Ab wann sollte ein Stallbesitzer eingreifen?

Diskutiere Ab wann sollte ein Stallbesitzer eingreifen? im Recht und Versicherung Forum im Bereich Pferde; Die Frage stelle ich mir jetzt nicht aus einem aktuellen Anlass, es ist mir nur so durch den Kopf geschossen: Wann sollte der SB eingreifen...
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Valerio

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Die Frage stelle ich mir jetzt nicht aus einem aktuellen Anlass, es ist mir nur so durch den Kopf geschossen:

Wann sollte der SB eingreifen?

Würdet ihr es machen, wenn das Pferd "nur" zu selten geritten wird und die ganze Zeit im Stall steht und sich langweilt, wenn der Sattel nicht passt oder das Gebiss zu scharf ist,

oder "erst", wenn das Pferd vom besitzer malträtiert wird, wie zum Beispiel wenn es geschlagen oder beim Reiten zu viele Gertenschläge einstecken muss?

Würdet ihr euch überhaupt einmischen, oder sagen, dass das nicht eure Sache ist, dass es euch nichts angeht, was andere mit ihren Pferden machen und dass ihr so nur Einsteller verliert?

Was meint ihr?

Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr A der SB oder B ein anderer Einsteller wärt?


LG Karen
 
Black Pearl1

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Also ich würde erst eingreifen, wenn das Pferd überhaupt nicht mehr bewegt wird. Und wirklich nurnoch in der Box steht. Oder wirklich ernsthaft misshandelt wird.
Wie ein Pferd gesattelt, gezäumt und geritten wird, bleibt, bis zu einer gewissen Grenze, jedem selbst überlassen.Ich finde es ist nicht Aufgabe des Stallbesitzers zu protokollieren, wann, welches Pferd, wie einen mit der Gerte mitbekommen hat.
 
V

Valerio

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Aber meinst du nicht, dass wenn es offensichtlich ist, dass zB der Sattel nicht passt, der Besitzer es aber nicht merkt, dass dann der SB den Besitzer drauf hinweisen sollte?
Oder weiter mit unpassendem Sattel reiten lassen?
(Also wenn es wirklich so ist, dass das Pferd Schmerzen hat)
 
Steffi2

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Ich glaube nicht, dass ein Reiter so dumm und unsensibel sein kann, dass er nicht merkt, wenn ein Sattel absolut nicht passt. Wenn man dem dann sagt, dass der Sattel nicht passt bekommt man sicher zu hören, dass man keine Ahnung hat oder sich nicht einmischen soll. Vielleicht könnten die anderen Einsteller versuchen ihm ihre Sättel mal zur Probe anzubieten, wenn das Pferd einen ähnlichen Rücken hat. Das wird vielleicht nicht gleich als Angriff aufgefasst.
Ansonsten kann man da wohl nicht viel machen. Wenn der Besitzer keinen passenden Sattel kaufen möchte wird ihn keiner dazu zwingen können. Klar kann man was sagen, aber ob das hilft? Viele Reiter meinen eben immer selbst alles zu wissen und fragen aus Eitelkeit nicht nach...:rolleyes:
So lange kein Fall von Misshandlung vorliegt kann man nur mit dem Besitzer reden. Falls das Tier tatsächlich misshandelt wird (ich glaube da zählt ein unpassender Sattel, ein paar Gertenhiebe oder ein scharfes Gebiss nicht dazu) und der Besitzer auf Gespräche nicht eingeht könnte man ihn anzeigen. Mehr wird man als Außenstehender nicht tun können. Das wissen die meisten RBs wohl aus Erfahrung...
 
monika1

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Würdet ihr es machen, wenn das Pferd "nur" zu selten geritten wird und die ganze Zeit im Stall steht und sich langweilt,

