Wie das Abtreten der Hufeisen verhindern?

Diskutiere Wie das Abtreten der Hufeisen verhindern? im Allgemeines Forum im Bereich Pferde; Hallo! Jeder der ein beschlagenes Pferd hat kennt das Problem. Man kommt auf die Koppel, holt sein Pferd und wenn man auf die Stallgasse kommt...
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Wunschtraum

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Hallo!

Jeder der ein beschlagenes Pferd hat kennt das Problem. Man kommt auf die Koppel, holt sein Pferd und wenn man auf die Stallgasse kommt, hört man nicht viermal "klack", sondern zwischen drin ein dumpfes "klock" und muss feststellen, dass wieder mal ein Eisen fehlt.

Bei meiner Stute war es diesen und letzen Winter extrem. Sobald die Koppeln etwas matschiger werden, verliert sie die vorderen Eisen am laufenden Band. Unser "Rekord" war 4 mal in einer Woche. Dabei bricht immer ziemlich viel Huf mit weg. Vor 2 Wochen wusste der Schmied gar nicht mehr, wo er noch die Nägel hinsetzen soll. Im Moment steht sie, auf Anraten des Schmieds, in der Box. Er sagt, wenn das Eisen jetzt nochmal weg ist, kann er nicht mehr nageln und es könnte Probleme mit dem Huf geben. Sie hat die Eisen im Winter extra immer schon ziemlich eng und mit ziemlich kurzen Schenkeln drauf bekommen um die Gefahr fürs Abtreten zu vermindern. Hat aber alles nichts geholfen. Auch Hufglocken, die sie in den "Matsch-Zeiten" an die Vorderhufe kriegt, verhindern nicht, das die Eisen ständig weg sind.
Barfuß kann ich sie nicht laufen lassen, sie hat schnellen Hornabrieb und läuft ohne Eisen extrem fühlig. Wenn sie queer über den Schotterweg zum Stall muss, weigert sie sich und wenn sie dann drüber läuft, denk man sie geht stock lahm.
Mit meinem Schmied bin ich sehr zufreiden, er nimmt sich viel Zeit und macht seine Arbeit sehr gewissenhaft und gut. Im Sommer hab ich das Problem nicht. Letzen Sommer war ein Eisen weg, an dem Tag wo sie zum Ersten mal in der Saison auf die große Graskoppel durften und alle wie die Blöden rum geschossen sind.

Letze Woche hab ich von ner Freundin gehört, das es Eisen geben soll, bei denen der vordere Teil normal aus Metall ist, der hintere Teil der Schenkel aus Gummi. Sie hat dazu "FlipFlop-Eisen" gesagt, wusste aber nicht ob diese Dinger wirklich so heißen.
Kenn jemand von euch diese Art von Hufeisen oder hat schon Erfahrungen damit gemacht?
Bringt der Huffestiger von "Keralit" etwas?
Hilft der Hufballenschoner "SaftyBar" von Kavalkade, der das runter treten von Eisen verhindern sollen?
Oder allgemein, was macht ihr, damit eure Pferde nicht ständig die Eisen verlieren?

Bin froh um jedem Rat, denn mein Pfed hasste es wenn es den ganzen Tag in der Box bleiben muss!!!

Viele Grüße Dani
 
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Apfelschimmel

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Thema interessiert mich auch, habe ebenfalls einen solchen Kandidaten! Meiner hat es letzte Woche sogar geschafft, sich ein Eisen in der Box abzutreten...
Beim Longieren hilft es, wenn ich ihm Springglocken anziehe, aber die kann ich in der Box ja schlecht dran lassen. Auf der Weide geht es auch nicht, da die Pferde vom Stallpersonal auf die Koppel gebracht werden, aber dafür nicht extra "eingekleidet" werden...
 
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Lelie

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Wir haben das Problem sowohl mit meinem Pferd als auch mit der Stute meiner Mutter. Die Lösungen sind für beide individuell verschieden. Ich stell euch mal beide vor.

