Kopfhaltung im Springparcours?

Diskutiere Kopfhaltung im Springparcours? im Springreiten Forum im Bereich Reitsport; Ich schau grad Olympia an und mir fällt auf, das die Pferde alle mit ganz unterschiedlichen Kopfhaltungen laufen. Von hohem Kopf, über so halb...
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Wunschtraum

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Ich schau grad Olympia an und mir fällt auf, das die Pferde alle mit ganz unterschiedlichen Kopfhaltungen laufen.
Von hohem Kopf, über so halb hoch, bis ziemlich tief war alles dabei. Die anderen reiten ihre Pferde ganz rund und geschlossen, bei anderen hat man das Gefühl sie fallen gleich auseinander.
Aber trotzdem sind (fast) alle durchlässig, trotz der manchmal sehr hohen Kopfhaltung.

Wie reitet ihr eure Pferde im Parcours? Hoher Kopf, tiefer Kopf, geschlossen und rund, oder eher etwas länger?
Und warum macht ihr das so?

Würde mch echt mal interessieren, weil mir das davor nie so bewusst aufgefallen ist!
 
Farina770

Farina770

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erste Frage:
WO guckst du grad Olympia :confused: Ich will/wollte auch gucken und im ZDF zeigen die einfach nix und auf Eurosport war auch nie was dran wenn ich geguckt habe... :(
Da hab ich heute mal Zeit und dann...

Dann zu deiner Frage:
Die Kopfhaltung ist im Springen nicht vorgegeben und es gibt kein "so muss es sein" das ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich.
wichtig ist nur dass das Pferd locker und losgelassen geht/gehen kann mit der nötigen Körperspannung und Rittigkeit - funktioniert das auch mit hoher Nase ist es gut. Manche Reiter stellen ihr Pferd dafür auch lieber tiefer ein, weil die Pferde sich mit höherer Nase auch leichter entziehen können.

Im Amateursport hat das, glaub ich, auch viel mit dem gegenseitigen Vertrauen zu tun. Manche Reiter im E und A Bereich verfallen geradezu in Panik wenn das Pferd mal nicht durchs Genick läuft, sie meinen dann sofort die Kontrolle zu verlieren.

Farina geht gern mit hoher Nase, besonders wenn sie angespannt und nervös ist, sie hat dann gern alles selbst im Blick ;). Je lockerer und losgelassener sie ist, desto mehr lässt sie den Hals fallen und überlässt mir die Kontrolle.
Ich reite sie aber im Parcours, genau wie GTI, nie in Beizäumung, da das ständige Hin- und Her von Kopf hoch beim Anritt, nach dem Sprung wieder Kopf runter eh nichts bringt und eine konstante Anlehnung das einzig entscheidene ist.
 
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Wunschtraum

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Ich selber reite Jule beim Springen auch eher mit hohem Kopf. Sie lässt sich ja eh nicht so leicht an den Zügel reiten und bevor ich dann beim Springen ständig rum diskutieren muss, darf sie ihren Kopf höher als sonst nehmen.
Manchmal hat sie auch Tage wo sie von selbst nachgibt. Da hab ich sie dann ein bisschen tiefer, aber vor dem Sprung darf der Kopf immer hoch kommen. Ich komm mit beiden Kopfhaltungen hoher Kopf oder tiefer Kopf gut klar. Und da sie auch bei hoher Kofhaltung gut in der Anlehnung und durchlässig ist und solange sie auf meine Hilfen reagiert ist mir das eigentlich auch egal, wie sie ihren Kopf halten mag.
 
