Altes Pferd auf Sommerweide?

Diskutiere Altes Pferd auf Sommerweide? im Pferdezucht Forum im Bereich Pferdezucht; Viele von Euch haben ja mitbekommen, dass es in meinem jetzigen Stall oft drunter und drüber geht. Nun hätte ich die Gelegenheit, meine Pferde...
franzl

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Viele von Euch haben ja mitbekommen, dass es in meinem jetzigen Stall oft drunter und drüber geht. Nun hätte ich die Gelegenheit, meine Pferde umzustellen.
Dort stehen die Pferde z. Zt. 24 h auf der Weide. Das heißt, sie bekommen kein Kraftfutter. Mein Opi hat den letzten Winter sehr abgebaut. Sieht jetzt gerade wieder ganz gut aus. Kann der das verkraften, jetzt "nur" noch Weide? Dazu muss man sagen, dass das Weidemanagement des Stalles top ist. Der Eigentümer lebt vom Fahren, seine eigenen Pferde bekommen auch nichts dazu und sehen gut aus! Herde besteht aus ca. 12 Pferden. Opi wäre der Älteste... (hier bestünde aber die Möglichkeit, ihn zu den Ponies und dem Hofesel zu stellen, wenn er in der Herde nicht klar käme) Im Winter kann problemlos zugefüttert werden.

Einen Wehmutstropfen gibt es auch noch, die Boxen sind mit 3x3 m recht klein für meinen "Kleinen" (1,73 Stm.). Im Winter sind die Pferde jedoch auch tagsüber so lange draußen wie es geht. Evtl. ist auch hier noch ein Boxwechsel möglich, da größere vorhanden sind (Abfohlboxen, z. Zt. von je 2 Ponies bewohnt im Winter)

Was meint ihr? Meine Pferde sollen sich wohl fühlen... 24 h Weide ist ja eigentlich das Optimum und gerade auch für Leo top, aber im Winter nachts die kleine Box?? Und Opi mitten drin?? Keine Ahnung, was richtig ist, würde mich über viele Kommentare und Meinungen freuen...
 
12.06.2008
#1
A

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nanja1

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Hallo Franzl,
ein ähnliches Problem hatte ich auch,
Meinen 22 Jahre Haffi hab ich in Rentnerbetreuung ( ungefähr so wie du beschreibst) ganztagsweide, Nachts Boxe 3x3,5m zugefüttert wir bei ihm nur Silage im Winter. Er sieht top aus, war sogar immer zu dick, aber das hat Theo mittlerweile auch super im Griff ( er hat die Beine kaputt und jedes gramm was fehlt machts ihm leichter !)
Die überlegung ist klar, aber ich bin nunmal der Meinung raus ist das beste,
am besten immer! wer den ganzen Tag auf der Weide tobt braucht dann in er Box auch nicht mehr so viel toben. ( Gut steinigt mich) aber lieber übern Winter eine etwas kleinere Box und die große Freiheit als dauerknast mit stunden Freigang. Wenn der Opi nicht ausreichend zu knabbern kriegt,
( oders für ihn nicht ausreicht) kann man immernoch n Deal machen, das er vielleicht was dazu haben muss? Und wenn du selber zufütterst z.B. beim Putzen nach dem Reiten/was auch immer? Dann kannst du einen Teil wieder auffangen, und wenn der SB Pferdeverstand und n bisserl Zeit hat findet sich da meiner Überzeugung nach immer ein Weg.
Klar es ist eventuell mehr arbeit aber bei Senioren und Junioren wirkt die Bewegung auf der Weide meist Wunder...
Mein Haffivieh ist durch die gute Haltung noch soweit fit.
Laut TA hätte der nicht erwartet das der noch ein halbes Jahr lebt.
Das ist 5 Jahre her!!
Meinen Kleinen hab ich auch in Tagesweide ( okay der bekommt noch zugefüttert, weil er ja soooo mies aussah und die Weide das nicht hergibt.)
Aber alleine die Bewegung macht schon viel aus.
Kannst du den SB nicht mal schnappen und mit ihm über's Opa Problem reden?
Oder wie steht der dazu?
 
