Am Halfter longieren?

Diskutiere Am Halfter longieren? im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; Wie der Titel bereits ankündigt: Was haltet ihr davon, ein Pferd unausgebunden am Halfter zu longieren? Macht ihr das selbst auch? Warum bzw...
Lore

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Wie der Titel bereits ankündigt:

Was haltet ihr davon, ein Pferd unausgebunden am Halfter zu longieren?
Macht ihr das selbst auch?
Warum bzw. warum nicht?
Fühlt ihr euch von "Halfter-Longierern" beim Reiten gestört?


Ich musste heute beim Longieren daran denken, dass dies in einem frühreren Stall an der Tagesordnung war und ich mich davon beim Reiten häufig gestört fühlte. Ich habe den Sinn des ganzen nie verstanden - Bewegungstherapie?
Ich habe mein Pferd noch nie unausgebunden am Halfter longiert. Entweder lasse ich es laufen - dann darf es sich aber frei bewegen. Oder ich longiere ausgebunden und kann mein Pferd dabei vernünftig arbeiten.
Wie seht ihr das?
 
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Lelie

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Für mich kommt das höchstens als Bewegungstherapie in Frage. Außerdem wird an meinen Ställen (dem alten, wo das Pferd meiner Mutter steht und dem "neuen" wo Helli steht) eh nur auf seperaten Plätzen longiert, so dass man niemanden behindert.
Aber an sich finde ich solches Longieren ziemlich unsinnig.
LG Lelie
 
Gwenie

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Ohh eins meiner Lieblingsthemen!!!
Longieren mit Halfter finde ich (persönlich) ziemlich überflüssig- da kann ich lieber Laufen lassen und das Pferd braucht nicht so einen engen Kreis laufen. Oder ich packe dann eben einen Longiergurt und Lauffer mit drauf.

Jemand der ein Pferd mit Halfter longiert KANN es nicht kontrollieren. Und die Gefahr ist wesentlich höher dass dieses Pferd den Longierer durch die Halle schleifen kann. Oder andere Reiter behindert.
Natürlich sehen die Leute dies nicht ein "mein Pferd kennt das, es ist beim longieren immer brav...." die beste Ausrede die ich je gehört habe war: mein Pferd kennt es gar nicht anders!!der würde euch eher mit Trense und Gurt behindern!! -da fehlen einem echt die Worte

Ich persönlich longiere meine Pferde nicht am Halfter (außnahme war mal beim TA-gucken wegen Wendeschmerz...). Und ja ich fühle mich von Halfterlongierenden genervt und behindert (haben eine Kleine HAlle und die Leute longieren im großen Kreis! )
 
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franzl

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Longieren am Halfter tue ich nur in Verbindung mit Bodenarbeitstraining, also am Knotenhalfter. Dann wird aber nicht "laufen gelassen", sondern durch Dualgassen geschickt, Seitengänge abgefragt usw.

Das ersetzt "normales" longieren nicht, ist aber eine nette Abwechslung für Pferd und Reiter. Behindern kann ich dabei im Moment noch keinen :)D), wie es am neuen Stall wird, werde ich sehen.

Genervt hat mich damals das unkontrollierte laufenlassen am Halfter mangels Kenntnis bei zwei Einstellerinnen, die inzwischen beide ihre Pferde wieder abgegeben haben...
 
W

Wunschtraum

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Was haltet ihr davon, ein Pferd unausgebunden am Halfter zu longieren? Wenig. Mal zum überprüfen, ob das Pferd sich von selbst v/a streckt, aber eher selten. Meistens hab ich trotzdem eine Trense drauf, nur halt dann mal kurz keine Hilfszügel drin.

Macht ihr das selbst auch? Wenn dann nur sehr selten und mit Knotenhalfter.

Warum bzw. warum nicht? Ich mach es eigentlich nur, wenn meine Stute Probleme mit ihrer Allergie hat und sie dann Husten mit Auswurf bekommt. Da war schon mal das Gebiss voll verschleimt und das ist ihr sehr unangenehm. Deswegen wird dann nur mit Halfter longiert. Mit Ausbindern gings eh nicht, da sie sich dann nicht so arg abstrecken kann beim husten.
Ansonsten sehe ich darin kein richtiges Longieren, sondern eher laufen lassen an der Longe.

