DRINGEND! Vorbesitzer ges.: HStB-Fuchsstute, 16-21, Pfeil+Schlange-Brand, 1,66 Stm.

Diskutiere DRINGEND! Vorbesitzer ges.: HStB-Fuchsstute, 16-21, Pfeil+Schlange-Brand, 1,66 Stm. im Reiterstübchen Forum im Bereich Community; Am Mittwoch, den 02. Juli 2008 habe ich in Bergrheinfeld (Bayern/Unterfranken) eine Fuchsstute gekauft - auf den 1. Blick ein echter Glücksgriff...
Sisaja

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Am Mittwoch, den 02. Juli 2008 habe ich in Bergrheinfeld (Bayern/Unterfranken) eine Fuchsstute gekauft - auf den 1. Blick ein echter Glücksgriff. Der TA konnte zunächst keinen körperlichen Makel feststellen - und ich bislang keinen psychischen ;-) Der Händler handelt mit Schlacht- und Reitpferden - sie wurde uns als Reitpferd verkauft und machte einen absolut fitten und aufgeweckten Eindruck. Bin kein TA aber doch ein recht erfahrener "Pferdemensch" ;-)
Einen Namen und Papiere gibt es zu meiner Stute - die wir nun Cheyenne getauft haben - nicht.

Sie kam wohl vor etwa 3-4 Wochen von einem Händler aus Brandenburg nach Bayern, ist etwa 16-20 Jahre alt und sieht gepflegt aus. Fell und Hufe sind in einem ordentlichen Zustand. Sie verhielt sich sowohl auf dem Platz als auch im (noch fremden) Gelände souverän und ist insgesamt sehr artig und ausgeglichen.

Sie hat auf der linken Halsseite einen H-Brand und auf dem linken Schenkel das Brandenburger-Brandzeichen (Pfeil mit Schlange) ohne E, S, oder Zahlenkombination. Nach Rücksprache mit dem Zuchtverband konnten die Geburtsjahre schonmal eingeschränkt werden. Der Pfeil mit Schlange (ohne weitere Buchstaben oder Zahlen) wurde nur zwischen 1988 und etwa 1992 gebrannt und der H-Brand wurde nur bis 1994 gemacht. Sie müsste also etwa zwischen 1988 und spätestens Anfang 1992 geboren sein.

Das Brandzeichen wurde bis zur Wende ja für die gesamte DDR verwendet, demnach könnte sie auch ein Sachsen-Anhalter, Thüringer oder ähnliches sein.

Hier eine ausführliche Beschreibung:

Fuchsstute (mit "Apfelflecken")
ca. 166 cm Stockm.
vorne 2x weiß gestiefelt
hinten links weiß gestiefelt
hinten rechts weiße Fessel
auffällige Blesse: unregelmäßig, durchgehend - Mitte geschnürt, unten breit, läuft oben in Form eines leicht nach links gedrehten Hufeisens aus

Fotos:


Besonderheiten:

Sie ist gut geritten (reagiert sehr gut auf jegliche Hilfen), aber etwas hart im Maul. Vermutlich wurde sie mit Kandare geritten, da sie in beiden Maulwinkeln leichte "Spuren" hat. Sie ist gut erzogen, sehr aufmerksam aber nicht überreizt. Beim trensen beißt sie immer erstmal die Zähne zusammen ;-)

Am Samstag, 05. Juli begann sie, unter Anstrengung lauter zu atmen - war aber zu diesem Zeitpunkt nicht besorgniserregend und laut erstem TA ohne Befund (Diagnose: kommt wohl von der Umstellung auf Weidehaltung/neues Futter + Hitze). Dieses geräuschvolle Atmen steigerte sich im Lauf der letzten Woche immer mehr, sodaß wir sie nur leicht bewegt haben. Allerdings zeigte sie gegen Ende letzter Woche bereits bei schnellerer Bewegung auf der Koppel erste Erschöpfungserscheinungen (vermehrt Schwitzen, lautes Atmen) und wurde appetitlos. Am Sonntag hatte sie gegen Abend akute Atemnot und hustete/würgte klaren Schleim aus dem Maul. Außerdem geschwollene Lymphknoten (Ganaschen) und eine große Schwellung in der Halsbeuge. Der SB hat den Notdienst-TA gerufen, welcher ihr Kortison verabreicht und Venti Plus (2x tgl.) dagelassen hat. Druse wurde ausgeschlossen.

Am Dienstag war dann meine Tierärztin da und hat sie sich nochmal genauer angesehen. Sie kam jedoch zu keinem eindeutigen Ergebniss, da einige Dinge nicht so ganz passen. Sie hat ihr aber nochmal Kortison gespritzt und ein Mittel, damit die Lunge etwas weiter wird.

Cheyenne hatte bis gestern kaum Appetit (unter Animation frißt sie nun zumindest Grün-Cops und etwas Kräuter-Müsli) und trank wenig. Sie atmet sehr flach was darauf schließen läßt, daß sie stark verschleimt ist. Beim trinken läuft ein Teil des Wassers durch die Nüstern wieder aus (vermutlich ausgelöst durch die große Schwellung im Hals). Nach fast jedem fressen fing sie bis gestern an zu Röcheln. Dies gipfelt meist in einem starken Huster, mit dem klarer, zäher Schleim ausgeworfen wurde. Insgesamt machte sie einen sehr erschöpften, fast lethargischen Eindruck.

Da sie das Venti Plus nicht mit dem Futter aufnahm, hatten wir gestern eine klassische Homöopathin hier. Wir haben sie den ganzen Abend beobachtet und schließlich Pulsatilla gegeben. Innerhalb kurzer Zeit bewegte sie sich wieder etwas agiler - wenn auch weit entfernt von "normal"...

Da sie durch das flache Atmen bereits einen leicht hochgezogenen Bauch hat, vermutet meine TÄ evtl. eine chronische Lungengeschichte und warnt schon jetzt vor zu hohen Kosten bei einem Pferd, dessen Vergangenheit man nicht kennt :-(
Der andere TA sagt: "abwarten, das ist die Umstellung und sie hat sich vermutlich beim Händler irgendwas eingefangen"...
Meine Homöopathin sagt: wir kriegen das hin ;-)

Es wäre (gerade für die klassisch homöopathische Behandlung) unglaublich hilfreich, etwas Licht in die Vergangenheit von Cheyenne zu bringen.

Eine große BITTE an alle, die sich hier so tummeln (deshalb habe ich mich als ferner Oberfranke hier bei Euch registriert)... Wer kennt die Vergangenheit von Cheyenne? Es ist wirklich wichtig, da wir sonst vielleicht in die völlig falsche Richtung "doktern"!

Ich warte ganz gespannt & hoffe auf die kleinsten Hinweise - VIELEN LIEBEN DANK EUCH ALLEN!

Sigrid

P.S. die TÄ meinte noch, daß Cheyenne mehrere Fohlen gehabt hat und auch vermutlich eine oder mehrere schwierige Geburten. Außerdem ist sie "hinten" leicht eingerissen, was darauf hindeutet, daß sie erst kürzlich gedeckt wurde - oder zumindest wurde es versucht. Das kann natürlich auch bei einem der Händler aus "Versehen" passiert sein... Eventuell ist sie ein ehemaliges Sportpferd (das bestätigt die gute Ausbildung), das später in die Zucht gegangen ist. Vielleicht hat sie nicht mehr aufgenommen oder wurde aus Altersgründen "ausgemustert".
 
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