Trakehner

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Ladino

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Im 13. Jahrhundert, der Entstehungszeit des Trakehners, war die preußische Provinz eine Kolonie des Deutschritterordens. Damals wurden Gestüte gegründet und die bodenständigen Schweikenponys bildeten die züchterische Grundlage des Trakehners. Das Schweikenpony stand in recht naher Verwandtschaft zum Tarpan (s. Ursprünge des Pferde), einer der primitiven Pferderassen. Von ihm hat es seine Härte und Ausdauer geerbt.

Nachdem Friedrich Wilhelm I von Preußen, Sohn von Friedrich dem Großen, 1732 im Osten seines Gebietes das Königliche Trakehner Stutamt gegründet hatte, bezog Preußen seine Hengste nur noch von diesem Gestüt. Das Gestüt besaß damals 13760 Hektar Land, es beherbergte Stutenherden, die nach Farbe getrennt waren: Füchse, Braune und Schwarzbraune, gemischte und Rappen. Während des zweiten Weltkrieges wurden die Stuten mit ihren Fohlen quer durch Europa getrieben, um den Russen zu entkommen. Von den damals eingetragenen 25000 Pferden überlebten nur 1200. Diese bildeten den Grundstock für die heutige Trakehnerzucht. 1947 wurde der Trakehner Zuchtverband gegründet.

Die Trakehner waren damals elegante, schnelle und ausdauernde Kutschpferde, die den besten Ruf genossen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts vergrößerte sich die Nachfrage nach Pferde für die Artillerie und nach Reitpferden für die Offiziere. Schon damals wurden die Pferde sehr sorgfältig eingetragen, nachdem sie sich strengen Leistungsprüfungen hatten unterziehen müssen. Die Pferde wurden strikt genotypisch gezüchtet, außerdem wurden sie auf Schnelligkeit und Ausdauer getestet. Diese Prüfungen sollten zum Merkmal der Pferde in ganz Europa werden. Im ersten Weltkrieg wurden viele Trakehner eingesetzt, sie galten als das ideale Kriegspferd.

Im 19. Jahrhundert wurde der Trakehner durch Kreuzungen mit Vollblütern und Arabern noch mehr veredelt. Es wurden nur die allerbesten Pferde eingesetzt. Anfang des 19. Jahrhunderts hatte das Blut der Vollblüter starke Überhand gewonnen, damals hatten über 80% der Stuten Vollblüter zum Vater. Doch da der Araber immer schon eingekreuzt worden war, um Gebäudefehler oder Verhaltensprobleme auszugleichen, die von den Kreuzungen mit den Vollblütern herrührten, blieb der Trakehner ein ansehnliches und freundliches Pferd. Bis 1936 wurde eine Araberstutenherde eingesetzt, außerdem deckten die Anglo-Araber-Hengste Burnus und Marsuk in der Zeit von 1956 bis 1958 auf den Gestüten Rantzau und Birkhausen. Den größten Einfluss übte jedoch der Vollblüter Perfectionist aus, Sohn des legendären Rennpferdes Persimmon. Das Blut dieser Linie findet sich noch heute in fast jedem Trakehner wieder. Perfectionists Enkel, Tempelhüter, hinterließ 54 gekörte Hengste und 60 Zuchtstuten. Die Perfectionist/ Tempelhüter-Linie und die Linie der auf Tempelhüter-Töchtern aufgebauten Dingos bildeten den Grundstock für den modernen Trakehner. Diese Pferde sind im Turniersport extrem erfolgreich, sie dominierten 1936 bei den Olympischen Spielen sämtliche Klassen, auch heute noch sind sie im Springen, in der Dressur und in der Military immer unter den Besten vertreten. Der Trakehner ist ein sehr mutiges Pferd, er hat einen großen Leistungswillen und sieht sehr schön und edel aus. Diese Eigenschaften sowie seine Leistungen machen ihn zu einem beliebten Turnierpferd.

Der feine Kopf des Trakehners zeigt deutlich die Abstammung von Arabern und Vollblütern. Er ist sehr schön und ausdrucksvoll, mit großen, strahlenden Augen, einem feinen Maul, weiten Nüstern und einer breiten Stirn. Die Ohren sind aufmerksam und beweglich und stehen immer aufrecht. Der Trakehner ist intelligent, wach und freundlich. Der Hals ist lang und elegant, sehr schön bemuskelt, die Schultern sind von idealer Schräge, der Widerrist ist gut ausgeprägt. Der Rücken ist recht lang, aber kräftig, die Hinterhand ist muskulös und entwickelt gute Schubkraft. Die Gliedmaßen sind gut gebaut, muskulös und mit guten Gelenken. Die Knochensubstanz des Trakehners ist hervorragend, er hat gute, kurze Röhrbeine mit gutem Umfang. Die Hufe sind bemerkenswert hart und gesund. Der Trakehner wird bis zu 1,65m groß, es kommen alle Grundfarben vor.

Alles in allem ist der Trakehner eine schöne Erscheinung, er ist ausbalanciert, athletisch, geschmeidig und bewegt sich sehr schön frei und gerade.
 
12.06.2006
#1
A

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Gast

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W

Wambaugh

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Seid September 2011 habe ich meinen Traum erfühlt und habe mir meine Traki stute gekauft. Sie ist am 26.06.2010 geboren und ist von Hirtentanz/ Witaki.

Mal schauen wie sie später wird:)
 
dustywoman88

dustywoman88

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hab mir wie ja inzwischen hier bekannt ist auch letztes jahr ne trakki-dame gekauft:):) absoluter spätentwickler. reite sie erst mit 4 langsam ein. aber einmal ihr vertrauen und ihren respekt gewonnen (was harte arbeit war) ist sie ein absolutes "ein-mann" pferdchen und sehr auf mich fixiert.
 
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