Fühlt ihr euch von "Halfter-Longierern" beim Reiten gestört? Ja, da es bei uns sehr viele Reiter gibt, die ihre Pferde damit nicht unter Kontrolle haben und alle behindern, da die Pferde immer nach außen auf den Hufschlag ziehen. Wenn ich wg. der Allergie mit Halfter longiere, dann immer zu solchen Zeiten wo ich weiß, das niemand da ist, oder auf den Platz ausweichen kann. Dann behinder ich auf keinen Fall jemanden.

Ab und zu longiert eine Westernreiterin mir mein Pferd mit Knotenhalfter. Das geht echt gut, sie biegt sich super, geht super v/a. Ich selber bin grad dabei das auch zu lernen, da es eine ganz andere Art zu longieren ist. Aber das hauptsächlich um sie v/a zu longieren. Wenn ich mehr mache, dann nur mit Trense, Longiergurt und Dreieckszügeln.
 
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CaseyJean

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Also ich longiere nur mit einem enganliegendem Halfter - und scheine damit ja hier eine der wenigen zu sein.

Da ich insgesamt kein Fan von Ausbindern und Co. bin und viel Wert auf Bodenarbeit lege, habe ich mir gerade ein Round Pen angeschafft und arbeite meine beiden darin ohne Longe.

Und ja, auch ohne Ausbinder, Longe und Trense usw. kann sich ein Pferd v/a dehnen.

Jemand der ein Pferd mit Halfter longiert KANN es nicht kontrollieren. Und die Gefahr ist wesentlich höher dass dieses Pferd den Longierer durch die Halle schleifen kann. Oder andere Reiter behindert.
Ist es nicht traurig, sagen zu müssen, dass man sein Pferd nicht unter Kontrolle hat, wenn man nur mit Halfter longiert? Wenn man sein Pferd nicht vom Boden aus kontrollieren kann, wie macht man es dann vom Pferd aus? Richtig, dafür wurden ja scharfe Gebisse und jegliche Arten von Hilfszügeln erfunden...
Sorry, aber bei solchen Aussagen kann ich manchmal einen zuviel kriegen. Was ist denn das für eine Pferd-Mensch-Beziehung? Wenn ich ohne Trense uns Co. keinen Einfluss auf mein Pferd habe? :confused:
 
Gwenie

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@CaseyJean:schön dass du eine der wenigen bist die ihr Pferd beim longieren kontrollieren kann- der Regelfall sieht aber anders aus, und ich meine jetzt nur beim Longieren und hier auch explizit mal die Englischreiter. Denn bei denen läuft das Halfterlongieren meist wie folgt ab:
großen Zirkel, viel Longe geben, mitlaufen und mit der Peitsche von hinten treiben. So und wenn man dann als Reiter vorbei will wird der Zirkel zum Ei, weil das Pferd zum geritten Pferd will. Das Pferd wird sozusagen an de rLonge laufen gelassen, weil die Halle nicht leer war.

Und klar kann mein Pferd sich auch ohne Ausbinder etc v/a dehnen, aber ich will an der Longe mehr trainieren als das schöne v/a (das mache ich in der Lösungsphase). Wenn ich longiere dann nicht als Bewegungstherapie sondern als Training ;)
Und nur mal als Info: ich habe kein scharfes Gebiss drin, mein Pferd geht mit mir auch am Halfter spazieren- ohne Gebiss :D
 
V*Punker

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Meist geh ich zum longieren eh in den Roundpen, damit ich die anderen in der Halle nicht behindere (so wünsch ich mir das von anderen ja auch ;) ). Dann gehts ohne Longe rund *g*

Wenn aber niemand vor mir in der Halle war und es mir im Roundpen zu matschig ist, dann longiere ich in der Halle.
Ohne Ausbinder, am normalen Stallhalfter (die bei mir eh nicht so locker rumschlackern, weil ich meine, ein gut sitzendes Halfter ist angenehmer als ein schlabberiges) - und mein Pferd steht auch an der Longe, wenn ich "whoa" sage.
Der Weg in die Tiefe kommt automatisch, wenn mein Pferd locker *vorwärts* geht: Betonung auf *locker vorwärts*.
Mit Ausbindern habe ich nur die Erfahrung gemacht, dass mein Pferd nicht weiß wo vorne und hinten ist, denn nie gibt der Ausbinder *wirklich* nach und dauernd hat er Druck in irgendeiner Form. Nada - wenn ich mein Pferd wirklich gezielt über den Rücken laufend haben will, dann setz ich mich rauf (dann kann ich auch binnen minnisekunden nachgeben,wenns erforderlich ist).
Btw: Ich longiere nur aus triftigen Gründen. Warum longieren,wenn ich reiten kann? Fürs Pferd ist longieren grottenlangweilig (kreis für kreis für kreis...) und besonders Muskelfördernd ist es auch nicht ... Ich mache es, wenn meiner länger gestanden hat, um seine Rückenmuskeln (Senkrücken) wieder soweit zu stärken, dass sie mein Gewicht gut tragen können.

