Die Dry Doc Story

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Die Geschichte von "Dry Doc"​
1968 - 1997​

Million Dollar Sire Dry Doc ist ein Beispiel für züchterischen Erfolg. Gezeugt von Doc Bar, dem wohl besten Cutting Horse Vererber aller Zeiten aus der besten Cutting Stute aller Zeiten Poco Lena.

Poco Lena stammt ab von Poco Bueno und der Stute Sheilwin. Sie wurde 1949 auf der E. Paul Waggoner’s 3D Ranch in Texas geboren. Kurz nach ihrer Geburt übernahm sie Glenn Turpin, dieser war zu jener Zeit Ranchmanager.

Pine Johnson startete Poco Lena und trainierte sie zum fertigen Cutting Horse. Als dreijährige gewann sie die NCHA approved Open Cutting in Dallas. Don Dodge, einer der erfolgreichsten Cutter seiner Zeit, hatte danach ein Auge auf die junge Stute geworfen und kaufte sie schließlich.

Elf Jahre später hatte Poco Lena in 395 Cutting Shows ihr Können gezeigt und eine Gesamtsumme von $99.782.13 gewonnen. Bis 1959 war Don Dodge mit ihr erfolgreich auf den Shows, danach kaufte sie B.A. Skipper Jr. und er ritt sie bis Ende 1962. Poco Lena’s Rekordsumme bei den Earnings konnte bis 1978 nicht gebrochen werden. Erst Buster Welch und Mr San Peppy konnten die $100.000 durchbrechen.

Poco Lena’s Karriere fand aber ein jähes Ende, als sie nach einer Show im Pferdeanhänger mit ihrem Pfleger heimgeschickt wurde. Ihr Besitzer B.A.Skipper zog es vor, mit dem Privatflugzeug nach Hause zu fliegen. Am 1. Oktober 1962 stürzte das Flugzeug leider ab und B.A. Skipper verstarb.

Durch dieses Ereignis wurde Poco Lena auf der Heimreise irgendwie in ihrem Hänger vergessen und sie wurde erst am 5. Oktober wieder gefunden. Die Tage dazwischen verbrachte sie im Anhänger ohne Nahrung. Durch dieses traumatische Erlebnis war Poco Lena für immer gezeichnet und sie sollte für den Rest ihres Lebens medizinische Behandlungen brauchen.

Nach dem Todd von B.A. Skipper wurde von seinen Hinterbliebenen ein Dispersale Sale organisiert, Dort sollte sie für ein Gebot von $14.200 verkauft werden. Dieser Handel kam aber nicht zustande, so dass sie später von der Familie Jensen aus Kalifornien gekauft wurde.

Viele hielten die Jensen für verrückt eine kranke fünfzehnjährige Stute zu kaufen. Aber nach zwei Jahren und vieler Versuche war Poco Lena sicher tragend von ihrem Hengst Doc Bar.

Ihr erstes Hengstfohlen wurde im Jahr darauf geboren. Dieser sollte unter dem Namen Doc O’Lena Geschichte machen und 1968 wurde schließlich Dry Doc geboren. Nachdem Dry Doc abgesetzt werden konnte, musste Poco Lena eingeschläfert werden, da die Leiden zu groß für die Stute wurden.

Als dreijähriger wurde Dry Doc von Mel Chartier gekauft. Chartier ist mit Pferde aufgewachsen und war zu dieser Zeit ein Hobby Cutter. Chartier traf diesen Entschluss, nachdem er auf der Cutting Futurity 1970 den Futurity Champion und Vollbruder zu Dry Doc Doc O’Lena gesehen hatte. Buster Welch wurde von Chartier kontaktiert einen Deal auszuhandeln. Der Deal war, dass Buster Welch ihn für 60-90 Tage ausprobieren konnte, ob der Hengst auch das Zeug dazu hatte die Futurity zu gewinnen.

Am 11. März 1979 wurde Dry Doc an Chartier und zwei weitere Partner für $25.000 verkauft. Buster Welch trainierte das Pferd weiter bis zur Futurity. Die Hoffnungen von Chartier und Buster Welch in das Pferd wurden 1971 bestätigt. Sie holten genauso wie ein Jahr vorher Doc O’Lena mit Shorty Freemann den NCHA Open Futurity Champion Titel.

1975 kaufte Chartier beide Partner aus dem Vertrag heraus und war somit einziger Besitzer von Dry Doc. Zwei Jahre vorher waren Chartier und Dry Doc ein erfolgreiches Paar in der damaligen Cutting Szene. Sie gewannen 1973 das ROM in Cutting, 1974 wurden sie AQHA Res. World Champion Senior Cutting, 1975 wurden sie dritte auf der AQHA World Show in Senior Cutting und 1976 NCHA Non Pro Reserve Worldchampion Champion . Bis 1979 platzierten und gewannen sie viele Cutting Shows.

