Signalreiten

Diskutiere Signalreiten im Weitere Reitweisen Forum im Bereich Reitsport; Habt ihr schon mal was von Signalreiten gehört, oder macht ihr das evt. sogar? Es geht dabei um eine pferdeschonende (unterstützende)...
Ninety

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Habt ihr schon mal was von Signalreiten gehört, oder macht ihr das evt. sogar?
Es geht dabei um eine pferdeschonende (unterstützende) Reitweise/Ausbildungweise, bei der man mit minimalen Hilfen das Pferd dazu bewegt eine Aktion auszuführen. Man gibt z.B. nicht durch dauerhafte treibende Hilfen "Anweisungen", sondern man gibt nur eine kurze Hilfe und das Pferd führt die Aktion dann quasi alleine aus. Wenn das Pferd z.B. schneller werden soll, würde der englische Reiter ja mehr oder weniger durchgehend mehr Druck ausüben. Beim Signalreiten lässt man nach dem Druck sofort wieder locker. Auch bei der Zügelführung hat man keinen ständigen direkten Kontakt zum Maul und es wird vermehrt in einer entlastenden Sitzposition geritten.
Soweit ich das verstanden habe, wird diese Art überwiegend bei Westernreiter angewendet, aber auch bei Gangpferden und Freizeitreitern.
Hat jemand Erfahrung damit? Gute/Schlechte?
 
V

Valerio

Gast
Anky van Grunsvem hat in einem Interview mal gesagt, sie würde ihre Pferde so reiten und ausbilden würde und das das der größte Unterschied zu den Deutschen Reitern sei.
Ob was dran ist wage ich zu bezweifeln...
 
Quasy

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Ja,ich.
Musste es zeitweiße tun.
->Im urlaub auf isis. Damit diese nicht abstumpfen=)

Außerdem ist mein Dicker ja auch ziemlich "lahm".
da habe ich das Signalreiten mal ausprobiert:)
und -oh wunder- er hat hervorragend darauf reagiert (als L-Pferdchen!)
Aber immer tue ich das nicht,denn nicht,dass es dann ein gemisch aus Hilfen gibt!

Aber grundsätzlich habe ich nichts dagegen...es wundert mich nur als,dass sie Pferde da nicht vor schreck in die Luft gehen,wenn ganz auf einmal ohne Vorwarnung ein schenkel gegen den bauch bumt...


tja,lg,reby=)
 
Steffi2

Steffi2

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Grundsätzlich sollte man jedes gut ausgebildete Englisch-Pferd theoretisch auch in dieser Reitweise reiten können. Das Pferd sollte so lange in der Haltung und dem Tempo bleiben, wie man es ihm vorgegeben hat, bis eine neue Hilfe kommt. Leider ist das in der Praxis nicht so. Wir sind am Dauertreiben und Dauerkneten. Ob wir unseren Pferden damit einen Gefallen tun ist fragwürdig...aber die Tiere kennen es ja nicht anders und wir können es wohl nicht anders.
Edit: Und wenn ich ganz ehrlich bin würde meiner keinen Schritt freiwillig tun! :D
 
Lore

Lore

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Ich kenne dies eher unter dem Begriff "Impuls-Reiten", aber wahrscheinlich meint es dasselbe. So wie Paulina es zitiert hat, würde ich es auch beschreiben.

Im Grunde genommen ist es auch mein Ziel, mein Pferd dauerhaft so reiten zu können. Ich bemühe mich, die Hilfen nur dann zu geben, wenn es erfoderlich ist und nicht permanent Druck am Schenkel oder Zügel aufzubauen. Dabei merkt man erstmal, dass das Stillsitzen viel schwieriger ist, als permanent in action zu sein. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, finde ich.

Meine Stute ist ja eher mit einem etwas gemütlicheren Temperament ausgestattet. Gerade solche Pferde stumpfen recht schnell gegen Dauerdruck ab. Ich habe festgestellt, dass mein Pferd viel aufmerksamer ist, wenn sie eher über impulsartige Hilfen gearbeitet wird. Um das Pferd dabei nicht "alleine zu lassen", sitze ich aber bewusst dran mit dem Kreuz. Ich denke, dass man eben trotzdem präsent im Sattel bleiben sollte, damit das Pferd auch weiterhin auf die Hilfen wartet.

Nach meiner Erfahrung läuft das Pferd umso besser, je mehr ich als Reiter mich zurücknehme und dem Pferd die Chance gebe, sich unter mir zu entfalten.
 
nanja1

nanja1

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Hmm relativ..
Also im Gelände ist mein Hotte drauf gedrillt so zu laufen,
und da hab ich auch noch nie Probleme gehabt / nicht mehr als ein normaler.
Da ist der Vorwärtsdrang dann auch hilfreich.
Und ich hab da echt keine Lust ständig zu "schieben"
Und auch auf dem Viereck lasse ich das Bein zwar "dran" aber kein dauernder neuer impuls sondern eher überwachend.
An und für sich würde ich da aber nicht den Unterschied setzen,
da jedes Pferd meiner Meinung nach dieses Stadium haben sollte ( oder es zumindest als Ziel hat).
Auf das dauerschieben hab ich keine Lust...
Ist ja eigentlich auch der Sinn der modernen Reiterei, die Hilfen so zu minimieren.
 
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Bino

Bino

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Ich denke auch, dass man mit dieser Art von Reiten viel weiter kommt :)

Ich schließe mich daher paulina, Lore und nanja an.

Lieber einmal richtigen Druck (Schenkel oder gezielter Klaps mit der Gerte) und dann weiter einfach über den Sitz reiten, als permanentes Schenkeldrücken gegen den Bauch. Ich möchte eben einfach nicht, dass mir mein Pferd in den kommenden Jahren einfach so abstumpft. Sie ist lauffreudig und das mache ich mir eben einfach zu Nutze, indem ich im entscheidenden Moment einen Klaps gebe und sie quasi auf meine nächste Hilfe warten muss. In dieser Zeit geht sie trotz allem weiterhin fleißig von hinten nach vorn vorwärts. Da brauche ich sie nicht permanent daran erinnern ;)

Erschrecken tut sie sich bei den impulsiven Hilfen nicht unbedingt, sie wird lediglich aufmerksamer!
 
T

tigrababe

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bin in der glücklichen lage das meine zwei quarter so gut ausgebildet sind, das sie auf das kleinste zeichen hören. es ist ein tolles gefühl, so zu reiten. ich kenn es aber ehrlich gesagt auch nur von den guten westernreitern her. im englisch-bereich hab ich sowas noch kaum gesehen.
 
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