Meine Stute trat sich schon immer die Eisen ab, manchmal zweimal in einer Beschlagsperiode. Bei ihr ist das Problem, dass dann immer gleich der halbe Huf mit kommt und, dass das Horn extrem schlecht und langsam nachwächst. Ohne Eisen geht bei ihr deshalb schonmal nicht, außerdem soll sie auf tierärztlichen Rat hin mit Eisen gehen (alte Sehnengeschichten).
Sie hat von unserem Schmied einen Spezialbeschlag verpasst bekommen, der auch wirklich nur von erfahrenen Schmieden ausgeführt werden sollte, weil es sonst leicht zu Druckstellen und damit Hufprellungen kommen kann.
Bei diesem Beschlag werden die Vordereisen an den äußersten Schenkelenden "abgeknickt" oder hochgebogen. Also so, dass das Schenkelende nicht mehr parallel zum Boden sondern eher senkrecht verläuft. Damit ist die Fläche, auf die die Hinterhufe drauftreten können erstens viel kleiner und liegt zweitens nicht auf dem Boden auf.
Mein Pferd läuft mit diesem Beschlag super und hat sich in fast 3 Jahren mit diesen Eisen nur einmal beim Reiten eins abgetreten. Das allerdings mit dem anderen Vorderhuf, war also sowieso etwas merkwürdig.
Ich kann diesen Beschlag sehr empfehlen, man muss nur echt aufpassen, dass es korrekt gemacht wird, weil es sonst leicht gesundheitliche Probleme geben kann.

Die Stute meiner Mutter läuft mit einem ganz normalen Beschlag. Bei ihr verhindern wir das Abtreten mit lang geschnittenen Springglocken. Die trägt sie sowohl zum Reiten als auch auf der Koppel oder dem Paddock. Das ist zwar nicht schön, funktioniert aber und schränkt das Pferd nicht wirklich ein.
Auch hier müssen die Glocken leider meistens fast 24 h drauf bleiben, weil das Stallpersonal die Pferde nicht individuell fürs Paddock "verpackt".
So lange die Pferde nicht extrem zu Scheuerstellen neigen, finde ich das die bessere Lösung als einen Spezialbeschlag.
Sie hat sich mit dieser Verpackung noch nie ein Eisen abgetreten. Wichtig ist eben, dass die Glocken wirklich bis zum Boden reichen und die Schenkelenden der Eisen überdecken.
Weil da natürlich auch ein gewisser Verschleiß von Glocken da ist, nehmen wir immer die ganz einfachen Neoprenglocken von Kavalkade.

Grundsätzlich kann ich für dieses Problem also das Anlegen von Springglocken empfehlen. So lange das Pferd kein Problem mit Scheuerstellen hat (würde bei meinem Fuchs z.B. nicht gehen, die ist da empfindlich), halte ich das für die einfachste und gesündeste Lösung.
Ist das nicht möglich, weil das Pferd Scheuerstellen bekommt, lohnt es sich über einen Spezialbeschlag nachzudenken, wenn es denn wirklich nicht möglich ist, dass das Pferd ohne Eisen läuft. Ohne Eisen ist immer besser und wenn man solche Probleme hat, kann das die Lösung sein. Bei einem Spezialbeschlag muss der Schmied aber sehr genau wissen, was er tut, um Probleme zu vermeiden.
Ich hoffe, ich konnte euch etwas weiterhelfen.
LG Lelie
 
Lore

Lore

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In der ersten Zeit hat sich mein Pferd auch extrem häufig die Eisen abgetreten, gleichermaßen beim Reiten wie auf der Weide oder auf dem Paddock. Mein Schmied hat die Eisen jedoch weder kürzer noch enger gelegt, da dies wieder ganz andere Probleme nach sich ziehen könnte. Er meinte, er käme lieber zweimal in der Woche, um das Eisen wieder draufzunageln, anstatt bewusst einen schlechten Beschlag aufzubringen. Nun muss ich vielleicht noch dazu sagen, dass ich das Glück im Unglück hatte, dass mein Pferd sich die Eisen stets glatt abgezogen hat, also nichts ausgebrochen war.

Das Problem bei zu engen Eisen sehe ich vor allem darin, dass der Huf und das Hufwachstum nicht optimal unterstützt werden. Das kann auch die Hornqualität negativ beeinflussen, denn die Kräfte wirken an einem "deformierten" Huf (oder einem, der zwanghaft enger gemacht wird) nicht mehr so wie es sein sollte. Zudem wird der Hufmechanismus und damit das Hufwachstum generell behindert.
Verkürzte Schenkel unterstützen die Trachten nicht mehr im erforderlichen Maß, der Huf wird im ganzen zu flach und die Sehnen werden unnötig belastet.

