Missouri Foxtrotter

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Ladino

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Der Missouri Foxtrotter stammt traditionell aus den Südstaaten Amerikas. Dort wurde 1820 mit der Zucht begonnen, die Züchter stammten hauptsächlich aus Kentucky, Tennessee und Virginia. Sie ließen sich auf dem Ozark-Plateau in Missouri nieder und entwickelten dort den Foxtrotter, der das Gangpferde-Trio der amerikanischen Rassen komplettierte. Wie der Tennessee Walker und das Saddle Horse beherrscht er eine einzigartige Gangart, und zwar in diesem Fall den Fox Trott. Dieser Gang ist gut geeignet für die Heimat des Foxtrotters, den Ozarks. Denn in diesem schwierigen Gelände kommt ein Gangpferd wesentlich besser zurecht als „normale“ Pferde.

Die Ursprünge des Foxtrotters liegen bei den Pferden, die die Siedler im Jahre 1820 mit in die Ozarks brachten: Vollblüter, Morgan Horses, Araber. Sie paarten damals die Stuten mit den schnellsten Hengsten und es entstanden viele berühmte Blutlinien. Eine der Ersten war die Brimmer-Linie, benannt nach einem Vollblüter aus der Nachzucht des bekannten Rennpferdes Jolly Roger. Des Weiteren gab es die Diamond und die Fox, und die auf der Grundlage von Morgan Horses und Vollblütern entwickelte Old-Skip-Linie. Der Hengst, nach dem diese benannt ist, war sehr vererbungsstark. Später wurden auch Saddle-Horse-Hengste und Tennessee Walker eingekreuzt, um die Rasse zu verbessern.

Ursprünglich wurden die Pferde als Renn- und vielseitige Arbeitspferd gezüchtet, jedoch verbot der puritanische Glaube diese Freizeitbeschäftigung. Daher konzentrierte man sich auf die Zucht eines Nutzpferdes, das den Anforderungen der Gegend entsprach. Das Ziel war ein starkes und ausdauerndes Pferd mit den weichen Gängen des Saddle Horses oder des Walkers. Es sollte lange Strecken über unwegsames Gelände in so weicher Gangart zurück legen können, dass es für den Reiter angenehm zu sitzen war. Die Gänge mussten so gemacht sein, dass das Pferd auch bei schwierigem Gelände nicht schnell ermüdete. Um diesen Typ zu vereinheitlichen, wurden unter streng bewachter Inzucht Saddle Horses eingekreuzt. Das Ergebnis war der Foxtrotter mit seinem einzigartigen Gang. Er wirkt zwar sehr abgehackt, ist aber weich zu sitzen und bringt dem Pferd große Trittsicherheit. Hierbei geht das Pferd vorne Schritt, während es hinten trabt oder trippelt. Dabei übertritt es die Spur der Vorderbeine. Diese Bewegung ist sehr schleichend und reduziert die Erschütterung der unteren Gliedmaßen. Außerdem ist der Rücken nahezu bewegungslos, sodass der Reiter die Bewegung des Pferdes kaum spürt. Die Foxtrotter können sehr lange Strecken in dieser Gangart zurück legen, ohne zu ermüden, auf kurzen Strecken können sie darin bis zu 16km die Stunde erreichen. Das Pferd nickt dabei stetig mit dem Kopf und der hoch getragene Schweif schlägt auf und nieder.

Die anderen Gangarten des Foxtrotters sind ein raumgreifender Schritt und ein Galopp, der dem flachen Lope, aber auch dem langsamen Galopp des Walkers ähnlich ist. Die Aktion des Foxtrotters ist immer flach. Beim Foxtrotter sind künstliche Hilfsmittel wie ein manipulierter Schweif, schwere Eisen oder Gewichte verboten. Auf Shows werden sämtliche Pferde, die auch nur die geringsten Anzeichen von Quälerei aufweisen sofort disqualifiziert (das ist bei Saddle Horse und Tennessee Walker nicht immer der Fall). Es werden zu 40% der Fox Trott und zu je 20% Schritt, Galopp und das Gebäude beurteilt. Das Pferd wird meist in Westernausrüstung geritten.

Der moderne Foxtrotter ist vielseitig einsetzbar, sehr intelligent und freundlich. Das Stutbuch dieser Rasse wurde 1948 eröffnet, heute gibt es mehr als 15000 eingetragene Pferde.

Der Foxtrotter hat einen schönen Kopf mit wachem Ausdruck, das Maul ist fein, die Ohren wohl geformt. Die Augen sind sehr ausdrucksvoll. In Amerika und inzwischen auch hier zu Lande ist es üblich, hinter den Ohren die Mähne etwa eine Hand breit abzurasieren. Im Gegensatz zu den beiden anderen Gangpferden trägt der Foxtrotter seinen Hals sehr flach, doch er ist schön geformt und mittellang. Der Widerrist ist recht ausgeprägt und rund, die Brust breit und tief. Die Bewegung des Foxtrotters kommt aus der starken, schrägen Schulter, die Aktion bleibt dabei flach. Der Rücken ist lang, ziemlich breit und gut bemuskelt, die Kruppe ist ein bisschen schmal, aber muskulös. Die Gliedmaßen des Foxtrotter sind sehr gut mit etwas langen Schienenbeinen, aber guter Muskulatur. Die Gelenke sind korrekt, die Linie des Beines recht lang. Die Fesselstellung des Foxtrotters ist sehr wichtig, um den Fox Trott gehen zu können. Sie muss absolut korrekt sein. Die Hufe dieser Rasse sind sehr gut, hart und gesund. Das Pferd ist sehr trittsicher. Beim Foxtrotter kommen alle Farben vor, Füchse sind am häufigsten. Das Pferd wird zwischen 1,40m und 1,60m groß.
 
12.06.2006
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