Den Fall haben wir am Stall gehabt, da hat der Stallbesitzer selbstverständlich das Pferd rausgestellt, denn ansonsten wäre das arme Tier nur ein- oder zweimal pro Woche rausgekommen, ansonsten hätte es ich glaube 2 Monate warten müssen, bis sich mal wieder jemand drum gekümmert hat.
Das ist die Pflicht des Stallbesitzers, denn ein Tier wochenlang in der Box gammeln zu lassen ist einfach Tierquälerei.
wenn der Sattel nicht passt oder das Gebiss zu scharf ist,
Das geht den stallbesitzer einen feuchten Kehricht an.
Wenn der Stallbesitzer meint, das der Sattel nicht passt und ich sage ich habe kein Geld, der sattel muß so lange halten bis ich geld habe dann soll er mir doch einen neuen kaufen oder auf die Stallmiete verzichten bis ich das Geld zusammenhabe.
Genauso mit scharfen Gebissen- wenn ich mein Pferd mit Kandare reiten will dann geht das den stallbesitzer nichts an, mein Pferd, meine Sache.
oder "erst", wenn das Pferd vom besitzer malträtiert wird, wie zum Beispiel wenn es geschlagen oder beim Reiten zu viele Gertenschläge einstecken muss?
Da ist die Frage was ist zuviel. Wer legt das fest?
Wenn jemand offensichtlich böse zu seinem Pferd ist, weil derjenige Frust hat dann würde ich sagen absteigen. Wenn jemand sein Pferd offensichtlich zu hoch springen lässt obwohl das Pferd nicht mehr kann oder ein lahmendes Pferd reitet, dann sollte der Stallbesitzer den einsteller darauf ansprechen.
Im endeffekt ist es hier in der Gegend aber so, das viele Ställe leer sind also muß der Stallbesitzer dann auch riskieren, das ein Einsteller wechselt muß der wissen, wie sehr der auf die einnahmen angewiesen ist.
Außerdem- letztendlich gehts ihn nichts an , der soll sich um Stall, Halle und Weiden kümmern , für das reiterliche habe ich einen Reitlehrer.
außerdem was ist malterätiert? wenn ich auf den Videoportalen einige Reiter sehe, die nicht in der Lage sind ihr Pferd vernünftig zu reiten dann ist das in meinen augen nicht weniger schlimm als ein Gertenhieb. Ein ständig springender Zügel verursacht auch Schmerzen, die ganze Zeit mit hochgerecktem Hals laufen ist auch nicht gut für ein Pferd usw.
Was soll da der Stallbesitzer machen? Der kann doch keine Zwangsstunden für die einsteller anordnen.
 
Gwenie

Gwenie

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Da bin ich echt im Vorteil! Unser Stallbesi ist gleichzeitig Pferdewirtschaftsmeister!
So und da der Stallbesi für so einiges Haften muß was unserein auf seinem Hof macht, hat unser Stallchef klare Regeln aufgestellt. Nicht nur die Reitkappenpflicht für die Minderjährigen.
Es ist zum Beispiel ganz klar geregelt, dass keiner ohne sein Beisein (bzw. Absprache) springt.
Der Seniorchef sagt schon was wenn jemand falsch mit dem Pferd umgeht (oft grad bei den Kids)- grad hier wird man ja schnell zur Verantwortung gezogen wenn den Kids was passiert!
Wir haben ein sehr gutes Stallklima und unser Stallbesi wird von vornhinein oft nach seiner Meinung gefragt. Natürlich gibt es immer Leute die alles besser wissen und sich nicht an die Regeln halten wollen, aber da wird auch klipp und klar gesagt, dass sie sich was anderes suchen sollen.
Also ich persönlich finde, dass ein Stallbesi-wenn er die Fachliche Kompetenz hat- schon ein großes Mitspracherecht hat was auf seinem Hof gemacht werden darf und was nicht. Er trägt eine sehr große Verantwortung und muß auch für Ordnung sorgen dürfen!
 
