Wie rät man vom Pferdekauf ab?

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Wunschtraum

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Hallo ihr!

ich hab mal eine Frage: Wie würdet ihr jemandem vom Pferdekauf abraten?

Die Geschichte dazu: wir haben weitläufige Bekannte, die neulich auf mich zu kamen und sagten sie wollen ihren Kindern ein Pferd kaufen.
Ich hab dann ein bischen nachgehakt: Die Kinder reiten jetzt sein 3 Jahren 1 mal pro Woche auf Schulpferden. Und haben weiter keine Ahnung von Pferden (Pflege, Krankheiten, etc.) Die Eltern haben mit Pferden nix am Hut sind also auch völlig ahnungslos. In der Unterhaltung sind dann auch so Sätze gefallen wie "wenn die Kinder nicht brav waren und/oder die Noten nicht passen, dürfen sie nicht zum Pferd". Sie hatten keine Ahnung, das ein Pferd geimpft werden muss, das der Schmied alle 6-8 Wochen antanzt, das es unterschiedliche Gebissgrößen gibt und jedes Pferd einen angepassten Sattel braucht usw. Und als sie mir dann gesagt haben was sie denken was ein Pferd pro Monat so kostet, ist mir die Kinnlade runter geklappt, den die Preisvorstellung war völlig untertrieben. Auch hatten sie eine komplett falsche Vorstellung davon, wieviel Zeit ein Pferd beansprucht.
Ach ja, die Kinder sind in der 4. und 5. Klasse und sollen sich ganz alleine um das Pferd kümmern!!!

Kurz: Ich fände es völlig verantwortungslos dem Pferd gegenüber, wenn sich solche Leute ein Pferd anschaffen. Da hat das Pferd mal eine Kolik, dann heißt es wahrscheinlich oh das Pferd schaut seinen Bau an, ach wie süß.

Meiner Meinung nach sollten sie sich erst mal ein Pflegepferd oder RB suchen.

Aber wie sagt man jemandem, dass er/sie noch nicht "reif" für ein Pferd ist?
 
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Valerio

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AW: Wie rät man vom Pfedekauf ab?

Oh nein, das klingt aber wirklich nicht so toll.. Das arme Pferd!

Kannst du ihnen nicht vllt anbieten, sich einen Tag (oder besser länger) "alleine" (unter deiner Aufsicht und Korrektur etc.) um ein Pferd zu kümmern? Lass sie die Box misten, abäppeln, Sattel&Trense putzen, alles so die "unangenehmen" machen. Vielleicht merken sie dann alleine, dass sie das nicht wollen (5. Klasse kann das ja schon etwas einschätzen) und erzähle ihnen, wie toll doch eine Rb wäre, wo man nur reitet, eine geringe Summe bezahlt und das das wie ein eigenes Pferd ist!
Am besten spannst du die Eltern mit ein, sie müssen merken, wie viel Zeit ein Pferd täglich einnimmt und dann erzählst du ihnen was von den Kosten (kannst ja ein wenig übertreiben ;) und aufzählen, was alles gebraucht wird: von Ausrüstung, Schmied, TA, Unterricht,..), und irgendwie alles schlecht reden. ZB, dass Pferde auch Probleme machen und durchgehen können im Gelände und so was... Weißt du? ;) So würde ich das machen... Achja, was du auch noch gut zu den Eltern sagen kannst, ist, dass sie dann jeden Tag zum Stall hinfahren müssen und auch im Winter..
 
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Wunschtraum

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AW: Wie rät man vom Pfedekauf ab?

So in die Richtung hab ich das auch schon versucht. Ich hab ihnen erzählt, das ich letztes Jahr über 800€ TA kosten hatte (stimmt sogar), wg. Verletzung so gut wie nicht reiten konnte, das es mit dem Pferd auch mal schwierig ist und gefährlich werden kann, dann hab ich ihnen zusammen gerechnet was die Grundausrüstung kostete (natürlich immer teure Marken *g*) und was m,an so an laufenden Kosten hat, wie anstrengend das mit Schule und Pferd ist, wieviel mir meine Eltern "helfen" müssen, was man alles machen muss und wieviel Zeit so ein Pferd jeden Tag in Anspruch nimmt und wie schwer das ist, wenn man mal in Urlaub will.

