Würfelzucker

Diskutiere Würfelzucker im Ernährung und Fütterung Forum im Bereich Pferde; Hallöchen :) Altbekannt aus Filmen, von früher etc. Als Belohnung erhält ein Pferd ein Stück Würfelzucker! Wie steht ihr dazu? Schiebt ihr...
Bino

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Hallöchen :)

Altbekannt aus Filmen, von früher etc. Als Belohnung erhält ein Pferd ein Stück Würfelzucker!

Wie steht ihr dazu? Schiebt ihr euren Pferden Würfelzucker zu? Wenn ja wie oft?

Umgekehrt: Was hält euch davon ab, Zucker zuzufüttern? Ungesund? Schlecht für die Zähne?

Bin gespannt wer noch zur "typischen Pferdebelohnung" greift :cool:

Eure Bino
 
haflingerteam

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Absolutes no go...

Der Pferdemagen ist für Zucker nicht ausgelegt, es drohen Magengeschwüre, bei anfälligen Pferden kann es auch Hufrehe auslösen. Desweiteren fördert es Karies.

Bei meinen Pferden ist Zucker absolut tabu. Achte auch sehr darauf, dass Leckerlis, Mineralfutter, etc. ohne Zucker ist.
 
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Bino

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Ich wusste gar nicht, dass der so schädlich ist! Danke für die Info.

Aber wieso zum Henker ist es dann die Belohnung Nummer 1? Wieso weiß jedes Kind, dass "Pferde angeblich so gern Zucker bekommen"? :confused:
 
V

Valerio

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Oh, bei mir im Stall ist das teilweise üblich. Meine RLin gibt ihren Pferden mal einen Zucker und meine Freundin auch. ich habe sie schon drauf angesprochen, aber ne richtige Antwort bekam ich nicht.

Bei mir: Ebefalls, No go! Mein Pferd bekommt Leckerlies in allen Geschmacksrichtungen und ab und an einen Eukalyptusbonbon, da steht er richtig drauf und es macht einen guten Atem :cool: und es ist nicht Zucker pur! Und als seltene Belohnung ist das iO finde ich.
Ansonsten Möhre in Stückchen!
 
cara2

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tja.... früher war vieles anders... und sicherlich mögen Pferde es...
Ich gehe auch davon aus, dass da menschliche Verhaltensmuster abgekupfert wurden.

Zucker, oder besser Kohlenhydrate, sind die besten Nährböden für Bakterien.
Wenn also Zucker gefüttert wird, kann es zu einer Verschiebung der Bakterienflora im Magen-Darm-Trakt kommen.
Dadurch kann sich auch der pH-Wert verändern, was wiederum zur Folge hat, dass sich unerwünschte Begleitflora weiter vermeghren kann - ein Teufelskreis.
 
Quasy

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Zucker?
Ich denke nichteinmal daran, meinem Leichtfuttrigen Fettmops ein Leckerlie zuzustecken!
Der würde mit der Zeit ja aufgehen wie Hefe.

Neulich hat mich das Thema auch gepackt: Ich sah etwas -für mich sehr unverständliches: Eine ganze Tüte voll Würfelzucker an einer Boxentür hängen.
Ich meine: Muss das sein?
Karotten sind bei und nicht nur billiger sondern auch Gesünder und schmecken den Pferden bestimmt genausogut!

Wie gesagt,ich würde dem Pferd schon garkeinen Zucker geben,weil es davon am ehesten schlechte Zähne bekommt...ein einfacher Grund für Kindergartenkinder:rolleyes:aber es hält mich davon ab.
 
cara2

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naja... Menschen mögen Süsses, und Kinder kann man mit Zucker belohnen.
Also wird man das sicherlich auf Pferde/Hunde/etc. überführt haben...
 
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Steffi2

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Mir hat ne Bekannte neulich gesagt, dass Pferde gar kein Karies bekommen können, weil ihnen die Bakterien fehlen, die Karies auslösen. Deshalb kann man scheinbar Zucker füttern, den Zähnen schadet er wohl micht. Aber das mit Magen und Darm, was Cara gesagt hat, kann ich nachvollziehen.
Bei uns gibt es eigentlich keinen Zucker, sondern Pferdeleckerlis, ab und zu mal Eucalyptus-Bonbons, trockenes Brot und natürlich viele Äpfel und Karotten. 1-2mal im Jahr gibt es aber auch mal ein Zuckerchen...:D Das Pferd ist mit dieser Behandlung 16 Jahre alt geworden und hat weder was an den Zähnen noch am Verdauungsapparat. ;)
 
E

Evi1

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Also bei mir ist Zucker auch auf jeden Fall ein no go !