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Lelie

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Also im Vergleich zu deinem jetzigen Stall kann es ja eigentlich nur besser werden.
Wegen der Sommerweide würde ich mir am wenigsten Gedanken machen. Gerade für ein älteres Pferd ist viel Bewegung in ruhigem Tempo doch das allerbeste. Da gibt es nichts tolleres als 24 Stunden Weide am Tag.
Meine Stute hat ja auch bis dieses Jahr im Sommer im 24h draußen gestanden und wurde eher zu dick als zu dünn. Auf der Weide waren auch einige noch ältere Pferde und denen hat das immer gut getan.
Wegen des Zufütterns würde ich mir auch nicht so einen Kopf machen. Du bist doch sowieso jeden Tag bei den Pferden, oder nicht? Da kannst du doch nach dem Reiten oder einfach so etwas Kraftfutter füttern. Die Box läuft ja nicht weg. Holst du die Pferde rein, fütterst in der Box und gut ist. Haben wir jahrelang so gemacht und die Pferde vertragen es gut, auch wenn sie dann natürlich nur etwas mehr als ein Drittel der normalen Winterkraftfutterportion bekommen haben. Und die wurden dabei ja noch voll gearbeitet.
Wegen der Boxen im Winter: Natürlich ist das für Leo zu klein. Aber als Übergang, bis eine von den größeren frei wird (bis zum Winter ist es noch einige Zeit), wird das schon gehen. Oder besteht da keine große Hoffnung, dass davon überhaupt irgendwann eine frei wird?
Und was die Herde anbelangt würde ich mich nicht vorher verrückt machen. Du hast ja mit der Ponyherde eine Ausweichmöglichkeit und meistens kommen ältere Pferde in neuen Herden besser klar, als junge, die sich nur mit allen streiten. Die alten gehen eben einfach weg und lassen sich nicht ärgern.
Ich würde den neuen Stall auf jeden Fall gegenüber deinem jetzigen bevorzugen.
LG Lelie
 
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Eigentlich bin ich auch eurer Meinung, aber man ist doch immer unsicher. Im Moment bin ich jeden Tag bei den Pferden, in Zukunft ob der Entfernung evtl. mal einen oder zwei Tage nicht... Wenn ich da bin bekommt der Opi natürlich Futter, vor allen Dingen nach dem Reiten.
Größere Box ist - denke ich - schon möglich. Der Stallbesi will seinen eigenen Bestand verringern, so dass eh noch Boxen frei werden. Vielleicht kann man dann auch zwei zusammenlegen, wenn keine weitere Nachfrage ist und ich zahl halt ein bisschen mehr wg. Strohbedarf... Das würde sich bestimmt finden.

Es schlagen z. zt. mal wieder zwei Herzen in meiner Brust...
 
nanja1

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Ja ich erinner mich, ich war mit meinem "lütten" auch am überlegen...
Da hatte er noch Notbox ohne Aussicht auf Besserung,
3x3m mit gutem Willen.. Kam kaum raus u.ä..
Nach einem Gespräch mit meinem SB hat sich das aber gebessert, er ist umgezogen in eine hellere Box und geht den ganzen Tag auf der Reitpferdeweide spazieren.

DA hatte ich auch an wechseln gedacht, aber irgendwie war die Lösung so mir Sympathischer... 18 km? gut ist nicht eben um die Ecke aber wenns besser ist und eine längerfristige Lösung ist, gerade so einem älteren mag ich umziehen nicht immer zumuten.

Aber Lelie hat da schon recht:D Meist werden die Hoppas auf der Weide eher zu mopsig als zu schlank...:D
Und wenn im alten Stall das echt so mies aussieht..
Und der SB da ein bisschen flexibel ist wenns um "bigfoots" geht..
Vielleicht lässt sich dann die Box ja vergrößern ? Quasi aus 3 mach 2?
Dann haben beide mehr Platz :D
 
Merle11

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Was Du da beschreibst klingt für mich ganz gut. ich kann Dir dazu nur sagen das wir eine alte Haflingerstute haben. Ariane wird nächstes Jahr 30 Jahre alt und steht seit ein paar Jahren im Offenstall. Wirklich das ganze Jahr, Tag und Nacht draussen. Es gibt eine Hütte wo sie sich unterstellen können, Wasser aus der Quelle und es wird zugefüttert.