Ich denke, wenn es ohne Beschlag nicht geht, dann muss auf jeden Fall ein korrekter Beschlag drunter, alles andere wird das Problem auf Dauer verschlimmern. Wir haben bei meinem Pferd damals ein bißchen Geduld an den Tag gelegt, inzwischen sind die Hufe qualitativ viel besser geworden, die gesamte Hufstellung hat sich (gemessen an den Möglichkeiten) schon optimiert. Ich denke, schon dadurch tritt sich mein Pferd seltener die Eisen runter.

Vielleicht habt ihr die Möglichkeit, im Winter mit Hufschuhen zu arbeiten? Dadurch hätten die Hufe die Chance, sich in der Wintersaison ein bißchen zu "erholen", vielleicht reicht es ja, den Hufschutz beim Reiten anzulegen. Wenn der Boden des Paddocks sowieso ziemlich aufgeweicht ist, kommt dein Pferd dort ja möglicherweise auch ohne Eisen zurecht.

Keralit ist sicherlich nicht verkehrt, generell würde ich besonders in der feuchten Jahreszeit besonders großen Wert auf die tägliche Hufpflege legen, um eine gute Grundsubstanz zu erhalten.
Wenn es auch im Winter ohne Eisen nicht geht - vielleicht pro Eisen nur vier statt der üblichen sechs Nägel nehmen, am besten auch ganz dünne Nägel. Damit die Köpfe dünnerer Nägel nicht so schnell abgelaufen werden, kann man Nägel mit Widiaköpfen verwenden. Auch mit vier Nägeln halten die Eisen, und wenn das Pferd sich dann in das Eisen tritt, geht es wenigstens leichter runter und es wird nicht so viel Horn runtergerissen - beim Reingreifen in die Schenkel wirken ziemliche Kräfte, also das Eisen wird eh runtergerissen oder krumm getreten, das kann man auch mit mehr oder dicken Nägeln nicht verhindern.
Falls dein Pferd auch hinten beschlagen ist, dann kann man dort mit "schwebender Zehe" arbeiten, also die Eisen etwas zurücksetzen und die Zehe nicht gerade raspeln (Greif-Eisen). Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit, dass das Pferd den Schenkel des Vordereisens erwischt, auch ein bißchen geringer, allerdings wird das auf schlammigem Untergrund wohl eher nicht so zum Tragen kommen, denke ich.

(Habe mal die wichtigsten Stichwörter unterstrichen, weil's so ein Roman geworden ist :D)
 
W

Wunschtraum

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@ Lelie: Ich werd meinen Schmied mal darauf ansprechen, ob dieser Spezial-Beschlag die Lösung für unser Problem sei könnte, ist ja von Pferdehuf zu Pferdehuf unterschiedlich.
Springglocken nützen leider gar nichts, ich hab schon alle möglichen Modelle ausprobiert, sogar solche zum Westernreiten, die hinten besonders lang geschnitten sind, hilft alles nichts.

@ Lore: Ich lege viel Wert auf die Hufpflege, auskratzen, vom Schlamm befreien und alle 2 Tage wird eingefettet.
Mit der Form der Eisen hab ich mich missverständlich ausgedrückt. Die Eisen werden nicht zu eng gemacht, sondern ein bischen enger als die im Sommer, so das ich eben schon alle 5-6 Wochen statt 8 Wochen den Schmied brauch. Und die Schenkel sind im Verhältnis zum Sommer eben ziemlich kürzer, denn da hat sie richtig lange Schenkel dran. Aber alles ist im normalen Bereich, der den Huf unterstützt und nicht schädigt!!! Du kannst dir sicher sein, das ich gut aufpass, was für Beschlag mein Pferdchen bekommt. Hab schon mal den Schmied gewechselt, weil er die Eisen zu eng gemacht hat und die Schenkel einfach zu kúrz waren.
Das mit den 4 Nägeln haben wir im Winter fast immer gezwungenermaßen, aber dann reißt es eben vorne den Huf weg.
Ja sie ist hinten auch Beschlagen und hat auch diese "Schwebende Zehe", nützt aber gar nichts. Die Schenkel der vorderen Eisen werden auch immer angeschrägt, damit die Angriffsfläche kleiner ist, nützt aber auch nix.

Wir haben alle gewöhnlichen Methoden schon probiert, aber sie schafft es eben immer wieder sich die Eisen abzutreten. Barfuß geht leider überhaupt nicht, sie läuft extrem fühlig und wenn ich im Winter 1,5-2 Wochen ohne beschlag in der Halle war, läuft sie fast auf den Ballen, das ganze Horn ist weg und die Hufe fangen an auszubrechen.
 