Foto: http://i36.tinypic.com/erxzs5.jpg

... wenn der Punkt kommt, wo mich ein Pferd am Halfter irgendwohin zieht, arbeite ich erstmal wieder am Führen anstatt des longierens.
Mein Pferd hat sich nicht zu bewegen, selbst wenn ich nicht da bin und ein anderes Pferd in der Halle ist. Für mich ist das Erziehung ;)

http://i33.tinypic.com/2wrff55.jpg
 
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Finchen2

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Lore, ich sehd as eigentlich genauso wie du. Ich denke, dass Longieren mit Halfter nichts mit arbeiten, sondern eher mit Bewegung zu tun hat. Frei Laufen lassen wäre da die Alternative, wenn allerdings die halle besetzt ist und nur eine zur Verfügung steht, ist das schwierig.

CaseyJean: Sorry, aber bei solchen Aussagen kann ich manchmal einen zuviel kriegen. Was ist denn das für eine Pferd-Mensch-Beziehung? Wenn ich ohne Trense uns Co. keinen Einfluss auf mein Pferd habe?

Ich denke, dass das grad bei jungen Pferden problematisch ist, es unter Kontrolle zu halten an der Longe und das weiss ich aus eigener Erfahrung. Mein 2 Jähriger hat mich durch die ganze Halle gezogen und ich hab mich komplett an die Longe gehangen aber er hatte einfach so eine wahnsinnskraft und imemrhin sind grade junge Pferde schreckhaft, erstrecht dann, wenn sie es nicht kennen. natürlich soltle das eigene Pferd einem gehorsam sein, das sehe ich genauso.
Aber sieh es mal so: welchen Einfluss hättest du beim Reiten OHNE Trense auf dein Pferd? Oder OHNE Zügel? Ich verstehe, was du meinst, aber mit diesen ganzen Dingen lernt das Pferd es viel schneller und findet einen Ausgleich, der nicht unterfordert (es gibt ja immerhin Pferde, die arbeiten WOLLEN) Und ich denke ohne Trense und Ausbinder oder Laufferzügel finde ich persönlich es auch sinnlos, zumindest dann, wenn man damit was beim Pferd erreichen will. Genauso doof finde ich es, nur mit Trense zu longieren, denn wie macht man dann die Longe fest? In den inneren Gebissring? Und wenn das Pferd erschrickt und wegspringt? Dann zieht es sich das Gebiss durchs Maul. Und wenn man es durch den inneren Ring in den Äußeren schnallt? Dann kann es sich immernoch erschrecken und sich das Maul einquetschen. Also ich finde es schon wichtig, das ein Pferd richtig ausgebunden ist bei der Arbeit an der Longe.
 
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CaseyJean

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Aber sieh es mal so: welchen Einfluss hättest du beim Reiten OHNE Trense auf dein Pferd? Oder OHNE Zügel?
War schon mal jemand bei der Show "Apassionata"? Dort hat eine Frau ihr Pferd sowohl vom Boden, als auch vom Pferderücken aus ohne Trense/Kopstück oder jeglichen Zügeln bewegen können - und das vor mehreren hindert Menschen, in einer fremden Umgebung für das Pferd, mit Lichteffekten und Musik.

Ich denke man kann sein Pferd sehr wohl ohne diese ganzen Sachen Einfluss auf sein Pferd haben, auch wenn einem die Reitschule und die dazugehörigen Reitlehrer was anderes sagen.

@ Finchen:
Genauso doof finde ich es, nur mit Trense zu longieren, denn wie macht man dann die Longe fest? In den inneren Gebissring? Und wenn das Pferd erschrickt und wegspringt? Dann zieht es sich das Gebiss durchs Maul. Und wenn man es durch den inneren Ring in den Äußeren schnallt? Dann kann es sich immernoch erschrecken und sich das Maul einquetschen. Also ich finde es schon wichtig, das ein Pferd richtig ausgebunden ist bei der Arbeit an der Longe.
Wo schnallst du denn die Longe ein, wenn du das Pferd ausbindest?

