Künstliche Besamung

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Bino

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Hallihallo :)

Ich habe da mal ein paar Fragen zur Künstlichen Besamung.
Hat das schonmal jemand von euch machen lassen?

Wieviel kostet sowas in der Regel (also nicht die Samen, sondern die Arbeit vom TA)?

Ist das gefährlich für die Stute? Wie sicher ist es, dass das Pferd tragend wird? Muss man sich selbst die Hengstsamen schicken lassen oder geht das an den TA?

Wieviele nachfolgende Termine stehen nach der Besamung vom TA noch an?

Fragen über Fragen und ich hoffe ich bekommen viele viele Antworten :D

Bino

PS: Ich möchte nicht wissen, was ihr von künstlicher Besamung haltet ;) Nur zur Info! Merci
 
08.02.2008
#1
A

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Gast

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Gwenie

Gwenie

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Also was es kostet weiß ich jetzt nicht.
Habe mal für meinen Ex-Freund, der seine Stute besammen lassen wollte, das Sperma bei der Hengststation Holtenbrink abgeholt. Bei der Rückfahrt dann dem TA bescheid gegeben wann ich am Stall sein werde. Das Sperma war in einer Kühlbox. Da die Stute nicht sofort aufnahm war ich zweimal da.
Das frische Sperma wird immer per Bote gebracht und möglichst sofort eingegeben.
Die künstliche Besamung ansich ist ungefährlich. (Der Natursprung ist mit großen Risiken verbunden).
Die Trächztigkeit der Stute ist mit gewissen Risiken verbunden (ähnlich wie bei menschlichen Schwangeren)- Fehlgeburt, Erkrankung der Stute im schlimmsten Fall der Tod. (was zum Glück ja nicht soo oft passiert, denke aber man sollte das schon in die Überlegungen mit einbeziehen.)
 
Merle11

Merle11

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Also ich kann Dir da nur in der Theorie weiterhelfen.

Samenabgabe und Samenauslieferung
Samen darf nur von Besamungsstationen mit gültiger Betriebserlaubnis in Verkehr gebracht werden. Dabei wird Zwischen Samenabgabe und Samenauslieferung unterschieden.

„Abgegeben“ wird der Samen von der Besamungsstation an eine andere Besamungsstation oder den Besitzer der Stute, die / der aufgrund des Besamungsvertrages das Entgeld für die Samenportion an die abgebende Besamungsstation zahlt. Auch die Inseminationskosten sind an sich an die Besamungsstation zu entrichten, die dann mit dem Tierarzt abrechnet. Aus Vereinfachungsgründen kann aber auch der Stutenbesitzer direkt mit dem Tierarzt abrechnen.

„Ausgeliefert“ (in die Hand) bekommt den Samen jener, der die Besamung durchführt. In der Pferdebesamung sind dies in der Regel praktische Tierärzte (im einzelnen aber auch Besamungstechniker oder Eigenbestandsbesamer). Personen, an die Samen ausgeliefert wird, müssen mit der Besamungsstation in einem Vertragsverhältnis stehen und dürfen die Insemination nur im Auftrag dieser Besamungsstation durchführen. Sie haben über die Verwendung des Samen lückenlose Aufzeichnungen
zu führen.

Was der Samen kostet hängt vom Hengst ab bzw. der Besamungsstation, letztlich nicht anders als beim Natursprung. Anfangs diente die Künstliche Befruchtung hauptsächlich der Bekämpfung von Deckseuchen und Deckinfektionen sowie der Befruchtung ohne Natursprung bei gynäkologischen Veränderungen. Später erst wurde diese zu einem wichtigen Instrument in der Zuchtarbeit. Auf die in der Pferdebesamung tätigen Tierärzte entfällt dabei ein beträchtlicher Teil der Verantwortung und von daher sollte nicht nur der Samen, sondern auch der Tierarzt wohl überlegt gewählt werden.


Praktischer Ablauf
1. Für jede eingetragene (/aktive) Stute,, für die der Züchter als Mitglied beim Pferdezuchtverband Beitrag zahlt, bekommt er zusammen mit der Jahresrechnung einen Deck- bzw. Besamungsschein. Dieser Besamungsschein ist vor der Besamung unbedingt dem Tierarzt auszuhändigen. Für nicht eingetragene Stuten wird kein Deck- bzw. Besamungsschein vom Verband verschickt. Daher ist dem Tierarzt oder der Besamungsstation der Original-Abstammungsnachweis der zu besamenden
Stute vor der Besamung auszuhändigen.

2. Der Züchter meldet seinen Besamungswunsch (Samen von welchem Hengst) rechtzeitig, d.h. vor der Rosse seiner Stute, unter Vorlage einer Kopie des Abstammungsnachweises bei der betreffenden Besamungsstation an und benennt den Tierarzt, der die Besamung durchführen soll. Dann werden noch vor der Abgabe des Samens die Besamungsverträge mit dem Stutenbesitzer und dem Tierarzt abgeschlossen.

