Und wenn es doch mal durchgeht...

Diskutiere Und wenn es doch mal durchgeht... im Ausbildung Forum im Bereich Pferde; ...welche Strategien habt ihr dann ? Wie verhaltet ihr Euch, wenn Euer Pferd mal durchgeht und ihr nicht oben drauf sitzt, beispielsweise auf dem...
Cammy

Cammy

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...welche Strategien habt ihr dann ?

Wie verhaltet ihr Euch, wenn Euer Pferd mal durchgeht und ihr nicht oben drauf sitzt, beispielsweise auf dem Hof, etc. - Und wie würdet ihr Euch gerne verhalten, bzw. sollte man sich richtig verhalten ?

Wie verhaltet ihr Euch, wenn Euer Pferd durchgeht, und ihr sitzt oben drauf in Halle / im Gelände) ? Was versucht ihr, um das Pferd wieder unter Kontrolle zu bekommen, wann ist für Euch der Punkt erreicht, wo ihr den Abgang selbst wählt ;),

Ich bin auf Eure Antworten gespannt :)
 
19.04.2008
#1
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Vroni12

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Das ist eine gute Frage!Also wenn ich oben sitze, versuche ich meistens Volten und Zirkel zu reiten, damit das Pferd langsamer wird und ich es wieder unter Kontrolle :p bekomme!

Wenn ich es allerdings nicht gerade reite, hole ich mir jemande zu Hilfe um es vielleicht mit einem Eimer Kraftfutter wieder einzufangen oder, wenn es weiter weggelaufen ist, ab ins Auto und hinterher!Das kommt eigentlich immer auf die Situation und das Pferd drauf an.
So oft habe ich Pferde noch nicht eingefangen!!:D

lg
 
Quasy

Quasy

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....welche Strategien habt ihr dann ?
Hauptsache oben Bleiben.
Mich kriegt kein Pferd so schnell runter^^
Mein Grundprinzip: Ich komm raus -egal wie- und geh erst wieder runter,wenn ich will...:rolleyes:

Wie verhaltet ihr Euch, wenn Euer Pferd mal durchgeht und ihr nicht oben drauf sitzt, beispielsweise auf dem Hof, etc. - Und wie würdet ihr Euch gerne verhalten, bzw. sollte man sich richtig verhalten ?
Ich versuche das zu ignorieren,was der da macht.
Das passiert bei mir leider ziemlich häufig. Eine kleine Veränderung reicht aus und er hüpft zur Seite.
Deswegen achte ich bei hm darauf,dass ich richtig Laufe (Links in Kopfnähe,nicht neben der Schulter,da er mit dieser immer zuerst nach links hüpft).
Mit dem Strick erst nachgeben, dann anziehen, nachgeben, weiterlaufen,usw.
Ich versuche in der Bewegung zu bleiben,und mich nicht umzudrehen,etc. Wenn ich coll bin,ist er das auch.
An dem problem arbeiten wir zusätzlich mit Bodenarbeit.


Wie verhaltet ihr Euch, wenn Euer Pferd durchgeht, und ihr sitzt oben drauf in Halle / im Gelände) ? Was versucht ihr, um das Pferd wieder unter Kontrolle zu bekommen, wann ist für Euch der Punkt erreicht, wo ihr den Abgang selbst wählt ;),
Das passiert bei ihm zu selten. Da ist er dann schon ein Verlässliches Pferd.

In der Halle bleibe ich natürlich oben, reite weiter, Zügel annehmen,lockern. (ich versuche nicht mit den Füßen zu klammern und an den Zügeln zu ziehen,was ich -denke- schon gut antrainiert bekommen habe.) Da reite ich an dem "schreckensort" einfach vorbei, wenn es garnicht geht lass ich ihn da anhalten und gucken. Ein "nein da geh ich nicht hin" gibt es nicht! Das probiert er zwar immer wieder,aber wenn es da keinen ersichtlichen schreckensgrund für mich gibt,dann gibt es das auch nicht für ihn!
da wird einfach stur dran vorbeigeritten und schluss.
ich denke,das er da eher seine Machtposition ausnutzen möchte,oder so, anstatt dass er sich richtig erschreckt.

Im Gelände versuche ich ruhig zu beliben,mich zu entspannen.
Ansonsten eben Volten reiten.