Mit Ausbindern habe ich nur die Erfahrung gemacht, dass mein Pferd nicht weiß wo vorne und hinten ist, denn nie gibt der Ausbinder *wirklich* nach und dauernd hat er Druck in irgendeiner Form.
Das denke ich auch. Und was wenn, das Pferd mal stolpert? Dann versucht es sich mit dem Hals auszubalancieren, aber dank der Ausbinder ist das Ganze dann mit einem ordentlichen Ruck im Maul verbunden...

Das abenteuerlichste was ich bisher beim longieren gesehen habe war, Longe durch den Steigbügel (der Bügel war nicht hochgezogen) und dann am Gebissring eingeschnallt. Auf Nachfrage was das denn bringt habe ich zu hören bekommen: "Dann biegen die sich besser!" Sicher, es sah aus, als würde das Pferd versuchen auf zwei Zirkeln gleichzeitig zu laufen, einen inneren und einen äußeren Zirkel...

Meiner Meinung nach muss die Reiterwelt mal allgemein von ihrem Hilfszügel-Tripp wegkommen. Aber heutzutage muss ja immer alles schnell gehen, dass Pferd muss schnell lernen (mit welchen Mitteln auch immer) damit man schnell Erfolge im Sport feiern kann. Das betrifft jetzt eher die Turnierreiter.
 
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Lelie

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@ Casey_Jean: Ich finde es etwas überzogen, Hilfszügel hier im allgemeinen zu verteufeln. Viele Hilfszügel sind - gerade in der Longenarbeit - ein Segen.
Wenn man klassisch-englisch reiten möchte, dann ist die Anlehnung an die Hand eine der wichtigsten Grundlagen. Und die kann das Pferd an der Longe (ausgenommen Doppellonge) nur mit Hilfszügeln erreichen. Genauso verhält es sich mit allen weiteren Punkten der Ausbildungsskala (Schwung, Geraderichtung, Versammlung).
Takt und Losgelassenheit lassen sich, da stimme ich dir zu, in gewissem Maße auch ohne Hilfszügel erreichen, aber mehr auch nicht. Das ist dann eben wirklich nur lösende Arbeit und damit ist es ja noch nicht getan.
Der Einsatz von Hilfszügel an der Longe hat jedenfalls nichts damit zu tun, dass alles schnell-schnell gehen muss. Es ist einfach nur eine Ausbilungshilfe ohne die es nicht geht. Unter dem Reiter ist das was anderes, da halte ich Hilfszügel (ausgenommen bei Reitanfängern, die die richtige Hilfengebung erst noch erlernen müssen) auch für ziemlich entbehrlich.
In der Westernreiterei mag es mit Hilfszügel anders aussehen, aber da wird von den Pferden ja auch erwartet, dass sie am durchhängenden Zügel gehen, während sie in der klassischen Reiterei eben gerade an den Zügel herantreten sollen.
In Zusammenhang mit Bodenarbeit finde ich auch nichts schlimmes daran, mit Knotenhalfter zu longieren. Aber das ist ja auch eher wie eine Trense zu behandeln, als wie ein Stallhalfter.
Übrigens: Obwohl ich immer mit Hilfszügeln longiere, gehen/gingen die meisten Pferde, die ich reite/geritten habe auch alle Lektionen unter dem Reiter auch ohne Sattel und nur mit Halsring.
LG Lelie
 
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Wo schnallst du denn die Longe ein, wenn du das Pferd ausbindest?.
Ich schnalle die Longe an den inneren Ring, binde es aber auch innen und aussen aus, somit kann es sich das Gebiss nicht durchs Maul ziehen.