Wobei ich denke solange genug auf den Wiesen steht sollte das reichen. Bei uns kommt dann noch ein Mineralleckstein auf die Koppeln und zugefüttert wird erst, wenn kein Gras mehr da steht.

Ariane geht es supergut. Weil sie immer in ruhiger Bewegung ist läuft sie auch noch ganz brauchbar. Klar merkt man ihr die 30 Jahre an, aber insgesamt tut ihr der Offenstall viel besser als die Boxenhaltung. Von daher denke ich das es auch Deinem Opa gut tun würde. Der SB schaut sicherlich nach seinen Pferden und selbst wenn Du nicht jeden Tag da bist, man kann Dich doch jederzeit anrufen sobald Dein Pferd sich komisch verhält oder der SB meint das etwas nicht stimmt.
 
franzl

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Ich war heute noch einmal da... Habe meinen Schatz mitgeschleppt und soweit alle Unklarheiten beseitigt. Allein die Entfernung macht meinem Schatz Kopfzerbrechen und das Fehlen einer Halle... wie weit habt ihr es zum Stall??
 
Gwenie

Gwenie

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Eine Strecke (also NUR Hinfahrt Oder Rückfahrt) sind knapp 15 km. Ist es mir aber Wert, gute Boxen, sehr gute Plätze.... gute Stallgemeinschaft!

Ich denke dein Opi wird wirklich gut damit klar kommen. Unser Opi ist (da wir ihn nicht in die große Herde geben wollen) 2x am Tag 2 Stunden draußen (seit kurzem) und er blüht auf!
Wenn du einen guten Stallbesi hast, wird das schon klappen!!

Allerdings könnte ich auf die Halle nicht verzichten (zwar haben wir nur ne Bewegungshalle und ich habe auch heute bei Regen draußen geritten), aber grade im Winter fehlt einem die doch. Wo könntest du den dann reiten? Müßtest du verladen oder wie würdest du deine beiden im Winter bewegen?

8km bin ich früher auch mit dem Fahrrad gefahren, vll kannst du dir irgendwoher einen Roller kaufen- die sind echt preiswert im Unterhalt (nur mal so, ein Gedankenblitz beim Schreiben);)
 
nanja1

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Also Halle haben wir auch nicht, weenn die Plätze gut sind stört das aber auch nicht. wir können fast immer draussen reiten und in den 2 wochen wo nichts geht kann ich notfalls zu meiner Trainerin in die Halle fahren.
Das haben wir in den letzten 2 Jahren aber nur 5-6 mal gemacht...
Dann mach ich halt schrittprogramm oder sie laufen auf der Koppel.
Das würde mich nun nicht stören.
Ich hab keine 3 km zum Stall, das ist schon super, früher bin ich aber auch 30 km gefahren. Das ging auch ( bei den momentanen Spritpreisen könnte ich das aber nicht mehr jeden Tag.)
Klar, das mit der Arbeit ist praktisch unpraktisch...
Roller wäre echt ne Idee ( wir haben einen für meinen Kerl, kost fast nix und du bist schneller)... Oder gäb's ne alternative von der Arbeit da hin zu kommen?
 
franzl

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Roller gebrauche ich nicht. Wir haben Anfang des Jahres ein ATV (Geländequad) gekauft, da kriegt man wenigstens so einiges mit :D. Mobil bin ich also. Man könnte bis zum Stall mit Auto und ATV fahren, und das ATV dann da stehen lassen. Dann kann Männe mich nachmittags abladen und ich komme nach dem reiten nach Hause.
Mit Öffis würde ich wohl hinkommen, aber dann nicht bis nach Hause...

Danke für die vielen Vorschläge und Meinungen, ich bin eigentlich für mich auch durch, nur mein Männe ist noch nicht so ganz überzeugt. Der möchte, wenn schon Stallwechsel, auch gerne eine Halle dabei haben... Das ist nur utopisch...

Mal sehen, was das WE und die nächten Wochen so bringen.
 
Lore

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Guten Abend!

Ich denke, dass es schon etlich gute Argumente für diesen Stall gibt - dem kann sich dein Mann doch nicht völlig verschließen. Die kleinen Boxen - naja, größere sind ja in Aussicht, ausserdem stehen die Pferde zumindest tagsüber draussen.