Und was war die Reaktion: Nur weil mein Pferd krank war, passiert ihrem zukünftigen das ja nicht, die Grundausrüstung kauft man ja nur einmal, Unterricht ist ja nicht unbedingt notwendig, man reitet ja nur im Gelände, die Kinder können auch Bus fahren und wenn das Pferd mal ein paar Tage in der Box steht ist das ja auch nicht so schlimm. *kreisch*

Und das hab ich vergessen sie wollen einen Vollblüter haben, die Rassen finden die Kinder so toll, nicht so alt, damit man dann was vom Pferd hat und die lieben Kinder reiten ja soooo super! Wenn überhaupt hätte ich ein Hafi oder ein kleines Warmblut, beide mit seeeeehr ruhigem Gemüt und absolut zuverlässig vorgeschlagen, aber doch kein Vollblut!!!
(Jetzt nichts gegen Vollblüter, meine Stute hat selbst einen hohen Vollblutanteil, aber ich glaub für Anfänger sind das nicht unbedingt die richtigen Pferde)
Vielleicht sollte ich sie mal auf meine Stute setzten?
Was glaubt ihr, wie schnell die Kids die Grenzen ihres reiterlichen Könnens aufgezeigt kriegen. ;)
 
Gwenie

Gwenie

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AW: Wie rät man vom Pfedekauf ab?

Na wenn sie sich von den Kosten nicht abschrecken lassen, dann vll von den Horrorstories was alles passieren kann;)!
Nein im Ernst versuch Ihnen klar zu machen, wie gefährlich es ist ohne Wissen ein Pferd zu haben, Das schon viele Unfälle passiert sind, weil man keinen Untericht hatte, sich NICHT mit Pferden auskenne.

Klar wird es schwierig bis unmöglich sie von der Idee abzubringen (kenne das aus dem Bekanntenkreis auch). Versuche ihnen zu ältern Pferden zu raten (Lehrpferd) wenn sie da schon nicht von wegzukriegen sind.

Solche Leute sind die schlimmsten!!!
 
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Evi1

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Ich würde einfach ganz klar und NICHT durch die Blume sagen, dass sie für die Kinder erst einmal ein Pflegepferd/eine RB nehmen sollen und das für ca. 1 Jahr. Einfach mal erzählen was das alles für Zeit in anspruch nimmt und das man nur wegen schlechten Noten nicht mal eben ne Woche nen Pferd stehen lassen kann.
Dann würd ich noch mit der momentan Reitlehrerin der Kinder (wenn du sie kennst) sprechen oder den Eltern dazu raten, dass sie das machen sollten.

Bei so Leuten muss man einfach direkt sein, sonst verstehen sie nicht was es bedeutet ein Pferd zu besitzen. Schon alleine die Ankaufuntersuchung (ich persönlich würde zu einer "großen" raten) wird teuer zusätzlich zum Kaufpreis. Und meines erachtens sollte man sich nicht ein Pferd kaufen mit dem hintergedanken " Ich kanns ja verkaufen wenn wir keine Zeite mehr haben" !!
 
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Wunschtraum

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Ich werds versuchen, aber es ist eben schwierig, wenn die Leute davon überzeugt sind, das sie das richtige machen. Alleine Kindern in dem Alter die volle Verantwortung für ein Pferd tragen zu lassen finde ich verantwortungslos.

Ich kenn den RL, und der sagt das nie so direkt, will sich seine Kunden nicht vergraulen. Er war vor nem Jahr mit ner Freundin von mir Pferd kaufen. Die ist ziemlich ängstlich und hat jetzt eine Stute die schlägt, steigt, sich kaum reiten lässt. Aber sie ist bis M ausgebildet und sie haben sie sich erst mal ne Stunde von nem Profi vorreiten lassen und dann ist sie drauf, da lief das Pferd natürlich. Ich hätte das Pferd schon mal nicht gekauft, weil das Pferd mit 8 schon 7(!!!) Besitzer hatte. Soviel zu dem RL.

