnt sich auch nicht dagegen.
Nur beim Schmied zieht sie hin und wieder mal den Huf weg. Da halte ich dann konsequent gegen und wenn sie es doch schafft, gibt es mal ein scharfes Wort. Bleibt sie brav, wird sie gelobt (gerade nach dem Aufbrennen) und bekommt evtl. ein Leckerli.
So hat sich das schon sehr gebessert. Zuckerbrot und Peitsche (im übertragenen Sinne), das funktioniert super.
LG Lelie
 
franzl

franzl

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Opa gibt alle Füße freiwillig, je nachdem, wo man gerade steht hebt er den Fuß an. Reihenfolge egal, er weis ja, was kommt wenn ich den Hufkratzer in der Hand halte. Allerdings legt er sich gerne mal rauf und stützt sein Gewicht ab, ein Opa halt ;)

Der Lütte hat seine Hinterfüße erst immer unter den Bauch gehoben (Typisch für ein Pferd, dessen Besitzer/Bereiter mehrere Pferde am Tag hatten, die gehen nämlich nicht um die Pferde herum sondern nehmen auch die Hinterfüße "unterdurch" und das geht halt nur, wenn Pferd sie unter den Bauch zieht...)

Das "nach hinten" haben wir geübt und stellt jetzt auch kein Problem mehr dar. Wenn ich zwei Tage die selbe Reihenfolge machen, hält er mir die Hufe auch schon entgegen. Ich arbeite auch mit Stimmkommando "Gib Huf", "nach hinten" und "aaab" (sonst lässt Opa gerne mal fallen...)
 
urmeli1

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Als ich Nicos vor über 8 Jahren kaufte konnte er rein gar nichts.
Es war dann erstmal ein Beziehungstraining aktuell. Auch habe ich jeden Tag in der gleichen Reihenfolge seine Hufe verlangt, auch mit Hilfe seines Behanges. Das klappte schnell gut. Leckerlis halfen auch.
Recht schnell konnte ich jeden Huf auch außerhalb der Reihenfolge aufnehmen.

Bei Nicos ist es so, wenn er mal etwas gelernt hat, ist die Reihenfolge egal.

Geduld braucht man immer. Aber etwas gekonntes sollte man einfach erwarten können und nicht darüber nachdenken. Be strikt.

Wenn meine ca. 700 Kg Kampfmaschine etwas kann was ich gerade abfrage und er mal eben auf Stur schalten möchte habe ich körperlich keine Chance!!! Ergo MUß ich mich irgendwie anders durch setzen. Da für mich körperliche Autorität, sprich: Gerte, Schläge....SCHMERZEN......!!! KEINE Antwort sind für mein Pferd, muß ich andere Wege gehen. Stimme....damit kann ich sehr viel bewegen.
Geduld und Ausdauer ist mein größter Trumpf. Irgendwann wird es dem Pferd zu blöde und weil er genau weiß was ich will macht er es dann. Dann wird gelobt.
Manchmal allerdings..in gefährlichen Situationen....greife ich hart durch. Z.B. wenn Kinder oder andere Personen gefährdet werden und ich im Sattel sitze. Entweder greife ich dann zu den Sporen....( als erste Lösung) oder ich habe zur Not noch die Gerte. Wobei ich anmerken darf, dass alleine die sanfte Benutzung der Hilfen wirkung zeigt. ( man muß nicht unbedingt immer reinhauhen was das Zeug hält um Wirkung zu erziehlen )
Ergo.....Erziehung und " be Strikt" ist das Wichtigste wenn Du weißt, Dein Pferd kann es.

Lg
urmeli
 
nanja1

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Also mein Lütter war zu anfang echt stur...
Da gabs die Füße nie lange schwanken und zappeln...
Jung halt, nach dem einrenken wure das deutlich besser, mittlerweile gibt er 3 ohne Mühe. sobald ich anfange Füße zu machen nimmt er den 2ten beim hingehen schon hoch... Nur vorne rechts ist n Holzbein...
Da basteln wir noch dran, aber langsam wirds auch... den nimmt er nicht so gerne hoch, weil er immer vergisst sich richtig hinzustellen.

Gelernt und geübt haben wir das im Zuge des Physiotrainings, da er da nicht nur Hufe in alle himmelsrichtungen geben musste, sondern auch ruhig bleiben sollte. Da hab ich den Huf dann aufgenommen, und langsam da hin geführt wo er sollte. (z.B. Vorderbeine nach vorne strecken: Huf aufnehmen, loben huf nach vorne mitnehmen, langsam absenken, Leckerlie (beim kauen hält er dann das Bein und streckt schön durch.)

Überhaupt haben diese Turnübungen, genauso wie kleinere spielereien,
Verbeugen, Möhrchen schnappen ihm sehr geholfen seinen Körper in den Griff zu bekommen. Er ist ja sehr groß geworden und denen fällt es ja bekanntlich meist etwas schwer...

Vielleicht würde das deiner Süßen auch helfen? um nicht nur das Hufegeben zum kratzen zu üben sondern generell das pferd mit den Füßen geschickter wird?
 
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Netti2

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Hallo,

also am Anfang als ich mein Hotti gekauft hatte, da war er 2,5 Jahre alt, war das Hufe geben auch noch nicht so einfach. Er hat sie gegeben, aber dann immer ziemlich dabei rumgezappelt, wobei ich aber denke das es ein Balanceproblem war!
Mittlerweile finde ich es toll wie er beim Hufe geben mitmacht. Da ich absichtlich nicht immer in der gleichen Reihenfolge die Hufe fordere, muss der kleine Herr immer mitdenken und das funktioniert super! Es macht echt Spass, wenn ich merke das er mit seinen Gedanken auch bei mir ist und aufpasst was ich denn nun von ihm will! Ich muss auch nicht ewig am Bein zotteln oder so, es reicht wenn ich sage "Fuß" oder auch mal "Pfötchen" :D und da kommt immer der richtige! Zappeln tut er nur manchmal, wenn gerade zu dem Zeitpunkt eine lästige Fliege am Bauch sitzt....
 
Sugar

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Sugar hat auch schonmal so Anwandlungen, dass sie mir den ersten (also vorne links) nicht geben möchte. Ich fang dann einfach auf der anderen Seite an und geh quasi rückwärts. :D

Ist nicht nur eine gute Abwechslung, wenn man das ein paarmal gemacht hat, dann klappt es auch auf einmal wieder richtig rum.

Ich denke, sie finden das auch langweilig, immer die gleiche Prozedur. Wenn man dann was neues reinbringt, dann klappt es direkt wieder.
 
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