Connys Schimmel

Connys Schimmel

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Hallo..da ich am selben Stall stehe wie Gwenie gebe ich ihr im grossen und ganzen schon recht,aber der Stallbesi steht bei aller Fairness und Kompetenz immer zwischen zwei Stühlen.Der Einsteller als potenzielle Einnahmequelle und andererseits als eventueller Störenfried.Unser Stallbesi ist zwar konsequent und mehr als umgänglich,aber er hält sich meist sehr lange aus allem raus.Was ich sehr gut nachempfinden kann.Wenns gar nicht ging hat er auch schon mal jemandem die Box gekündigt.
Ich als Einsteller habe mir schon lange abgewöhnt mich zu Fehlverhalten anderer Reiter zu äussern,denn die haben ihre rosa Brille auf und wollen eh keine objektive Meinung wozu auch immer hören.Ich habe mir mehr als einmal den Mund verbrannt.Und solange das Pferd nicht auf dem Rücken in der Box liegt oder aber beim Reiten verprügelt wird(,wo ich dann einschreiten würde und die Gerte wegnehmen würde) halte ich mich raus,denn ich zieh eh dann den Kürzeren und die benehmen sich noch unmöglicher ihrem Pferd gegenüber weil sie gefrustet sind.
Gruss Conny
 
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Valerio

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@monika:
Das mit dem zur Zeit kein Geld für einen neuen Sattel haben ist eine Sache, aber wenn es ein teurer Sattel ist, der dem Pferd aber ganz offensichtlich Schmerzen zufügt, wie zum Beispiel Satteldruck oder so, würde ich als Stallbesitzer schon eingreifen. Schließlich geht es um das Wohl des Pferdes!
Und wie Gwenie schon gesagt hat, als SB hat man auch eine große Verantwortung.
Zu deiner Frage, was denn malträtiert bedeutet. Für mich, wenn dem Pferd durch den Reiter, egal in welcher Art, Schmerzen beigefügt werden. Da ist es egal, ob mit Gerte oder Sporen oder wie auch immer.
Für mich klingt das jetzt so, als ob dir das Wohl Pferde anderer Besitzer schlicht weg egal ist, ist das so, oder ist es nur falsch rüber gekommen?

So einen SB wie Gwenie oder Conny habem finde ich gut. Die Leute dort scheinen auch mit der Unsicherheit zum SB zu gehen und nicht die mangelnde Erfahrung als solche bei Seite zu legen.
 
monika1

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Vielleicht haben wir hier grundsätzlich unterschiedliche Auffassungen von den Aufgaben eines Stallbesitzers.
Mein Stallbesitzer soll mir einen vernünftigen und gepflegten stall zur Verfügung stellen, soll dem Pferd gutes Futter geben und seine Anlage in Schuß halten. Der stallbesitzer soll die Leistungen (füttern, misten, weidegang) erbringen und dafür bezahle ich den Stallbesitzer.

