Belohnung?

Diskutiere Belohnung? im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; Eigentlich eine einfache frage, wie belohnt ihr eure Pferde bei der Bodenarbeit? Wenn sie was richtig gemacht haben. Mit Stimme, Leckerlis, oder...
mandy11

mandy11

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Eigentlich eine einfache frage, wie belohnt ihr eure Pferde bei
der Bodenarbeit? Wenn sie was richtig gemacht haben.
Mit Stimme, Leckerlis, oder einfach mit Hals klopfen.

Danke für eure Antworten. :)


lg mandy
 
03.08.2008
#1
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Gast

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L

Lelie

Gast
Schau mal hier, da gibts schon so ein ähnliches Thema.

Ich mache das von Pferd zu Pferd etwas verschieden. Pferde, bei denen die Rangordnung noch nicht ganz geklärt ist, lobe ich eher mit Stimme und streicheln. Eins, was mir ständig in die Taschen kriecht auch.
Ansonsten gebe ich auch gerne mal ein Leckerlie, ein Stück hartes Brot, Karotte oder Apfel zur Belohnung. Viele Pferde kann man damit einfach super motivieren und gerade bei Zirkuslektionen können Leckerlies ein echtes Hilfsmittel sein.
LG Lelie
 
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W

Wunschtraum

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Oh, ein Thema für mich! Da hab ich mich nämlich intensiv damit beschäftigt.
Also anfangs hab ich mit Leckerlies belohnt. Das ist aber eigentlich nicht optimal, weil bis du das Leckerlie am Pferdemaul hast, ist eingentlich der richtige Zeitpunkt für die Belohnung schon vorbei. Der ist nämlich in dem Moment wo das Pferd die Sache richtig ausführt. Und man kann ja nicht ständig das Leckerlie direkt vors Maul halten. Außerdem neigen viele Pferde dazu, dir dann ständig mit dem Maul in den Taschen zu hängen.
Mit "auf den Hals klopfen hast du eigentlich das selbe Problem, wie mit den Leckerlies. Du hast nie das optimale Timing.

Dann hab ich angefangen, meine Stute auf den Clicker zu konditionieren. Zuerst wird der Clicker geladen, das heißt du clickst und dann bekommt das Pferd ein leckerlie. Nach einiger Zeit weiß das Pferd dann, das dieses clicken was positives ist und verbiondet es mit einer Belohnung. Das Gute daran ist, wenn das Pferd eine Lektion richitg ausgeführt hat, kannst du im richtigen Zeitpunkt clicken und hast danach noch Zeit ihm das Leckerlie zu geben. Bsp. Du läufst neben deinem Pferd her und bleibts dann stehen. tut das dein Pferd auch, klickst du. Das Leckerlie gibts dann im stehen.
Hab mir meiner Stute sehr lange und auch erfolgreich damit gearbeitet.
Asl die Lektionen sicher waren, hab ich weiter gearbeitet und die Stimme als Lob eigeführt. Anfangs in Kombination mit Clicker und Lob, irgendwann wird nur noch die Stimme als Lob eingesetzt, ohne Leckerlie. Dazu gibts ein schönes Buch in den der Weg vom Clicker bis zum Loben nur noch mit der Stimme erklärt ist. Es heißt Clicker Training für Pferde, Kosmos Verlag, von Barbara Schöning.

Ich finde die Stimme am besten, da man sie in jeder Situation "dabei" hat und sehr präziese einsetzten kann. Meine Stute ist auf ein "Fein" in den oberen Stimmlagen konditioniert und nimmt das auch sehr gut an. Man ist dann nicht an viele Leckerlies etc. gebunden. Klar, wenn sie was besonders gut gemacht hat, Lob ich zuerst mit der Stimme und dann gibts auch mal ein Leckerlie. Aber eben nur wenn etwas wirklich perfekt war. Und das kann sie glaub ich auch ganz gut einordnen und weiß dann auch, dass sie sich das richtig Verdient hat.
Mittlerweile reagiert sie auf die Stimme so gut, das ich kaum noch clicker. Nur wenn ich völlig fremde Sachen anfange, kram ich den Clicker mal wieder raus.
 
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nanja1

nanja1

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Clicken tu ich nicht, den schritt habe ich übergangen..
Ich lobe meine Pferd hauptsächlich mit Stimme, ein SUUUUPEEER kennt jedes meiner Pferde innerhalb von ein paar Tagen...
Cash ist ein Schmuselümmel, der wird auch mit streicheleinheiten gelobt,
wärend der Lektion mit Stimme, nach abschluss der Lektion darf er dann kuscheln. dafür geht er dann meist auch mit Feuereifer an die Wiederholung.