Abspringen ist bei mir der letzte Weg, es sei denn vorne kommt eine befahrene Straße. Das möchte ich aber lieber niemals erleben.
Zum Glück hatte ich bisher alle Durchgehenden Pferde noch einigermaßen unter Kontrolle. Und so soll das auch bleiben!

mfg,reby
 
J

julchen007

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Wenn das Pferd "an der Hand" durchgeht versuche ich eigentlich ruhig zu bleiben und eine beruhigende Tonlage "aufzulegen".
Wenn ich im Sattel sitze versuche ich als erstes mal oben zu bleiben. Ich reite dann Volten un versuche die zügel imma anzunehmen un gleich wiedre nachzugeben ....

lg jule
 
Steffi2

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Wie verhaltet ihr Euch, wenn Euer Pferd mal durchgeht und ihr nicht oben drauf sitzt, beispielsweise auf dem Hof, etc. - Und wie würdet ihr Euch gerne verhalten, bzw. sollte man sich richtig verhalten ?
Meiner geht an der Hand nicht durch. Grundsätzlich läuft er hinterher wie ein Hund. Das einzige, was passieren kann ist, dass er mal einen Satz macht, wenn er erschrickt.
Wenn er wegläuft gestaltet es sich etwas schwierig ihn wieder einzusammeln...da braucht man dann einfach Geduld. :D

Wie verhaltet ihr Euch, wenn Euer Pferd durchgeht, und ihr sitzt oben drauf in Halle / im Gelände) ? Was versucht ihr, um das Pferd wieder unter Kontrolle zu bekommen, wann ist für Euch der Punkt erreicht, wo ihr den Abgang selbst wählt
In der Halle gibt es bei uns kein Durchgehen, dazu ist er zu unerschrocken. ;) Das einzige ist wie beim Führen mal ein kleiner Hüpfer...;)
Im Gelände kann er ganz schön böse werden, wenn ihn jemand überholen will. Da kann's schon mal sein, dass er den Renngang einlegt. Aber richtig kopflos davongerannt ist er mir noch nie. Bis jetzt konnte ich ihn immer ganz leicht wieder an die Hilfen stellen.

Im Falle eines Falles würde ich natürlich auch zuerst versuchen das Pferd wieder an die Hilfen zu bekommen (bergauf reiten wo's geht, Zirkel verkleinern...).
Falls das nicht klappt und das Pferd auf eine Straße zu oder einen steilen Berg runter rennt würde ich auf alle Fälle an geeigneter Stelle (vielleicht nicht gerade da, wo große Steine liegen) abspringen. Mit dem Pferd stürzen oder ein Auto treffen will ich nicht...da stelle ich mein Leben ganz klar über das des Tieres, so hart es auch klingen mag.
 
nanja1

nanja1

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Kommt auf die Situation an...
Bei meinem Kleinen versuche ich in der Bahn ruhig zu bleiben, gebe Kopf und Rücken frei und rede mit ihm. wenn er Panik hat stiegert er sich sonst nur nochmehr rein... Hat bis jetzt immer geklappt...
Im Gelände verschaffe ich mir Platz, notfalls mit Zirkel oder Volte,
um eine Strecke hergestellt zu bekommen auf der er sich erstmal beruhigen kann...
Bei älteren Pferden ist das bei mir anders. In der Bahn werden die mit Kringeln in die Ecke manövriert, wenn nix mehr geht, oder durch weiterreiten wieder an die Hilfen geholt ( ja wenn Pferdl rennen will leg ich gerade im Gelände noch n höheren Gang ein) optimalerweise auf Tiefen Boden, bis der sich wieder beruhigt hat. Wars n Angstausbüxer wird energisch zugegriffen und gewendet... wer das Objekt der Angst vor sich hat rennt nicht mehr ;-)

An der Hand brauch ich bei meinen nur reden/Pfeifen, mir ist vom Halfter noch
kein Pferd weggelaufen... Mein Grosser kam sogar wenn er Angst hatte zu mir und hat Hilfe gesucht...
 