Wenn ich mit einem unpassenden Sattel reite, was geht das den Stallbesitzer an? Ist der Sattler um sowas beurteilen zu können?
und überhaupt- selbst wenn es ein teurer Sattel ist, wenn ich sage , ich habe kein Geld dann ist das eben so.Dann habe ich kein Geld, wie gesagt, wenn der stallbesitzer so interessiert an einem passenden Sattel ist, dann kann der mich ja für 4 Monate umsonste einstallen lassen, dann habe ich genug Geld für einen passenden Sattel.
ebenso wie mein Reitstil. Was geht den stallbesitzer mein Reitstil an ? Wenn ich meine mein Pferd strafen zu müssen wegen Ungehorsams oder ich springe und mein Reitlehrer sagt mir nach mehrmaligem Verweigern, das ich meinem Pferd einen geben soll, dann hat der Stallbesitzer sich da rauszuhalten. Das ist der stallbesitzer und nicht mein Reitlehrer(gut bei mir trifft beides zu - mein stallbesitzer ist auch mein Reitlehrer).
Der stallbesitzer soll sich einmischen wenn es um grobe ungerechtigkeiten gegen das Tier geht, aber der Sattel beispielsweise geht den Stallbesitzer nichts an.
Das wäre genauso als würde dich dein Stallbesitzer ansprechen weil du dein Pferd nicht an den Zügel reiten kannst oder ohne Gamaschen springen würdest.
Für mich klingt das jetzt so, als ob dir das Wohl Pferde anderer Besitzer schlicht weg egal ist, ist das so, oder ist es nur falsch rüber gekommen?
Es ist mir total egal, denn ich habe mein Pferd und kümmere mich um meinen Kram. Warum soll ich mich um die Pferde von anderen Leuten kümmern? Das fängt beim fegen vor der box an und hört bei solchen grundsätzlichen Sachen auf.
Jeder hat doch seine eigene auffassung, wenn jemand zum Beispiel stundenlang mit seinem Pferd spazieren gehen will , dann soll der das doch tun- ich würde es nicht machen, weil ich das doof finde. Nur deshalb kann ich doch nicht hingehen und dem sagen, das es doof ist, wenn der das gut findet.
Umgekehrt erwarte ich, das sich die Leute auch um ihren Kram kümmern und nicht um mich, also das der spaziergänger mich reiten lässt, weil ich das nunmal gut finde.
Anderes beispiel - bei Erkrankungen rufe ich den Tierarzt, andere einsteller geben da vielleicht erst homöopathische Medikamente. Können die doch machen, ich glaube da nicht dran, ich bevorzuge den Tierarzt und wenn andere Einsteller das anders machen dann können die das auch. Es geht mich nichts an, wen die davon überzeugt sind dann ist das eben so. Deswegen möchte ich trotzdem, das wenn mein Pferd verletzt ist oder etwas hat, das dann sofort der Tierarzt gerufen wird und nicht selbst rumgedoktort wird.
Ich denke, das sollte jeder akzeptieren, denn in einer Stallgemeinschaft muß sich jeder etwas einfügen.
 
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Bino

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Hallihallo,

ich finde auch, dass der Stallbesitzer sich grundsätzlich raus halten muss. natürlich ist es ein schmaler Grat. Und wir hatten erst vor nicht allzu langer Zeit den Fall, dass ein Pferd bis zu 8 Wochen Dauer in seiner Box stand. Und nur für den Koppelgang vormittags mit raus kam.
Was willst du da als Stallbesitzer machen? NIchts. Nimmst du das Pferd raus und es passiert was, bist du der Dumme. NImmst du das Pferd raus und der Besitzer bekommt es mit, bist du auch der Dumme. Also musst du es eben wohl oder übel mit ansehen... Es ist nicht die Pflicht eines Stallbesitzers die Pferde der Privatleute zu bewegen. Der Besitzer hat selbst zu kommen und wenn er schlichtweg zu bescheuert ist, um sich um das Wohl seines Pferdes zu kümmern, tja, was willst du da machen? Da redet man gänzlich gegen eine Mauer. Wie Sarah schon sagte, die Paddocktür hört einem wohl besser zu.

Was ich an unserem Stallbesitzer jedoch loben muss. Er hat einen Plan, in dem alle Impfzeiten, Wurmkuren und Schmiedzeiten eingetragen sind. Von jedem Pferd im Stall. Wurmkuren und Impfungen werden immer einmal für den gesamten Stall durchgeführt. Und wenn die Schmiedzeit deutlich überschritten ist, wird dasjenige Pferd einfach für den näcshten Schmiedtermin eingetragen. So auch derselbe Fall wie oben. Das Pferd hatte so eingerissene Hufe, dass es wohl nicht mehr hätte laufen können, wenn es keine Eisen drunter bekommen hätte. Der Besitzer wird darüber informiert und dann kommt der Schmied.

Diese Einstellung finde ich echt lobenswert. Welcher andere Stallbesitzer kümmert sich um so was? Und ich finde, genau SOWAS geht einen Stallbesitzer etwas an.

Ob nun der Sattel nicht passt oder die Gamaschen zu klein oder zu groß sind geht ihn wohl weniger etwas an. Klar finde ich, sollte ein/e Mann/Frau mit Fachkenntnissen unbedingt darauf hinweisen. Wenn der Reiter aber ablehnt, pech gehabt, man hats zumindest versucht. Aber zwingen kannst du da keinen... Schade um die Pferde. Wirklich!