Ich werd auf jeden Fall nochmal mit den Eltern reden und versuchen ihnen eine RB als Probe fürs eigene Pferd vorzuschlagen.
Wenn das nichts hilft, werde ich darauf bestehen, das die Kinder bei mir einen Crash-Kurs in Sachen Pferdepflege, Haltung, Krankheiten, etc. bekommen. Und ich werd versuchen zum Pferdekauf mit zu dürfen. Das wollen sie nämlich auch alleine machen, der Händler/Verkäufer wird sie schon beraten... wie blauäugig man doch sein kann
 
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Lelie

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Zunächst solltest du dir darüber im Klaren sein, dass die Erfolgsaussichten bei solchen Leuten, wenn man ihnen abraten will, relativ gering sind.
Wenn du es versuchen willst, solltest du freundlich aber knallhart und ehrlich die Fakten auf den Tisch legen. Alles andere wird sowieso nicht funktionieren.
Ich will dich nicht entmutigen, aber ich habe sehr oft solche Gespräche gesucht und geführt und fast nie hatten sie Erfolg, weil die Leute, die man von solchen Ideen abbringen muss, einfach viel zu sehr von sich selbst überzeugt und zu starrsinnig sind um auf so einen Rat zu hören.
Trotzdem viel Glück!
LG Lelie
 
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Evi1

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Und du weißt ja immer ne halbe std. zuführ zum Händler kommen. Damit eben solche Sachen wie, vorher reiten oder zu viel Wasser eintrichtern, damit das Pferd ruhiger ist, nicht passieren können. Also versuch dich da echt mal nen bißchen einzubringen damit das wenigstens nicht ein so großer reinfall wird. Sonst wüsste ich auch ncihts mehr. Versuch einfach für sie das beste drauß zu machen. Weil am schlimmsten fänd ich es, wenn das Pferd hinterher durch die unwissenheit der besitzer zu leiden hätte.
 
Farina770

Farina770

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Hey,
sorry aber ich glaube alles was ich versucht hätte, hast du auch schon probiert... Mehr als das alles könnte ich dir auch nicht raten, sei lieber vorsichtig, nicht das du sie nachher so vor den Kopf stößt, dass sie dich als "Spielverderber" abstempeln und sie sich gar nix mehr sagen lassen.

Versuch das doch mal mit Probe reiten auf deiner Jule, sag ihnen das "Privatpferde" mit "Schulpferden" nicht soviel gemein haben und dass sie das ruhig mal testen sollten etc.

Vielleicht ein Kauf auf Probe!?!?

Ansonsten musst du sie (und das arme Pferd) wohl oder übel vor die Wand laufen lassen und hoffen das nichts passiert!

Vielleicht kannst du sie zu einem "Vollpensionsstall" überreden, damit das Pferd wenigstens jeden Tag auf die Koppel kommt, wenn sie jetzt schon feststellen dass sie nicht jeden Tag hinfahren können...

Hilfe nee... tust mir jetzt schon leid:confused:
 
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Wunschtraum

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Das ist ja das blöde! Für die Kinder sind die Eltern verantwortlich, aber das zukünfitige Pferd kann ja nix für solche unwissenden Menschen.
Hab sie jetzt schon dazu gebracht, das sie sich Ställe mit Reitschule anschauen und nicht Ställe wo nur Privatreiter sind oder bei Bauern fragen. Da ist dann wenigstens immer jemand da, der mal schaut, wenn was mit dem Pferd ist.

Das mit meiner Jule werd ich mit ihnen auf jeden Fall machen, auch wenn mein Pferdchen mir jetzt schon leid tut :-(. Aber wenn ich damit ein Unglück abwenden kann... ist es das Wert.
Bin mal gespannt was die Eltern sagen, wenn der Nachwuchs auf einem Privatpferd nicht mal von A nach B kommt. Meine Stute ist da sehr eigenwillig, wenn sie keine klaren Anweisungen bekommt.
 
Haselina

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Nur eine kurze Anmerkung und Denkanregung ... wenn du mitgehst zum Pferdekauf, dann pass gut auf ... folgender Fall könnte nämlich auch eintreten (hatten wir auch schon am Stall) ... sie finden ein Pferd, dass einigermaßen passt ... du bist auch "zufrieden" mit dem Kompromiss und wenn das gekaufte Pferd dann zuhause Macken hat, dann bist DU schuld, denn auf DEIN Urteil hätte man sich ja verlassen ... DU hättest ja zum Kauf geraten ... und so weiter und so fort ... wir kennen das ja alle ... speziell von solchen unvernünftigen "beratungsresistenten" Menschen ...

ich drück die Daumen, dass die Sache für alle Beteiligten gut ausgeht ...
 
