Neue Situation - absteigen oder sitzen bleiben?

Diskutiere Neue Situation - absteigen oder sitzen bleiben? im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; Hallihallo *happy* Wie handhabt ihr das? Ihr steht mit eurem Pferd vor einer völlig neuen Situation und wollt es an diese ranführen. Eine...
Bino

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Hallihallo *happy*

Wie handhabt ihr das?
Ihr steht mit eurem Pferd vor einer völlig neuen Situation und wollt es an diese ranführen.

Eine Wasserpfütze auf dem Weg, das Überqueren einer viel befahrenen Straße, ein neuer Weg den man zuvor nicht gegangen ist, ein Tunnel, irgendein unheimlicher Gegenstand am Wegesrand... um nur ein paar Beispiel zu nennen.

Wie verhaltet ihr euch? Steigt ihr von eurem Pferd ab und führt?

Bleibt ihr drauf sitzen und versucht es von oben?

Warum macht ihr das ein oder andere und was bringt es?

habt ihr vielleicht schöne Beispielgeschichten dazu?

Danke für eure Antworten und fröhliches Diskutieren :)

Bino
 
08.05.2008
#1
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Wunschtraum

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Also, wenn da jetzt wirklich was ist, was auch ich als Mensch sehen kann und sie stehen bleibt und nicht weiter will, versuche ich es erst mit gut zureden. dann geht sie meistens auch vorbei/drüber/drunter durch wenn das nicht klappt steig ich ab und führe sie, da macht sie dann fast alles mit. (Z.B über Holzbrücken geht sie nur wenn ich sie führe)

Wenn sie mal wieder was sieht was ich nicht sehe, treib ich sie energisch weiter und meistens funktioniert das dann auch und sie läuft vorbei.

Ich hab immer das gefühl das sie sich sicherer fühlt, wenn ich neben ihr her laufe und auf dem gleichen Untergrund laufen muss wie sie (z.B. Brücke)
 
nanja1

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Hm also mein Cash kennt ja noch nichts und dementsprechend stehen wir öfter mal neuen "Monstern" gegenüber.
Ich bleibe meistens in seinem Rücken, lasse ihn erstmal gucken...
rede mit ihm... in 95% aller Fälle reicht das aus damit er neugierig wird und
das "Monster" beschnuppeln will... dann kann ich ihn einfach dran vorbeireiten... oder ihn schnüffeln lassen, dann wird das gleich als "ungefährlich" eingestuft.

Sollte es eine tatsächlich gefährliche Situation sein, (Strassenverkehr)
die schon im vorraus bekannt ist ( also z.B. das erste mal auf öffentlichen Straßen ) nehm ich einen Rettungsanker ( ruhiges Begleitpferd mit Reiter)
mit. wenn denn der andere sich nicht um die Probleme kümmert läuft Cash immer ohne mucken mit.

Absteigen tu ich nur im äußersten Notfall, wenn der kurze sich in seine Angst reinsteigert... An der Hand geht er zwar überallhin und durch, aber er soll ja lernen auch unter mir mutig zu sein.
Dazu ist mir das im Fall der Fälle zu gefährlich, da ich das Pferd am Boden ja nicht halten kann, wenn er mir da stiften geht.....
Dann bin ich lieber im Rücken und kann ihn auf der Flucht weiter belästigen ;-)
 
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franzl

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Also, grundsätzlich bleibe ich auch im Sattel. Bei Opa sowieso und der Lütte ist zum Glück so neugierig, dass die Neugier oft der Angst überwiegt. Wenn ich dann auch noch signalisiere, dass alles in Ordnung ist, geht er eigentlich überall ran bzw. vorbei.

Eine Situation hatte ich im letzten Jahr allerdings, da bin ich abgestiegen. Und zwar wollte ich an einer Windkraftanlagenbaustelle vorbei reiten. Diese war noch weit (!) weg. Das sah von weitem erst so komisch aus, da ist Leo erstmal stiften gegangen, als sich da auch noch etwas bewegt hat. Ich habe ihn da nicht beruhigen können. Hätte also einen riesen Bogen übers Feld machen müssen, oder an Hand zeigen. Ranreiten war nicht möglich bzw. wollte ich zu dem Zeitpunkt nicht riskieren, weil er da noch recht neu war. Losreissen hätte ich auch nicht riskiert, dann wäre ich zu Fuß halt einen großen Bogen gegangen. Aber, ich wollte es an der Hand wenigstens versuchen (unter dem Reiter zeigte er Ansätze zum steigen...). Er hat sich dann auch relativ problemlos bis zum Monster führen lassen.

Das Vertrauen ist, gerade bei jungen oder neuen Pferden, an der Hand oft größer, als im Sattel. Warum nicht das Vertrauen stärken, in dem man nicht auf biegen und brechen versucht, zu reiten, sondern einfach absteigt und führt. Jedenfalls ist es nicht schlimm... Ich denke, dass ist einfach auch von Pferd zu Pferd verschieden (und von Situation zu Situation). Jeder kennt sein Pferd am besten und weis, ob er besser absteigt oder weiter reitet.
 