Bino
 
monika1

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Naja, wenn das Pferd vormittags Koppelgang hat dann ist das doch in Ordnung.
Wenn ein gesundes Pferd jetzt 8 Wochen in der Box stehen würde, dann verstößt der stallbesitzer gegen das Tierschutzgesetz, da muß er handeln und das Tier rauslassen auch ohne Einwilligung des Besitzers, das kann der dann auch.
Selbst bei Rechtsstreitigkeiten , wo ein Pferd nur von Gutachtern geritten werden darf kriegen diese Tiere Weidegang, das kann niemand verweigern.
 
Bino

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1 Stunde Sandplatz fast jeden Tag, also nur bei schönem Wetter. Ansonsten wurde das Pferd nicht einmal bewegt. Na wenn das mal keine grobe Tierquälerei ist... das verstehe ich dann unter Malträtieren. Denn das Pferd bewegt sich nicht großartig auf dem Platz. Falls du jetzt dachtest, er hat sich da ausgetobt ;)
 
monika1

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eine Stunde ist besser als das Pferd in der Box stehenzulassen.
Wie gesagt, in dem Fall muss der stallbesitzer handeln.Was soll der denn sonst machen- den Einsteller rauswerfen, weil der keine Lust hat sein Pferd zu reiten ?
 
Bino

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Unser Stallbesitzer würde das machen. Dazu hat er zu viel Herz!
Außerdem geht es hier nicht nur ums reiten. Das Pferd hat seinen Besitzer 8 Wochen lang nicht mal gesehen. Das Tier wurde in keinster Weise bewegt.
Und da ist der SB ja schon eingeschritten und hat zugesehen, dass es zumindesten den 1 stündigen Koppelgang am Tag bekommt :)

Ansonsten stand das Tier 23 Stunden in der Box. Na bravo! Das nenn ich mal Tierliebe... :mad:
 
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Valerio

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monika, ich glaube, wir haben tatsächlich andere Auffassungen, was die Arbeit eines Stallbesitzers angeht...
Aber genau die Einstellung "was anderen passiert ist mir egal, hauptsache mir geht es gut" ist doch falsch! Dieses Weggucken, wenn zB. ein Mensch wegen einer anderen Hautfarbe gemobbt wird oder so. Und so ist es doch acuh beim Pferd. Nur, dass sich das Pferd nicht wehren und zur Polizei gehen kann.
Für das Pferd ist der Besitzer verantwortlich, ganz klar, aber wenn der keine Ahnung von richtig sitzenden Sätteln hat und man ganz klar sehen kann, dass das Pferd unter dem unpassenden Sattel leidet, dann heißt das für mich, dass er einschreiten muss. Für mich ist das seine Pflicht als SB.
Natürlich kann man sagen, was geht den SB die Reitweise des Besitzers an, aber wenn das Pferd darunter leidet...
Was das mit dem Sparzieren gehen angeht, denke ich, dass das nicht hierein passt. Lange Ausflüge schaden dem Pferd ja nicht. Im Gegenteil, sie stärken eher die Bindung zwischen Mensch und Tier!

Genau Bino, ich finde, dass allgemeine Wohl des Pferdes geht den SB etwas an. Das mit dem Plan ist wirklich lobenswert. Wie du auch schreibst finde ich es richtig, die Laien die sich nicht mit richtig liegenden Sätteln auskennen, darauf hinzuweisen.
 
monika1

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Aber genau die Einstellung "was anderen passiert ist mir egal, hauptsache mir geht es gut" ist doch falsch! Dieses Weggucken, wenn zB. ein Mensch wegen einer anderen Hautfarbe gemobbt wird oder so.
Das sind doch zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.
Wenn ich mein Pferd mit einem unpassenden Sattel laufen lasse oder wenn irgendwelche rassistischen Übergriffe passieren, also sorry, da vergleichst du Äpfel mit Birnen, das hat miteinander zu tun.
Ich will selbst bestimmen, was ich mit meinem Pferd mache, da bin ich nicht fremdgesteuert und da möchte ich ganz gern selbst entscheiden, denn ich zahle jeden Monat dafür.Dafür habe ich ein Pferd, wenn ich andere entscheiden llassen will, dann nehme ich eine Reitbeteiligung.

