Standardbred

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Ladino

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Der amerikanische Standardbred stammt ursprünglich aus den Oststaaten der USA, aber heute wird er in allen Teilen der vereinigten Staaten gezüchtet und auch zur Veredelung andere Traberrassen genutzt.

Er ist das beste moderne Trabrennpferd der Welt und wird in den USA ebenso gehandelt wie die Spitzen-Vollblüter. In den USA ist der Trabsport nicht ganz so beliebt wie der Galoppsport, in vielen europäischen Ländern sowie Russland sind Trabrennen jedoch wesentlich beliebter.

Der Name Standardbred entstand im Jahre 1878. Er bezieht sich auf das Standardtempo, das die Voraussetzung für eine Eintragung im Zuchtregister war: Die Pferde mussten eine Meile in drei, bzw. zweieinhalb Minuten laufen.

Der Standardbred wurde Ende des 18. Jahrhunderts auf der Grundlage des Hengstes Messenger entwickelt. Messenger war ein aus England importierter Vollblüter, der in seiner Heimat erfolgreich Rennen gelaufen war und eine beeindruckende Abstammung aufwies: Er führte das Blut aller drei Gründerväter, besonders aber das Godolphins. Außerdem verfügte er über das Blut des Norfolk Roadsters, dem besten Traber der Weltgeschichte. Er wurde 1788 nach Pennsylvania importiert und deckte außerdem in New York und New Jersey. Er starb 1808 im Alter von 28 Jahren und wurde auf Long Island begraben.

Messenger war nie ein Trabrennen gelaufen, doch seine Vorfahren waren die Begründer des Trabers, und dieses Erbe gab er an seine Nachkommen weiter. Messenger wurde mit allen möglichen Stuten gepaart, Quarter Horses, Canadian und Narragansett Pacern. Die beiden Letzten waren berühmte Passgänger. Sie führten das Blut der berühmten Passgänger Englands und einer spanischen Eselstute, deren Nachfahren mit den spanischen Konquistadoren ins Land gekommen war. Außerdem wurde Messenger mit Morgan Horse Stuten gekreuzt, die direkte Nachfahren von Justin Morgan, dem Begründer der Rasse waren. Ebenfalls eingekreuzt wurde das Blut des Clays, einer unbekannten Rasse, die auf einem Berberhengst basiert. Die Pferde dieser Rasse gehörten ebenfalls zu einer alten Traberlinie. Aus Messengers flachen Gänge mit großer Schulterfreiheit und guter Knieaktion sowie seinem Mut gepaart mit dem Trabvermögen der anderen Rassen entstand der Hengst Hambletonian 10, der in 24 Jahren nicht weniger als 1335 Nachkommen zeugte. Er wird als Stammvater des Standardbreds gehandelt. Er war sehr kräftig gebaut, etwa 1,55m groß und hatte eine enorm schubkräftige Hinterhand. Übrigens ist Hambletonian 10 in seinem gesamten Leben kein Rennen gelaufen. Man sagt ihm aber nach, eine Meile in 2 Minuten und 48,5 Sekunden geschafft zu haben. Unter seinen Nachkommen war Dexter, der die Rekordzeit 2 Minuten und 17,25 Sekunden für eine Meile lief. Es ist gut möglich, dass er noch besser geworden wäre, doch er wurde an einen Mann verkauft, der das Pferd auf Grund von idealistischen Überlegungen nicht mehr im Rennsport einsetzte. Noch heute gehen fast alle Standardbreds auf Hambletonian 10 zurück.

Heute wird das Standardbred übrigens hauptsächlich in Kentucky gezogen, obwohl es in aller Welt verbreitet ist.

Der Kopf des Standardbreds zeigt wenig von seinen Vorfahren, den Vollblütern. Er ist wesentlich gröber und auch nicht so schön. Der Hals ist mittellang und muskulös, die Schultern sind sehr kraftvoll und ausreichend schräg. Der Widerrist ist sehr kräftig, aber häufig tiefer als die Kruppe. Der Rücken ist recht lang, der Rumpf und die Brust tief. Die Hinterhand ist extrem kraftvoll, die Sprunggelenke sind absolut korrekt. Die Gliedmaßen sind sehr hart und muskulös, die Gelenke sind gut, die Knochen sehr stark. Die Hufe sind hart und gesund.

Der Standardbred kommt hauptsächlich in dunklen Farben vor. Er wird durchschnittlich 1,52m groß.
 
12.06.2006
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A

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