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Lelie

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Ich bin ja eigentlich eher gelernte Dressurreiterin, drum reite ich auch im Parcours immer am Zügel. Ich kann Pferde nicht leiden, die ohne Rücken laufen und machen, was sie wollen. Aber ich reite auch keine Zeitspringen.
Nur die alte Stute meiner Mutter durfte die Nase etwas höher nehmen, die an den Zügel zu bekommen, war schon in der Dressur fast unmöglich.
Grundsätzlich hab ich die Pferde lieber etwas runder als zu frei. Die Gefahr, dass sie auseinanderfallen ist mir einfach zu groß.
@ Wunschtraum: Bei Olympia musst du mal auf die Nationen achten: Die Holländer, Deutschen, Belgier... reiten eher etwas runder, die Franzosen, Amerikaner und Engländer eher etwas geschlossener. Hängt vor allem auch vom Ursprung des Springens ab. Bei letzteren ist die Verbindung zum Jagd- und Vielseitigkeitsreiten einfach noch größer und da lässt man die Pferde ja eher mehr selber denken. Deshalb reiten die so.
LG Lelie
 
nanja1

nanja1

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Ich hab das immer recht einfach gehalten.
Im Parcours prinzipiell an der Hand, nur wenns irgendwie aufregender war als sonst durft er mal gucken. Vor dem Hindernis kommt die Nase denn schon ein bisserl nach oben, zum gucken und taxieren.
Im Gelände darf die Rübe denn auch generell etwas höher sein,
da mein Pferd da mitdenken und gucken soll.

Trotzdem muss der Gehorsam erhalten bleiben, ( bis auf den Qualifizierten Ungehorsam) und auf den längeren Galoppstrecken wird auch wieder geschlossen um den Sprung varieren zu können...

was mir immer auffällt ist die überrunde Haltung beim Springen..
Da hab ich ihn lieber ein bisserl höher, als so "abgetaucht".
 
Urmeli03

Urmeli03

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Ich mags am liebsten rund (aber schon mit Aufrichtung, damit die Pferde noch was sehen ;) ) und dann 4, 5 Galoppsprünge vorm Hindernis die Hand nach vorne - dann nehmen die meisten Pferde den Kopf beim Anziehen sowieso recht hoch.

Meiner Meinung nach ist es gerade beim Spingen wichtig, dass die Pferde sich im Rücken rund machen.
Wenn ich schon die ganzen Möchtegernprofis sehe, deren Pferde den Rücken wegdrücken und schön den Unterhals raus - da muss man dann vorne mit einer Kandare herumziehen, um überhaupt noch irgendwas kontrollieren zu können. :rolleyes:

(Edit:Ich verurteile keine hohe Kopfhaltung, solange das Pferd dabei über den Rücken geht und der Reiter mit ihm klar kommt.)
 
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Wunschtraum

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Mein Pferd läuft im Parcours auch mit höherer Nase, aber deswegen drückt sie nicht den Unterhals raus. Ich kann sie ganz normal mit doppelt-gebrochener Wassertrense reiten.
 
Lore

Lore

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Ich denke, man muss da schon ein bißchen unterscheiden.
Stilistisch schöner ist es natürlich, wenn das Pferd den Kopf leicht vor der Senkrechten hat und der Reiter dann überm Sprung schön mit der Hand Luft gibt zum Dehnen, um das Pferd nach der Landung wieder "in Haltung zu bringen".
Wenn das Pferd jedoch trotzdem an den Hilfen steht und über den Rücken geht, finde ich eine höhere Kopfhaltung nicht schlimm. Da ja nicht ein jedes (Spring-)Pferd ein perfektes Exterieur aufweist, muss man da eben manchmal Abstriche machen und häufig haben diese Pferde ja auch durchaus ihre Erfolge. Im Zweifelsfall würde ich das Pferd auch lieber mit etwas höherer Nase laufen lassen, als zu tief oder zu eng, solange das Pferd dabei rittig ist.
Was ich nicht schön finde, sind Pferde, die mit offensichtlich bretthartem Rücken und herausgedrücktem Unterhals nur noch über Kraft (z.B. scharfe Gebisse) im Pacours zu kontrollieren sind. Hier liegen meines Erachtens Defizite in der Ausbildung vor, die sich dann in mangelnder Durchlässigkeit niederschlagen.
 
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