Und so ist es doch acuh beim Pferd. Nur, dass sich das Pferd nicht wehren und zur Polizei gehen kann.
Nochmal ganz klar formuliert- MEIN Pferd, das heißt ich zahle und entscheide.
Wenn ich kein Geld habe für einen passenden Sattel oder ich meine, das sich mein Pferd wiedersetzlich verhalten hat und ich muß es strafen, dann ist das allein meine Sache. Dann ist das so.
Wenn jemand ein Rassist ist dann ist das nur eins nämlich ein großes A***loch.Das kann ich nicht miteinander vergleichen.
Für das Pferd ist der Besitzer verantwortlich, ganz klar, aber wenn der keine Ahnung von richtig sitzenden Sätteln hat und man ganz klar sehen kann, dass das Pferd unter dem unpassenden Sattel leidet, dann heißt das für mich, dass er einschreiten muss. Für mich ist das seine Pflicht als SB.
Dann soll der Stallbesitzer hingehen und dem Tier einen passenden Sattel kaufen, es hindert ihn doch niemand daran.
Nur du kannst nicht hingehen und sagen Einsteller, kauf dir jetzt einen neuen Sattel oder bestell einen Sattler.
Wenn der Einsteller das macht dann ist das OK, wenn nicht , dann ist das eben so und wen der Stallbesitzer das nicht ertragen kann , dann muß der den Einsteller rauswerfen.
Nur ich kenne keinen stall, wo sowas vorgekommen ist.
Wenn sowas vorkommen würde- das würde sich rumsprechen und der Stall wäre leer.
Ich würde doch nicht irgendwo einstellen, wo mir von einem Stallbesitzer gesagt wird, das mein Sattel nicht passt oder wie ich mein Pferd zu reiten habe.Dafür habe ich einen Sattler und einen Reitlehrer.
Natürlich kann man sagen, was geht den SB die Reitweise des Besitzers an, aber wenn das Pferd darunter leidet...
Ne, das geht den gar nichts an. Ich kann doch mein Pferd so reiten, wie ich das will.
Noch mal- MEIN Pferd , ich zahle die Stallmiete.Wenn dem stallbesitzer das nicht passt, dann muß der mich kündigen, nur wenn alle Stallbesitzer so denken würden, dann wären die Ställe leer- das macht keiner. Warum auch? Zur Korrektur des Reitstils gibt es Reitlehrer.

Was das mit dem Sparzieren gehen angeht, denke ich, dass das nicht hierein passt. Lange Ausflüge schaden dem Pferd ja nicht. Im Gegenteil, sie stärken eher die Bindung zwischen Mensch und Tier!
Also das passt dan genausowenig hierher wie dein rassismus- Vergleich.
Ich finde Spazierengehen Blödsinn, werde mein PFerd nur zur Weide führen und das wars. Entweder reite ich, ich longiere oder ich mache Bodenarbeit , wenn ich spazieren gehen will kaufe ich mir einen Hund.
Aber ich verurteile die Leute nicht, die spazieren gehen wollen- das können die doch gerne machen, nur die sollen mir nicht aufzwingen, das ich das auch machen soll.
Toleranz ist das Zauberwort.
Genau Bino, ich finde, dass allgemeine Wohl des Pferdes geht den SB etwas an. Das mit dem Plan ist wirklich lobenswert. Wie du auch schreibst finde ich es richtig, die Laien die sich nicht mit richtig liegenden Sätteln auskennen, darauf hinzuweisen.
Sicherlich nur dann würde ich den stallbesitzer auch darauf hinweisen, das es Ställe gibt, wo Einsteller einfach nur reiten können und nicht vom Dienstleister genervt werden.
Ich bin doch ein erwachsener, Mündiger Einsteller, der jeden Monat nicht zu wenig bezahlt- warum sollte mich dann der Stallbesitzer wie einen 12- jährigen Laien behandeln?
 
