Nonius

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Ladino

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Der Nonius stammt ursprünglich aus Ungarn vom Gestüt Mezöhegyes. Seit 1961 konzentriert sich seine Zucht aber auf das ebenfalls ungarische Gestüt Hortobagy, außerdem wird er in der Slowakei auf dem Gestüt Topolcianky gezüchtet. Die Pferdezucht in Ungarn hat eine lange Tradition, schon seit über 1000 Jahren werden dort Pferde gezüchtet. Schon die Magyaren-Reiter, die Nachfahren der asiatischen Steppenreiter, züchteten in Ungarn Pferde. Seitdem sind die ungarischen Pferde vor allem für die Kavallerie immer sehr gefragt gewesen. Im 16. Jahrhundert wurde Araberblut eingekreuzt, seitdem sind die Pferde noch wesentlich edler und ihre Körperbau ist besser. Das Gestüt Mezöhegyes wurde 1785 vom österreichisch-ungarischen Kaiser Joseph II. gegründet. Die Pferdezucht wurde auch von den nachfolgenden Herrschern so gut gefördert, dass es Anfang des 20. Jahrhunderts zwei Millionen Pferde gab. In Spitzenzeiten standen auf Mezöhegyes 12000 Pferde. Übrigens wird dort auch der Furioso gezüchtet.

Die Rasse des Nonius geht auf einen normannischen Hengst zurück, der 1813 von den Ungarn nach der Niederlage Napoleons erbeutet wurde. Der Hengst, Nonius Senior, wurde 1810 in Frankreich geboren und war wohl der Sohn des englischen Halbblüters Orion, der wahrscheinlich Roadster-Blut führte. Die Mutter war vermutlich eine Normannenstute. Nonius war 1, 66m groß und nicht eben schön, aber er war ein guter Vererber und seine nachkommen waren um einiges besser als er. Er wurde zunächst mit allen möglichen Stuten gekreuzt: Lipizzaner, Araber, englischen Halbblütern, spanischen und normannischen Stuten. Er hinterließ mehrere Söhne, darunter Nonius IX., der sehr vererbungsstark war. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden vermehrt Vollblüter eingesetzt, um die letzten Gebäudemängel auszumerzen und die Pferde ein wenig schneller zu machen.

Danach unterteilte sich die Rasse in einen schwereren und größeren Kutschpferdetyp, der auch in der Landwirtschaft gebraucht wurde und einen leichten Reitpferdetyp, der viel Araberblut führte. Der erste Typ war sehr zäh, gesund und stark, er hatte gute Bewegungen und ein ruhiges Temperament. Er war bis zu 1,68m groß. Der leichte Typ wurde als Reit- aber auch als leichtes Kutschpferd eingesetzt. Er ist ein Allroundpferd, das auch als Turnierpferde brillieren kann. Beide Typen des Nonius sind sehr ausgeglichen und willig.

Der Nonius ist übrigens sehr spätreif, er kann frühestens mit sechs Jahren angeritten werden. Sein Kopf ist trotz des Vollbluterbes ein Halbblutkopf, er ist nicht schwer, aber ein wenig grob, häufig mit konvexem Profil. Der Hals ist nicht sehr lang, passt aber zum Rahmen und ist gut geformt. Der Widerrist ist gut ausgeprägt, die Schulter ist ausreichend schräg und kräftig. Der Rücken ist recht lang und muskulös, die Hinterhand sehr kraftvoll. Die Kruppe ist häufig tief abgeschlagen. Die Gliedmaßen sind zufrieden stellend, sehr kurz mit guten Gelenken und guter Knochensubstanz. Die Hufe sind gut und gesund. Der große Typ des Nonius kann bis zu 1,65m groß werden, der kleinere ist meistens um die 1,53m.

Es kommen hauptsächlich dunkle Farben vor.
 
12.06.2006
#1
A

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Gast

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Gwenie

Gwenie

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Schön das hier jemand die Rasse kennt!!
Habe eine zeitlang zwei Nonius reiten dürfen. Es war ein Paßgespann und sehr erfolgreich. Der Besitzer war mit ihnen sogar im Fahrerkader!!
Die beiden hatten es ab und an faustdick hinter den Ohren. So waren sie aber recht lieb, suuuuper zu sitzen und sehr lernfreudig!!!
Maurice und Marchello hießen sie!
Es hat echt Spaß gemacht sie zu reiten!
Sind übrigens wieder in Ungarn, der Besitzer hat sich dort einen Hof gekauft und hat sie mitgenommen. Der eine von beiden ist leider nicht mehr unter uns!! Er hatte eine schwere Kollick und man konnte ihm nicht mehr helfen.

Aber ich finde die Rasse sehr hübsch, halt etwas stämmiger aber kompakt und für eine Frau auch gut zu händeln!!
Gruß
Gwenie
 
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ungarn nonius zucht