Lore

Lore

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Hm, schwierige Frage... da gibt es wohl kein Patentrezept. Kommt immer auf das Pferd und auf die konkrete Situation an, kann man so pauschal nicht sagen, denke ich ^^

Bei meinem eigenen Pferd: Zu Panik-Attacken neigt sie eigentlich überhaupt nicht, schwer vorstellbar, dass sie mal durchgeht...
An der Hand durchgehen, das ist mir noch nicht passiert. Wenn sie mal wegdrängelt, dann will sie irgendwo ins Gras oder an sonstiges Futter... Wenn ich sie da nicht halten könnte, würd' ich loslassen - sie käme ja nicht weit... Auch wenn sie an der Hand richtig durchstarten würde, hätte ich wohl keine Wahl... kann mir nicht vorstellen, dass sie sich in Panik von meiner lächerlichen Muskelkraft beeindrucken ließe.
Unterm Sattel, naja manchmal quietscht sie schon los im Gelände, vor allem wenn noch ein zweites Pferd dabei ist und alle in Juxer-Laune sind... da denke ich gerade an zahlreiche Spaß-Ausritte mit einer Freundin *gg* Also ich würd' sie erstmal laufen lassen, wenn es irgendwie ginge. Bloß nicht festziehen, lieber viele Paraden geben und immer wieder zum Nachgeben kommen. Nach Möglichkeit vielleicht auf einen Zirkel gehen. Aber normalerweise würde ich die erste Attacke mal rauslassen, eigentlich kriegt sie sich immer recht schnell wieder ein, und bei ihr war es bislang auch keine Angst, sondern eher Übermut.

Abspringen stell' ich mir ehrlich gesagt gar nicht so einfach vor. :rolleyes:
 
V

Valerio

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Wenn mein Pferd beim Spazieren mal losgeschossen ist, dann eher weil er gerade einen etwas sehr energischen Tag hatte, oder weil er sich erschreckt hat. Ich hatte glücklicherweise eine Longe dran, also Kontrolle und Sagen wiederherstellen indem ich ihn anhalten und immer wieder und wieder rückwärtsrichten lasse. Auch mit Lob arbeiten, was in Notsituationen auch hilft: Strick/Longe über die Nase legen und darüber Druck entwickeln.

Beim Reiten in der Halle/auf dem Platz bin ich da verschont geblieben, wenn er etwas zu sehr aufheizt wende ich auf den Zirkel ab und reite Übergänge.

Im Gelände bin ich total vorsichtig. Ich würde nie eine Strecke galoppieren, die ich nicht kenne, die einen gefährlichen Untergrund hat, oder die gar auf eine Straße zugeht!
Wenn er mir durchgehen würde, dann nicht festziehen oder so, sondern immer wieder annehmen&nachgeben (auch wenns schwer fällt). Volten sind in so hoher Geschwindigkeit auf den normal breiten Wegen oft unmöglich und auch ziemlich gefährlich, leider. Ein Tipp von Ingrid Klimke: die eine Zügelhand nach unten führen und damit den Kopf des Pferdes so "eindrehen", das hat bei mir immer gut geklappt!
 
L

Lelie

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Wie verhaltet ihr Euch, wenn Euer Pferd mal durchgeht und ihr nicht oben drauf sitzt, beispielsweise auf dem Hof, etc. - Und wie würdet ihr Euch gerne verhalten, bzw. sollte man sich richtig verhalten ?
Egal wann ein Pferd durchgeht, es ist immer das allerwichtigste selbst cool zu bleiben. Das beruhigt das Pferd eher, als irgendwelches Gesäusel.
Wenn mir ein Pferd an der Hand loszischt und ich den Strick oder Zügel noch in der Hand habe, dann rucke ich einmal daran um das Pferd wieder auf mich aufmerksam zu machen und zu mir zu holen.l
Haut es richtig ab, ist es wichtig, dass man beim Einfangen von vorne kommt und außerdem versucht, dem Pferd den Weg zu gefährlichen Stellen zu versperren. Also sollte immer sofort jemand dem Pferd z.B. den Weg zur Straße abschneiden.
Hat man sich dem Pferd dann genähert und es hat sich etwas beruhigt, muss der Griff nach dem Halfter oder der Trense wohlüberlegt, ruhig und doch blitzschnell passieren.
Passiert einem sowas öfter einfach so ohne erkennbare schreckliche "Gefahr", die zum Erschreckne führt, sollte man dringend am Boden an der Erziehung des Pferdes arbeiten.

