Peruanische Paso

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Ladino

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Der peruanische Paso stammt, ebenso wie alle amerikanischen Pferde, vom spanischen Pferd ab. Zwischen 1531 und 1532 importierte Francisco Pizarro die ersten Pferde nach Peru, von ihnen stammt auch der Paso ab. Seine Vorfahren waren Marismenos, Garranos, Sorraias, Asturcones und Berber, also eine bunte Mischung spanischer Pferde. Er ist die bekannteste der peruanischen Rassen und entstand vor über 300 Jahren durch wohl überlegte Zucht. Die peruanischen Züchter selektierten sehr stark und geschickt, sodaß der Paso heute vermutlich Berber- und Andalusierblut führt.

Der Paso ist so bekannt auf Grund seines Ganges, der dem „rack“ des Saddlebred sowie dem Running Walk des Walkers und des Foxtrotters ähnelt. Es handelt sich um eine energische, aber runde und bügelnde Aktion der Vorhand, die durch eine schwungvoll übertretende Hinterhand unterstützt wird. Die Hinterhand senkt sich dabei ab, der Rücken bleibt gerade und fest. Der Paso kann in dieser Gangart über lange Zeit ungefähr 18km/h gehen, und das in schlechtem Gelände! Er erreicht dabei eine Spitzengeschwindigkeit von 21 km/h. Für den Reiter ist diese Gangart sehr angenehm, da sie sehr weich ist, der Rücken bewegt sich kaum. Die Gangart Paso ist ein lateraler Viergang, ähnlich dem Tölt, wobei die Vorhand schwimmende Seitwärtsbewegungen macht, die „Termino“ heißen. Das sieht zwar aus, als ob das Pferd bügelt(s. Reiterlexikon), hat aber überhaupt nichts damit zu tun. Diese Bewegung ist sogar erwünscht. Die Hinterbeine treten dabei sehr weit unter und über die Spur der Vorderbeine hinaus. Der Paso wird in drei verschiedene Tempi unterteilt und ist mit den Gangarten anderer Pferde nicht zu vergleichen. Die Gangart ist inzwischen genetisch fixiert und gilt als Charakteristikum dieser Rasse.

Der Paso ist kompakt gebaut, sehr muskulös mit kurzen, starken Beinen. Sein Kopf ist flach und breit und passt sehr gut zum restlichen Erscheinungsbild, die Augen sind strahlend und ausdrucksvoll, das Maul ist sehr fein. Der Paso hat einen wachen Gesichtsausdruck, ist intelligent und sehr freundlich. Der Hals ist gebogen und muskulös, aber recht kurz, was den restlichen Proportionen entspricht. Der Widerrist ist nicht besonders ausgeprägt, die Brust breit und tief. Die Schultern sind extrem stark und gerade richtig schräg, sie ermöglichen die außergewöhnlichen Gänge des Pasos. Er kann übrigens auch Galopp gehen, das gehört aber nicht zu seinen natürlichen Gangarten. Die Hinterhand ist schön rund und sehr muskulös, die Hinterbeine sind sehr stark mit guter Knochensubstanz und guten Gelenken. Die Beine des Pasos sind sehr solide und haben lange Fesseln, was für die Gänge unerlässlich ist. Besonders wichtig sind auch die großen, gut geformten Sprunggelenke, die es ermöglichen, dass der Paso auch lange Strecken in seiner natürlichen Gangart gehen kann. Die Hufe sind sehr hart und gesund, das Pferd ist von Natur sehr trittsicher.

Beim Paso kommen alle Farben vor, allerdings sind Füchse und Braune am häufigsten, Schecken sind unerwünscht. Abzeichen sollen möglichst klein sein. Der Paso hat ein Stockmaß zwischen 1,40m und 1,50m.
 
12.06.2006
#1
A

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