Meiner Meinung nach muss die Reiterwelt mal allgemein von ihrem Hilfszügel-Tripp wegkommen. Aber heutzutage muss ja immer alles schnell gehen, dass Pferd muss schnell lernen (mit welchen Mitteln auch immer) damit man schnell Erfolge im Sport feiern kann.
Mich würde interessieren: wie reitest du? Wenn du in Stall kommst und weisst, das du dein Pferd reiten möchtest- ob Dressur oder Springen oder Ausreiten oder sonstwas- wie sieht dein Pferd aus, wenn es "fix und fertig" im Stall fürs Reiten bereit steht
 
CaseyJean

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Mich würde interessieren: wie reitest du? Wenn du in Stall kommst und weisst, das du dein Pferd reiten möchtest- ob Dressur oder Springen oder Ausreiten oder sonstwas- wie sieht dein Pferd aus, wenn es "fix und fertig" im Stall fürs Reiten bereit steht
Sattel: Dressursattel
Kopfstück: fürs Ausreiten eine Hackemore und darüber ein Stallhalfter, da ich unterwegs auch mal selber laufe und ich die Zügel dann lieber an Halfter schnalle, ansonsten Lg-Zaum

Warum?
 
Finchen2

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Weil es mich interessiert hat, wie du ein Pferd reitest wenn du Hilfsmittel so verabscheust. Denn wozu brauchst du einen Hackemore? Ein Stallhalfter reicht doch völlig aus?
Und was reitest du hauptsächlich? Also Springen oder Dressur oder bist du freizeitreiter? Reitest du mit Sporen?
 
nanja1

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Am Halfter longiern tu ich hin und wieder auch,
aber longieren ist das nicht!!
Klar als Bewegungstherapie wenn ich nicht laufenlassen kann, ( dann klick ich ihn ein damit er laufen kann und eventuell andere in der Halle noch longieren können oder reiten) oder auf dem Platz um zu gucken ob er steif ist und ich besser ein anderes Programm mache...
Also eher als Notbehelf oder zu medizinischen Zwecken.
Und natürlich kann ich mein Pferd dort im "normalfall" kontrollieren,
und wenn er sich erschreckt hab ich auch mit Trense alle Hände voll zu tun ihn zu halten. Und mein Pferdl ist eigentlich ein sehr solider Kerl.

Aber das so gegens longieren gewettert wird.... na ich weiß nicht.
Ich nutze es gern um mein Pferd ohne Belastung im Rücken zu "arbeiten"
und locker zu machen und ein solide Longe ausgebildetes Pferd kann man an der Longe fast genauso händeln wie aus dem Sattel ( z.b. per DL)
(wenn jemand ein beispiel brauch, die bekannte Reitschule Wien dort wird fast alles erst an der Hand und dann mit Reiter gelernt.) Ausbinder richtig eingesetzt können mich da unterstützen, leider haben viele den Sinn und die Funktion noch nicht durchschaut. Sie sollen nicht zwingen sondern helfen, stützen.

Oh halt ich hab was vergessen, wenn mein kleiner an der Longe springen darf hab ich auch nur ein Halfter drauf, da ich nicht will das er sich wenn er sich vermetert eine ins Maul haut. ( So schnell kann ich nicht laufen;) )
Dann klick ich ihn an die Longe lasse ihn warmlaufen und gehe dann mit ihm
in langen Strecken über den Platz, ( der ist nicht eingezäunt und HopsGymnastik nur so möglich).


Achso und die Nette Dame der Appassionata klar ist das ne nette showeinlage ( auch wenn ich nicht sagen muss das mich das so aus den Latschen haut) das ist eine Trainigsfrage.
Die Lektionen sind mittlerweile nicht nur Showpferden vorbehalten und vieles was ich dort gesehen hab kenn ich und mein Pony (zu fitten Zeiten) auch. Natürlich ist es toll und schön anzusehen,
aber da steckt einfach viel Übung drin.
 
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CaseyJean

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Weil es mich interessiert hat, wie du ein Pferd reitest wenn du Hilfsmittel so verabscheust. Denn wozu brauchst du einen Hackemore? Ein Stallhalfter reicht doch völlig aus?
Und was reitest du hauptsächlich? Also Springen oder Dressur oder bist du freizeitreiter? Reitest du mit Sporen?
Leider sitzt ein Stallhalfter nie so gut am Kopf, wie ein Kopfstück.

Nein, ich reite nicht mit Sporen. Habe keinen Grund dazu.

