HERDA Problem wird in den USA grösser

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Joyce

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>>Während vor einigen Monaten viele noch gar nicht wussten, was HERDA eigentlich ist wird das Problem in den USA und auch in Europa immer grösser. Inzwischen gibt es viele Internetseiten auf denen Verkaufspferde bereits auf HERDA getestet worden sind und die Verkäufer den Test auch veröffentlichen. Dabei ist die Hauterkrankung HERDA Hereditary Equine Regional Dermal Asthenia, ein genetischer Defekt der Kollagenfasern) bereits seit 1978 bei Menschen und Tieren bekannt.

Bei den Quarter Horses soll vor allem Poco Bueno für die Verbreitung gesorgt haben. Die Krankheit war in den USA bei den Cuttern vor allem über eine lange Zeit als Doc O'Lena Diseas bekannt. Inzwischen haben aber auch Reiner , Cowhorse und Pleasure Züchter mit dem Problem zu kämpfen.

Grosse private Deckstationen wie die Buffalo Ranch geben inzwischen auf alle ihre Hengste eine HERDA Garantie und sie testen ihre Pferde.Andere Ranches wie die Black Rock Ranch, die in der Cowhorse Szene sehr bekannt sind, mussten in diesem Jahr die ersten Fohlen einschläfern lassen, da sie von Top Hengsten in den USA gedeckt hatten, die HERDA Träger waren. Der Besitzer der Black Rock Ranch Marshall Chesrown sagte im Interview zu der QHN, dass er sieben Stuten besitze , die Träger sind und er enttäuscht über die Hengstbesitzer wäre, die ihn über diesen Tatbestand im Unklaren liessen bzw nicht einmal mehr seine Anrufe beantworteten.Das gleiche Problem hätte er bei vielen Top Hengsten mit OCD, einer Gelenkserkrankung die auch sehr viele Quarter Horse Hengste vererben würden.In diesem Jahr zieht er die Konsequenzen und wird er nur noch bei Hengsten decken, die keine Träger der Krankheit sind und getestet wurden.Das es ihm dabei nicht auf Geld ankommt sieht man auch daran, das er anstatt 5 Stuten in diesem Jahr 10 Stuten bei Peptoboonsmal (Decktaxe $15.000) deckt, der bisher keine HERDA Fohlen produziert hat.

Warum in den USA noch nicht viele Hengste HERDA Tests veröffentlicht haben, liegt daran, dass Doc'OLena, Smart Little Lena, Zippo Pine Bar aber auch Great Pine HERDA Fohlen produziert haben. Linien wie Peppy San Badger,Freckles Playboy oder auch Miss N Cash gelten bisher als HERDA frei. Dadurch sind natürlich sehr viele der ganz grossen Hengste im Sport Träger von HERDA in den USA. Das diese nicht daran Interessiert sind Tests zu machen bzw. zu veröffentlichen ist natürlich klar. Dabei kann es nur zum Ausbruch der Krankheit nur kommen, wenn Träger mit Träger angepaart wird. Auch die grossen Zuchtverbände können sich leider noch zu keiner einheitlichen Meinung zu HERDA Pferden durchringen.

Das der Test keine kostspielige Sache ist sieht man auch daran, dass der Test bei der DQHA nur 60€ für Mitglieder kostet und auch über den Link bestellt werden kann. Damit geht man auf Nummer sicher und geht keine Gefahr ein HERDA Fohlen zu produzieren.<<

Quelle: westerninfo.com
Bild: http://medien.westerninfo.de/20071023085504.jpg
 
littleloni09

littleloni09

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Ich kann das immer nicht verstehen..

Ich mein, ist doch heutzutage auch nichts mehr sooo schlimmes oder??


Und gerade wenn es nur ausbricht wenn Stute und Hengst HERDA haben, so what?????


Sandra
 
Sugar

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Wie äußert sich diese Krankheit denn, wenn sie ausbricht?

Ich hab da noch nie von gehört.:confused:
 
littleloni09

littleloni09

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Die Hauterkrankung HERDA (Hereditary Equine Regional Dermal Asthenia, Erblich Regional Begrenzte Hautschwäche) wurde 1978 erstmals im US Quarter Horse beobachtet.Sie führt bei Doppelgenträgern zu einer extrem empfindlichen und damit auch leicht verletzbaren Haut, meist entlang der Rückenlinie betroffener Pferde. Einzelgenträger für HERDA sind vollständig gesund. Erste, massive Krankheitsanzeichen treten meist erst dann auf, wenn die Pferde eingeritten werden.

Ein Ausbruch der Krankheit lässt sich nicht oder nur sehr selten beim Fohlen voraussagen. Eine Heilung gibt es nicht, betroffene Pferde sind unbrauchbar für den Reiteinsatz und müssen, wie die Universität Kalifornien berichtet, meist auch getötet werden.

Es gibt Anzeichen dafür, dass die Verbreitung des Gendefekts durch Linienzucht auf POCO BUENO im Westernpferd forciert wurde. Das Auftreten kranker Doppelgenträger lässt sich vollständig verhindern, wenn die gesunden Einzelgenträger für HERDA nicht miteinander verpaart werden. Diese Einzelgenträger könnten nur mit einem Gentest sicher aufgedeckt werden, der mit finanzieller Unterstützung durch die AQHA an der Universität von Kalifornien offensichtlich jetzt doch kurz vor einer Praxisanwendung steht.


Quelle: wittelsbuerger.de
 
littleloni09

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Hier mal eine Seite wo man die passenden Bilder zu HERDA sehen kann:

Herda
 
littleloni09

littleloni09

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Huuhu,

es gab wohl schon mehrere Fälle dieser Krankheit in Deutschland und Europa allgemein.


Persönlich kenne ich keine betroffenen Pferde und das ist glaub ich gut so..

Ich könnt da nicht mehr wegschauen glaub ich.


Was ich echt nicht verstehe ist , klar, für einen Hengstbesitzer ist das immer doof wenn das Pferd so was hat, aber dieser Test ist ja nicht unbezahlbar und wird ja auch von der AQHA gefördert so viel ich weis..


In Deutschland machen aber die ersten schon Werbung damit das sie Ihre Hengste haben testen lassen und diese waren alle negativ.


Sandra
 
Sheep1

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haben diese pferde eigentlich auch ein kürzeres leben? also im "natürlichen" lebensraum? oder kann man das nicht sagen, weil sie eh fast alle getötet werden?

bricht diese krankheit auch aus, wenn man die pferde nicht versucht zu reiten? also könnte ein pferd sozusagen sein gnadenbrot bekommen?
 
Sugar

Sugar

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Oh Mann, das sieht ja wirklich schlimm aus. :(

Es gibt doch immer wieder neue Krankheiten. Schrecklich. Ich finde, jeder Züchter sollte verpflichtet werden, seine Zuchttiere zu testen.
Denn nur so kann man die Erbkrankheit wieder rauszüchten, oder?
 
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