Als Chartier den Hengst in den Ruhestand versetzen wollte stellte er fest, dass ihm noch ca. $3000 für die NCHA Hall of Fame fehlten. Es wurde beschlossen den Hengst noch ein Jahr, also bis zum Ende 1980 auf Shows vorzustellen. Aber das Paar gewann mehr als $35.000 in diesem Jahr auf den Shows. Dry Doc wurde nach der letzten Show in diesem Jahr in den Ruhestand versetzt. Er hatte 96 AQHA Cutting Punkte und über $85.000 an NCHA Lifetime Earnings gewonnen.

Das Beste an Dry Doc, sagte Chartier einmal zum WHM sei, dass Dry Doc niemals Probleme machte. Man könnte ihn die ganze Nacht in einen Hühnerstall einsperren und er würde nichts kaputt machen oder versuchen auszubrechen.

Nach neun Jahren verkaufte Chartier für $1.5 Millionen Dollar die Hälfte an Dry Doc an Forrest Warren aus Texas. In Texas deckte Dry Doc für $7500 Decktaxe. 1983 wurde Dry Doc für einen Multi Millionen Dollar Deal an die King Ranch verkauft. Von da an Deckte Dry Doc neben Mr San Peppy und Peppy San Badger für $10.000 Decktaxe. Peppy San Badger deckte zu dieser Zeit für $5000. Angeblich erhielt Chartier für seinen Anteil inklusiv dem Wert seiner einbehaltenen Breedings $4 Millionen Dollar für Doc Bar.

Die King Ranch entschloss sich aber trotzdem 1989 Dry Doc zu verkaufen. Somit wechselte der nun 21 jährige Hengst erneut den Besitzer. Er ging nach Kalifornien auf die Hanley Ranch. Seine Decktaxe betrug nun $1500.

Der Grund des Kaufes war, dass John Hanley Buster Welch um Rat fragte, welchen Hengst er kaufen sollte. Buster Welch riet ihm in Dry Doc zu investieren, da Dry Doc einer der besten Hengste auf dem Markt war und wegen der Trainierbarkeit und Ehrlichkeit seiner Fohlen ein gefragter Vererber war.

Der Zeitpunkt des Kaufes war eigentlich schlecht gewählt, da die Wirtschaft in den USA zu dieser Zeit ein Tief hatte und das Deckgeschäft rückläufig war. Außerdem war der Hengst alt und konnte jederzeit unfruchtbar werden. Aber allen Rufen zu trotz ließen viele Züchter ihre Stuten bei Dry Doc decken und der Kauf zahlte sich in vielfacher Weise für die Hanleys aus.

Im April 1997 musste Dry Doc im Alter von 29 Jahren letztendlich auf der Hanley Ranch eingeschläfert werden.

Während seiner Zeit als Deckhengst zeugte er 1388 Fohlen aus 26 Jahrgängen. Über 500 dieser Fohlen wurden auf Shows gezeigt. Alleine mehr als 200 Pferde erreichten das ROM und einer sogar einer den Titel des AQHA Champion. Seine Fohlen gewannen über 3000 Punkte bei der AQHA und über $4 Millionen Dollar in Cutting, Reining und Cowhorse Wettbewerben.


Dry Doc’s Einfluss auf die Zucht im vergleich zu seinen Vollbruder Doc O’Lena kann man nicht richtig vergleichen. Dry Doc deckte viele Jahre in Fairhaven, Michigan, die nicht gerade als Hochburg der Cuttingszene bekannt ist. Alle guten Stuten und Ranches waren wie jetzt auch fast nur in Texas zu finden. Das Problem war hier, das Dry Doc in manchen Jahren keine Stute aus Texas bekam. Aber Dry Doc konnte sich trotzdem als Vererber in dieser Zeit durchsetzen. Dies änderte sich erst mit seinem Verkauf nach Texas.

Dry Clean, ein Wallach von Dry Doc ist mit $279.505 höchster Money Earner von Dry Doc. Ein weiterer Top Money Earner ist der Hengst Dry Oil der ebenfalls über $200.000 gewonnen hat.

Die Dry Doc Tochter Dry Dot gewann über $124.000 und wurde nach ihrem Sieg auf der NCHA Non Pro Super Stakes für $250.000 an Marion Flynt verkauft. Ihre Geburt ist ein Wunder, da ihre Mutter Pocita Minos von dem Restaurantbesitzer Kenneth Meister von einem Schlachtvieh Transporter heruntergeholt wurde und danach von Dry Doc gedeckt wurde.

Dry Doc war ein großartiger Vererber für Performancepferde. Sein Ruf als Zuchtstuten- Vererber ist aber noch größer. Seine Töchter haben bisher über $5 Millionen Dollar vererbt und diese Summe steigt ständig.

Quelle: Westerninfo

Bilder:
Dry Doc
Dry Doc
Dry Doc - Cutting
Doc O Lena - sein Vollbruder

Ein ganz tolles Video über seine großartige Mutter [ame="http://www.youtube.com/watch?v=eeFRryUNBhw"]Poco Lena[/ame]
 
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