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Valerio

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Wieso denn genervt? Es geht doch darum, zu helfen!

Ich finde, dass das mit dem Mobben anderer Menschen überhaupt kein schlechter Vergleich ist. Man muss auch Pferde achten können, steht so in den ethischen GRundsätzen, und dazu gehört nicht, wenn ich sehe, dass meine MIteinestellerin ihr Pferd schlägt, da muss man auch "nur" als Miteinsteller eingreifen.
Ich habe auch nie gesagt, dass der SB zu den Einstellern gehen soll und ihnen sagen soll: "Geh und kauf dir nen passenden Sattel." ich habe nur gesagt, dass es meiner Meinung nach die Pflicht des SB ist, den Einsteller darauf hinzu weisen, nicht ihm zu befehlen. DAS sind zwei unterschiedliche Schuhe.

Das mit dem Sparzieren gehen war nicht mein Vergleich, sondern deiner. Frag doch mal nach, wie viele hier im Forum schon mal mit ihrem Pferd spazieren gegangen sind, ich denk, dass ist überhaupt kein Blödsinn, aber deine Ansicht.
 
monika1

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Wieso denn genervt? Es geht doch darum, zu helfen!
schon mal daran gedacht, das es Leute gibt, die keine Hilfe wollen?
Hilfe wenn dann vom Fachmann, also vom Stallbesitzer, Sattler, Tierarzt oder Reitlehrer.
Eine "allwissende Müllhalde" braucht kein Mensch, schon gar nicht wenn die "Ratschläge" ohne Nachfrage erteilt werden.

Ich finde, dass das mit dem Mobben anderer Menschen überhaupt kein schlechter Vergleich ist.
Ich finde den Vergleich völlig daneben. Menschen sind Menschen und Tiere sind Tiere- das sind 2 völlig verschiedene paar Schuhe.
Ich kann meinem Pferd irgendwas erzählen, das wird mein Pferd nicht verstehen, denn es ist ein Tier, was nicht logisch denken kann.
Ich kann meinem Pferd auch einen mit der Gerte geben, wenn ich das ohne Grund bei dir machen würde, dann würde mir das viel Ärger ein bringen.
Das kannst du nicht miteinander vergleichen, es sei denn dein Pferd ist Kinder-/Freundersatz.
Man muss auch Pferde achten können, steht so in den ethischen GRundsätzen, und dazu gehört nicht, wenn ich sehe, dass meine MIteinestellerin ihr Pferd schlägt, da muss man auch "nur" als Miteinsteller eingreifen.
Dann greif doch ein, kannst du ja auch gern tun. Nur du kannst nicht von deinem Stallbesitzer verlangen, das der seine Einsteller maßregelt und denen vorschreibt, wie die zu reiten haben.
Ich würde da übrigens auch nichts von annehmen, denn wenn ich mein Pferd schlage, dann nicht ohne Grund.Da wird sich dann vorher schon was abgespielt haben, wenn dann jemand nur die letzten 5 Minuten mitgekriegt hat sieht das auch ganz anders aus.

Ich habe auch nie gesagt, dass der SB zu den Einstellern gehen soll und ihnen sagen soll: "Geh und kauf dir nen passenden Sattel." ich habe nur gesagt, dass es meiner Meinung nach die Pflicht des SB ist, den Einsteller darauf hinzu weisen, nicht ihm zu befehlen. DAS sind zwei unterschiedliche Schuhe.
Was geht den Stallbesitzer die Sättel der Einsteller an?
Wenn ich den Stallbesitzer nicht nach seiner Meinung gefragt habe, dann kann der seine Meinung doch für sich behalten. Ich will die doch gar nicht hören.
Wenn ich der Meinung bin, das der sattel nicht passt, dann bestelle ich den sattler und frage nicht meinen Stallbesitzer, denn der ist ja kein Sattler.
Ich frage ja auch meinen Sattler nicht, was ich meinem Pferd zu fressen geben soll.