Ich denke mir, das der Fruchtzucker im Obst schon genug für mein Pferdchen ist. Da muss ich nicht noch Zucker hinzufüttern :)

Ich denke das es ein weit verbreiteter Irrtum ist, weil Zucker früher für etwas ganz tolles gehalten wurde. Und wenn man dann zeigen wollte, dass ein Pferd etwas ganz toll gemacht hat, dann hat man Zucker gefüttert. Weil sich die Leute früher gedacht haben was ich gerne mag wird das Pferd auch mögen.

Das ist genau so unlogisch wie, dass man frügher immer gesagt hat " die gute Butter". Dass, das nicht stimmt weis man ja heute auch.
 
Boylinchen

Boylinchen

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Also ich kenn das schon auch so, dass die Pferde eben Karies bekommen von Zucker.

Meiner hat von mir noch niemals ein Stückchen Zucker gesehen oder gar bekommen. Er wird belohnt mit Stimme, Streicheleinheit und Karotten oder Äpfeln.
Da meiner eh schon einer ist, der leicht Stoffwechselprobleme bekommt, lasse ich von solchen Experimenten eh die Finger. Ich frage bei allem eigentlich vorher meine Tierärztin ;)
 
W

Wunschtraum

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Meine stute hat nur anfangs, als sie angeritten wurde immer mal ein Stück Zucker bekommen, weil sie das Gebiss nie ins Maul nehmen wollte. An einem Stück Möhre was sei dann mit dem Gebiss rein bekam hat sie sich fürchterlich verschluckt. Die Bereiterin hat dann für eine Woche ihr immer das Gebiss mit samt einem Stückchen Zucker ins Maule getan, dann war das Gebiss akzeptiert. Seitdem hat sie keinen Würfelzucker mehr bekommen. Sie bekommt eben Möhren, Bananen, Äpfel, mal einen Hustenbonbon, aber natürlich die ohne Zuckerzusatz. Ist ja auch viel gesünder fürs Pferd, als ständig Würfelzucker zu füttern.
 
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Steffi2

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Ich hab hier was über Pferde und Karies gefunden: *klick*
Da steht, dass Karies beim Pferd möglich ist, aber dadurch, dass die Zähne beim Pferd sich permanent abnutzen und nachschieben, an der Weiterentwicklung gehindert wird.
 
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franzl

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Bei uns am Stall hieß es früher, ein Stückchen Zucker vor der Dressurprüfung geben erhöht die Schaumbildung im Maul und fördert das Kauen auf dem Gebiss... Ich habe es nie gemacht und werde es auch nicht tun. Zucker kennen meine kaum. Opa hat in seinem Leben höchstens 5 - 10 Stückchen bekommen und Leo fängt fürchterlich an zu flehmen, wenns ihm zu süß wird...
 
urmeli

urmeli

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Ich kenne das auch mit dem Stückchen Zucker, aber bei mir gibt es das werder für meine Kinder noch für`s Pferd. Die Kids haben genug andere Süßigkeiten und das Pferd bekommt als Belohnung entwerder was Frisches oder auch mal Heucubs. Da steht er voll drauf. Am allerliebsten mag er jedoch Orangen, eine bekommt er mal alle 6 - 8 Wochen.
Früher haben wir auch Joghurt oder Quarkspeisen mir Bananen, Apfel usw. gemischt. Aber da war er noch jung.

LG urmeli
 
Merle1

Merle1

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Also Würfelzucker mögen sicherlich die meisten Pferde, wenn nicht alle, aber es ist für mich auch kein Leckerlie. Im Grunde ist Würfelzucker für mich mal gar nichts was ich füttern würde. Mir ist altes Brot, Möhren oder Äpfel immer noch mit am liebsten. Klar auch mal die Industrieleckerlie, aber warum eigentlich ein Leckerli mit Apfelgeschmack und nicht gleich den Apfel :confused: Klar ist das Leckerlie eine saubere Sache, grad wenn man welche einstecken möchte, aber das geht mit altem Brot genauso gut. Irgendwie bin ich einfach kein Freund von industriell gefertigtem Futter, das ich genauso gut in natura haben kann.;)
 