3. Im Interesse einer erfolgreichen Besamung sollten für die Durchführung der Künstlichen Befruchtung in erster Linie Tierärzte mit Erfahrung auf dem Gebiet der Pferdebesamung in Betracht kommen.

4. Kommt die Stute in die Rosse und liegt ein negatives Ergebnis einer Tupferprobe vor, ruft der Tierarzt bei der Besamungsstation den Samen ab. Vor der eigentlichen Übertragung des Samens ist der Besamungsschein vom Züchter an den Tierarzt auszuhändigen. Um dem Tierzuchtrecht zu genügen, hat der Tierarzt vor der Besamung das Sperma auf ordnungsgemäße Kennzeichnung zu überprüfen und die zu besamende Stute zu identifizieren. Unmittelbar nach der Besamung trägt er Datum der Besamung, Name und Lebensnummer des Hengstes und die Anzahl der Besamungen (zum wievielten Mal die Stute in aufeinanderfolgenden Rosseperioden besamt worden ist) in den Besamungsschein ein. Der Besamungsschein verbleibt in der Regel bis zur festgestellten Trächtigkeit beim Tierarzt. Auch bei nicht festgestellter Trächtigkeit muss unmittelbar nach der Besamung ein Besamungsschein ausgestellt worden sein.
 
Bino

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@Willi Das tut mir leid :eek:


Hat denn mal jemand realistische Zahlen in Euro für mich? Wieviel die Besamung durch den TA ca. kosten könnte. Ich kann mir leider überhaupt keinen Betrag vorstellen. :confused:
 
S

Skydancer

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Hat denn mal jemand realistische Zahlen in Euro für mich? Wieviel die Besamung durch den TA ca. kosten könnte. Ich kann mir leider überhaupt keinen Betrag vorstellen. :confused:
Hey Bino, ich kanns dir leider auch nicht sagen, denn es steht mir erst noch bevor! ;-)
Aber frag doch mal nen Tierarzt deines Vertrauens, welche Kosten denn da auf dich zukommen würden!

LG
 
L

Lelie

Gast
Ich hab jetzt mal in die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) geschaut, an die sich jeder Tierarzt halten muss. Geringfügige Abweichungen sind aber erlaubt.
Danach kostet eine Besamung:
  • Besamung an sich: ca. 30 Euro
  • Tupferprobe: ca. 10 Euro
  • Follikelkontrolle normal: ca. 10 Euro oder Follikelkontrolle mit Ultraschall: ca. 30 Euro
  • Zuschlag für Besamung nach 19 Uhr oder am Wochenende: ca. 6 Euro

Insgesamt wären das also ca. 50 - 60 Euro, sofern die Stute nicht gerade am Wochenende rosst. Kann aber gut sein, dass ich irgendwas vergessen hab mit aufzuführen, dann wirds natürlich teuerer.
Ich hoffe, ich konnte so etwas Licht ins Dunkel bringen.
LG Lelie
 
Bino

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@Wilii + Lelie : Das ist ja spottbillig :eek: Danke für die zahlen!

@Sky: Wenn du es hinter dir hast, sag nochmal Bescheid, und berichte gaaaanz ausführlich darüber bitte :D
 
S

Skydancer

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Okay, ich berichte, aber erst muss die Dame mal rossen, damit man sie tupfern kann!!!

LG
 
Farina770

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@Sky: Hey, du willst auch "züchten"? *g* ich überleg auch grad ob ich das wagen soll. schreib mir mal an was du da so gedacht hast, würd mich brennend interessieren.

@alle:
Weiß jemand inwiefern ich mir den Hengst aussuchen kann? An welche Regelungen bin ich gebunden?
Beispiel: Ich bin im Westfälischen Verband, kann ich dann auch Hengste nehmen die nur für Holstein (z.B.) zugelassen sind?? Oder geht das gar nicht? Welchen Konsequenzen hätte das, bsp. beim Eintragen des Fohlens als Westfale? Kriegt es dann keinen Brand?

Bei welchen Zuchtverbänden seit ihr? Wie ist das dort geregelt?
Ich bin noch in keinem Zuchtverband.
Ich werde in den westfälischen Verband eintreten, da meine Stute dort schon im Stutbuch I eingetragen ist und ich mir diese Kosten beim heimischen Verband dann sparen kann.
Leider sind meine westfälischen "Favoriten" allesamt zu teuer, die "Favoriten" aus den "ausländischen" Verbänden sind aber nicht für Westfalenzugelassen..

