Tennessee Walking Horse

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Ladino

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Das Tennessee Walking Horse ist eines der drei Pferde des amerikanischen Gangpferde-Trios. Die Rasse entstand parallel zum American Saddlebred in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die amerikanischen Pioniere hatten damals die Appalachen überquert und waren bis in die heutigen Staaten Tennessee, Kentucky und Missouri vorgedrungen. Das Zuchtziel war ein Pferd, das sowohl zur Arbeit zu gebrauchen als auch dem Lebensstil angemessen war. Man brauchte ein ausdauerndes, zähes Pferd, das lange Zeit geritten werden konnte ohne zu ermüden, außerdem sollte es über längere Strecken sein Tempo halten können. Schnelligkeit gehörte nicht zum gewünschten Typ.

Der Walker stammt vom Narragansett Pacer ab, später wurden Vollblüter, Standardbreds, Morgans und Saddlebreds eingekreuzt. Daraus entstanden die frühen Formen des Walkers, die „Southern Plantation Walking Horses“ und die „Tennessee Pacers“.

Die beiden Hengste Black Allan und Roan Allan werden als die Stammvater der Rasse betrachtet, sie waren Standardbreds. Roan Allan wurde kurzzeitig vor dem Sulky eingesetzt, doch war dort nicht zu gebrauchen, weil er einen sehr komischen und taktlosen Pass ging. Er vererbte diesen Pass allerdings an alle seine Nachkommen und mit der Zeit wurde er ein Rassemerkmal. 1903 wurde er mit Tennessee Pacern gekreuzt, daraus entstand die Basis des moderne Tennessee Walkers. Später wurde die Rasse durch den Saddlebred Hengst Giovanni veredelt und wurde qualitätvoller. Der Hengst stammte aus Kentucky, wurde aber in Wartrace/ Tennessee aufgestellt, der Stadt, die später als das Ursprungsgebiet des Walkers gehandelt wurde.
Das Tennessee Walking Horse wird heute nur noch als Show- oder Freizeitpferd genutzt. Es ist ein beliebtes Anfängerpferd, weil seine Gänge angenehm zu reiten sind, es ein sehr freundliches Wesen hat und Vertrauen erweckt. Der Walker ist ein zuverlässiges und sanftes Pferd.

Der Tennessee Walker hat drei Gänge, den normalen Schritt, den running walk und den rollenden Galopp. Diese beiden sehr spezifischen Gänge sind Viertakter, die Hinterbeine treten über die Spur der Vorderhufe hinaus und der Kopf wippt im Takt. Die Hufe fußen hierbei immer im selben Rhythmus auf, erst vorne links, dann hinten rechts, vorne rechts und hinten links. Die Gänge sind angeboren, sie werden von Generation zu Generation vererbt. Man kann sie keinem Pferd antrainieren. Ein Walker kann im Running Walk in einem Tempo von bis zu 9 bis 14 km/h lange Strecken zurücklegen, über kurze Distanzen kann er bis zu 24km/k erreichen. Allerdings ist die Schnelligkeit nicht das wichtigste, der Zuchtverband macht ausdrücklich klar, dass taktreine Gänge wichtiger sind als die Geschwindigkeit. Die Gänge des Walkers sind völlig erschütterungsfrei, sind weich und gleitend und vermitteln dem Reiter ein Gefühl von Sicherheit.

Die Pferde werden heute oft auf Shows eingesetzt, wobei ihre Präsentation sehr strittig ist: Die Hufe werden sehr lang gezüchtet, damit die Aktion noch eindrucksvoller wird, der Schweif wird künstlich hoch gestellt, indem man einen chirurgischen Eingriff vornimmt. In Deutschland ist das streng verboten und auch in den USA, wo diese Präsentation eine lange Tradition hat, gibt es inzwischen einige Gegner dieser unnötigen und grausamen Methode.

Der Kopf des Walkers ist relativ groß, er wird niedriger getragen als beim Saddlebred, das gesamte Pferd geht nicht so aufgerichtet. Der Hals ist recht kurz, aber gut bemuskelt, der Rücken ist kurz und kräftig, die Kruppe tief und muskulös. Das ganze Pferd wirkt rund, es hat kräftige, aber nicht immer korrekt gestellte Gliedmaßen. Bei den Hinterhufen lässt man die Trachten sehr lang wachsen, damit das Pferd hoch steht und sich gleitend bewegt. Die Vorderhufen lässt man vorne ebenfalls sehr lang wachsen, außerdem werden sie mit speziellen Eisen beschlagen. Trotz dieser unnatürlichen Stellung kommt es selten zu Sehnenschäden.

Die meisten Tennessee Walker tragen eine Grundfarbe, aber es kommen auch Schecken vor. Pferde dieser Rasse werden zwischen 1,50m und 1,60m groß.
 
12.06.2006
#1
A

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