Gisa

Gisa

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Oje, aus eigener Erfahrung kann ich dir nur abraten, irgendwie beteiligt zu sein, denn, das haben ja schon mehrere gesagt, DU bist dann immer der Dumme. Obwohl du natürlich mit allem was du ihnen schon gesagt hast, ganz Recht hast. Aber, das wird nicht helfen und DU bist dann später derjenige der es ausbügeln muß, natürlich in den Augen der Eltern. Faszinierend finde ich, erst fragt man dich und dann sind deine Antworten nicht akzeptabel. Mein Rat: bleibe bei dem Gesagten, schlage nochmals eine Rb vor, als Test fürs eigene Pferd, wenn es nichts bringt, versuche selbst und vll noch einen Fachmann einzuschleusen, wenn sie losgehen ein Pferd kaufen und , ganz Wichtig, ich wünsche dir viel Stehvermögen und Durchhaltekraft, wenn du sie begleiten willst beim eigenen Pferd.
Ich gebe zu, ich habe es nicht durchgehalten damals in einer ähnlichen Situation und hörte dann von Ferne, daß sie "das dumme Pferd" wieder verkauft hatten.
 
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Wunschtraum

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Ja, ich werd wohl einsehen müssen, das es nichts bringt mich da einzumischen. der hit war ja: "Wir machen das ja genau so wie deine Eltern!" Ich hab meine Stute mit 16 gekreigt, gut meine Eltern haben auch nichts mit Pferden am Hut, aber ich bin zu diesem schon 10 Jahre geritten, hab meine ganzen ferien im Stall verbracht unendlich viele Pferdefachbücher gelesen, Theorie- und Reitunterricht für Anfänger gegeben, hatte eine RB usw. Ich hab gewusst was auf mich zukommt und hab mich auch ausgekannt.
Da wär ich echt beinahe geplatzt. Auf nachfragen hin haben die nicht mal gewusst was ne Kolik ist und das finde ich sollte man als zukünftiger Pferdebesitzer schon wissen...

Wenn ich mit Pferd kaufen fahre, werd ich auf keinen Fall sagen "nimm den"ich werde höchstens sagen "den nehmt mal nicht". Muss ja auch erst mal schauen, ob ich über haupt die Ehre krieg, da mit zu dürfen, denn die Händler beraten bestiimt gut, die kennen sich ja mit Pferden aus... (mit naiven Kunden bestimmt auch)
 
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daggel

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So sieht es aus. Es gibt auch Händler, die reden Dich platt gegen die Wand, so dass Du verdammt alt aussiehst vor Deinen "Schützlingen".

Aber ganz ehrlich, wenn es klappt, dass Du beim Pferdekauf dabei sein darfst, dann mach den Leuten doch ein älteres und ruhigeres Hotten schmackhaft. Die werden sich eh nicht davon überzeugen lassen. Denke ich zu mindest. Aus Erfahrung weiss ich, dass es meist immer die Unerfahrenen sind, die ihren Kopf durchsetzen müssen und dann ein Böses Erwachen haben. Gerade die wollen am liebsten einen jungen Vollblütigen Hengst, weil Fury doch so lieb und toll ist.

Also wenn Du sie wirklich patou nicht Überzeugen kannst, dann rede Ihnen ein älteres und gut ausgebildetes Pferd ein.

daggel
 
Mareike

Mareike

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Darf man mal erfahren wies ausgegangen ist? :)
 
H

HJ

Gast
Ich find sowas auch echt etwas verantwortungslos, die Kinder sind ja erst 10/11/12 Jahre alt! Und dann noch ein VB... Oh, das geht nicht gut...

Mir haben hier ja auch viele von einem rohen Criollo/Vollblut abgeraten und ich war auch stur, weil ich mich halt verliebt hatte, aber ich kann von mir sagen, dass ich mich auskenne und ich weiß was ich kann, ok, ein Pferd hab ich noch nicht ausgebildet, aber irgendwann ist immer das erste Mal ;)
Ich war dankbar um eure Antworten, aber bei mir war ja auch nichts mehr zu machen, meine Eltern und eine meiner Freundinnen waren ja auch nicht so begeistert, aber was will man machen ;)

Ich muss sagen, ich bereu es nicht, auch wenn Luna wirklich manchmal nicht einfach ist,aber ich hab wenigstens einigermaßen "Ahnung"!

Aber in der 5. Klasse hätt ich mir selber kein eigenes Pferd zugetraut, außer vielleicht ein dicken, ruhigen, langsamen, alten Hafi :D

Mich würd auch interessieren, was jetzt daraus geworden ist!!!
 