Leckerlies mache ich ganz selten und nur in bestimmten situationen.
wenn ich ihm etwas erklären will ( Dehnungsübungen an der Hand)
oder wenn ich seine ungeteilte Aufmerksankeit brauche.
( ZB wenn eine neue beängstigende Situation kommt, er ist total verfressen und vergisst dann die Welt um sich. )
Er würde zwar auch ohne bei mir bleiben, aber so regt er sich garnicht auf und merkt erst wenn der Lkw sich entfernt z.Bsp das da was war.
Da siegt dann schon seine neugier, und es kommt keine Angst auf...
Oder wenn er von der Weide kommt :D
 
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P

Pferdefreund

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Wen ich mit meinem Pferd Bodenarbeit mache und er etwas richtig gemacht hat,
lobe ich ihn zuerst mit der Stimme und streichel ihn am Hals,
dannach bekommte er dann noch einen Leckerlie,
dadrauf wartet er dann auch immer.

Beim Hufe geben üben mache ich das genauso und mittlerweile klappt das
meistens schon sehr gut.

Vor 4 Wochen konnte man ihn nicht mal an den Hinterbeinen anfassen,ohne das er ausgeschlagen hat.

Mit dieser methode machen wir sehr gute fortschritte und betteln tut er überhaupt nicht,weil es immer nur was gibt,wen er etwas gut gemacht hat.
 
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S

Steppy

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Ich belohne Steppy meist mit Stimme oder einem Streicheln/ Klopfen.
Leckerlies hab ich meist nie in der Tasche um sie im richtigen moment verfüttern zu können.
Er reagiert auf stimme fast besser als auf Klopfen/Streicheln. und Leckerlies gebe ich meist auch nur zur Begrüßung oder wenn ich gehe. sonst wird er zuu Aufdringlich. ;)

Lg
 
iesca

iesca

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Früher habe ich nur ganz selten mit Leckerli belohnt. ich hatte auch nur ganz selten welche im Stall. Bei Bohème arbeite ich eigentlich ziemlich viel mit Leckerli. Grundsätzlich lobe ich mit der Stimme. Je nachdem, wie gut sie etwas gemacht hat oder wie neu etwas ist, kommt dann noch Hals streicheln oder kraulen dazu und wenn wir an etwas neuem arbeiten, dann gibts auch Leckerli. Allerdings bettelt sie nicht und kriecht auch nicht in meine Tasche, obwohl die Leckerli immer am gleichen Ort sind.
Was auf sie sehr beruhigend wirkt, ist, wenn ich sie meine Hand ablecken lasse. Das liebt sie.
 
P

Pat

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vor der arbeit ein aufmunterndes klopfen nach der arbeit zwei leckerlies manchmal mopst sie sich jedoch auch mehr bei der arbeit bei übergängen mit der stimme wenn sie auf kommando anhält oder nach einer gelungenden lektion klofen
 
P

pandora2

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Ich klopfe niemals auf den Hals oder sonstwohin zur Belohnung, ich hab gelernt das Pferde mit diesem Halsklopfen gar nichts anfangen können, sie lassen es über sich ergehen aber wissen nicht so recht was das soll, gerade in der Ausbildung, für manche ist es sogar eher Strafe als Belohnung.

Bei mir gibts zur Belohnung:
Leckerli
ein gutes Kräftiges Streicheln über den Mähnenkamm
Kraulen am Hals
Kraulen am Rücken (gerade mein Friese líebt es, sie drückt immer ihren Rücken richtig in meine Hand)


Wenn ich viel Zeit habe werden sie auch gerne richtig massiert wenn wir mit der Arbeit fertig sind.
 
Hestur

Hestur

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Ich belohne mit allem :D Im Normalfall mit Stimme und Streicheln/Kraulen, für besonders gute Leistung gibts ein Leckerli (bzw. ein Stück Möhre - sich schneide mir immer eine Möhre in kleine Stücke, das ist wesentlich günstiger und gesünder, als die handelsüblichen Leckerlies ;)).