L

Lelie

Gast
Okay, dann werde ich mir jetzt all euren Zorn und eure Entrüstung zuziehen...
Ich füttere durchaus Zucker. Nicht als tägliches Leckerlie, da gibts von mir auch bloß ganz gewöhnliche.
Es gibt aber Situationen, in denen ist Zucker einfach die bessere Belohnung. Wie soll ein Pferd mit einem oder möglicherweise zwei (bei einer Kandare) Gebissen im Maul bitte ein Leckerlie kauen? Noch dazu, wenn der Nasenriemen zu ist? Beim Auftrensen mit Kandare gab es für mein Pony und wird es auch für meine Große Zucker geben. So ist das Gebiss (was ja so nicht unbedingt der Knüller ist mit dem vielen Metall) gleich mit etwas positivem verbunden.
Ich stopfe den Zucker nicht tonnenweise in meine Pferde rein, aber wenn es (allerhöchstens!) mal ein, zwei Zuckerstücke in der Woche, und auch das kommt nur in "Kandarenhochzeiten" oder bei jungen, mäkeligen Pferden, die das Gebiss nicht mögen vor, sind, dann sehe ich darin kein Problem.
Auch wenn man bei ganz speziellen neuen Lektionen mal ausnahmsweise vom Sattel aus mit Futter belohnen will, ist Zucker einfach besser, weil er sich auflöst und das Pferd nicht kauen muss.
Mein Pferd hat seit ewigen Zeiten keinen Zucker mehr bekommen, weil es einfach nicht nötig war, aber in bestimmten Situationen bin ich bekennender Zuckerfütterer.
Ich glaube kaum, dass ein Stück Zucker am Tag dem Pferd so sehr schadet, denn um den riesigen Pferdemagen und -darm aus dem Gleichgewicht zu bringen braucht es schon mehr. Und diejenigen, die den Zucker hier so verdammen, sollten sich auch mal Gedanken darüber machen, dass in Eukalyptusbonbons und -lecksteinen und anderem Zeugs, was viele Leute in ihre Pferde reinstopfen mindestens genauso viel Zucker drin ist.
Es geht ja nicht darum, Leckerlies grundsätzlich durch Zucker zu ersetzen. In Situationen, wo das Pferd ein Gebiss im Maul hat, ist ein Zucker einfach leichter zu verarbeiten, weil er sich auflöst.

Apropos: Die von den meisten hier hochgeschätzten und anerkannten Reitmeister aus der Spanischen Hofreitschule belohnen grundsätzlich mit Zucker. Dafür gibts in deren Frack sogar eine extra Tasche.

LG Lelie
 
Sheep1

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Also ich muss gestehen, dass ich mir nie wirklich darüber Gedanken gemacht habe, ob ich nun Zucker füttern soll oder nicht.
Natürlich klingt es auf der einen Seite plausibel, wenn wir sagen, dass Zucker ungesund ist, aber wenn man bedenkt, wieviel wir Menschen davon tag täglich futtern, und wie fit wir im Grunde genommen noch sind, kann es nicht so schädlich sein...
Aber natürlich spricht auch irgendwo eine innere Stimme moralisch zu mir..:D

Das ist ein sehr interessantes Thema...

Danke Lelie, auf diese Weise habe ich es noch nicht betrachtet. Ich saß schon öfter aufm Pferd oder wollte ihm mit dem Gebiss was geben und dachte danach "Och manno...". Ich hab da schonmal an Bananen gedacht, aber da gibt es ja die Frage "Wie transportiere ich das?"

Nachdem ich das alles so von euch gelesen (und eine Menge dazu gelernt) habe, glaube ich dass es in den von Lelie beschrieben Situationen erlaubt sein aber kein Alltag werden drüfte.



"Nicht der Stoff an sich, sondern die Menge machts!" ;)
 
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Gisa

Gisa

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Hallo,
ich halte es so ähnlich wie Lelie mit dem Zucker geben. Manchmal gibt es eben als Belohnung ein Stück Zucker.
Als ich damals mit meinen Voltis und der EV nominiert war für die Westf. Meisterschaften, fragte ich auch meinen TA, wie ich denn unserem Voltimann zwischen diesen vielen Prüfungen helfen könnte zu regenerieren und da kam zur Antwort, gib ihm soviel traubenzucker wie er will und mach ihm abends einen halben Eimer mit Zuckerwasser zum Trinken fertig.
Auch aus der Ausbildung her kenne ich das, wenn ein Pferd einen Hitzschlag hat, oder knapp davor ist, einen Eimer Wasser mit zucker zum Trinken geben. Auch nach einem Unfall, bei Schock, wurde uns dieser Tip vom TA gegeben!?
Also kann es nicht ganz falsch sein.
Meine Pferde bekommen vor jeder Prüfung ein Stück Zucker ins Maul geschoben(auch der Voltimann damals), meine Stute kaut danach besser(ist son bischen mundfaul sonst)
 
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Merle1

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Wie Ihr schon sagt und ich denke auch, wahrscheinlich macht es die Menge. Trotzdem sträube ich mich innerlich gegen Würfelzucker, weiß auch nicht warum. Jetzt bin ich aber auch schon jemand der nicht dauernd Leckerchen einstecken hat und nicht immer mit Futter belohnt, sondern auch gern mit Stimme zB. Nathano kann da glaube ich auch extrem lästig werden was Leckerchen betrifft und wenn ich da immer was in der Tasche hätte :rolleyes: ich fürchte ich hätte dann auch dauerhaft eine Ponynase drinnen.

Was ich noch im Zusammenhang mit Gebiss und Zucker kenne ist die Variante grad bei jungen Pferden das Gebiss in Honig zu tauchen.
 
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