Klar wäre eine Halle schön, aber bislang seid ihr auch ohne klar gekommen. Eine Halle macht sich im Preis normalerweise schon ziemlich bemerkbar, da muss man abwägen, gerade wenn man zwei Pferde einstellen will. Wenn eine Halle in erreichbarer Nähe ist, also wenn es ein vertretbarer Aufand wäre, da mal hinzufahren, dann ist das doch auch okay, so habt ihr das bislang doch auch geregelt?

Wenn du nicht mehr alles selber machen musst, was die Stallarbeit betrifft, dann werdet ihr alle dadurch nur gewinnen. Die Pferde werden häufiger geritten, du hast mehr Spaß an deinem Hobby und dein Mann wird dich wahrscheinlich auch häufiger zu Gesicht bekommen.

Ich an deiner Stelle würde es anpacken! Vielleicht läuft dir ja wirklich nochmal der ultimative Stall mit Halle über den Weg, der bezahlbar ist... bis dahin kannst du aber deinen Pferden (und dir selbst) an diesem Stall zumindest mehr bieten als an deinem jetzigen.
 
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franzl

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@willi07
Ja, der neue Stallbesi ist da sehr zuverlässig. Erstens kommen die Pferd im Sommer eh 24 h auf die Weide und im Winter müssen seine Pferde auch raus, die Kaltis nehmen sonst den Stall auseinander :) Im letzten Jahr waren die Pferde einen Tag witterungsbedingt nicht draußen. Sonst immer. Er hat auch zuverlässiges Stallpersonal, das läuft schon. Dadurch, dass er mit seinen Pferden seinen Lebensunterhalt verdient, geht er auch ganz anders damit um als mein jetziger Stallbesi, wo die Pferde nur so "nebenbei" laufen und eher Klotz am Bein sind...

@Lore
Mein Mann ist auch so langsam überzeugt. Er will unserem Stallbesi eine "letzte Chance" geben (wir haben ja jetzt einen Trumpf in der Hand) und ihm "Die Pistole auf die Brust" setzten. Geht er nicht darauf ein, werden wir wechseln.
 
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Kruemel

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Seit einigen Monaten steht bei uns im Stall ein 27 jähr. ehemaliges Dressurpferd. Unser SB hat schon versucht ihn über Nacht auf der Weide zu lassen. Er steht allein, aber auf der Nebenwiese stehen auch 2 Gnadenbrotpferde. Nach gut 1 Std. fängt er an am Zaun hin und her zu laufen und will in seinen Stall. In den letzten Tagen will er gar nicht mehr auf die Weide.
Seit Samstag nehme ich ihn an den Führstrick und gehe mit ihm Grasen. Dann grast er auch ruhig neben der Weide wenn andere Pferde da stehen. Mal 1 Std. mal länger aber auch mal kürzer. Wenn er in den Stall möchte lass ich ihn auch immer dahinlaufen und ich gehe nur neben her.

Ich denke mal das es auch am Pferd liegt, ob es auf die Sommerwiese "will", "kann" oder nicht.

LG Kerstin / Kruemel
 
haflingerteam

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Ist immer eine schwierige Frage.
Wenn Du im bisherigen Stall unzufrieden bist und sich trotz Gesprächen nichts ändert, würde ich auf jeden Fall einen Stallwechsel bevorzugen. 24 Stunden Sommerweide ist sicher optimal. Hier stellt sich natürlich die Frage, ob das Futter für Dein altes Pferde reicht. Hat er denn noch gute Zähne? Unser Einstellerpony, das im Februar eingeschläfert wurde, hatte ja nicht mehr alle Zähne und konnte daher sehr schlecht kauen. Sie konnte das Gras und Heu gar nicht mehr verwerten, daher gab es aufgeweichte Heucobs für sie. Wenn Deiner keine Zahnprobleme hat, dürfte das kein Problem sein. Ist die Weide denn sehr abgelegen? Evtl. kann man ja gegen einen geringen Aufpreis das Pferd doch zufüttern lassen. Gerade Mineralfutter finde ich sehr wichtig, besonders bei jungen oder alten Pferden. Ich weiß ja nicht, wie oft Du hinfährst, aber wenn Du jeden Tag da bist, sollte es doch kein Problem sein, Deinem Pferd ein bißchen Kraft- und/oder Mineralfutter zu zufüttern.
 
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