Wie verhaltet ihr Euch, wenn Euer Pferd durchgeht, und ihr sitzt oben drauf in Halle / im Gelände) ? Was versucht ihr, um das Pferd wieder unter Kontrolle zu bekommen, wann ist für Euch der Punkt erreicht, wo ihr den Abgang selbst wählt ;).
Das hängt von der Art des Durchgehens ab.
Rennt das Pferd einfach nur (macht meine Stute gerne mal), helfen viele, viele halbe Paraden. Dabei ist es extrem wichtig, dass man sich nicht festzieht und ruhig bleibt. Man darf in solchen Situationen keine Angst haben, das blockiert total.
Wenn der Platz dafür da ist, kann man versuchen das Pferd abzuwenden und auf einem immer kleineren Zirkel zu reiten, das drosselt auch das Tempo.
Ist das z.B. auf einem normalen Reitweg nicht möglich, sollte man wie gesagt cool bleiben, sich tief in den Sattel setzen (leichter Sitz und nach vorne fallen bedeutet für das Pferd Beschleunigung), das Pferd mit halben Paraden zu sich holen und vorrangig darauf achten, dass man den Weg hält und die Kurven kriegt. Das Risiko, an einem Baum hängenzubleiben ist in solchen Situationen größer, als runterzufliegen.
Anders verhält es sich, wenn das Pferd anfängt zu bocken. Dann lautet die Devise oben bleiben um jeden Preis. Gerade im Gelände ist es saublöd, wenn das Pferd abhaut. Deswegen: Knie und Unterschenkel zu, Hacken weg vom Pferd, Oberkörper hinten lassen und den Kopf des Pferdes hochholen. Steckt das Pferd erstmal den Kopf zwischen die Beine, sind die Buckler sehr viel schwerer auszusitzen.
Oft beruhigen sich die Pferde bei dieser Art von durchgehen sehr schnell, deshalb sollte man versuchen einfach oben zu bleiben, dann legt sich das schon. Ich würde mich niemals fallen lassen oder abspringen, schon gar nicht im Gelände.
In der Halle hab ich noch nie ein Pferd richtig durchgehen sehen. Durchgehen heißt ja nicht mal kurz zu buckeln oder etwas zügiger zu galoppieren. Da geht es schon etwas mehr zur Sache. Außerdem können die Pferd in der Halle kaum so viel Schwung holen. Wenn es doch mal passiert (was ich wie gesagt nicht glaube), dann hilft auch hier abwenden und Kringel reiten.
Grundsätzlich gilt auch hier, dass vorbeugen besser ist. Also an der Durchlässigkeit und am eigenen Sitz arbeiten, dann sind solche Situationen entweder sowieso passé oder sie stellen keine echte Gefahr mehr dar.
Wegspringen und erschrecken würde ich übrigens auch nicht unter durchgehen zählen.
LG Lelie
 
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Wunschtraum

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Also wenn ein Pferd mit mir oben drauf durch geht: Coole bleiben, beruhigend aufs Pferd einreden, Volten reiten, aber nie mit der hand festziehen, immer mal wieder nachgeben, auch wenns schwer fällt. Im Gelände versuchen nicht gerade auf die nächste Straße zu zureiten.

Wenns an der Hand durch geht, erts mal versuchen das Pferd zu halten und acuh mal am Strick/Zügel zu rucken, wenn das nichts hilft lieber los lassen und das Pferd danach mit Futter wieder einfangen.

Ich muss sagen, das ich bei meinem pferdchen eigentlich glück hab. klar hüpft sie mal zur Seite, aber richtig durchgegangen ist sie noch nie. Wenn (vemeintliche) Gefahr droht, versteinert sie immer auf der Stelle und guckt erst mal ewig ohne sich zu bewegen.
 
slyva

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vom boden. durchgehen heisst für mich dass, pferrd hat sich losgerissen und haut ab. also durchgehen ist bei mir da schon weiter als noch am strick halten. ich werd da tunlichst stehenbleiben und warten. wenn er sich beruhigt hat, mal rufen und langsam auf ihn zu gehen. ganz sicher nicht hinterherrennen.
meiner hat allerdings die angewohnheit nciht kompflos davon zu rennen sondern sich eher kopflos aufs nächste grün zu stürzen. :)

wenn ich oben drauf bin und hottehü geht durch: wenn ich genug platz hab vor mir, dann red ich mit ihm und pariere langsam immer und immer wieder bis er reagiert.
hab ich nicht genug platz, bzw. es ist zu gefährlich, dann greif ich rabiat durch und reiss mit gewalt seinen kopf herum an mein bein und schreie ihn an. war bis jetzt zum glück nur einmal nötig. volten funktionieren bei meinem hottehü nicht, der ist ein meister im seitwärtsgaloppieren. und in unserem gelände, wos überall bestellte felder oder wald hat lässt es sich auch nicht ganz so gut schlecht kontrollierte volten reiten.