Wichtig ist: Ein Pferd spricht leider kein Deutsch, und auch kein Englisch oder sonstwas. Wenn man ein Lobwort benutzen möchte, macht man dieses dem Pferd anfangs am besten begrifflich. Also immer wenn das Pferd etwas gut gemacht hat, kraulen, ein Leckerli geben oder sonstwas, und dazu das gewählte Lobwort geben. Nach einigen Wiederholungen kann das Pferd das Lobwort dann mit der positiven Verstärkung verknüpfen. Ob man "Gut", "Brav" oder "Besenstiel" sagt ist völlig egal, wie gesagt - das Pferd versteht das Wort an sich eh nicht. Wichtig ist nur, dass man beim Lobwort und bei allen Stimmkommandos möglichst immer das selbe benutzt. Natürlich macht aber auch der Ton die Musik, viele Pferde können sehr gut am Stimmklang erkennen, ob etwas gut ist, oder schlecht.

Übrigens: Es gibt ja sehr viele Leute, die Leckerlies strikt ablehnen, aus dem Grunde, dass sie befürchten, das Pferd würde dann anfangen zu betteln. Hierbei sollte man beachten: Kein Pferd wird bettelnd gebohren! Betteln erzieht der Mensch dem Pferd immer (unbewusst) selbst an.
Ein Beispiel: Das Pferd möchte ein Leckerli und geht mit der Nase an die Tasche des Menschen. Viele Menschen fangen dann an, das Pferd unbewusst mit Aufmerksamkeit zu überhäufen: Sie reden auf das Pferd ein, schauen es an und fassen es evtl. sogar an (z.B. Kopf wegschieben). Das Pferd als hochsoziales Tier freut sich über diese Aufmerksamkeit und nimmt sie als positive Verstärkung für das gezeigte Verhalten. (positve Verstärkung heißt für das Pferd: "Von diesem Verhalten bitte mehr zeigen!") Also: "Bettele ich an der Tasche herum, bekomme ich Aufmerksamkeit!"
Da Pferde immer auch in Kosten-Nutzen-Rechnungen denken (wie wir übrigens auch), hilft es oft viel besser, das Pferd in so einem Moment mit Ignoranz zu strafen. Heißt im Klartext: Nicht anschauen, nicht anfassen, nicht ansprechen. Am besten promt vom Pferd wegdrehen, evtl. noch einen Schritt weggehen. Das Pferd sozusagen "mit seinem betteln allein lassen". Dann merkt das Pferd: "Wenn ich bettele, bekomme ich nichts dafür - im Gegenteil - es wird mir sogar noch die Aufmerksamkeit entzogen!". So merkt das Pferd recht schnell, dass sich dieses Verhalten nicht lohnt.

Wichtig ist bei einem Leckerli auch, dass das Pferd es wertzuschätzen weiß. Deshalb sollte man nicht in jeder Situation Futter ins Pferd reinschieben. Zur Begrüßung, wenn der Sattel draufgelegt ist, nach dem Absteigen, nach dem Abtrensen, beim wegbringen... So verliert das Leckerli seine Bedeutung als positiver Verstärker und wird zur Selbstverständlichkeit.
 
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Dimturien

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Ich bin so ein Leckerli-Ablehner. ;) Einerseits weil ich mal kurze Zeit mit meinem ersten Pferd Probleme deswegen hatte (zu schnelles schnappen nach den Leckerli macht Menschenhand Aua *g*) und zum anderen, weil ich da schon einiges gehört habe. Gut, das waren auch meist Ausnahmen, die wirklich nur über Leckerli gelobt haben.

Ich nehme einfach den Druck weg. Fertig. Anders macht es das Leittier in der Herde auch nicht. Wenn etwas besonders gut war, wird noch mit Stimme und Streicheleinheiten gelobt und wenn etwas so richtig, richtig, richtig gut war, womit mein Pferd vielleicht bisher immer Probleme hatte, stillstehen beim Schmied z. B., dann bekommt es nachdem der Schmied seine Arbeit beendet hat, ein Leckerli. Aber auch nur dann, wenn sie wirklich brav still gestanden hat. Ansonsten gibt's keines. Da bin ich dann gemein. *g*

@Hestur: Vielen Dank für deine Ausführungen zum Thema Leckerli-Füttern. Das zeigt, dass auch mit Leckerli vernünftig gelobt werden kann und ein Pferd nicht nur damit vollgestopft werden muss.
 