Lore

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@Wunschtraum: Okay, dann habe ich das wohl falsch verstanden mit eurem bisherigen Winterbeschlag. Leider gibt es ja tatsächlich viele Hufschmiede, die dem Problem des Eisen-Runterziehens so begegnen. Was die tägliche Hufpflege betrifft, das habe ich der Vollständigkeit halber mit erwähnt, sollte nicht heissen, dass ich denke, du würdest die Hufe vergammeln lassen ;)

@Lelie: Mal rein interessehalber - könntest du vielleicht bei Gelegenheit ein Foto von Hellis Vordereisen machen? Ich kann mir nicht vorstellen, wie das aussieht.
 
W

Wunschtraum

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@ Lore: Hab ich jetzt auch nicht so aufgenommen. Hab das mit den Eisen auch etwas blöd ausgedrückt, hätte schreiben sollen, das es im Vergleich zum Sommer enger und kürzer ist. Ich weiß das viele Hufschmiede versuchen das Problem so zu lösen, deswegen hab ich einen ja schon in den Wind geschossen. Mein Pferdchen soll schließlich anständige Hufeisen haben.
 
nanja1

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Mein Wallach hatte Ein ähnliches Problem, aber er hat sich beim Springen die Eisen abgezogen... ( Beim Absprung hat ers irgendwie geschafft)
Dabei kam dann heraus, das der eine Schmied die Eisen eine ganze Ecke länger drauf gemacht hatte als nötig gewesen wäre..
Aber ich denke da hast du schon ein Auge drauf, damit deine Maus mit vernünftigen Eisen rumläuft.
Eine Bekannte hat es mal mit Hufschuhen probiert, das geht schon und hilft auch, Aber die Schuhe müssen speziell angepasst werden, damit sie sicher sitzen und nicht zusätzlich den Huf abscheuern.
Und: wenn ein Pferd sich die Eisen durch immensen Raumgriff abtritt sind die meisten Schuhe nichts ( Da muss dann schon ordentlich Geld investiert werden ) denn die werden schnell selber kaputt treten.
( Am besten noch mit Hinteneisen... Da hat sie 3 Paare verschlissen )
Da ist dann auch die Kombi Schuhe Glocken angesagt ( sieht dann aber aus wie in Moon boots) und muss beobachtet werden, manche pferde werden dadurch am bewegungsablauf behindert..
Auch das anlegen der Schuhe ist Übungssache, dauert erst ne Zeit aber wenn manns raus hat gehts recht fix...
 
L

Lelie

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@Lelie: Mal rein interessehalber - könntest du vielleicht bei Gelegenheit ein Foto von Hellis Vordereisen machen? Ich kann mir nicht vorstellen, wie das aussieht.
Klar, mach ich die nächsten Tage mal.

@ Wunschtraum: Ja, frag deinen Schmied mal. Wenn das ein guter ist, dann wird er das schon hinbekommen. Angeschrängt mit kurzen Schenkeln waren die Eisen bei meinem Pferd auch immer, aber das hat nichts genützt.

LG Lelie
 
Steffi2

Steffi2

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Der Flashy hat das Problem auch. Allerdings nie beim Reiten, sondern nur auf der Koppel und er macht es nicht selbst, sondern sein Kumpel steht ihm auf die Eisen...:eek:...Flashy hat aber super harte Hufe, deshalb gehen die Eisen nicht runter, sondern verbiegen sich auf's Abenteuerlichste...hatte er erst wieder am Freitag.
Wir haben draußen immer Springglocken drauf (auch gegen Ballentritte, an allen 4 Füßen), damit das nicht passiert, aber wie man sieht sind die auch nicht die beste Lösung...beim nächsten Schmied-Termin wird wohl auch was mit den Eisen gemacht. Hoffe das hilft wirklich. Ich wäre auch an einem Foto von Deinen Eisen interessiert, Lelie!
 
Gwenie

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Also eine Kieselgur Kur oder Keralit würden deinem Pferd bestimmt nicht schaden, da du schreibst dass das Horn sich auch barhuf schnell abreiben würde. Denke es liegt zum Teil auch an der Hornqualität, dass die Eisen so schnell abgehen.
Biotin braucht ein Jahr bis es anschlägt, also lieber mal mit Kieselgur probieren.