dass mein pferd in der halle durchgehen könnte, das kann ich mir nicht so recht vorstellen der schleicht aufm platz ja schon immer so.... okey, zur halle raus im seitwärts- oder rückwärtsgalopp, das würd ich ihm zutrauen :)
 
dielene

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Hallo,
also meine Tinkerstute (RB) ist mir vor 2 Wochen durchgegangen und das ungefähr 200 m vor einer Kreuzung zwischen Reitweg und Straße. Ich hatte keine andere Wahl sie abzuriegeln. Ich hasse das zutiefst dies tun zu müssen aber, ich wollte nicht von einem Auto überfahren werden. Diese Stelle ist sehr unübersichtlich, wenn man vom Reitweg kommt.
In ungefährlicheren Situationen klappst aber meistens mit der Stimme....
 
Cammy

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Danke für Eure vielen Antworten, ich habe eine kurze Zwischenfrage: Abzuriegeln bedeutet ? :)
 
Quasy

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Ich glaube (weiß es nicht genau,werde sicherlich gleich noch dazulernen)

Beim "Riegeln" reißt der Reiter an den Zügeln und zwingt den Kopf nach unten, so dass sich das Pferd quasi „in die Brust beißt“. Und um diesen zwang zu verstärken, "zieht" der reiter den Kopf mit den Zügeln noch hin und her. Das nennt man „riegeln“.
Folge davon sind dann eben das Einrollen.
 
Steffi2

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Ganz so brutal wie Quasy es beschrieben hat funktioniert Riegeln jetzt auch nicht...
Wenn ich mal riegeln muss (mach ich nur in Notsituationen im Gelände, wenn nichts anderes mehr hilft), damit ich das Pferd vorne wieder dran bekomme, nehme ich die Zügel erst mal kürzer, die Hände höher und etwas breiter. Dann gebe ich wechselseitig stärkere Paraden (den anderen Zügel lässt man anstehen, sonst zieht man nur das Gebiss aus dem Maul). Ein normal gerittenes Pferd wird das als unangenehm empfinden und den Kopf (den es beim Durchgehen eher hoch trägt) wieder runter nehmen. Der Flashy beißt sich dabei weder in die Brust noch kann ich seinen Kopf mit den Zügeln von einer Seite auf die andere bewegen, dazu ist er viel zu stark.
Auch beim Riegeln sollte man nicht einfach grob an den Zügeln reißen! Das einzige, was sich beim Riegeln hin und her bewegt ist das Gebiss, ähnlich wie eine Säge, deshalb nennen es manche Leute auch "Sägen". Bei uns gibt es viele Springreiter, die gar nicht mehr ohne Riegeln reiten können...
 
nanja1

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Öhm also da möchte ich dann auch nochmal..
Riegeln ist leider eine sehr verbreitete Sportart..
So heftig wie Quasi beschreibt muss man dabei aber nicht vorgehen..
( häufig kann man das nämlich auch auf Tunieren beobachten)
Steffis beschreibung passt, natürlich gibt's da kleinere Unterschiede..
Meiner hat dabei auch den Kopf hin und her bewegt,
Daran erkannt mann dann auch recht deutlich die "riegelnden"
Wenn ein Pferd durchgeht ist es ein durchaus probates mittel, aber viele
benutzen es um "die Rübe runter zu bekommen" anstatt an die Hand zu reiten.. Leider...
 
Quasy

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Ich habe das so "brutal" beschrieben, weil mich schon alleine das Wort aufregt!
Sicher,in Notsituationen reagiere ich auch anders... u.a wird auch von mir kurz geriegelt.
Wenn ich jedoch sehe, wie manche "ach so tollen Stars" das auf den "ach so wirklich wichtigen Turnieren" dauernd einsetzen...wie das auch noch schöngeredet wird,wenn das Pferd dann nichtmehr weiter weiß und ausschlägt, dann bekomm ich einfach die Krise! Da bin ich auf 180^^
Und genau diese Bilder rufen sich bei mir bei dem Wort "riegeln" ab.
 
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L

Lelie

Gast
Anmerkung der Moderation: Zum Thema Riegeln gibt es genügend andere Themen, bitte diskutiert das dort weiter und bleibt hier beim eigentlichen Thema Durchgehen.
Danke!
LG Lelie
 
Thema:

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