L

Lelie

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Sofern es möglich ist, bleibe ich im Sattel. Also wenn die Situation objektiv betrachtet nicht so gefährlich ist und auch die Begleitumstände (Art des Weges, Mitreiter...) eine "Diskussion" mit dem Pferd zulassen. Gerade bei Helli ist das besser, denn die hat meistens keine Angst sondern nur mal wieder eine kleine Trotzphase. Wenn sie irgendwo gar nicht vorbei will (sie fängt dann an umzudrehen und zu steigen), hat es mir schon oft geholfen sie einfach rückwärts an dem "Monster" vorbei zu reiten.
Ist das Gruselobjekt aber tatsächlich furchterregend oder bin ich mit einem ganz unerfahrenen Pferd unterwegs, wo ich weiß, dass es so wahrscheinlich nicht vorbei gehen wird, steige ich ab. Wenn der Mensch vorgeht, ist das für das Pferd allgemein leichter verständlich. Denn wenn der Boss keine Angst hat, braucht man sich auch nicht zu fürchten.
Aber wie gesagt, nach Möglichkeit bleibe ich oben, schließlich soll das Pferd später auch unterm Reiter an dem Monster vorbei gehen.
LG Lelie
 
Gwenie

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Mit meiner jungen Stuti erlebe ich auch des öfteren "neue" /ihr unbekannte Situationen. Ich versuche sie von oben durch die Situation zu bekommen. Da ich von oben einfach mehr einwirkung habe. Z.B. beim Bergabgehen, wenn sich da Pferde erst etwas verweigern und man absteigen würde könnte es schnell passieren dass die Hottis einem in die Hacken springen (während man bergab läuft).
Da ich immer nur zu zweit ausreite, wird zur not das zweite Pferd in der Situation vorangehen (als Erfahrener Opi :D) Allerdings ist meine Stute von natur aus sehr neugierig und will unbekannte Sachen gern erforschen, so dass sich das unbekannte schnell erklären läßt.
Nur bei Pfützen fehlt ihr doch etwas das vertrauen. Da brauchen wir länger damit sie einen Huf reinsetzt.;)
 
Phantom der Oper

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Bei meinem "Alten" bleib ich lieber sitzen und zeig ihm das Gespenst von oben. Bei ihm hab ich das Gefühl, dass ich von oben mehr Kontrolle über ihn hab. Ich bin allerdings auch nicht der Typ dafür, den Alten stehen zu lassen, nur um sich ne Mülltonne anzusehen, die ihn dann zu 99% eh nicht interessiert. Wenn er stehen bleiben muss, um sich was anzusehen, wird er total unruhig und rastet dann aus (steigen, davon schießen, rückwärtslaufen,...). Ihn reit ich grundsätlich an den Dingen vorbei.
 
Steffi2

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Ich bleib wenn's irgendwie geht auch drauf. Neben oder noch schlimmer vor dem Pferd ist es mir in solchen Angst-Situationen zu gefährlich...zumal ich ein sehr trampeliges Tier bespaße. :D
Neben unserem Springplatz steht seit neustem ein kleiner Mini-Bagger und der Herr Pferd hat sich wohl schon in seiner Jugend eingeredet, dass er vor den Dingern panische Angst hat (allerdings nur, wenn sie nicht fahren...:rolleyes:). Da hatte ich dann ein schönes Theater, als ich daran vorbei auf den anderen Platz reiten wollte. Erst dachte ich er sei erschrocken, aber dann hab ich den Bagger auch gesichtet (der ist so klein, dass man ihn eigentlich schon nicht mehr Bagger nennen kann, eher ein Aufsitzrasenmäher zum Buddeln :D). Der war da einfach abgestellt, nicht mal der Motor war an, aber der werte Herr hat getobt wie blöd. Zuerst hab ich versucht ihn mit Gerte und Sporen daran vorbei zu zwingen, aber er hat immer kurz vorher gedreht und versucht davon zu rennen...dann kam mir unser Stallbesi zu Hilfe, der hat mit einer Stange von hinten nachgeholfen. Pferdi ging dann im Stechtrab und mit vor Entsetzen aufgerissenen Augen dran vorbei. Wenn das mein Pferd wäre hätte ich so lange geübt, bis er das Theater sein gelassen hätte, aber scheinbar durfte er früher immer vor den gruseligen Mini-Baggern davonrennen...das kriegt man wohl nicht mehr aus ihm raus...:(

Bei einem jungen Pferd würde ich auf alle Fälle Wert darauf legen, dass es so viel wie möglich kennenlernt.
Die Idee von Angie mit den Leckerlis ist toll, das würde ich auch so machen! Damit belohnt sich das Pferd quasi selbst für sein korrektes (mutiges) Verhalten.
 