Zu den Eisen- es gibt welche die man drunter "klebt" also keine Nägel benutzt. Ich weiß jetzt natürlich nicht ob die was für dein Pferd wären. Aber du kannst deinen Schmied ja mal fragen.
Dann will ich jetzt da ich deinen Schmied nicht kenne nicht über ihn meckern, aber es gibt einige Schmiede die die Eisen nicht festgenug annageln und dass dann aufs Pferd schieben.

Anderer Vorschlag wären Hufschuhe. Meine Cousine hat eine ganze Weile damit ihre Tinkerstute geritten, weil diese auch einen schnellen Hornabrieb hatte und etwas fühlig ging, da hat sie dann die Schue drauf gemacht. Wenn die korrekt passen ist das total super- sogar im tiefsten Matsch gingen die nicht ab.
 
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Wunschtraum

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@ nanja: Hufschuhe hab ich auch schon mal probiert, aber nach ein paar Tagen war der ganze Fuß aufgescheuert, sie ist da als Fuchs eben sehr empfindlich. Mir wurde auch davon abgeraten, weil sie eben so weit unter tritt und dann die Hufschuhe ständig im Eimer sind.

Sie hat einen sehr großen Raumgriff und wenn sie dann im Matsch den Vorderfuß nicht schnell genug weg kriegt, tritt sie mit dem hinteren drauf und schon ist das Eisen weg.

Hab mal im Reitladen angerufen und die haben mir von den Kavalkade Ballenschonern abgeraten. Sie sagen die helfen zwar super gegen das abtreten von Eisen, aber wenn sie damit in die Matschkoppel muss, sammelt sich ja de Dreck drunter und scheuert. Da hatte ich garnicht dran gedacht.

Aber hat jemand von euch schon mal was von diesen Eisen mit den Schenkeln aus Gummi gehört?
 
Lore

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Da seh' ich grad durch Zufall dieses Thema wieder und kann doch glatt noch was dazu schreiben :lach:

Aber hat jemand von euch schon mal was von diesen Eisen mit den Schenkeln aus Gummi gehört?
Erst vor ein paar Tagen habe ich einen Beschlag mit flexiblen Schenkelenden gesehen. Es handelt sich dabei um einen Kunststoffbeschlag. Die Enden der Schenkel sowie ein Steg sind aus einem flexiblen, gummiartigen Kunststoff.
Ich persönlich bin ja generell kein großer Fan dieser Kunststoffbeschläge, da sie die Hufe mittelfristig oft zu breiten Tellern verformen, aber gut das ist ja ein anderes Thema...
Bei diesem speziellen Beschlag wurde ein Großteil des Strahls durch den breiten Steg verdeckt, dadurch gammelte der Huf fröhlich vor sich hin. Dieser Steg drückte zudem wohl auch ziemlich unbarmherzig auf den Strahl, daraufhin lahmte das Pferd. Mag sein, dass man dies durch besseres Anpassen hätte verhindern können, ich bin kein Schmied.
Für Pferde, deren Hufe sich aufgrund häufigem Eisenabtreten ein bißchen erholen sollen, mag dieser Beschlag trotzdem eine Alternative sein. Ich kann mir schon vorstellen, dass die Eisen nicht so schnell abgezogen werden, jedoch sollte man damit ein besonderes Augenmerk auf die Hufhygiene legen.
 
C

Campari74

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Eines "meiner" Pferde hatte dieses Problem auch sehr lange Zeit weil sie sich immer mit den Hinterhufen vorne reingelatscht ist. Da dieses Pferd einen Spezialbeschlag hat war es immer sehr ärgerlich und teuer. Hufglocken haben einigermassen geholfen. In diesem Jahr hatte es allerdings erst ein abgetretenes Eisen was sicher auch daran liegt das sie durch regelmässige arbeit (Korrekturpferd) ganz andere Bewegungsabläufe an den Tag legt.
 
Gwenie

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So mein Stütchen hat sich dieses Hobby auch zugelegt! :mad:

Erst dachten wir das liege am Schmiedintervall und haben alle 6 Wochen den Schmied dran gelassen. Letzte mal zog sie sich das Eisen schon nach 5 Wochen ab.
Und dann einen Tag nach dem Schmied und das andere dann eine Woche später.
Ok haben wir gedacht vll weil sie überbaut war. Allerdings als zog sie sich das Eisen runter als sie nicht mehr soo stark überbaut war, sondern fast wieder gleich hoch.
Dann "flogen" zweimal die Eisen beim Zügel aus der Hand kauen lassen (1x im Trab nach dem Springen und 1x im Galopp auf nem großen Zirkel)

Mein SB meinte dann, das lege sich, denn es könnte sein dass es an dem noch mangelnden "auf den Hintern setzen" liegen- sprich wenn sie von sich aus vermehrt versammelt und mit der HH arbeitet kommt die Vorhand besser nach vorne weg und kann schneller abhufen.