Schnucki1

Schnucki1

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Also ich verstehe den Sinn mit dem Clickertraining nicht, vor allem nicht das Pferd erst auf das Clickergräusch zu trainieren und es dann auf ein Stimmlob umzuschulen, das kann ich doch von vorne herein haben grade weil ich meine Stimme doch immer bei mir habe und ich nie in die Verlegenheit komme das Ding grad nicht zur Hand zu haben und mein Pferd dann blöd aus der Wäsche schaut weil es kein Lob bekommt. Welches Geräusch ein Pferd mit Lob verbindet ist doch egal und ich denke nicht das das Clickgeräusch für Pferde verständlicher ist als ein gesprochenes Wort zumal ich es als sehr umständlich ansehe das Ding immer in der Tasche und dann auch immer schnell in der Hand haben zu müssen um zu loben, da bin ich mit der Stimme aber immer schneller wenn es doch grad um Zeitverzögerung beim Loben geht. Ich kann mir das eigentlich nur vorstellen wenn ich intensiv mit dem Pferd geziehlt arbeite und das Ding dann auch in der Hand habe aber wie oft lobt man sein Pferd in normalen Alltagssituationen bei Putzen oder Führen (wenn es sich z.B. erschrecken will und es doch nicht tut und sich beruhigen lässt) oder mal beim Hufe geben aus irgendeinem Grund zappelt und dann wieder brav ist, das kann ich mir gar nicht vorstellen das man da ständig das Ding in der Hand hat oder schnell aus der Tasche fummelt.
Also meine Pferde reagieren sehr gut auf ihr bekanntes Stimmlob vor allem auch auf weitere Distanz und sie kennen auch den Unterschied zwischen einem "gut" und einem ganz begeistertem "guuuuut" wo man ihnen die Freude an dem Lob teilweise auch ansieht denn Pferde haben auch ihren Stolz dem dann ohne weiteres auch mal ein Leckerli folgt auf das sie dann ganz besonders scharf sind was ihren Ehrgeiz noch anstachelt. Bettelnde Pferde sind wirklich Erziehungssache, meine werfen zwar schon mal einen fragenden Blick auf die Tasche aber die Wissen genau das Selbstbedienung mit Entzug und weg schicken endet und so kassieren sie lieber noch ein "gut" und warten bis es endlich so weit ist bis sie es bekommen. Die nehmen mir es auch nicht übel wenn mal grade keins zur Hand ist denn sie wissen nie genau wann sie es bekommen, das kann schon in der Halle sein das kann aber auch erst sein wenn wir im Stall sind oder wenn ich zum Abschied noch mal Tschüß sage und das Pferd dafür noch mal ein Schritt zurück treten lasse, das kann aber auch schon beim Putzen sein so das es für sie völlig unkalulierbar ist und sie damit auch in allen Situationen bemüht sind ein "gut" zu kassieren weil darauf irgendwann das heißgeliebte Leckerlie folgen könnte. Die haben das schon ganz gut kapiert das sie ein bisschen was leisten müssen um es zu bekommen und so fressgesteuert wie grade Ponys sind kann man sich das sehr gut zu nutze machen um die mit Freude ans arbeiten und ans brav sein zu kriegen.
Die Ponys sind auch mit Leckerli drauf konditioniert worden den Kopf sofort in die Trense zu stecken wenn man sie ihnen hin hält, manche von ihnen können es gar nicht abwarten, das hilft unheimlich gut das auch kleinere Kinder sie problemlos trensen können ohne das einer abhaut und sie dabei nicht so in den Mäulern und am Kopf rumwürgen müssen, sie müssen die Trense einfach nur ordentlich hin halten und das Pony trenst sich fast von selber auf. Auch dafür brauchen sie nicht mehr jedesmal ein Leckerli sondern es gehört zu dem Gesamtprogramm mitlerweile dazu. Ich finde den Anblick manchmal total putzig wenn das Kind die Trense etwas ungeschickt hin hält und das Pony dann anfängt mit der Nase die Riemen beiseite zu schieben um besser ans Gebiss zu kommen, also ich finde es grade bei den Ponys unheimlich toll wie man die mit so ein bisschen Aufwand zu den unmöglichsten Sachen bekommt aber die haben natürlich den Vorteil das sie sonst nix gross ausser Raufutter bekommen und daher natürlich noch viel gierirger auf Leckerlis sind als Pferde die eh schon alles mögliche im Trog haben.
 
Steffi2

Steffi2

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Bei mir gibt es ein "Fein", Hals- oder Stirnkraulen oder Leckerli. Welches davon kommt immer ganz darauf an, wie gelungen die Ausführung der Aufgabe war und ob ich gerade auf dem Pferd sitze, oder nebenher gehe. ;)
 
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