:confused:
 
Bino

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Jetzt hast du mich verwirrt Farina und jetz hab ich auch noch eine Frage :D

Muss die Stute denn bei irgendeinem Verband sein? Oder als Zuchtstute eingetragen sein? (wenn ich den Weg der künstlichen Besamung wähle) Oder kann ich mir die Samen einfach so privat bestellen? :confused:
 
S

Skydancer

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Heyhoo!

@Farina, ja, ich werde es dieses Jahr wagen mit dem Decken!
Was hast du dir denn für Hengste angedacht, vielleicht kann ich dazu etwas sagen...

@Bino, wie das bei Haflingern ist, kann ich dir leider nicht sagen, aber zu wie jetzt bei mir, beim Bayrischen Warmblut.
Da ist das so, dass die Stute ins Stutbuch eingetragen werden muss (kann aber auch nach der Geburt mit Fohlen bei Fuss erfolgen, die Termine für die Eintragungen stehen in der Züchterzeitung des jeweiligen Verbandes und teilweise auch im Internet!)

Wenn ich jetzt die Stute bayrisch eintragen lasse, muss der Hengst für Bayern zugelassen sein, denn sonst werden dem Fohlen keine Papiere ausgestellt.

Ich bin generell der Meinung man sollte nur mit durchgezüchteten Pferden züchten.
Denn mehr oder weniger "sinnlose" (klar ist kein Pferd sinnlos, aber versteht mich nicht falsch!) Vermehrungen die keiner haben will, weil nicht gerade gelungen, gibt es schon genug.
Bei Pferden mit Abstammung kann man eben doch durch die Dokumentation der Generationen etwas nachvollziehen, wie sich welcher Vorfahre vererbt hat! Und das Lotteriespiel ist nicht ganz so groß!

Meine Stute ist jetzt diese Woche getupfert worden (ging friedlicher als erwartet) und jetzt warten wir aufs Ergebnis.
Wenn sie sauber ist, soll sie bereits in der nächsten Rosse besamt werden.
Das geschieht dann in meiner Pferdeklinik. Denn die Station ist zu weit entfernt, um sie auf Station (was meiner Meinung nach der Idealfall ist) zu bringen!
Vater ist noch nicht ganz fest. Zwei Hengste stehen zur Wahl. Gefühlsmässig habe ich eine Tendenz, aber ich will noch eine Laborprobe abwarten in der der Rotfaktor (Fuchsfaktor) meiner Stute getestet wurde.


Drückt mir die Daumen!
LG
 
Farina770

Farina770

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Hey,
cool, ich wusste gar nicht das Pferde auch Rotfaktor haben... bei Kühen kenn ich das! :D
Meine Favorit Linien sind:
Quidam de Revel
Contender
Landgraf

Meine Lieblingshengste:
Quite Capitol
Lordanos
 
S

Skydancer

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Hallo Leute!
Ich bin jetzt schon mal einen Schritt weiter...
  • Tupferprobe ist okay
  • Stute steht seid vorhin in der Klinik zum besamen...
Morgen wird sie nochmal untersucht. Hab heute keinen Tierarzt mehr gesprochen, werd mich morgen früh gleich mal telefonisch erkundigen und dann werd ich sie wahrscheinlich auch besuchen fahren!

LG
 
Farina770

Farina770

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@Sky,
Hui, spannend :), lass mal weiter hören wenns was neues gibt, ich will alles ganz genau wissen.

Welcher Hengst darf denn ran?
 
Bino

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@Sky: Lass uns nicht so lange schmoren..!! :eek:ma: :D
Erzähl uns bitte von der Besamung!! *gespannt gugg*
 
haflingerteam

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Entnahme Tupferprobe: ca. 15€
Laborkosten Tupferprobe: ca. 50 €
Kosten Hengstsperma: ca. 200-300 €
Follikeluntersuchung: ca. 30 €
Künstliche Besamung pro Eingabe: ca. 30 €
Trächtigkeitsuntersuchung/Ultraschall: ca. 30 €

Wenn man Pech hat und die Tupferprobe ist nicht in Ordnung kommen noch Kosten für die Medikamente hinzu und dann eine weitere Tupferprobe.

Und nicht vergessen, der Tierarzt berechnet für jedes Anfahren auch Fahrkosten.
 
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Steffi2

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Bino, aber Du weißt schon, dass das die geringsten Kosten sind, die auf Dich zukommen, wenn Du ein Fohlen von Funny willst? Viel teurer als das Decken selbst ist die Aufzucht des Fohlens!

@Sky: Hat Deine Stute aufgenommen?
 
Bino

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@Steffi: Ich bin ja nicht doof ;) Das ist wie Kinder kriegen, das teuerste ist nicht die Anschaffung, sondern das danach ;)
 
Steffi2

Steffi2

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:D Genau! Gut, dass Dich das nicht schockt! Das zeigt, dass Du Dir Gedanken machst. Viele fangen leider erst zu denken an, wenn das Fohlen da ist...:rolleyes:
 
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