Fehlgeburt

Diskutiere Fehlgeburt im Pferdezucht Forum im Bereich Pferdezucht; Leider ist es heuer bei uns ein Thema und von daher dachte ich es könnte vielleicht den ein oder anderen interessieren, weil ich mir ohnehin...
Merle11

Merle11

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Leider ist es heuer bei uns ein Thema und von daher dachte ich es könnte vielleicht den ein oder anderen interessieren, weil ich mir ohnehin gerade Infos zusammensammel. Womöglich hat auch schon jemand anders Ursachenforschung betrieben und kann Infos mit beisteuern. Zuerst mal Allgemeines zum Thema und die Möglichen Ursachen:

Wird die Trächtigkeit beendet, bevor der Fetus außerhalb des Uterus lebensfähig ist, spricht man von einem Abort. Bei Stuten liegt die Abortrate zwischen 5 und 15 Prozent. Obwohl Aborte, meist sporadisch, während der gesamten Trächtigkeit auftreten können, werden auf Grund der Größe der Frucht in der Regel jedoch nur Aborte ab dem 4. Monat wahr genommen. Während akute Aborte meist ohne weitere klinische Symptome ablaufen, kann bei Stuten mit einem chronischen Abortverlauf häufig eine vorzeitige Laktation, Scheidenausfluss oder Störung des Allgemeinbefindens beobachtet werden.

Aborte können infektiöse und nicht infektiöse Ursachen haben. Sind die Ursachen infektiöser Natur, ist der Abort nicht zu verhindern, da in der Regel auch die Frucht bereits Schaden genommen hat oder abgestorben ist.

Equines Herpesvirus (EHV)
Das equine Herpesvirus 1 hat im Zusammenhang mit infektiösen Aborten beim Pferd eine große Bedeutung. Die Aborte treten in der Regel zwischen dem 7. und dem 10. Trächtigkeitsmonat auf. Mit einer Impfung kann man vorbeugen, allerdings muss dann nicht nur die Stute sondern der gesamte Bestand regelmässig geimpft werden.

Equine Virusarteritis (EVA)
Bei einer Infektion mit dem equinen Arteritisvirus (EVA) treten Aborte meist sporadisch und nicht seuchenhaft auf. Das Virus schädigt die Blutgefäße der Stute. Davon betroffen sind auch die des Uterus. Dadurch kommt es zu einer reduzierten Durchblutung und einer Unterversorgung der Plazenta. Das hat zur Folge, dass die Gestagensynthese in der Plazenta reduziert und der Fetus nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt wird. Dies führt zum Absterben des Fetus und schließlich zum Abort.
Das Virus wird entweder über die Nasenschleimhaut oder durch kontaminiertes Sperma beim Deckakt oder bei der Besamung übertragen.
In Deutschland ist ein Impfstoff gegen EVA zugelassen.

Bakterielle Aborte
Bakteriell bedingte Aborte kommen nahezu ausschließlich sporadisch vor. Sie können in jeder Phase der Trächtigkeit auftreten, kommen jedoch häufig in der frühen oder mittleren Trächtigkeitsphase vor. Teilweise kündigt sich ein Abort vorher durch eitrigen Scheidenausfluss, Fieber, vorzeitiges Aufeutern oder kolikartige Symptome an. Gründe für den bakteriell bedingten Abort sind über den Gebärmutterhals in den Uterus aufsteigende Bakterien, die anschließend entweder eine akute oder eine chronische Entzündung der Plazenta hervorrufen.

Nicht infektiöse Abortursachen
Bedeutung als nicht infektiöse Abortursachen haben u.a. nicht diagnostizierte Zwillingsgeburten, Verdrehungen der Nabelschnur, Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut, Störungen der Plazentafunktion, schwere Allgemeinerkrankungen, schwere Mangelernährung sowie Stress.

Eihautwassersucht
Die Eihautwassersucht kommt bei der Stute nur selten in der zweiten Hälfte der Trächtigkeit vor. Durch eine krankhafte Vermehrung der Fruchtwässer bis auf ein Zehnfaches der üblichen Menge innerhalb weniger Tage oder Wochen kommt es zu einer teilweise erheblichen Umfangsvermehrung des Bauches. Das Allgemeinbefinden der Stute ist dabei gestört und das Tier zeigt Atem- und Kreislaufbeschwerden. Die Therapie besteht in der sofortigen Einleitung des Aborts.


Quelle: Intervet Deutschland
 
14.01.2008
#1
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