Ja, ich bin Freizeitreiter. Und ein "hauptsächlich" gibt es bei mir nicht. Meine beiden lernen von allem etwas. Dressur, Springen, Bodenarbeit.
 
haflingerteam

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Also ich longiere auch sehr häufig mit Halfter. Wichtig ist dabei auf jeden Fall, dass das Halfter gut passt und relativ eng anliegt, damit da nichts verrutscht oder einklemmt. Warum ich so longiere? Ganz einfach, weil meine Pferde sich damit ganz wunderbar vorwärts/abwärts dehnen und den Rücken schön aufwölben.
Ich wurde auch noch nie von einem Pferd über den Reitplatz gezogen. Ich denke das ist auch einfach eine Sache der Gewohnheit. Meine kennen es eigentlich nur so. Ich arbeite sehr viel über Stimme und auf Zuruf "Handwechsel" führen sie auch selbständig einen Handwechsel durch. Ich weiß nicht, warum Longieren am Halfter die Reiter in einer Halle oder auf einem Platz mehr stören sollte, als Longieren an der Trense?!
Gerade bei Jungpferden ist es eigentlich Gang und Gebe anfangs auf Halfter zu longieren, damit das junge Pferd im Maul nicht sofort angestumpft wird. Meistens wird da das Halfter über die Trense gezogen und die Longe eben im Halfter eingeschnallt.
Natürlich gibt es hier sicher viele schwarze Schafe, aber es gibt auch Leute, die das Longieren am Halfter bewusst machen und sinnvoll einsetzen können.
 
Sugar

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Wir haben einen Platz zur Verfügung, der nur ca. 1 m hoch eingezäunt ist. Laufen lassen wäre da riskant.

Wenn ich longiere, dann mit Knotenhalfter. Denn das Stallhalfter ist der "Schlafanzug" damit wird nicht gearbeitet und das weiß sie auch. Das Knotenhalfter dagegen ist Arbeitsgerät und das Longieren geht vernünftig von statten. Außerdem mache ich vor und nach dem Longieren immer noch was an der Hand.

Ausgebunden, mit Gurt oder Sattel und Trense kennt sie überhaupt nicht. Wenn ich sie vernünftig arbeite, kaut sie auch ohne das ganze ab und lässt den Hals fallen. Klingt komisch, ist aber so.;)
 
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Hanflingerteam: ich finde es gut, dass du das vertreten aknnst, was du tust. Ich kenne leider viel zuviele die am Halfter longieren aber keine Gründe dafür nenn können und gerade diejenigen sind es dann, die an Longenführern rummeckern, die es wirklich können, da sie regelmäßig an Lehrgängen teilnehmen. Aber wenn du sagst, dass deine Pferde sich super dehnen etc. dann ist das natürlich echt toll. Und das deine Pferde so krass auf deine Worte hören ("Handwechsel") dann bin ich echt positiv erschrocken. Find ich total super! Ich kenne auch jemanden, wenn die ihr Pferd longiert und das Pferd galoppiert und sie möchte das er steht, dann macht sie wirklich nur ganz kurz und leise "brr" und das Pferd steht. Echt genial!

@CaseyJean
Was würdest du denn tun wenn du auf Turniere gehen würdest? Oder gehst du nciht auf Turniere weil die Pferde dann ein gefährliches Gebiss im Maul haben?
 
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nanja1

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Also meine sind auch auf Stimme gedrillt, da geht selbst beim kleinen
fast alles über "Ansagen". Da er aber noch jung und ungestüm ist
buckelt er schon mal und dabei muss ich auch mal einen Schritt mit machen.
:p dafür ist er einfach noch zu unausbalanciert...
Dafür haben in meinem Stall aber alle verständnis, da ich das auch vorher schon anmelden kann wenn er lustig ist. Das sind dann die ersten 5 Minuten und danach läuft er wie ein großer.

Klar aber das "drehen" wies bei uns im alten Stall genannt wurde ( also laufenlassen am Halfter) hat mich in der Halle ( 20x40) selten richtig gestört, das waren dann aber auch die nervigen Gesellen.
Wenns gesittet abläuft hat mich das nie gestört, ob da einer longiert oder dreht war meinem Pferd egal, und wenn ich die ganze Bahn noch mitbenutzen kann (was bei uns in den Hausregeln festgelegt war longieren nur ohne Hufschlag) störts noch weniger.
Klar wenn da son richtiges Showprogramm abläuft, Bocken hüpfen, leute mitschleifen hätt ich dann auch mal gemeckert, aber das hat echt seltenheitswert.

( Offtopic ich weiß aber was ist ein LGZaum?)
 
Thema:

Am Halfter longieren?

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