Gisa

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Hallo,
ich denke, oben im Sattel sitzen bleiben, ist auch für das Pferd besser. Es ist die Sache des Vertrauens, wenn der Reiter mehr oder weniger gelassen bleibt, aber konsequent weiter vorwärts will, wird das Pferd irgendwann dem folgen. Sitzt aber der Reiter ab, bedeutet das fürs Pferd, der reiter vertraut seinem Pferd nicht mehr, der Chef bleibt nicht oben sitzen, also ist die Situation übergefährlich!!! Also doch lieber oben sitzen bleiben und mit Geduld dran arbeiten die Situation zu meistern.
P.S. Im Notfall würde ich dann aber doch vll noch abspringen.
 
fionn

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ich denke, man sollte das nicht zu sehr pauschalisieren. jedes pferd ist anders, und auch der reiter reagiert nicht immer gleich. ich bin schon pferde geritten, da wäre es unklug gewesen abzusteigen, das hätte auf dauer ein abo zum absteigen gegeben.
mein hottehüh mag es, wenn ich bei ganz gefährlichen pferdemonstern absteige. sie schickt mich quasi vor, und wenn ich nicht gefressen werde, dann kommt sie hinterher :D. ich halte es allerdings so, dass ich nur absteige, wenn die situation wirklich sehr neu ist und sie mit heftiger angst reagiert, also herzklopfen am schenkel spüren, schwitzen etc. sonst lass ich sie kurz gucken, das reicht in fast allen fällen, dass sie nachher anstandslos daran vorbeimarschiert.
am besten probiert man verschiedene varianten aus, es gibt pferde die beruhigt das absteigen, vor allem wenn der reiter selbst dazu neigt sich zu verspannen oder hektisch zu werden, andere macht das erst recht kirre. aber so pauschal kann man das nicht verordnen. kommt auch auf die situation an.

gruss

fionn
 
insha07

insha07

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Mit meinem 3-jährigen bin ich schon früh sehr viel spazieren gegangen, damit er vieles kennenlernt.
Es erstaunt mich immer wieder, wie cool er für sein Alter ist. Wenn ich ihn führe ist er bis jetzt mit mir überall hingegangen, unter dem Reiter sieht er manchmal noch "Böse schwarze Löcher", da erwchreckt er sich auch hin und wieder vor.
Meine Erfahrung gerade bei jungen Pferden ist aber, dass man mit Ruhe vieles erreichen kann!:)
 
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Vroni12

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Also ich würde sitzen bleiben, da dies das Pferd eher verunsichert und sich dann noch mehr in die Sache reinsteigert!Sicherlich kommt es aber auch auf die Situation drauf an und ob das Pferd jung und noch sehr unsicher/unerfahren ist!

lg:)
 
Bino

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Wie die meisten hier versuche ich auch möglichst sitzen zu bleiben. Es gab glaube ich noch nicht viele Situationen in denen ich abgestiegen bin. Wenn wir im Gelände irgendwo hängen achte ich vermehrt darauf, ob Funny nun richtig Angst oder einfach nur keinen Bock hat :)

Wenn sie irgendwo Aas wittert oder einen Fuchs, bekommt sie schon mal richtig Angst und dann zwinge ich sie auch nicht dort vorbei zu gehen. Meist wende ich dann ab oder drehe eben um.

Anfangs hatte sie zum Beispiel Angst vor fließendem Wasser, da habe ich sie konsequent dran vorbei geritten und bin aber auch beim Spazieren zu Fuß dran vorbei... irgendwann war es ihr dann egal...!

Bei den Schafen ist das allerdings so ne Sache. Da wird sie sich wohl nie dran gewöhnen :D
 
Devil92

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Hallöchen!

Wenn Devii(5) vor irgendwas Angst hat, geht er eigl von sich aus darauf zu. Manchmal fällt ihm dann auf, dass das eigl doch ganz schön gefährlich ist udn ihn fressen tut, ergreift demnach die Flucht in nem "gemächlichen Trab" (er hats da nciht so eilig^^)

Man merkt ihm dass auch ganz gut an, wenn iwas ist. Ich bleib meistens oben drauf, weil ich ihn von oben besser regulieren kann und ihn beim Führern sowieso nciht halten kann (was er leider auch weiß).

Wenn iwas "böse" ist, dann kommt immer so'n fragender Blick von unten zu mir hoch so á la "Frisst mich das?!", aber einmal durchschieben und dann ist das in der Regel kein problem :eek:)

Liebe Grüße
 
Lore

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Ich würde wohl vom Gefühl her eher im Sattel bleiben, wenn's mal brenzlig wird... kann mich aber momentan mit meinem eigenen Pferd ehrlich gesagt an keine Situation erinnern, die ich mal so grenzwertig fand, dass ich darüber nachgedacht hätte, abzusteigen oder draufzubleiben :gruebel:
Mit fremden Pferden reite ich eigentlich so gut wie gar nicht aus - aus Mangel an Zeit und Gelegenheit. Komme zur Zeit ja eh schon kaum mal dazu, ein anderes Pferd zu reiten... Ob ich dann eher absteigen würde... glaub' ich nicht. Ich denke, dass ich mit einem Pferd erst dann ins Gelände gehen würde, wenn ich mich im Sattel wirklich einigermaßen sicher fühle...
Im Endeffekt kommt es wahrscheinlich auch immer auf die konkrete Situation an, ich würd' jetzt auch nicht komplett ausschließen, dass ich mal runterspringe :D
 
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