Das mit dem Sparzieren gehen war nicht mein Vergleich, sondern deiner. Frag doch mal nach, wie viele hier im Forum schon mal mit ihrem Pferd spazieren gegangen sind, ich denk, dass ist überhaupt kein Blödsinn, aber deine Ansicht.
Eben. Es ist meine Ansicht. Ich finde es doof, ich werde es nicht machen, aber wenn andere das machen wollen, dann sollen die das doch machen. Nur ich kann nicht hingehen- weder als Einsteller noch als Stallbesitzer und sagen "kauf dir einen passenden Sattel" oder "geh mit deinem Pferd spazieren".Kann ich schon, nur dann muß ich damit rechnen, das die Leute in einen stall gehen, wo die nicht belästigt werden.Das sind alles Sachen die dem Pferdebesitzer vorbehalten sind. Beschlag ist so ein Thema oder Zusatzfuttermittel, Reitunterricht, Ausstattung selbst Sachen wie eindecken oder nicht- alles Sache des Pferdebesitzers, nicht des Stallbesitzers.
 
Gwenie

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Da gebe ich Monika schon recht!
Es gibt einfach Sachen die den Stallbesi nichts angehen, sofern man nicht gegen den Tierschutz verstößt. Der Stallbesi kann zwar auf die Leute zugehen und sagen: "hört mal ich glaube der Sattel paßt nicht....!"Er kann aber den Leuten nicht befehlen/sie zwingen einen anderen zu kaufen.
Überleg mal dein Stallbesi kommt zu dir und fordert, dass du nur noch mit Bandagen reiten sollst, weil die cooler aussehen! Da würdest du ihn doch auch etwas verwirrt angucken!;)
Es gibt halt Dinge die der Stallbesi bestimmen und wo er einschreiten kann und sollte. Aber er kann und darf nicht alles vorschreiben!
Und wie Monika schon schrieb gibt es für die anderen Sachen (Sattel, Krankheiten, Reitstil....) andere Fachmänner!:D
Darum bin ich halt auch froh, dass wir einen recht jungen Stallbesi haben der auch seinen Pferdewirtschaftsmeister hat. Und der ganze Stall einen guten Draht zu ihm hat, wo Probleme im kleinen Gespräch geklärt werden können. MAn holt sich von allein gerne hilfe bei ihm!
 
Connys Schimmel

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Hallo....nunja..wie ich schon schrieb haben gwenie und ich denselben Stall und unser Stallbesi weiss wovon er spricht,denn er ist Pferdewirtschaftsmeister Schwerpunkt Reiten und man kann egal mit welchem Problem zu ihm kommen.
Er würde aber nie zu einem Einsteller hingehen und kluge Ratschläge geben wenn dieser nicht selbst darum gebeten hat.
Wie auch schon geschrieben hält er sich allgemein sehr lange raus.Aber wenn zb ein Störenfried am Stall ist,der permanent durch falsches Geschwätz für Unruhe sorgt,da schaltet er sich ein sofern er selbst auch davon betroffen ist.

Auch wenn ein Einsteller zu ihm hingeht und eine Beschwerde gegen einen anderen vorbringt schaltet er sich ein und versucht zu klären.

Aber alles auf Aufforderung!!!Es sei denn er ist persönlich betroffen!!Und wenn seine aufgestellten Stallregeln nicht beachtet werden sorgt er für Einhaltung.

Sollte ein Pferd über längere Zeiträume nur in der Box stehen und niemand schaut danach würde auch er sicherlich erst durch ein Telefonat mit dem Besi Klärung suchen,aber irgendwann auf jeden fall zum Wohl des Tieres eingreifen,denn dazu ist er verpflichtet.

Aber nicht um ungefragt Hilfen welcher Art auch immer zu geben.

Gruss Conny
 
Thema:

Ab wann sollte ein Stallbesitzer eingreifen?

Schlagworte

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