Rocky Mountain Pony

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Ladino

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Das amerikanische Rocky Mountain Pony stammt, wie die meisten amerikanischen Pferde, von den spanischen Pferden(s. Andalusier) der Konquistadoren ab. Deren Nachkommen, die Mustangs, gleichen den Rocky Mountain Ponys sehr. Sie wurden hauptsächlich von dem Betreiber eines Reitstalls, Sam Tuttle, entwickelt. Er stammte aus Stout Springs in Kentucky/ USA und führte Touristen auf Trail-Ritten durch das Vorgebirge der Appalachen. Dort liegen die Ursprünge des Rocky Mountain Ponys. Ihre extrem hohe Trittsicherheit und die harten Hufe sind das Resultat des unwegsamen Geländes, und der bequeme Tölt prädestinierte sie geradezu zu Trail-Ponys.

Das Rocky Mountain Pony ist keine Rasse, sondern eher ein Zuchttyp, der sich mit den Jahrzehnten entwickelt hat, aber noch nicht in einem einheitlichen Typ gefestigt ist. Die Entwicklungsgeschichte des Rocky Mountain Ponys ist noch sehr jung. Seit 1986 gibt es ein Zuchtregister, aber die Rasse hat ihre Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen. Trotzdem ist es den Amerikanern und allen voran Sam Tuttle in sehr kurzer Zeit gelungen, große Fortschritte zu erzielen.

Ihren Ursprung hatte die Rasse in dem Hengst Old Tobe, der bei den Touristen, die Sam Tuttle in das Naherholungsgebiet der Appalachen führte, sehr beliebt war. Old Tobe wurde bis ins das hohe Alter von 37 Jahren zur Zucht eingesetzt, und er vererbte seinen schönen Gang und gelegentlich sehr ungewöhnliche Farben. Dieses Pferd war bekannt für seine Trittsicherheit, sein ruhiges, freundliches Wesen und seinen bequemen Tölt. Diese besondere Gangart der Rocky Mountain Ponys ist übrigens eher eine langsame Version des Rennpasses der alten Pferde denn ein taktklarer Tölt. Er lässt darauf schließen, dass die Vorfahren der Rockys vom Narragansett Pacer abstammen, einem Passgänger, der großen Einfluss auf die amerikanischen Gangpferde hatte. Er wurde als ein relativ hässliches Pferd beschrieben, aber zweifellos wegen seiner Bewegungen von den Plantagenbesitzern in Rhode Island, seinem Ursprungsgebiet, sehr geschätzt. Vermutlich stammt er von englischen Töltern ab, die die Briten an die USA abgaben, als der Vollblüter in Großbritannien immer populärer wurde. Diese Pferde wurden mit den Andalusiern der Siedler gekreuzt. Auch manche dieser spanischen Pferde hatten besondere Gänge, ebenso wie die Mustangs. Die Narragansett Pacer sollen sehr klein gewesen sein und entsprechen auch sonst den Beschreibungen über die Rocky Mountain Ponys: Sie waren trittsicher und sehr bequem zu reiten.

In den meisten Teilen der USA waren Freizeitveranstaltungen auf Grund des puritanischen Glaubens größtenteils verboten, doch in Rhode Island war die Mehrzahl der Bevölkerung baptistischen Glaubens, deshalb konnten dort Passrennen durchgeführt werden. Damals sollen die Narragansett Pacer eine Meile in etwa zwei Minuten gelaufen sein.

Auch das Rocky Mountain Pony wird hauptsächlich nach seinen Gängen beurteilt, es erreicht bei Gelände- und Trailritten etwa 11km/ h, über kurze Strecken bei geradem Boden sogar bis zu 26km/ h. Die Ponys sind sehr robust, sie können draußen überwintern und sind sehr leichtfuttrig. Das Rocky Mountain Pony ist recht ruhig, man sagt, es hat ein sehr ausgeglichenes und freundliches Wesen, dennoch ist es spritzig und hat Temperament. Es wird nicht mehr nur für Trailritte eingesetzt, sondern geht heutzutage sogar als Turnierpferd, außerdem wird es gefahren und in der Landwirtschaft eingesetzt.

Rocky Mountain Ponys habe meistens ein schönes, schokoladenbraunes Fell mit hellem Langhaar. Es ist nicht sicher, woher diese Farbe kommt, bei den spanischen Pferden kam sie definitiv nicht vor. Man nimmt an, dass sie vom Narragansett Pacer vererbt wurde, denn dieser wurde als ein Pferd mit hässlicher fuchsroter Farbe beschrieben und das Schokoladenbraun könnte eine verfeinerte Version davon sein.

Der Kopf des Rocky Mountain Ponys ist sehr hübsch, das Maul klein, die Ohren fein und beweglich. Die großen Augen sind sehr ausdrucksvoll. Der Hals ist recht lang und anmutig, er trägt gut zum Gleichgewicht des Pferdes bei. Der Widerrist ist nicht besonders ausgeprägt, der Rücken ist muskulös und recht kurz, die Kruppe steigt leicht an. Die Hinterhand ist schön geformt, sehr gut proportioniert und gut bemuskelt. Die Gliedmaßen sind relativ lang und gut bemuskelt, mit guten Gelenken und ausreichend Röhrbein. Die Hufe sind gut geformt, hart und gesund.

Das Rocky Mountain Pony hat kein vorgeschriebenes Stockmaß, aber es wird ungefähr 1,43m groß.
 
12.06.2006
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A

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