Jetzt hat mein Schmied die Schenkel des Eisens soo verkürzt dass sie (hoffentlich) nicht mehr genug angriffsfläche für die Hinterhufe bieten (abgeflexst und umgebogen) plus die V-Stifte reingemacht (aber da sliegt glaube ich eher daran dass sie auf Beton schnell wegrutscht)- jetzt läuft sie wie ich mit Stöckelschuhen- etwas wackelig :D
Mal gucken ob das hilft!

Kann ja nicht sein dass sie jede Woche ein Eisen verliert!
 
H

HJ

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Ich hab dieses Problem nicht :p

Bei uns haben v.a. die Traber auch auf der Koppel Hufglocken an, damit sie die vorderen Eisen nicht mit den hinteren Hufen abtreten, ansonsten hab ich keinen Tipp...
Mei, wenn sie sich die Eisen bei Matsch einfach so herunterziehen, waren sie wahrscheinlich schon locker, aber ich glaub da kann man nichts dagegen tun, außer VOR dem Koppelgang Eisen nachziehen oder nicht auf Matsch stellen, oder!? ;)

Bin ich froh, dass wir keine Eisen brauchen :D
 
Gwenie

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Also Hufglocken helfen bei meiner nicht! ;)
Hab extra welche geholt die bis auf den Boden gehen- ZACK! Eisen ab!
Und das mal eben.
Positiv: dasHorn blieb bisher immer am Huf und sie hat sich die Eisen glatt abgezogen!
(vll sollte ich "einfach" ne Ausbildung zum Schmied machen, dann kann ich es selber wieder drunternagel *scherz*)
 
iesca

iesca

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Ich habe bis jetzt nie Probleme mit abgetretenen Eisen gehabt, daher kann ich dir auch schlecht einen Tipp geben. Sie vorne ohne Eisen lassen, bis sie sich besser setzen kann, geht nicht?
Es gibt doch noch Ballenschoner, aber wenn Hufglocken nicht helfen, nützen die wahrscheinlich auch nicht viel.
 
Gwenie

Gwenie

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Nee geht nicht soo gut. Denn sie schleift mit den Vorderhufen dann üb rden Boden und raspelt sie sich gerade ab- was ja auch nicht so prickelnd ist. Zudem sind die Innenwende etwas eng- werden gerade "behandelt" dass diese auch wieder breiter werden.

Ich hoffe einfach dass es nur ne Phase ist! Vorher hatten wir ja auch ruhe. Die Eisen hat sie ja schon länger drauf- nur das Abtreten wurde jetzt immer kürzer!

Ballenschoner: hatte ic auch schon gedacht, aber die hören ja auch genau da auf wo die Hufglocken aufhören (sprich- sie umschließen das Eisen ja nicht mit) Also selber Effekt!

Vll hilft ja jetzt das was der Schmied gezaubert hat! ;)
 
nanja1

nanja1

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Arg... So jetzt haben wir es auch...
Seit der Hintern "weichgeknetet" ist und ich Muskelaufbau mit Cash betreibe
hat sich die Mechanik der Hinterhand richtig schön entwickelt...
Nebenwirkungen: Eisen halten im Moment sage und schreibe 2 Tage.
Die Vorderbeine sind noch nicht so frei wie sie sollten ergo:
er bekommt sie nicht schnell genug weg und rauscht mit den Hinterbeinen
rein. Dazu Stegeisen wo er ja richtig "Platz" zum drauftreten hat und
Holla da liegen sie wieder.
Trotz Neopren glocken...
werd jetzt mal die dicken Gummi dinger probieren,
aber auf der Weide baut mein Spielkind die wahrscheinlich wieder ab und reisst sie kaputt...

Ballenschoner?
Habt ihr noch ideen?

Ich finds ja klasse das er seinen Hintern entdeckt und benutzt,
die Gänge werden stetig wieder besser, aber???
Wenn die Eisen nicht bleiben?
Ohne Eisen geht auch nicht weil er dann Bügelt und die Trachten abschleift...
Deswegen hat er Eiereisen, damit er abrollen muss und nicht "schlittschuhfahren" kann.... :confused:
 
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Wie das Abtreten der Hufeisen verhindern?

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