Schwedisches Warmblut

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Ladino

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Das Hauptzuchtgebiet des schwedischen Warmblüters sind die Gestüte Flyinge und Stromsholm. Flyinge ist noch heute Hengstdepot, von dort aus werden die Hengste in die Deckstationen versandt.

Das schwedische Warmblut stammt von den Pferden ab, die im 17. Jahrhundert nach Schweden importiert wurden. Darunter waren dänische, englische, französische, deutsche, ungarische, russische, spanische und türkische Pferde, die derart unsystematisch gepaart wurden, dass überhaupt keine Chance auf einen einheitlichen Typ bestand. Dennoch wurde aus diesen Pferden, mit besonderem Einfluss von Andalusiern und Friesen sowie orientalischen Pferden(s. Arabern), ein starkes, kräftiges, aber dennoch unverkennbar edles Pferd heran gezüchtet. Paarte man dieses mit den einheimischen, zähen Stuten, entstand ein kräftiges und gut gebautes Pferd. Nachdem man Vollblüter, Hannoveraner und Trakehner eingekreuzt hatte, wurden die Pferde zunehmend einheitlicher. Es wurden nur die besten Pferde eingesetzt, und diese Methode hatte Erfolg.
Die wichtigsten Hengste waren die Hannoveraner Schwabliso, Tribun und Hamlet, ebenso der Vollblüter Hampelmann und die Trakehner Heristal, Heinfried, Anno und Polarstern. Allein Heristal hinterließ 15 Söhne und 44 ins Stutbuch eingetragene Stuten.

Aus diesem Rassengemisch entstand ein schönes Reitpferd, das in Größe, Stärke und Gebäude hervorragend gelungen war. Das schwedische Warmblut ist sehr leichtrittig, umgänglich und vielseitig, außerdem gesund, ansehnlich und mit geraden, gut ausbalancierten Gängen. Es eignet sich hervorragend zum vielfältigen Turnierpferd, kann als Dressur-, Spring- oder Vielseitigkeitspferd eingesetzt werden und läuft auch als Kutschpferd ausgezeichnet.

Die Pferde sind ganz extremen Selektionsprüfungen ausgesetzt, bevor sie in die Zucht aufgenommen werden, sie müssen genauen Richtlinien, Exterieur und Charakter betreffend, genügen. Sie werden streng auf Leistung geprüft und müssen strikte Auflagen erfüllen, bevor sie ins Stutbuch aufgenommen werden.

Der Kopf des schwedischen Warmblüters ist unverkennbar edel, mit großen, ausdrucksvollen Augen, einer breiten Stirn, beweglichen, gut angesetzten Ohren und einem geraden Profil. Der Hals ist mittellang und muskulös, das Pferd besitzt eine recht große Ganaschenfreiheit. Der Widerrist ist relativ gut ausgeprägt, der Rücken mittellang und muskulös. Die Hinterhand ist gut bemuskelt mit hoch angesetztem Schweif, die Brust ist tief und recht breit, die Lendenpartie sehr gut bemuskelt. Die Gliedmaßen sind lang und trocken, mit ausgezeichneten Gelenken und guten Röhrbeinen mit ausreichendem Umfang. Die Hufe sind hart und gesund, außerdem gut geformt

Es kommen alle Grundfarben vor. Das schwedische Warmblut ist ca. 1,68m groß.

Übrigens trugen die schwedischen Turnierpferde und deren Züchter maßgeblich dazu bei, dass die Reitdisziplinen bei den olympischen Spielen zugelassen wurden.
 
12.06.2006
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A

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