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fanni

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mich auch, was ist es geworden Fury, Haffi, Krüppel (sorry bekommt man ja auch schon mal vom Pferdehändler)
Ich fand den Tipp mit Weidegang ganz wichtig, ansonsten, das arme Pferdchen, die Kinder haben vielleicht nach 2 Monaten keine Lust mehr und das Pferdchen steht im Stall und vergammelt.....
Fanni
 
urmeli

urmeli

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Bin mal gespannt was passiert ist.
Habe nicht alles Beiträge durchgelesen...sorry.
Auf jeden Fall hätte ich zum Probereiten mindestens 6 Wochen geraten, zum Probekauf...... und zur Ankaufsuntersuchung mit Blutabnahme.
Ganz davon ab finde ich die Kinder zu jung und alle Beteiligten zu unerfahren.
Mein jetzt großer Sohn wollte auch damals ein eigenes Pferd und er konnte schon ganz gut reiten. Aber auf Nicos hätte er sich nie drauf gesetzt ohne Führung. Daraufhin hat er auch eingesehen, dass da nix ging.
Learning by doing.
Es wäre vielleicht mal heilsam gewesen sie auf ein " schwer" reitbares Pferd zu setzen.....( für sie schwer reitbar meine ich)

Hoffe, dass es gut ausgegangen ist
urmeli
 
Kicki

Kicki

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Generell bin ich auch nicht dafür, wenn Leute sich vollkommen ahnungslos ein Pferd für ihre Kinder zulegen und sogar dann schon wissen, dass das Pferd gelegentlich Abstriche machen muss.
Allerdings möchte ich euch dazu eine kleine Geschichte erzählen. Sie handelt von meiner Kindheit... Nachdem meine Mutter, meine Schwester und ich ca. in gutes halbes Jahr geritten waren und Mutter schon den ein oder anderen Ratgeber gelesen hatte, war es endlich soweit: Das passende Pony für die Kinder war gefunden! TA hatte es gecheckt, erfahrene Bekannte hatte es begutachtet und die Kinder waren auch auf beiden Kanditaten zur Probe geritten. Wir entschieden uns 1995 für Mäxchen - ich war 5, meine Schwester 7, Mäxchen 10 und dann begann sie auch, die spannende Geschichte um uns... Mäxchen war ein typisches stures Pony, wie sich bald rausstellt, als ich meinen ersten Abgang machte(er hatte sich beim Longieren aufs Gebiss gelegt und war losgallopiert - macht er heut noch!). Schon am ersten Stall haben Mama, Schwester und ich schon so einiges erlebt. Der nächste Stallwechsel kam kurz darauf und dort wurden wir stets gut betreut, Mäxchen wurde lieber, wir sammelten Erfahrungen und Wissen. Da der Stall ziemlich weit weg war, konnten wir nicht jeden Tag kommen. So lief Mäxchen im Unterricht unter anderen Kindern mit. Als meine Mutter das Reiten aufgab folgte kurz darauf der Wechsel in einen Stall bei uns im Städchen. Wir waren Selbstversorger, d.h. täglich misten, tränken, Heu bereitstellen, reiten etc. Da war ich keine 10 Jahre alt! Und meine Schwester und ich waren wirklich jeden Tag bei Mäxchen und haben uns bestmöglich um ihn gekümmert! Wir waren weitgehend auf uns allein gestellt, auch wenn stets jemand ein Auge auf uns hatte bzw meine Eltern immer mal wieder vorbeigeschaut haben.
Später folgten noch zwei Wechsel bis heute. In der Zwischenzeit haben wir ein neues Pferd bekommen. Alllerdings wird Mäxchen uns bald auch wieder täglich sehen...

Was ich damit sagen will ist, dass auch wir nicht über einen sehr großen Wissens- und Erfahrungsschatz verfügten, als wir Mäxchen bekamen. Aber uns wurde immer geholfen, meine Eltern hatten (auch als wir Selbstversorger waren) immer ein Auge auf Mäxchen und wir haben uns liebevoll stets bemüht und unser Bestes gegeben. Ich bin mir sicher, dass wir ohne dieses Pony und all die Aufgaben, die es an uns gestellt hat, nicht zu den Menschen geworden wären, die wir jetzt sind!
Vlt ist es nicht die beste Art, sich ein Pferd zuzulegen, aber ich wage zu behaupten, dass wir es trotzdem gut "gelöst" haben!
 
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